DE627862C - Werkzeugschneide und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Werkzeugschneide und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22C—ALLOYS
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Description
Es ist bekannt, Metallschneiden durch Zusatz von Edelsteinen, wie z. B. Diamantsplitter
oder -statib, die in metallisches Pulver, in Glaspulver oder Porzellanstaub eingebettet
sind und nach Erhitzen einen festen Körper bilden, herzustellen. Auch hat man versucht,
Schneiden dadurch zu verbessern, daß man Diamantstaub mit Wolfram oder Wolframverbindungen
auf elektrischem Wege geschmolzen hat, wobei der Diamantstaub in affinen Kohlenstoff übergeht und sich mit
dem Wolfram zu Wolframcarbid verbindet.
Das Hauptpatent 611 860 betrifft ein Verfahren
zur Herstellung Diamantstaub enthaltender Werkzeugschneiden, das darin besteht,
daß der Diamantstaub in einer an sich bekannten Grundmasse einer harten Sinterlegierung,
z. B. aus Wolframcarbid und Kobalt, verteilt und die Grundmasse unter Druck bei
ao so niedriger Temperatur gesintert wird, daß der Diamantstaub keine Veränderung erfährt.
Weiterhin kann nach dem Hauptpatent der eigentliche Schneidenteil in einen tragenden
Grundkörper oder Schaft des Werkzeuges
Z^ eingefrittet werden.
Gemäß vorliegender Erfindung wird eine durch Sintern hergestellte Hartmetallschneide
aus Wolframcarbid, Kobalt und Diamantteilchen in einen tragenden Grundkörper oder
Schaft des Werkzeuges aus Wolframcarbid und Kobalt eingebettet. Die neuen Werkzeugschneiden
werden zweckmäßig derart hergestellt, daß man in bekannter Weise aus gepulvertem
Wolframcarbid und Kobalt durch Pressen einen tragenden Grundkörper oder Schaft des Werkzeuges herstellt, von diesem
den wirksamen, schneidenden Teil abhebt und durch eine gepulverte Mischung aus Wolframcarbid,
Kobalt und Diamantstaub ersetzt, worauf dieser Körper im ganzen in bekannter
Weise unter Druck von etwa 70 kg/cm2 bei etwa 13500C gesintert wird.
Das Wolframcarbid mit dem zusätzlichen Hilfsmetall Kobalt ist besonders geeignet als
Trägerkörper, da es die gleichen charakteristisehen Eigenschaften beim Pressen und
Sintern zeigt wie das diamanthaltige Material, auch die Schwundverhältnisse sind dieselben.
Es ist weiterhin genügend fest, um als Trägerkörper benutzt werden zu können und hat
auf die diamanthaltige Verbindung keinen nachteiligen Einfluß, wenn diese der hoben
Temperatur die-verfahrensgemäß beim Heißpressen in Anwendung kommt, ausgesetzt
wird.
An Hand der beiliegenden Zeichnungen wird der Erfindungsgegenstand näher erläutert.
Abb. ι zeigt teilweise im Schnitt eine perspektivische Ansicht einer Kohlenstofform,
ίο die gemäß der Erfindung angewendet wird, während Abb. 2 eine perspektivische Ansicht
des eigentlichen Erfindungsgegenstandes darstellt. Abb. ι zeigt eine hohle Kohlenstofform 1
mit den beiden Einsatzstücken 2 und 3, an welche in geeigneter Weise die stromführenden
Leitungen 4 und 5 angebracht sind. Eine Mischung von Wolframcarbid und Kobalt, bestehend aus etwa 13 0/0 Kobalt und 8 7 0/0
Wolframcarbid, wird in einer Menge, die zur Herstellung eines Trägerkörpers ausreicht,
auf das Einsatzstück 2 gebracht. Unter Anwendung von geringem Druck wird das gepulverte
Ausgangsgemisch zum Trägerkörper 6 vereinigt. Hierauf wird ein oberes Endstück des Trägerkörpers 6 in geeigneter Weise, beispielsweise
durch Herausschneiden, entfernt und in diese Aussparung eine Mischung 7, die aus kleinen Diamantsplitterchen oder
Diamantstaub, Wolframcarbid und Kobalt besteht, im Verhältnis von etwa 1 Gewichtsteil
Diamantpulver zu etwa 10 bis 13 Gewichtsteilen eines Wolframcarbid-Kobalt-Gemisches
in die so geschaffene Aussparung des Trägerkörpers 6 eingebracht. Die Mischung 7, die
das Diamantpulver enthält, wird leicht gepreßt, bis ihre Oberfläche auf die gleiche
Höhe der Oberfläche des Trägerkörpers 6 kommt .und so eine Ebene bildet. Hierauf
wird eine Schicht 8, die aus Wolframcarbid
und Kobalt besteht, mit einer Dicke von etwa Iy2IiIm auf die obere Fläche des Trägerkörpers
6 und des diamanthaltigen Stoffes 7, wie dies in Abb. 1 gezeigt ist, gebracht, danach
ein Druck von etwa 70 kg/cm2 auf das Material ausgeübt und gleichzeitig auf eine
Temperatur von etwa 1350° C erhitzt, welche
die Sintertemperatur der Wolframcarbid-Kobalt-Legierung darstellt. Die Schicht 8 hat
die Aufgabe, das diamanthaltige Material während des Preßvorganges vor Schaden zu
schützen. Die bildet eine harte, dünne, leicht brüchige Schicht auf der oberen Begrenzungsfläche der Körper 6 und 7. Durch Abschleifen
läßt sich die Schutzschicht 8 leicht entfernen, und man erhält so den durch Abb. 2 dargestellten
Erfmdungsgegenständ. Die Schutzschicht 8 vermeidet vorsorglich, daß ein Teil des teuren und wertvollen diamanthaltigen
Baustoffs bei der Nachbehandlung, beispielsweise durch Abschleifen, vorlorengeht. Die
fertige Werkzeugschneide kann durch Schweißen oder auf andere geeignete Weise mit
dem Werkzeugschaft verbunden werden. Der Trägerkörper 6 besteht aus Wolframcarbid
und einem Bindemetall, z. B. Kobalt, das die Wolframcarbidteilchen verbindet. Der Trägerkörper
selbst ist fast so hart wie Diamant, übernimmt aber in der vorliegenden Anordnung
die Rolle eines Bindemittels für die Diamantsplitterchen.
Das für den Trägerkörper 6 verwendete Wolframcarbid und Kobalt ist dem Mengenverhältnis
nach im wesentlichen dasselbe wie in der Schutzschicht 8, d. h. das Kobalt kann von wenigen bis etwa 250/0 schwanken, wobei
der Rest Wolframcarbid ist. Die Teilchengröße der Diamantpartikelchen kann variieren
und hängt ab von dem jeweiligen Verwendungszweck, sie sollten aber so groß oder größer sein wie die Teilchen des Trägerkörpers
aus Wolframcarbid und Kobalt, in dem die Diamanten eingebettet sind. Diamantpulver,
das ein 40- bis 100-Maschen-Sieb passiert, gibt befriedigende Resultate.
Claims (1)
- Patentansprüche:i. Werkzeugschneide, deren wirksamer, schneidender Teil durch Sintern eines Werkstoffes aus Wolframcarbid, Kobalt und Diamantteilchen gemäß dem Verfahren nach Patent 611 860 hergestellt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der schneidende Teil in einen Grundkörper oder . Schaft aus Wolframcarbid und Kobalt eingebettet ist..2. Verfahren zur Herstellung von Werkzeugschneiden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in bekannter Weise aus gepulvertem Wolframcarbid und Kobalt durch Pressen einen tragenden Grundkörper oder Schaft des Werkzeuges herstellt, von diesem den zum Schneiden bestimmten Teil abbebt und durch eine gepulverte Mischung aus Wolframcarbid, Kobalt und Diamantstaub ersetzt, worauf dieser Körper im ganzen in bekannter Weise unter Druck von etwa 70 kg/cm2 bei etwa 1350° C gesintert wird.3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der mit Diamantstaub versetzte Teil der Werkzeugschneide sowie die obere Fläche des Grundkörpers vor der Sinterung mit einer später wieder zu entfernenden Schutzschicht, beispielsweise aus Wolframcarbid und Kobalt, abgedeckt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| US627862XA | 1929-09-05 | 1929-09-05 |
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| DE1930627862D Expired DE627862C (de) | 1929-09-05 | 1930-09-06 | Werkzeugschneide und Verfahren zu ihrer Herstellung |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE627862C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE767569C (de) * | 1939-01-04 | 1952-12-08 | Fried Krupp A G | Hartmetallformkoerper |
| DE1224227B (de) * | 1961-02-15 | 1966-09-08 | Norton Co | Kernbohrer und Verfahren und Vorrichtung zu dessen Herstellung |
| DE2117056A1 (de) * | 1970-04-08 | 1971-10-21 | Gen Electric | Diamantwerkzeug zur spanabhebenden Bearbeitung |
| DE2910347A1 (de) * | 1978-04-21 | 1979-10-25 | Christensen Inc | Drehbohrmeissel fuer tiefbohrungen |
-
1930
- 1930-09-06 DE DE1930627862D patent/DE627862C/de not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE767569C (de) * | 1939-01-04 | 1952-12-08 | Fried Krupp A G | Hartmetallformkoerper |
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| DE2117056C3 (de) * | 1970-04-08 | 1987-07-30 | General Electric Co., Schenectady, N.Y. | Schneideinsatz |
| DE2910347A1 (de) * | 1978-04-21 | 1979-10-25 | Christensen Inc | Drehbohrmeissel fuer tiefbohrungen |
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