DE40169C - Kurzschlussvorrichtung fuer den Nebenschlusstrom bei elektrischen Bogenlampen - Google Patents
Kurzschlussvorrichtung fuer den Nebenschlusstrom bei elektrischen BogenlampenInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J61/00—Gas-discharge or vapour-discharge lamps
- H01J61/98—Lamps with closely spaced electrodes heated to incandescence by light-emitting discharge, e.g. tungsten arc lamp
Landscapes
- Lighting Device Outwards From Vehicle And Optical Signal (AREA)
Description
PATENTAMT
Die vorliegende Erfindung betrifft elektrische Bogenlichtlampen, bei denen der Niedergang
des oberen Kohlenspitzenträgers durch einen Elektromotor geregelt wird. Dieser Motor besteht
im wesentlichen aus einem mit feinem Draht umwundenen Elektromagneten, mit vom Hauptstrom abgeleiteten Zweigstrom, und aus
einem- Hebel, welcher ein Sperrrad in Bewegung setzt, dessen Achse eine Schraube ohne
Ende trägt. Diese letztere überträgt ihre Bewegung auf ein Schraubenrad, auf dessen Achse
ein Zahnrad sitzt, welches in die Verzahnung der Trägerstange eingreift.
Im gewöhnlichen Ruhezustande bleiben die Kohlenspitzen von einander entfernt, denn die
Abwärtsbewegung der Stange A geschieht nur infolge der Bewegung der Schraube ohne
Ende v-, eine Bewegung, die allein durch das System des Elektromotors bewirkt wird. Die
Schraube ohne Ende ist so construirt, dafs das Rad dieselbe nicht in Bewegung setzen
kann, sondern nur in der einen Richtung die Schraube das Rad.
Wenn der Strom durch die Lampe geht und wenn die Kohlenspitzen sich nicht berühren,
geht derselbe durch den Elektromagneten FF, welcher, indem er magnetisch
wird, den Anker α anzieht und hierdurch den Hebel L um seinen Drehpunkt schwingen läfst.
Dieser wirkt mit der Zahnklinke η auf das Rad r und bewegt es um einen Zahn fort.
Diese Bewegung wird durch die Schraube ohne Ende auf das Rad P und so weiter durch Vermittelung
von s auf die obere Trägerstange A übertragen, welche demgemäfs sich abwärts
bewegt. Sowie der Anker angezogen ist, entfernen sich i und V- von einander und der
Strom umkreist nun den Elektromagneten HH, woraus folgt, dafs das Anziehungsvermögen
von FF schwindet. Infolge dieser Verminderung der Anziehungskraft und der Anziehung,
welche HH auf den Anker α und infolge
des Zuges auf die Feder R ausübt, kehrt der Anker in die Ruhelage zurück und ist nun
bereit, seine hin- und hergehende Bewegung wieder zu beginnen.
Diese Anordnung gewährt den beträchtlichen Vortheil, jede Stromunterbrechung in dem
Elektromotor FF und infolge dessen die den Platincontact zerstörenden Funken zu verhindern.
Eine Sperrklinke verhindert das Rad r, der Rückwärtsbewegung des Hebels zu folgen.
Sowie der Anker α den Elektromagneten HH
berührt, wird eine neue Anziehung bewirkt und so fort eine nach der anderen, bis die
Kohlenspitzen in Berührung kommen.
In diesem Moment umkreist der Strom den mit starkem Draht umwundenen Elektromagneten E E, der Anker P wird angezogen,
nimmt den beweglichen Theil des unteren Kohlenspitzenträgers mit, und der Lichtbogen
stellt sich ein.
Sobald die Gröfse des Bogens seine Normalgröfse überschreitet, nimmt der Widerstand zu
und der immer stärker werdende Strom leitet immer mehr Strom den mit feinem Draht umwundenen
Elektromagneten zu. Sowie die Anziehung auf den Anker.λ stark genug geworden
ist, um ihn hochzuheben, geht die Stange A niederwärts, bis der Bogen seine
normale Gröfse erreicht hat. Beim Auslöschen
der Lampe bewirkt die der Anziehung des Elektromagneten E E entgegen wirkende Feder
das Anheben der unteren Kohlenspitze in die Ruhelage.
Die Lampe kann vortheilhaft mit doppeltem Kohlenspitzensystem für lange andauernde Beleuchtung
eingerichtet werden, mit einem' einzigen Elektromagneten zur Regulirung des Abstandes
und mit einem einzigen Elektromagneten für die Fortbewegung der Kohlenspitzen.
Wird die Lampe durch einen Zweigstrom in Function gesetzt, so kommt ein in den Stromkreis
der elektromagnetischen Anordnung FF HH einzuschaltender, aus einem mit feinem
Draht umwickelten Elektromagneten bestehender supplementarischer Widerstand zur Anwendung,
so dafs die Wirkung des Systems FFHH immer dieselbe bleibt.
Da sich in der That die Kohlenstifte nicht berühren, weil der Stifthalter A sich nicht von
selbst senken kann und daher die Spannung an den Klemmcontacten der Lampe infolge
der geringen Intensität des Stromes, indem derselbe nur durch die Abzweigung geht, ungefähr
dieselbe wie an der Maschine ist, so wird behufs Zurückführung der Potentialdifferenz
des Systems FFHH auf ihren normalen Werth ein Widerstand eingeschaltet, welcher
alle überschüssige elektrische Energie absorbirt, so dafs die Wirkung der elektromagnetischen
Anordnung sowohl bei Function der Lampe als auch bei Nichtberührung der Kohlenstifte
dieselbe bleibt.
Dieser Ueberschufs bleibt so lange bestehen, wie die Kohlenstifte nicht in Berührung kommen;
stellt sich aber die Berührung zwischen denselben ein, so befindet sich die Lampe
unter normalen Gesetzen und soll von diesem· Augenblick an der supplementarische Widerstand
nicht mehr wirken; derselbe wird durch einen vom Hauptstrom durchströmten Elektromagneten,
welcher entweder im Innern oder äufserlich von der Lampe angeordnet ist, ausgeschaltet.
Die Anordnung verhindert demzufolge die Functionirung des Räderwerkes, bevor die
Rotationsgeschwindigkeit der Dynamomaschiiien und der Spannung des Stromes genügend ufid
normal geworden ist, wodurch unmittelbar bei der Ingangsetzung ein vollständig regelmäfsiger
Bogen gebildet ist, ohne dabei eine Ueberhitzung der Elektroden, noch eine übertriebene
Stromstärke befürchten zu müssen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Bei elektrischen Lampen, in denen der Vorschub der Kohle durch einen Nebenschlufs-Elektromotor und ein Schaltwerk bewirkt wird, die Anwendung eines Elektromotors, welcher aus zwei in den Nebenschlufs eingeschalteten, einander gegenüberstehenden Elektromagneten .F und H und einem beiden Elektromagneten gemeinsamen Ankerhebel besteht, und welcher ■in der Weise wirkt, dafs der Elektromagnet F beim Anziehen des Ankers einen die Leitung des anderen Elektromagneten H kurzschliefsenden Contact i P unterbricht und mithin diesen Elektromagneten einschaltet, der nun, unterstützt durch eine Abreifsfeder R, den Anker seinerseits anzieht, und auf diese Weise durch Schlufs des Contactes iix seine Leitung kurz schliefst, zu dem Zwecke, um eine vollständige Unterbrechung des Stromes im Nebenschlufs zu vermeiden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE40169T | 1886-03-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE40169C true DE40169C (de) | 1887-07-19 |
Family
ID=315748
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188640169D Expired DE40169C (de) | 1886-03-07 | 1886-03-07 | Kurzschlussvorrichtung fuer den Nebenschlusstrom bei elektrischen Bogenlampen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE40169C (de) |
-
1886
- 1886-03-07 DE DE188640169D patent/DE40169C/de not_active Expired
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