DE40215C - Verfahren zur gleichzeitigen Verarbeitung der ausgebrauchten Gasreinigungsmasse und des Gaswassers der Gasfabriken - Google Patents

Verfahren zur gleichzeitigen Verarbeitung der ausgebrauchten Gasreinigungsmasse und des Gaswassers der Gasfabriken

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DE40215C
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C. F. WOLFRUM in Augsburg
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/08Simple or complex cyanides of metals
    • C01C3/12Simple or complex iron cyanides

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  • Treating Waste Gases (AREA)
  • Industrial Gases (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gaswassers der Gasfabriken.
Die Entschwefelung von Ammoniakwasser unter Nutzbarmachung der ausgebrauchten Gasreinigungsmasse wird nach dem neuen Verfahren durch Versetzen von 50 bis 60 Theilen des Ammoniakwassers mit 1 Theil einer Lösung, bewirkt, welche wie folgt erhalten wird:
ι Theil ausgebrauchte Gasrein'igungsmasse wird in 2 bis 3 Theile Wasser eingetragen und dann '/2 bis 1 Theil Schwefelsäure oder ι bis 2 Theile Salzsäure allinälig hinzugegeben. Die Mischung bleibt 1 bis 2 Tage unter öfterem Umrühren stehen, worauf die dunkelrothe Flüssigkeit abgegossen wird. In je 50 Theile dieser Flüssigkeit bringt man unter beständigem Umrühren nach und nach 5 bis 6 Theile Eisenocker (wie er zum Reinigen des Gases dient), der leicht und rasch gelöst wird. Alsdann ist die von einem etwaigen Rückstand abgegossene Flüssigkeit, welche basisches Eisenoxydsalz gelöst enthält, zum Gebrauch fertig.
Für das neue Verfahren sind folgende Punkte charakteristisch: Aus der Gasreinigungsmasse wird durch Ausziehen mit der verdünnten Schwefelsäure oder Salzsäure das Rhodanammon entfernt und mit dem im Ammoniakwasser enthaltenen vereinigt. Das Ferrocyanammon der gebrauchten Gasreinigungsmasse wird zugleich zersetzt in unlösliche Ferro cyan wasserstoffsäure und lösliches schwefelsaures Ammon. Der grünlich blaue, mit Wasser völlig ausgewaschene Rückstand der Gasreinigungsmasse hinterläfst, nachdem man ihn behufs Gewinnung des Schwefels mit Schwefelkohlenstoff extrahirt hat, ein Gemisch von Ferrocyanwasserstoffsäure und Berliner Blau, aus welchem ca. 35 bis 40 pCt. Berliner Blau gewonnen werden können. Die Gasreinigungsmasse wird also durch das Verfahren nicht entwerthet, vielmehr wird das Ferrocyan in eine für die rationelle Nutzbarmachung geeignete Form gebracht.
Der mittelst der basisches Eisenoxydsalz enthaltenden Lösung gefällte Niederschlag aus dem Ammoniakwasser enthält ca. 30 pCt. durch Schwefelkohlenstoff ausziehbaren Schwefel und ca. 40 pCt. Eisenoxyd, welches in dem Niederschlage theils als basisch schwefelsaures Eisenoxyd, theils als Berliner Blau enthalten ist. Der Niederschlag kann, nachdem der Schwefel extrahirt ist, dem zur Reinigung des Gases dienenden Eisenocker wieder zugesetzt werden. Auf diese Weise wird jeder Verlust an Material vermieden und sämmtlicher im Ammoniakwasser enthaltene Schwefel, sowie das Cyan und Rhodan gewonnen.
Das entschwefelte Ammoniakwasser kann für sich allein destillirt werden, wobei in dem ersten Fünftel der gröfste Theil des kohlensauren Ammons übergeht. Die restirenden vier Fünftel kann man wieder über die Gaswascher leiten, worauf sich nach mehrmaliger Wiederholung dieser Procedur das Eindampfen und Verarbeiten auf schwefelsaures Ammon und Rhodanammoniutn lohnt.
Das das kohlensaure Ammon enthaltende concentrirte Destillat eignet sich sehr gut sowohl zur Herstellung von nahezu chemisch
reinen Ammoniaksalzen, als auch zur Erzeugung von Salmiakgeist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur gleichzeitigen Verarbeitung der ausgebrauchten Gasreinigungsmasse und des Gaswassers der Gasfabriken dadurch, dafs man die Gasreinigungsmasse mit verdünnter Schwefelsäure oder Salzsäure extrahirt, die saure Lösung mit Eisenocker oder anderen Eisenoxyden neutralisirt und mit dieser so erhaltenen Flüssige keit das Ammoniakwasser versetzt.
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