DE400754C - Zuendungsverfahren fuer Verbrennungskraftmaschinen - Google Patents

Zuendungsverfahren fuer Verbrennungskraftmaschinen

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DE400754C
DE400754C DEU7515D DEU0007515D DE400754C DE 400754 C DE400754 C DE 400754C DE U7515 D DEU7515 D DE U7515D DE U0007515 D DEU0007515 D DE U0007515D DE 400754 C DE400754 C DE 400754C
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  • Ignition Installations For Internal Combustion Engines (AREA)

Description

  • Zündungsverfahren für Verbrennungskraftmaschinen. Eine Vorrichtung zur Zündung bei Verbrennungskraftmaschinen beruht auf der Verwendung eines magnetelektrischen Apparat.,, beispielsweise mit niederer Spannung, zum Laden der Kondensatoren. Diese Kondensatoren entladen sich dann in die Primärwicklung eines Umformers, und man erhält in der Sekundärspule die zur Wirkung der Kerzen nötige hohe Spannung.
  • Bei schon bekannten Vorrichtungen dieser Art ist der Anker des Zündungsmagneten außerhalb des Entladungsstromes der Kondensatoren in die Primärspule des Umformers gelegt, während ein geeigneter Umschalter den Kondensator bald mit dem Zündungsmagneten, bald finit der Primärspule des Umformers in Verbindung setzt, so daß die Ladung und die Entladung des Kondensator durch einen zeitlichen Zwischenraum getrennt sind.
  • Da eine derartige Vorrichtung nur dann, wirksam sein kann, wenn man über eine Stromquelle tnit konstantem Potential und Tiber Kondensatoren verfügt, deren Kapazität um so größer ist, je schwächer das verwendete Potential ist, so wäre es notwendig, Kondensatoren von sehr großer Kapazität zu verwenden, um eine genügende 'Wirkung mit Stromerzeugern zu erhalten, welche einen Strom mit sehr schwachem Potential bei geringen Drehgeschwindigkeiten des Motors liefern. Eine Abhilfe für diesen CbeIstand könnte darin bestehen, daß man einen sehr kräftigen Stromerzeuger verwendet, d. h. einen solchen, welcher eine bedeutende magnetische Strömung besitzt und einen verhältnismäßig schwachen inneren Widerstand hat. Eine Vorrichtung dieser Art wäre jedoch infolge ihres Gewichts und ihrer großen Raumbeauspruchunb nicht gut verwendbar. Wenn man einen Zündungsmagneten von geringem Umfang beibehalten will, d. h. wenn man die Stärke des Stromerzeugers vermindern will, so ist man gezwungen, um kein zu großes Gewicht des Magneten wählen zu müssen, den Anker mit einer großen Anzahl Windungen dünner Drähte zu versehen und ihm infolgedessen einen sehr großen 'Widerstand zu geben, wodurch man ein genügend hohes Potential bei geringen Geschwindigkeiten erreicht. Außerdem verläßt man die Form der sinusartigen Welle und nähert sich der Gestalt eines Rechtecks, indem man versucht, so schnell wie möglich wechselnde Kraftflußvariationen zu erhalten. In diesem Falle zeigt jedoch die Berechnung, daß die Harmonischen bei den verschiedenen Drehgeschwindigkeiten des Stromerzeugers nicht in derselben Weise verschoben werden (beispielsweise wird eine Harmonische in Resonanz überhaupt nicht verschoben). Hieraus folgt, daß die resultierenden Kurven der Stromstärke und des Potentials an den Klemtnen des Kondensators, je nach der Geschwindigkeit, eine sehr verschiedene Gestalt haben.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt, diese schweren Nachteile zu beseitigen, indem sie die schädlichen Wirkungen dieser Verzögerungen ausschaltet, und zwar durch ein Verfahren, welches darin besteht, den Anker des Stromerzeugers während des Abschnittes des Vorganges, welcher der Ladung des Kondensators vorausgeht, kurzzuschließen. Durch dieses Verfahren wird erreicht, daß eine Verschiebung der Intensität der magnetischen Strömung nach rückwärts stattfindet und infolgedessen eine Erhöhung dieser Intensität.
  • Bei einer Ausführungsart des obengenannten Verfahrens wird eine rotierende Scheibe mit abwechselnd leitenden und nichtleitenden Abschnitten verwendet. An dieser Scheibe reiben Stromabnehmer, welche auf geeignete Weise befestigt sind. Die Scheibe und die Stromabnehmer sind, wie unten beschrieben, mit den verschiedenen Teilen des Magnetapparates verbunden.
  • Die verschiedenen Abschnitte der Wirkungsweise dieser Vorrichtung sind die folgenden: i. Kurzschluß des Ankers während eines Abschnittes des Vorganges, 2. Unterbrechung des Kurzschlusses, welche die Ladung des Kondensators veranlaßt, 3. Unterbrechung des Stromes: Kondensatoranker, wonach der Kondensator geladen bleibt, q.. Entladung des Kondensators in die Primärspule des Umformers nach einer gewissen Zeit.
  • Außerdem ist die Anordnung so getroffen, daß, wenn eine bestimmte Umdrehungsgeschwindigkeit des Stromerzeugers erreicht ist, der dritte Abschnitt weggelassen werden kann, welcher in der Unterbrechung des Stromes Kondensatoranker besteht, und zwar geschieht dies mit Hilfe eines geeigneten Umschalters. Auf diese Weise wird die mechanische Verzögerung, welche von diesem dritten Abschnitt herrührt, vermieden, und man erhält in bezug auf die Vorgänge bei geringer Geschwindigkeit eine Vorzündung.
  • Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt: Abb. i schematisch die Verbindungen der Scheibe und der Bürsten mit den Organen des Magnetapparates, Abb.2, 3 und q: Teilzeichnungen, welche die verschiedenen Stellungen der Scheibe in bezug auf die Bürsten- ersehen lassen, Abb. 5 und 6 die Arbeitsweise :eines Umschalters, welcher dazu dient, der Zündung bei großen Geschwindigkeiten eine bestimmte Vorzündung zu geben und die Zündung zu unterbrechen.
  • Die Scheibe, welche aus gut leitendem Material besteht, zeigt vier Abschnitte, von denen zwei 3, 3 Leiter sind und aus symmetrischen, vollen Teilen der Scheibe bestehen, und deren beide anderen 2, 2 die Elektrizität nicht leiten, beispielsweise durch Einschnitte der Scheibe i gebildet werden. Die Scheibe ist starr auf der Welle des Magnetapparates befestigt, von dieser-aber elektrisch isoliert. Sie dreht sich also mit derselben Geschwindigkeit wie diese Welle.
  • Der Anker des Magnetapparates kann auf der Welle befestigt sein, wie. bei den meisten Magnetapparaten, oder auch feststehend angeordnet werden, wie bei Zündmagneten, dessen Magnet und Anker fest ist und welcher ein sich drehendes Eisen besitzt, welches den Magnetstrom schließt oder wie bei solchen mit rotierenden Magneten. Der eine Pol des Ankers hat Körperschluß, und der andere Pol ist unmittelbar oder vermittels einer Bürste mit der Scheibe i verbunden.
  • Auf den Zeichnungen ist ein Magnetapparat niederer Spannung nur in schematischer Weise dargestellt. 7 bezeichnet den Anker, dessen einer Pol 8 mit der Scheibe i verbunden ist und dessen anderer Pol9 Körper, schluß hat.
  • Zwei Bürsten q. und 5 sind derart angeordnet, daß sie auf den vollen Teilen 3, 3 der Scheibe i schleifen, wenn diese beispielsweise in der auf Abb. i dargestellten Stellung sich befindet, und daß sie Dicht-in die Einschnitte 2, 2 eindringen bei den anderen Stellungen der Scheibe (Abb. 3). Zu diesem Zwecke kann man entweder die Bürsten in ihrer Bewegungsfreiheit auf geeignete Weise beschränken oder die Einschnitte 2, 2 mit geeignetem Isoliermaterial ausfüllen.
  • Die Bürste q. ist bei io an die Masse des Magneten .angeschlossen, während die Bürste 5 von der Masse isoliert und mit dem Pol i i des Kondensators verbunden ist, dessen anderer Pol 12 an die Masse io vermittels der Primärwicklung 13 des Transformators angeschlossen ist.
  • Die verschiedenen Stellungen der Scheibe i, welche den verschiedenen Arbeitsphasen des Magnetapparates nach der Erfindung entsprechen, sind folgende i. Wenn die Scheibe in einer in den Abb. i und ¢ gezeigten Stellung ist, berührt die Bürste q: einen der Abschnitte 3, und der Anker des Magnetapparates hat Kurzschluß, da sein Pol 8 vermittels von i und q: Körperschluß hat.
  • 2. Wenn .die Scheibe in der in Abb. 2 gezeigten Stellung ist, so hat die Bürste einen Abschnitt 3 verlassen und befindet sich an einem Abschnitt 2, während die Bürste in Berührung mit dem andern Abschnitt 3 bleibt. Es entsteht ein öffnungsinduktionsstrom, welcher den Kondensator vermittels der Bürste 5 lädt.
  • 3. Wenn sich die Scheibe in der in Abh. 3 gezeigten Stellung befindet, verläßt die Bürste 5 ihrerseits den entsprechenden Abschnitt 3, und der Kondensator befindet sich in isoliertem Zustande und bleibt geladen.
  • q.. Wenn 'die Scheibe in der in Abb. 4. gezeigten Stellung ist, befinden sich die beiden Bürsten in Berührung mit dem leitenden Teile 3 der Scheibe i. Die Bürste q. ist zuerst von einem der Abschnitte 3 berührt worden, und der Anker des Magnetapparates ist von neuem kurzgeschlossen worden. Hierauf ist die Bürste 5 mit dem anderen Abschnitt 3 in Verbindung gekommen, indem sie auf diese Weise durch 5, i und den Pol i i des Kondensators mit dem Pol a? in Verbindung gesetzt hat. Dieser entlädt sich plötzlich durch die Primärspule 13 des Transformators und durch 5, i und ,l. Diese plötzliche Entladung erzeugt in der Sekundärspule 14. des Transformators den Strom für die Zündkerzen.
  • Durch die Wahl der Abmessungen der Abschnitte 3 und der Abmessungen und Stellung der Bürsten 4. und 5 kann man in sehr weiten Grenzen den letzteren Kontakt verzögern und eine Zündung mit größerer Verspätung erlangen, als er der Verschiebung der Stromstärke bei großen Geschwindigkeiten entsprechen würde.
  • 5. Für die großen Geschwindigkeiten genügt es, die Bürste 5 (Abb. 5) außer Benutzung zu setzen, indem man den Pol i i des Kondensators mit dem Pol 8 des Ankers vexbindet, und zwar durch den Umschalter 6, welcher, wie in Abb. 5 gezeigt, angeordnet ist; hierdurch wird die mechanische Verzögerung aufgehoben, welche dadurch entsteht, daß die Bürste 5 nach der Bürste a mit der Scheibe in Verbindung kommt, und die Zündung geschieht nun in bestimmten Zwischenräumen. Außerdem findet Vorzündung statt in bezug auf die Vorgänge bei geringen Geschwindigkeiten, wenn man Vorsorge getroffen hat, daß die mechanische Verzögerung, welche bei geringen Geschwindigkeiten besteht, so bemessen ist, daß sie größer wie die elektrische Verzögerung ist, welche nur bei großen Geschwindigkeiten stattfindet.
  • Derselbe Umschalter 6 gestattet die Unterbrechung der Zündung durch Kurzschließen des Ankers (Abb. 6).
  • Bei großen Drehungsgeschwindigkeiten des Zündungsmagneten ist die unmittelbare elektromotorische Kraft des Zündmagneten groß genug, um die Ladung des Kondensators zu sichern, und aus diesem Grunde ist es möglich, mit Hilfe des Umschalters 6 eine Vorzündung zu erreichen. . Aber diese Vorzündung kann nur dann wirksam sein, wenn sich der Stromerzeuger mit bedeutender Geschwindigkeit dreht und so die Ladung des Kondensators aufrechterhält.
  • Hieraus folgt, daß, wenn sich der Umschalter 6 zufällig nach dem Anhalten in der auf Abb. 5 gezeigten Stellung befindet, ein Andrehen des Motors praktisch unmöglich wird, denn die Geschwindigkeit, welche man dem Motor geben muß, um eine Zündung zu erreichen, übersteigt diejenige, welche man mit Hilfe der Handkurbel erreichen kann. Jede Gefahr des Rückschlages verschwindet also beim Andrehen.
  • Es ist ersichtlich, daß man auch andere mechanische Vorrichtungen anwenden kann, um die beschriebenen fünf aufeinanderfolgenden Phasen zu verwirklichen, z. B. könnten in an sich bekannter Weise Unterbrecher durch bewegliche Nocken betätigt werden, welche in der gewünschten Weise wirken.
  • Es ist zu bemerken, daß der Umschalter 6 nicht notwendigerweise neben dem Zündapparat angeordnet sein muß, sondern an einen beliebigen Platz gelegt werden kann, z. B. neben den Führersitz eines Fahrzeuges, wenn die Vorrichtung bei einem Kraftwagen verwendet wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Zündungsverfahren für Verbrennungskraftmaschinen, bei welchen die Stromquelle außerhalb des Stromkreises hoher Frequenz liegt, welcher einen Kondensator und die Primärspule eines Umformers enthält, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker des Stromerzeugers kurzgeschlossen wird, bevor die Ladung des Kondensators erfolgt. z. Zündvorrichtung nach Anspruch i, bestehend in der Kombination eines Zündungsmagneten (7), eines Kondensators (11, 12), eines Umformers (13, 14) und einer drehbaren Scheibe (i), welche mit dem Anker des Stromerzeugers leitend verbunden ist, wobei Bürsten (4,5) auf der Scheibe reiben, welche durch diese Scheibe miteinander in elektrische Verbindung gesetzt werden können und wobei die beiden Bürsten in dem Entladungsstromkreis des Kondensators in dem Umformer liegen, während die erste Bürste (4.) in dem Kurzschlußstromkreis des Ankers des Stromerzeugers und die zweite Bürste (5) in dem Stromkreis für die Ladung des Kondensators liegt. 3. Zündvorrichtung nach Anspruch a, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Umschalter (6) besitzt, welcher dazu dient, die zweite Bürste wirkungslos z11 machen. Zündvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Umschalter (6) auch die Scheibe und die beiden Bürsten außer Wirkung setzen kann.
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