DE398603C - Verfahren und Vorrichtung zur Richtungsbestimmung - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Richtungsbestimmung

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DE398603C
DE398603C DEST36359D DEST036359D DE398603C DE 398603 C DE398603 C DE 398603C DE ST36359 D DEST36359 D DE ST36359D DE ST036359 D DEST036359 D DE ST036359D DE 398603 C DE398603 C DE 398603C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C15/00Surveying instruments or accessories not provided for in groups G01C1/00 - G01C13/00

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Telescopes (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Richtungsbestirnmung. Bei Zielvorrichtungen und sonstigen Geräten zur Richtungsbestirmnung kommt es Z, häufig darauf an, unabhängig von der Lage Z-, l# eine bestimmte Nichtung zu wahren oder auch eine in bezug auf eine Ausgangsrichtung bestimmte Richtung zu erhalten.
  • Zu diesem Zwecke wird erfindungsgeinäß die Zielvorrichtung auf ein feststehendes, in endlicher Entfernung von ihr befindliches samineindes Linsensystern gerichtet, in dessen Brennebene eine Bildfeldteilung angeordnet ist, mit deren Hilfe die Richtung der Zielvorrichtung oder des mit ihr verbundenen Gerätes bestimmt oder eingestellt wird. Die Art der Bildfeldteilung ist an sich beliebig, z. B. nach Graden oder Strichen.
  • Eine besonders vorteilhafte Ausfübrungsform ergibt sich, wenn man die Zielvorrichtung als Fernrohr mit einer Bildfeldteilung ausbildet, die der des angezielten sammelnden Linsensvsterns entspricht. Benutzt man z. B. als Zielvorrichtung eine fernrohrartige Einrichtung, deren Objektiv dieselbe Brennweite wie das sammelnde Linsensystem besitzt, so werden beide Teilungen identisch, doch ist ihr Z, Richtungssinn entgegengesetzt, falls nicht durch eingeschaltete Prismen oder andere geeignete Mittel eine Bildumkehrung herbeigeführt wird. Sind die beiden Brennweiten verschieden, so müssen in beiden Bildfeldteilungen gleichbezeichnete Teilstriche zu gleichen Winkelwerten gehören.
  • Da häufig nur eine Meßebene in Frage kommt, andererseits die Ortsveränderungen in den verschiedensten Richtungen eintreten können, so wird man die Striche der Bildfeldteilung mit Vorteil so anordnen, daß sie sich durch einen erheblichen Teil des Gesichtsfeldes erstrecken und sich die Bezeichnung der Striche in der Längsrichtung mehrmals wiederholt.
  • In Anbetracht dessen, daß das neue Verfahren oder die dazu benötigte Einrichtung in den verschiedensten Fällen anwendbar ist, sind nur die allgemeinen Grundsätze angegeben; doch bestehen keine Schwierigkeiten, je nach den gerade vorliegenden Bedingungen die entsprechende geeignete Ausführungsform zu el treffen. Auf der Zeichnung sind in Abb. i und :2 zwei Einrichtungen in schematischer Weise abgebildet, die zur beispielsweisen Veranschaulichung der Erfindung dienen; in Abb. 3 ist eine Ausführungsforrn einer Bildfeldteilung dargestellt.
  • In Abb. i bezeichnet a eine Zielvorrichtung (Kiniiiie und Kornlineal o.id,-,I.), #die auf einerr Teilkreis b um eine Achse c drehbar angeordriet ist, Der Teilkreis b möge hierbei das einzustellende Gerät verkörpern. In beliebiger Entfernung davon befindet sich ein aus drei Linsen hestehendes Objektiv d, in dessen Brennebene eine Bildfeldteilung e angeordnet ist. Die Richtung des einzustellenden Gerätes sei durch den Nullpunkt des Teilkreises b und den Drehpunkt c gegeben.
  • Z, Die Abb. i gibt die Einstellung des Teilkreises b wiQder, nachdem er bereits eine Ortsveränderung erlitten hat. Die anfänliche (nicht gezeichnete) Einstellung galt der Nullrichtung des Teilkreises b. Die Zielvorrichtun,g a war in diese Richtung eingestellt und zeigte beim Anzielen des Objektivs d auf Teilstrich -2o der Bildfeldteilung e. Dieser Betrag entspricht einem Winkel ß als Ab-,%#"e,ichung der Nullrichtung des Tei-lkreises von der optischen Achse des Objektivs d.
  • Entsprechend der Abb. i soll diese erste Einstellung wiedex herbeigeführt werden, d. h. dge Nullrichtung des Teilkreises b soll wiederuni eine Abweichung von ß von der optischen Achse des Objektivs d haben. Hierbei läßt die auf das Objektiv d gerichtete 75elvorrichtung a (den Teilstrich + 3o ider Bildfeldleilung erkennen. Sie hat also eine Winke!-abweichung a gegenüber der optischen Achse des Objektivs d. Bildet man den Unterschied des in der zweiten Stellung abgelesenen Teilstriches (+ 30) der Bildf eldteilung c gegen-Über dem zuerst abgelesenen Teilstrich 2o), d. i. + 30 - (-:2o) 5o, und stellt den Teilkreis auf Jen sich ergebenden Teilstrich (in diesem Falle + 50) ein, so wird die Nullrichtung des Teilkreises wieder parallel zur ursprünglichen Richtun#g ver'laufen. Dies ist in Abb. i - geschehen; die einzustellende Nullrichtung (Pfeilrichtung) bildet wiederum mit der optischen Achse des Objiektivs d den Winkel fl, =z ß und die Zielvorrichtung a mit derselben optischen Achse den Wdnkel U, = CL In Abb. 2 ist der Fall dargestellt, daß die Zielvorrichtung als Fernrohr ausgebildet Ist. Es ist f ein Fernrohrolbjektiv, in dessen Brennebene eine Bildfeldteilungg angeordnet ist, die mit Hilfe eines Okulars h beobachtet werden kann. In beliebiger Entfernung, ungefähr gegenüber dein Objektivf, befindet sich ein Objektiv i mit einer Bildfeldtei--lung k. Beide Bildf eldteilungen g und k sind fortlaufend so beziffert, das gleichbezifferte Teilstriche zu gleichen Bildfeldwinkeln gehören, hingegen ist der Richtungssinn der beiden Teilungen ein entgegengesetzter.
  • Wie eine einfache. geometrisch-optische überlegung g lehrt, sind die optischen Achsen der beiden Objektive f und i paraflel, sobald das von einem Sträch der Bildfeldteilungk ausgehende Strahleiibüschel in dem zwischen beiden Objektivenf unidi gelegenen Teil des Strahlengangs gleiche Winkel y bzw. y,. mit den optischen Achsen bildet.. Diese Winkelgleichheit ist aiber vorhanden, wenn das von jenem T.eV1s-trich der Bildfeldteilung k ausgehende Strahlenbüschel durch das Fernrohrobjektiv f auf dem gleichbezifferten Teilstrich seiner Bildfeldteilung g 'vereinigt wird.
  • Bei einer solchen anrichtung stellt mandas anzuzielende sammelnde Linsensystein so auf, daß ein an sich belleibiger Teilstrich mit dem entsprechenden Teilstrich der im Zielfernrohr enthaltenen TeÜung zur Deckung gebracht ist. Hat dann die Zielvorrichtun- eine Ortsveränderung erlitten und ist nicht bekannt ob die ursprüngliche Richtung danach noch bewahrt ist, oder ist sie mit Sicherheit nicht -mehr vorhanden, so genügt es festzustellen, ob beim Anzielen des sammelnden Linsensysterns ein an sich beliebiger Strich seiner Bildfeldteilung, der mit dem zuerst gewählten durchaus nicht identisch zu sein braucht, mit dem entsprechenden, also gleichbezifferten Teilstrich der Fernrohrteilung sich deckt. Ist dies der Fall, so ist die ursprüngliche Richtung wieder vorhanden. Andernfalls muß das Fernrohr durch geeignete Mittel so lange verstellt wer-.den, bis eine solche Übereinstimmung erzielt ist.
  • Gen-au so wie die Zielvorrichtung a in Abb. i kann man idas Zielfernrohr auch ajuf einem Teilkreis anordnen und so einem damit verbundenen Gerät jede bestimmte Richtung erteitlen.
  • Die in Abb. 3 dargestellte Bildfeldteilung ist ohne weiteres verständlich; man kann sie auch leicht derart abändern, daß der Meßvorgang nicht nur in ein& Ebene, sohdern in zwei Ebenen vor sich gehen kann, die dann z-,veckinäßig zueinander senkrecht stehen.
  • Kommen verhältnismäßig große Ortsveränderungen in Betracht, so müssen sich unter sonst gleichen Umständen die B#i,1,dfoldteilLin--en ebenfalls über ein großes Gesichtsfeld erstrecken. Um auch mit einer kleineren Teihing auskommen zu könneil, ist es vorteilhaft, das sammelnde Unsensystem nebst Bildfeldteilung oder dile Zielvorrichtunk oder alle beitde in meßbarer Weise drehbar anzuordnen. Dreht man lediglich eines von beilden, so muß die Drehung bei den Ablesungen berücksichtigt wänden; hingegen -ist dies nicht nötig, wenn beide tun den gleichen Betrag einander zugeschwenkt werden. Auf diese Weise ist es mö,-4,-ich, dem gewöhnlichen Wirkungsbereich der Bildfelditeilungen beliebig viele neue hinzuzufügen.
  • Im allgemeinen wird das sammelnde- Linsensystem aus einem Objektiv nach Art eines photographischen Objektivs bestehen, die bekanntlich über ein großes Bildfeld verfügen, während man bei dem ZielfernTohr sich häufig mit einem geringeren, aus der Anwendung des 01,r,ulars sich - ergebenden kleineren Winkelbere1ich begnügen und. es dafür mit einem Teilstrich ausrüsten wird. Man wird dann danach trachten, daß sich zunächst irgendein .Strich der Bildfe#clteilung des angezielten sam-.melnden Linsensystems inft irgendeinem Teilstrichder Fernrohrteitung deckt und dann das Fernrohr oder das mit ihm verbundene Gerät tun einen Betrag drehen, der dem Unterschiede in der Bezeichnung der beiden zur Deckung gebrachten Teilstriche entspricht.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Verfahren, um unabhängig von der Lage einer Zielvorrichtung dieser oder einem damit verbundenen Gerät jede in bezu- auf eine gegebene Richtung bestimmte Richtung zu erteilen, daidurch gekennzeichnet, d#aß die Zielvortichtung auf ein feststehendes ' in endlicher Entfernung von ihr befindliches sammelndes Linsensysteni gerichtet wird ' idas mit einer Bildfeldteilung versehen ist, mit deren Hilfe die Richtung der Zielvorrichtung oder des mit ihr verZ bund#nen. Gerätes bestimmt odereingestellt wird.
  2. 2. Vorrichtung zum Ausüben des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zielvorrichtung als Fernrohr mit einer Bildfeldteilun,- ausgebildet ,ist, die der des angezielten sammelnden Linsensystems entspricht. 3. Vorrichtung zum Ausüben des Verfahrens nach Anspruch i, bei dem die Stiliche der Bildfeldteilung sich durch einen erheblichen Teil des Gesichtsfeldes erstrecken, dadurch- gekennzeichnet, daß sich idie Bezeichnung der Striche in ihrer Längsrichtung mehrmals wiederholt. Z,
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