DE398133C - Herstellung von Stempeln, Praegestempeln, Matrizen und aehnlichen Gegenstaenden - Google Patents

Herstellung von Stempeln, Praegestempeln, Matrizen und aehnlichen Gegenstaenden

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DE398133C
DE398133C DES60567D DES0060567D DE398133C DE 398133 C DE398133 C DE 398133C DE S60567 D DES60567 D DE S60567D DE S0060567 D DES0060567 D DE S0060567D DE 398133 C DE398133 C DE 398133C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21KMAKING FORGED OR PRESSED METAL PRODUCTS, e.g. HORSE-SHOES, RIVETS, BOLTS OR WHEELS
    • B21K5/00Making tools or tool parts, e.g. pliers
    • B21K5/20Making working faces of dies, either recessed or outstanding

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Adornments (AREA)
  • Mounting, Exchange, And Manufacturing Of Dies (AREA)

Description

  • Herstellung von Steinpeln, Prägesteinpeln, Matrizen und ähnlichen Gegenständen. Es ist bekannt, Stempel. 3#1.itrizeil u. dgl. durch Gegenpressen eines 'Modells lierzustellen. Auch ist es bekamit, die verwendete Matrize mit einem Bodenstück zu versehen, (las den 'Metallblockaufnehiner unten verschließt und an der Formgebung teilnimmt, wobei der 'Metallblockaufnehnier von außen beheizt wird.
  • Die Erfindung hetrifft ein Verfahren 'zur Herstellung oder Wiederherstellung von .Stempeln, Prägestempeln, 'Matrizen und ähnlichen durch l'reßdruck hergestellten Werkzeugen und besteht darin, daß zuerst eine delin- und streckbare Legierung, beispielsweise aus 775 Teilen Kupfer und 225 Teilen Ziiiii, erzeugt und in eine vorzugsweise am Grunde kegelige Form gegossen wird, worauf der erhaltene Gußblock sorgfältig gebürstet. erhitzt, wiederum gebürstet und in einem Gesenke stark zusammengepreßt wird, um dein Metall ein gleichförmiges Gefüge zu geben. Danach wird der 'Metallblock erhitzt, um ihn dehn- und streckbar oder sclimi-edbar zu machen, wiederum gebürstet und in einen Ring Z, Über dem '-Modellträger eingesetzt, in dein er durch eine nachgiebige Vorrichtung so ge-Z, LI halten wird, (laß er erst dann mit dein Modell in Berührung kommt, wenn die Presse in Z, Tätigkeit gesetz wird, wobei der Preß)stenipel den Metallblock über die flaltevorrichtung weg (re-en (las Modell -treibt und die Prii-un-21 11 Z- l# oder den Abdruck des Modells im Block herbeiführt.
  • Handelt es sich inn ein Modell init erlieblichen Vertiefungen, oder sind aus einem anderen Crrunde mehrere Preßdrucke erforderlich, um einen vollkommenen Abdruck'des .Modells zu erzielen, so kann man einen PreßrinIg mit äuäerer Beheizung anwenden.
  • Das Verfahren der Erfindung ist aus dem Grunde von besonderer Bedeutung, weil die Legierung nach dem Zusammenpressen des Blocks eine vollkommene Gleichförmigkeit bes#tzt, so daß eine Prägung von großer Schärfe und Feinheit erreicht wird, dadurch, daß der Nletallblock mit dem 'Metall erst im Augenblick des Preßvorgangs mit dem Modell in Berührung kommt. entstehen keine Unvollkonimenheiten in der Prägung und keine Bez> schädigungen des 'Modells, denn die den Preßdruck aufnehmende Fläche des -..Nletallblocks Lesitzt an allen Stellen die -leiche Tempera-22 tur, und (la alle Stellen zu gleicher Zeit mit dein 'Modell in Berührun- kommen, so findet eine gleichmäßige Abkühlung über der ganzen el Fläche statt.
  • Auf der Zeichnung ist die Vorrichtung zur Ausführung des-Verfahrens in mehreren Beispielen dargestellt.
  • Es sind: Abb. i ein -enkrechler Schnitt der Vorrichtung für die einleitende Zusammenpressung des 'Metallblocks, Abb. 2 ein Schnitt der Prii-evorrichtuniiiit der Einrichtung zum Festlialten des Metallblocks bis zum -Niedergehen des Preßstenipels, Abb- 3 ein Schnitt dieser Vorrichtung mit einer 1---iiirielitung zum l-esthalteii des -Metallblocks in Gestalt eines geschlit7ten Ringes, Abb. 4 eine Sonderdarstellung dieses Ringes, Abl). 5 ein senkrechter Schnitt des Modellträgers, Abb. 6 ein senkrechter Schnitt der Prä-evorrichtung.für den Fall der Ausprägung eines Stalill)locks, Abb. 7 eitl senkrechter Schnitt einer anderen Ausführungsforni des Prägegesenks, und Abb. 8 zeigt -teils iiii senkrechten Schi-litt, teils in Ansicht eine Einrichtung, bei der die Prägung des Metallblocks in niehreren Preßvorgängen erfolgen soll, weshall) hier eine besondere E, inrichtung zum Beheizen des Präge-Z, 21 ,Ireseiiks vorgesehen ist, uni das Werkstück da-Z, bei -unausgesetzt in der erforderlichen Tein-,peratur zu erhalten.
  • Abb. 9 ist ein senkrechter Schnitt des Prigeste ' nipels-.
  • Die. zur Aufnahine des Abdrucks des Modells dienende Metallegierung besteht, wie schon 'erwähnt, vorzugsweise aus 775 Teilen Kupfer und 225 Teilen Zinn. Man kann aber auch andereMetalle undLegierungen benutzen, sofern sie nur bei unterhalb der Schmiedetemperatur des Stahls liegender Temperatur wie jene Kupferzinitlegierung sehr dehnbar, bei allenTeniperaturen vollkommen unoxydierbar, von gleichförmigern Gefüge sind, wiederlioltes Glühen oder Schmelzen ertragen, beim Prügen oder Pressen in der KäAte mindestens den gleichen Widerstand zeigen wie guter gehärteter Gußstahl, in Stempeln und Matrizen leicht zu bearbeiten und zu polieren sind und bei einer pässenden, Temperatur schmelzen.
  • Eine solche Legierung wird in einer gewöhnlichen Sandforin oder einer angeärmterf -Metallform gegossen, die zwecks Erzeugung einer kegeligen Fläche am Gußstück am Grunde kegelig isti was für die Gewinnung eines guten Abdrucks des Modells Bedeutung hat. Das Modell kann. aber auch in Ingots gegossen werden, die bei niedriger. Temperat ' ür umgeschmolzen und in die Form gegossen werden. Der gegossene Metallblock wird mit einer Stahlbürste sorgfältig abgebürstet,-um alle Sandreste zu entfernen, und dann bis auf Dunkelrotglut oder Rotglut ge--lüht. Nach nochmaligem Abbürsten bringt t' man ihn alsdänn in ein Gesenk, wo er einer Zusammenpressung unterworfen wird, um der Legierung- ein gleichmäßigeres. Gefüge zu ,geben, als es das Gußstück hat, und um auch Blasen sowie andere Gußmängel, zu beseitigen.
  • Wollte man dieseVerdichtung derLegierung durch mechanischen Druck nicht vornehmen, so würde beim folgenden Prägen der Druck viel höher zu wählen sein als nach solcher Verdichtung, uni einen -<#;teiiipel ZD 0. (1-1. von genügendern Widerstande züi erhalten, namentlich, wenn es sich um 'ei Stempel o. d-. init stärkeren Vertiefun oder von größerem Umfange handelt.
  • Z, solcher auf das Modell zur Wirkung komn. der hoher Druck würde, das Modell hesclii, gen, und andererseits würde sich der Blc selbst wenn alle tirizelheiten des Modells zum Abdruck kommen, dann sehr bald b( -Prägen oder Pressen wegen mangeln Gleichförmigkeit des Gefüges abnutzen, L, el die vorspringenden Stellen in solchem F, nicht die genügende Dichte besitzen, uni eii höheren Widerstand zu bieten.
  • Aus diesem Grunde muß inan, den Met. blocki vorher einer Verdichtung seines füges durch Druck unterwerfen, und dies schieht hier in einem Gesenk b (Abb. i) r Bodenstück- c, dessen ohere Fläche vorztu weise hohlkegelig ausgedreht ist. Stempel d dient zum Zusammendrücken Blocks i. Die lichte Weite des Gesenks b schwach kegelig gestaltet, damit das Wer stück nach dem Erkalten leicht lierauszulieb ist, Der verdichtete '.\letallblocl, mit kegelig Endfläche. wird sorgfältig abgebürstet ui dann geglättet, um jede Unebenheit zu b seitigen. Danach wird er bis nahe zur Ro glut erhitzt, um_ das -Metall dehnbarer 2 machen, nochmals abgebürstet und in d# Prägegesenk gebracht, in (las er mit sein( kegeligen Stirnfläche dbm Modell zugekeh# t> ZD einkelegt wird. Das Prägegesenk besitzt eir Einrichtung, die verhindert, daß der Metal block sofort mit dein Modell in Berührun kommt" dieses vielmehr erst dann geschieh wenn man den Druck in Wirkung treten läß-Die Diuckstärke richtet sich nach dein Dtircf messer des Modells und der- Art der Vei -tiefungen, die Ausführung erfolgt in einer Vor-ange. Würde man den Metallblock so fort mit dem Modell in Berührung bringen Z, bevor die Prägung erfolgt, so würde das heiß, Metall die vorspringenden Teile des Modells die gerade die feinsten sind, erweichen, s( daß sie beim folgenden Prägevorgange nach L Cräben und eine mangelhafte Prägung erzeug.
  • ten. Andererseits würden auch die mit der vorspringenden Stellen des Modells in Berührung tretenden Teile des -Metallblocks abkü ' hlen, härter werden und daher beim Präge-Vorgang zur Beschädigung des Modells beitragen.
  • In Abb. 2 ist diese Einrichtung dargestellt. Sie besteht 'aus einem Gesenk-f mit schwachkegeliger Innenwandung und einem Bodenstück e, auf dein das -Modell befestigt ist. In der Gesenkwandung sind in radialen Ausbohrungen auf Federn li ruhende Stangen g, die mit einer zugeschärften Spitze in.de ii Geserikrauin vorspringen, angeordnet. Der eingelegte Metallblock i ruht, auf den Spitzen der Staiifleil g, und erst wenn der Steinpel k niedergeht, werden die Spitzen entgegen (lern Druck der Federn h zurückgedrückt, und der Block kommt in die durch strichpunktierte Linien dar-estellte La-e, (l. h. in Berührung mit deni worauf die Prägung in einem Vorgang erfolgt.
  • In der Ausführti - ngsform nach Abb. 3 und 4 besteht dieVorrichtung zum Zurückhalten des Metallblocks aus einem geschlitzten Ringe j, der lediglich durch ReiLung mit der Gesenkwandung den Metallblock i trägt. Dieser Ring beeinträchtigt den Angriff des Blocks auf das Modell nicht; in dem Augenblick, in dein der Druck erfolgt, gleitet er mit dein Block i und wird erst mit diesem nach geschehenem Prägevorgang fortgenommen.
  • Die Abb. 5 zeigt die Befestigung des Modells vt auf dem Bodenstück e mittels eines Einsatzes it, das für jede Größe des 7u henutzenden Modells in dient. Im Augenblick des Prägevorgangs umfaßt der Ring j das Modell in und bleibt innerhalb der scharfen Kante y des Bodenstücks e.
  • In der Abb. 6 handelt es sich um die Prägung eines Stalilblocks auf einer Matrize oder einem Stempel. Die 'Matrize oder der Stempel o wird nach Abdrehung auf die richtige Stärke in das Gesenk f eingesetzt und durch einen Hilfsring p gehalten. Der Stahlblock q wird ebeiiso wie der Block i aus Legierung hehandelt und eingesetzt, vorher aber auf helle Kirschrotglut: erhitzt, und zwar in einer reduzierenden Atmosphäre, sofern man es nicht vorzieht, zur- Verhütung späterer Oxydation die Matrize in bekannter Weise mit Kohlenpulver, namentlich Lederkohle, zu behandeln.
  • Die Abb. 7 stellt das Gesenk f in einer Ausführungsform dar, die die Herstellung des Bodenstücks oder Modellträgers e der Abb. 4 dadurch erleichtert, daß die vorspringende Kante y -fortgelassen ist und damit Beschädigung und Abbruch nicht leicht erfolgen kann.
  • In den Abb. 8 und 9 ist eine Ausführungsform der Prägevorrichtung dargestellt, bei der das Modell in an einem Block r sitzt, der mit dem Ouerhaupt einer Presse s durch ein 171.itter t verbunden ist. Der 'Metaltblock i wird hier in einer Ausbohrung it des Gesenks v eingesetzt, das durch eine 1.esondere Vorrichtung einstellbar oder regelbar ist. Diese Vorrichtun- besteht nach Art eines zz j)reill).Lillzftitters aus einem Standring mit radialen Dornen 7L,', die in eine Ausdrehung v' 11 des Gesenks v eingreifen.- Das Gesenk v wird z. B. durch einen Kratizbreniier-,v erllitzt, tun den Metallblock i auf der erforderlichen Temperatur zu halten, falls es sich um. ein besonders geartetes Modell handelt, das sich durch einen einzigen Preßvorgang nicht hinreichend scharf abprägen läßt. Man arbeitet dann mit zwei oder noch mehreren Pressungen, was hier um so sicherer mit Erfolg getan werden kann, als das Gesenk unverrückbar gelagert. ist und daher das Modell den-Blocki immer genau auf d:erselben Stelle trifft, der Block seinerseits auch durch die Beheizung x gegen Abkühlung gesichert und auf der erforderlichen Temperatur gehalten wird.
  • Die Abb. 9 zeigt, wie das Modell m am Block r mittels Bolzen r' mit versenkten Köpfen befestigt wird, die durch den Block geben und durch Muttern r` hefestigt werden. Die Ausdrehung r- dient zum Einspannen des Blocks )- im Futter t.

Claims (1)

  1. PATENT-A-NSFRÜCHE: i. #7er-fahren zur Herstellung von Stempeln, Prägestempeln, Matrizen und - ähnlichen durch Pressung oder Formung gebildeten Gegenständen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Block (i) aus einer niedrig schmelzenden Kupfer-Zinn-Legierung in warmeni Zustande stark verdichtet, geglättet, gel#Ürstet und nochmals erhitzt in bekannter Weise gegen ein Modell (in) gepreßt wird, und zwar derart, daß er mit dem Modell erst 'in dem Augenblick, wb die Prägung beginnt, in Berührung kommt 2. Presse zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gesenk (f), in dem das Pressen vor sich geht, mit einer nachgiebigen Haltevorrichtung (g, lt in Abb. 2, i in Abb. 3 bis 5) versehen ist,. die den Metallblock (i) bis zum Augenblick der Prägung außer Berührung mit dem Modell hält. 3. Presse nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch mehrere in der Wand des Ringes (f) auf Federn (h) gelagerte Stangen (g), die mit ihren inneren Enden in .die Ringbohrung vorspringen. 4. Presse 1 ' iach Anspruch 2, gekennzeichnef durch einen Sprengring (j), der mit Reibung gegen die Bohrung anliegt.
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