DE397296C - Verfahren zur Herstellung von Pappe und Karton - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pappe und Karton

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DE397296C
DE397296C DEJ23230D DEJ0023230D DE397296C DE 397296 C DE397296 C DE 397296C DE J23230 D DEJ23230 D DE J23230D DE J0023230 D DEJ0023230 D DE J0023230D DE 397296 C DE397296 C DE 397296C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21JFIBREBOARD; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM CELLULOSIC FIBROUS SUSPENSIONS OR FROM PAPIER-MACHE
    • D21J1/00Fibreboard
    • D21J1/16Special fibreboard

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  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Pappe und Karton. Nach dem aderzeitigen Stande der Technik erfolgt die Herstellung von Pappe und! Karton entweder in ider ZVeise, ,daß die von der Papiermaschine ablaufenden Papierbahnen in nassem Zustande übereinandergelegt und zusammengegautscht werden, oder dadurch, daß fertige Papierlagen durch Klebmittel, wie z. B. Lehn., Kleister oder Sulfitablauge, vereint wurden.
  • Die Papierlagen der durch Zusamxnengautschen hergestellten Pappe weisen eine oherflächliche Verfilzung der einzelnen Papierlagen untereinander auf, und da dieser durch Verfilzung hergestellte Zusammenhang der einzelnen Schichten geringer ist als der Zasatnmenhang der Fasern in jeder einzelnen Papierlage, so ist selbstverständlich derWiderstand dieser Pappen gegen parallele Verschiebung in den Verfllzungsebenen geringer als in :den Papierlagen selbst, weshalb sich die einzelnen Blätter :der Pappe beim Biegen leicht voneinander trennen.
  • Die .durch Zusammenkleben mehrerer Papierlagen hergestellten Pappen zeigen den Nachteil, id aß sie beim Bielgen leicht brechen, weil die bei ;der Herstellung verwendeten Bindemittel in trockenem Zustande sehr spröde sind ; auch weisen !diese Pappen sehr geringeWiederstan.dsfähigkeit gegen Feuchtigkeit und Hitze auf, weil idie Bindenittel unter diesen Einflüssen seich @entweder zersetzen oder bestenfalls anderes physiikalitsches Verhalten (abweichende Quellung und Schrumpfung) aufweisen als die einzelnen Papierlagen, wodurch diese fron Zusammenhalt einbüßen.
  • Nach dem neuen Verfahren erfolgt das Zusammenkleben ider die Pappe bildendien Blätter oder Bahnen unter Verwendung kolloidaler Dispersionen oder chemischen Lösungen von Zellstoff, zellstoffartigen oder zellstoffhaltigen Rohstoffen, -wie Holz, Stroh u. dgl-. Da dieses Bindemittel vollkotmlmlari gleichartig ist Aden Stoffen, aus welchen die zu verbindenden Papierstofflagen bestehen, so entsteht beim Trocknen ider Pappe eine Zwischenschicht, die beiderseits in idüe vereinten Papierstoffbahnen oder Grenzflächen übergeht und hierdurch eine innige molekulare Vereinfigung aderselben herbeiführt. Da dieses Bindemittel auch vollkommen gleichartig dem Material der Papierstoffbahnen ist, so erhält man ,durch Zusammenkleben der letzteren ein vollkommen homogenes Erzeugnis, welches in allen. .Schichten vollkommen gleichmäßiges ' Verhalten gegen Feuchtigkeit :und Hitze zeitigt und sich demgemäß auch toi wiederholtem. Biegen nicht blättert.
  • Im nachfolgenden sollen einige A.usführungsbeispiele zur Herstellnug von Pappe gegeben werden. ,Beispiel r.
  • ,Entsprechend. zerkleinertes Holz, auch Sägemel-l, reiner Zellstoff odergeschnittenes, evtl. zermahlenes Stroh wenden in einer Kugel- oder Zylindienmühle unter Wasserzusatz durch Mahlen auf Iden erforderlichen Dispersionsgrad ;gebracht und hierauf ein langsam wirkendes Koagulationsmittel, «ve eine verdünnte Lösung von Natriumsrti.lfat, zugesetzt. Mit Hilfe dlieses Klebstoffes wird die jeweils erforderliche ,Anzahl von Papierlagen übereinandergeklebt und in bekannter Weise getrocknet. Bei Weglassen des Koagtulabonsmittel:s erfolgt die Koagulation langsamer.
  • Beispiel e.
  • Stroh, Holz odier andlere zellstoffhaltige Stoffe werden nach entsprechender Zerkleinerung in Lösungsmitteln, wie z. B. starker Natronlauge, behandelt. Die erhaltene .klebend wirkende Masse wind mit oder ohne Zusatz eines langsam wirkenden Zersetzungsmittels, wie z. B. Ammlonsulfat, als Klebmittel verwendet.
  • Beispiel 3.
  • Zellstoff wird mit Natronlaugre getränkt, hierauf mit Schu-efelkohlenstoff versetzt und das gebil@diete Xanthogenat in Wasser gelöst. Das so erhaltene Klebmittel wird mit oder ohne Zusatz eines langsam wirkenden Zersetzungsmit!üels zum Zusammenkleben verwendet.
  • In allen Fällen werden die so zusammengeklebten Bahnen in üblicher Weise evtl. unter Anwendung von Wärme getrocknet und hierauf gepreßt und kalandriert.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Herstellung vonPappe und Karton durch Zusam@inenkleben mehrerer Papierlagen, dadurch gekennzeichnet, daß die Vereinigung der einzelnen Papierlagen durch Lösungen von Zellstoff, Holz oder zellstoffartigen oder zellstoffhaltigen Stoffen erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Patentanspruch r. @d-aKlurch gekennzeichnet, daß die Nereinigung der einzelnen Papierlagen durch kolloidal :dispergierte Lösungen von Zellstoff, Holz oder anderen zellstoffhaltigen Stoffen erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Patentanspruch r, dadurch gekennzeichnet, ,daß die Vereinigung,der einzelnen Papierlagen @d@irch cheinische Lösungen von Zellstoff, Holz oder anderen zellstoffhaltig n Stoffen erfolgt.
DEJ23230D 1922-02-07 1922-11-30 Verfahren zur Herstellung von Pappe und Karton Expired DE397296C (de)

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