AT165105B - Verfahren zur Herstellung von Prägewerkzeugen aus Hartmetall - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Prägewerkzeugen aus Hartmetall

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  Verfahren zur Herstellung von Prägewerkzeugen aus Hartmetall 
Prägewerkzeuge, wie Prägestempel, Prägematrizen oder Prägestanzen, werden meist aus legierten Stählen hergestellt. Hiezu wird die Gravur in den weichgeglühten Stahl eingeschnitten, der anschliessend in bekannter Weise in Öl, Wasser oder Pressluft gehärtet wird. Es wurde bereits auch vorgeschlagen, für Prägewerkzeuge Hartmetalle an sich bekannter Zusammensetzung, wie sie z. B. in der Technik der Schneidlegierungen bekannt sind, als Werkstoff zu verwenden. Solche Werkzeuge aus Hartmetall haben den Vorzug, dass sie äusserst verschleissfest sind und infolgedessen ein Vielfaches der Lebensdauer entsprechender Stahlprägewerkzeuge aufweisen.

   Sie wurden bisher in der Weise hergestellt, dass die Gravur in einem bei niederer Temperatur vorgesinterten Hartmetallkörper eingeschnitten und der Körper sodann bei hoher Temperatur fertig gesintert wurde. Diesem Herstellungsverfahren haften aber verschiedene Mängel an. So können auf die genannte Weise durch das Einschneiden der Gravur in einem vorgesinterten Hartmetallkörper mit dem fertigen Werkzeug nur Prägungen mit erhabenem Profil erzeugt werden. 



   In den meisten Fällen werden aber Prägewerkzeuge in der Form von Prägestempeln zur Kennzeichnung z. B. der Herkunft, des Materials oder anderer Merkmale in der Weise verwendet, dass der Prägestempel in das zu kennzeichnende Formstück einfach eingedrückt oder eingeschlagen wird. Die hiezu erforderlichen Prägestempel müssen somit ein entsprechend erhabenes Profil aufweisen. Solche Prägewerkzeuge können aber durch Einschneiden der Gravur in einen vorgesinterten Hartmetallkörper praktisch nicht oder   äusserst   schwer hergestellt werden. Ein weiterer Nachteil des genannten Herstellungsverfahrens besteht ferner darin, dass vorgesinterte Hartmetallkörpcr beim Hochsintern bis zu 30"" schwinden, sich hiebei etwas verziehen und nicht ganz masshaltig bleiben. 



   Es ist auch schon bekannt, Formkörper aus Metallen, Metallegierungen, Metalioiden, Oxyden,
Silikaten od. dgl. dadurch herzustellen, dass die aus pulverformigen Komponenten vorgeformten
Körper bis nahe zum Erweichungspunkt der
Legierung erhitzt und durch einen schlagartig ausgeübten Druck eines Pressstempels auf ihre endgultige Form gebracht werden. Zur Her- stellung von   Prägewerk-eugen   aus Hartmetall wäre jedoch dieses   Ver : wren   wegen des hohen    Erweichungsr) unktes v (n Hartmetall   praktisch nicht durchfiihrbar. 



   Man hat    auch eits daran   gedacht, Drucktypen aus Eisen-oder Stahlpulver in der Weise herzustellen, dass das Ausgangspulver bei einer Temperatur, bei der das Pulver noch nicht oxydiert, mittels eines Druckes von 1200 bis   1500 kg cm2 verpresst   und bei einer Temperatur von 900 bis 1000-C gesintert wird. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, dass beim Sintern ein Schwinden und damit eine Verformung der Presslinge eintritt. 



   Schliesslich ist es auch schon bekannt, das Sintern von   Hartmetallformkörpern   bei gleichzeitiger Anwendung von Druck vorzunehmen. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Prägestempeln, Prägematrizen, Prägestanzen u. dgl. Prägewerkzeugen aus Hartmetall. 



  Sie besteht darin, dass nach den an sich bekannten Methoden des Drucksintems die Hartmetallpulvermischung in einer Pressform, in deren Innenseite die beabsichtigte   Prägeform   vorgesehen ist. unter Druckanwendung so gesintert wird, dass das erhaltene Hartmetallformstück auf seiner Oberfläche ein formgetreues Abbild für die Prägung aufweist. Auf diese Weise erzielt man, dass das Hartmetall in die feinsten Details der Gravur hineingedrückt wird, so dass nach dem Erkalten ein Pressprofil vorliegt, das formgerecht der vorgezeichneten Gravur entspricht und keiner Nachbearbeitung mehr bedarf. 



  Durch die erfindungsgemässe Anwendung des Drucksinterverfahrens wird auch vermieden, dass eine Schwindung und unzulässige Verformung des Sinterkörpers erfolgt. 



   Als Material für die Pressform kommt in erster Linie Graphit, Edelkohle oder gewöhnliche Kohle in Frage. In so einen leicht zu bearbeitenden Pressstempel aus Graphit kann z. B. mit Hilfe einer Kopierfräsmaschine eine beliebige Gravur eingeschnitten werden. Für Prägewerkzeuge mit schwieriger Reliefbildung ist das vorliegende Verfahren ganz besonders geeignet. In solchen Fällen kann von dem in einer Vorlage vorhandenen Entwurf (z. B. Wappen, Orden, Münzen od. dgl.) mit Hilfe eines feinsten Pulvers, z. B.

   Graphit- pulver, oder eines hochschmelzenden Oxydes, wie beispielsweise Magnesiumoxyd,   Zirkonoxyd   

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 od. dgl., ein Abdruck von der Vorlage angefertigt werden, der dann in die Pressform so eingelegt wird, dass das beim Drucksintern plastisch gewordene Hartmetall seine Gestalt bis in die kleinsten Details formgetreu aufnimmt. 



  Hiebei kann das gepresste Formstück, das nötigenfalls zur besseren Verfestigung unter Zusatz eines Bindemittels (z. B. Ton) und'oder durch eine geeignete Wärmebehandlung hergestellt werden kann, entweder direkt als Pressstempel oder indirekt als Zwischenlage in der Pressform verwendet werden. 



   Für Prägewerkzeuge, wie sie für Bleche, Kunststoffplatten, Papiermassen od. dgl. Verwendung finden, wird eine Matrize in analoger Weise wie die Patrize hergestellt. 



   Da die Beanspruchung der Matrize im all- gemeinen wesentlich geringer ist als die der
Patrize, lässt sich eine zugehörige Matrize durch
Prägung der erfindungsgemäss hergestellten
Patrize in weichem Stahl und nachfolgendes
Härten desselben leicht herstellen. 



   PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Prägestempeln,
Pragematrizen, Prägestanzen u. dgl. Prägewerk- zeugen aus Hartmetall, dadurch gekennzeichnet, dass nach den an sich bekannten Methoden des   Drucksinterns   die Hartmetallpulvermischung in   einer   Pressform, in deren Innenseite die beab- sichtigte   Prägeform   vorgesehen ist, unter Druckanwendung so gesintert wird, dass das erhaltene   Harrmetallformstück   auf seiner Oberfläche ein formgetreues Abbild für die Prägung aufweist.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gravur in einem Stempel der Pressform, der vorzugsweise aus Graphit besteht, eingeschnitten oder z. B. mit Hilfe einer Kopierfräsmaschine eingefräst wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, insbesondere für Prägewerkzeuge mit schwieriger Reliefbildung, dadurch gekennzeiclr - dass von dem abzunehmenden Gegenstand mittel eines feinsten Pulvers, z. B. kolloidale a Graphitpulvers, mit oder ohne Zusatz eines Bindemittels, ein Abdruck angefertigt wird, der in der Pressform mittelbar oder unmittelbar als Pressstempel dient.
    4. Verfahren zur H stellung von Prägewerk- zeugen, vorzugsv' e Pragestanzen für dünne Körper, wie Bleche, Kunststoffplatten, Papiermassen od. igl., dadurch gekennzeichnet, dass nach dem in den Ansprüchen 1 bis 3 gekennzeichneten Verfahren zunächst eine Patrize und in analoger Weise eine zugehörige Matrize hergestellt wird.
    5. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass durch Pressen der Patrize in weichen Stahl und anschliessendes Härten desselben eine zugehörige Matrize hergestellt wird.
AT165105D 1945-12-08 1945-12-08 Verfahren zur Herstellung von Prägewerkzeugen aus Hartmetall AT165105B (de)

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