DE396458C - Selbsttaetige Mehrfachsicherung - Google Patents

Selbsttaetige Mehrfachsicherung

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DE396458C
DE396458C DESCH63283D DESC063283D DE396458C DE 396458 C DE396458 C DE 396458C DE SCH63283 D DESCH63283 D DE SCH63283D DE SC063283 D DESC063283 D DE SC063283D DE 396458 C DE396458 C DE 396458C
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locking washer
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H85/00Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
    • H01H85/02Details
    • H01H85/26Magazine arrangements
    • H01H85/28Magazine arrangements effecting automatic replacement

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Description

Gegenstand der Erfindung ist eine selbsttätige Mehrfachsicherung, die sich zum Einbau in Leitungen mit größeren Stromstärken eignet, z. B. als sogenannte Hauptsicherung unter dem Straßenprlaster, oder für Motoren, die oft einer starken Belastung ausgesetzt sind, wie z. B. bei elektrischen Straßenbahnen. Die selbsttätige Einschaltung eines neuen Schmelzdrahtes nach Kurzschluß erfolgt, wenn ίο die Ursachen der Störung in der Leitung vorerst beseitigt worden sind. Die Sicherungsvorrichtung enthält einen im Nebenschluß liegenden, eine Sicherungsscheibe steuernden Elektromagneten, der beim Schmelzen der eingeschalteten Sicherung die Sperrung der die Schmelzdrahteinsätze enthaltenden Sicherungsscheibe aufhebt und dann bei Unterbrechung des Stromes durch öffnen eines Schalters die Umschaltung der Sicherungsscheibe bis zum höchsten Schmelzdrahtkontakt bewirkt.
Das Wesen der Erfindung besteht nun darin, daß die in radialen Bohrungen die Schmelzdrähte aufnehmende Sicherungsscheibe as in erweiterten Ausnehmungen an ihrem Umfang durch Federwirkung von innen gerade bis an die Peripherie der Sicherungsscheibe gedrückte Kontaktknöpfe und in ihrer Mittelbohrung eine auf der Drehachse der Sicherungsscheibe sitzende Stiftentrommel trägt, an denen (Stiftentrommel und Kontaktknöpfen) die Schmelzdrähte eingehakt befestigt sind.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt, und zwar bedeutet:
Abb. ι eine Seitenansicht des Sicherungsapparates, teilweise im Schnitt, Abb. 2 einen Grundriß,
Abb. 3 einen senkrechten Schnitt nach A-A der Abb. 1,
Abb. 4 einen Zahnkranz, mit der Sicherungsschraube verschraubt und einzeln,
Abb. 5 eine Sicherungsscheibe in Seiten-, Vorder- und Rückansicht, teilweise im Schnitt, und
Abbl. 6 eine Stiftentrommel. -^1
Der Sicherungsapparat ist in einem gußeisernen Rahmen 24 untergebracht, der auf einem aus nichtleitendem Material hergestellten Sockel 1 ruht, der gleichzeitig die Kontaktschrauben 25 und 25' für die Stromleitung trägt. Die Vorderwand des Rahmens 24 kann nach Lockern einer Schraube 26 rasch entfernt werden, so daß die im Rahmen untergebrachten zusammenhängenden Teile leicht herausgezogen werden können, wenn eine Reparatur oder neuerliche Beladung der Sicherungsscheibe 10 mit neuen Schmelzdrähten erforderlich ist. Der Sockel trägt ferner eine im Nebenschluß geschaltete Drahtspule 2 mit weichem Eisenkern 3 und abgeschrägtem Polstück 4. Die Wandungen des Rahmens bilden das Lager für eine Messingwelle 15, die einen von der Welle isolierten Zahnkranz 16 trägt, der mit der Sicherungsscheibe 10 verschraubt ist. Die ebenfalls aus Porzellan bestehende Sicherungsscheibe 10 ist auf eine Stiftentrommel 27 aufgesetzt. Die Sicherungsscheil>e 10 ist auf ihrem Umfang in gleichmäßigen Abständen mit Ausbohrungen 12 versehen, von deren Basis ein radikaler Kanal zu den Stiften der Stiftentrommel 27 führt. In diese Kanäle werden die Schmelzdrähte eingeführt und sind mit ihrem einen hakenförmigen Ende an je einem Stift der Stiftentrommel 27 angehängt, während das Häkchen des anderen Endes an der Unterseite des in der Ausbohrung 12 untergebrachten Kontaktknopfes 9', der mittels einer Feder 11 gegen den Umfang der Scheibe gedrückt wird, befestigt ist. Ein Sperring 13 verhindert, daß die' Kontaktknöpfe 9' über den Umfang der Scheibe 10 austreten können, so daß diese beim Drehen nirgends anstößt.
Zwischen der Scheibe 10 und der Spule 2 ist ein zweiarmiger, unter der Wirkung einer Feder 22 stehender Hebel 5 angeordnet, dessen oberes Ende eine Hülse 7 trägt, an der ein Anker 6 aus Weicheisenteil befestigt ist, der von der schrägen Polfläche 4 des Elektromagneten angezogen werden kann. In der Hülse 7 ist ein Kontaktknopf 9 untergebracht, der durch eine Feder 8 derart aus der Hülse
herausgeschoben wird, daß er in normaler Lage in eine Ausbohrung 12 der Scheibe 10 eintreten kann und dadurch mit einem Kontaktknopf 9' der Sicherungsscheibe in Berührung steht. Der Strom geht von einer Kontaktschraube 25 zur Achse 15, fließt von hier durch einen Stift der Stiftentrommel 27 unddurch den Schmelzdraht zum Knopf 9', von wo er durch den Kontaktknopf 9 und über den Hebel 5 zur zweiten Verbindungsschraube 25' gelangt. Im Nebenschluß liegt der Elektromagnet.
Der von der Welle isolierte Zahnkranz 16 und mit ihm auch die Scheibe 10 werden durch einen Züghebel 17 und durch eine Sperrklinke 28, die beide unter Federwirkung stehen, in die zur guten Kontaktbildung richtige Stellung gedreht. Zughebel 17 und Sperrklinke 28 werden durch Hin- und Hergehen des Hebels 5 betätigt. Die Sicherungsscheibe 10 ist mittels eines Preßflansches 30 und einer Schraubenmutter 31 auf die Welle 15 aufgebracht. Um ein Anschmelzen der Welle in den Lagern zu vermeiden, ist eine Stromübertragungsfeder 32 vorgesehen.
Die Wirkungsweise ist folgende: Ist durch einen im der Leitung eingetretenen Kurzschluß eine Sicherung durchgebrannt, so wird durch den Elektromagneten der Anker 6 angezogen. Hierdurch wird der Kontaktknopf 9 vom Kontakt 9' weggezogen, der durch die Feder 11 bis an die Peripherie der Sicherungsscheibe 10 vorschnellt, ohne jedoch über diese hinauszugehen.
Gleichzeitig wird durch den Zughebel 17 der Zahnkranz 16 und mit ihm die Sicherungsscheibe 10 so weit mitgenommen, daß der Sperrkontakt 9 über dem Kontaktknopf 9' des nächsten Schmelzdrahtes steht. Wird alsdann der Strom durch Öffnen eines Schalters unterbrochen, so läßt der Elektromagnet den Anker 6 frei, und der Sperrkontakt 9 kommt wieder in Eingriff mit dem Kontaktknopf 9' des nächsten Schmelzdrahtes. Sobald der Kurzschluß behoben ist, wird der Leitungsschalter geschlossen, und eine neue Sicherung ist wieder eingeschaltet.
Sind alle Schmelzfäden, verbraucht, wird die Vorderwand des Rahmens abgenommen, die Schraube 31 von der- Achse 15 gelöst, die Sicherungsscheibe entfernt und der mit ihr verbundene Zahnkranz abgezogen; alsdann wird die Sicherungsscheibe mit neuen Schmelzfäden versehen. ZughebeJ 17 und Sperrklinke 28 werden in ihre ursprüngliche. Stellung zurückgebracht, worauf nach Einsetzen der Scheibe der Apparat für die Behebung einer weiteren Reihe von Kurzschlüssen vorbereitet ist.
Der Apparat ist durch die Anwendung von Porzellan feuersicher und läßt sich auch für jede Stromart verwenden. Besonders geeignet erscheint seine Einschaltung in die Leitung von elektrischen Bahnen, Motoren und als Hauptsicherung für unterirdische Hausanschlüsse, wo die Hauptsicherung unter dem Straßenpflaster liegt und die jedesmalige Instandsetzung große Unkosten verursacht.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Selbsttätige Mehrfachsicherung mit einem im Nebenschluß liegenden, eine die Schmelzeinsätze enthaltende Schaltscheibe steuernden Elektromagneten, der beim Schmelzen der eingeschalteten Sicherung die Sperrung der Sicherungsscheibe aufhebt und dann bei Unterbrechung des Stromes durch Öffnen eines Schalters die Umschaltung der Sicherungsscheibe bis zum nächsten Schmelzdrahtkontakt bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß die in radialen Bohrungen die Schmelzdrähte aufnehmende Sicherungsscheibe (10) in erweiterten Ausnehmungen (12) an ihrem Umfang durch Federwirkung von innen gerade bis an die Peripherie der Sicherungsscheibe gedruckte Kontaktknöpfe (9') und in ihrer Mittelbohrung eine auf der Drehachse der Sicherungsscheibe sitzende Stifteratrommel (27) trägt, an denen (Stiftentrommel und Kontaktknöpfen) die Schmelzdrähte eingehakt befestigt sind.
  2. 2. Selbsttätige Mehrfachsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (6) des Elektromagneten an dem einen Ende einer winklig an einem Drehhebel (5) sitzenden Isolierhülse (7) befestigt ist, deren anderes offene Ende einen federnden Sperrkontakt (9) für die
    ' Kontaktknöpfe (9') in den Ausnehmungen (12) am Umfang der Sicherungsscheibe (10) durchtreten läßt.
  3. 3. Selbsttätige Mehrfachsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein am Drehhebel (5) angelenkter, unter Federwirkung stehender Klinkenarm (17) die Umschaltung der Sicherungsscheibe bewirkt, während ein an diesem Klinkenarm (17) angelenkter, unter Federwirkung stehender Sperrarm (28) die entgegengesetzte Drehung der Sicherungsscheibe verhindert.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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