DE396355C - Vorrichtung zum Auswechseln der Biegewalzen bei Ziehmaschinen fuer Glastafeln - Google Patents

Vorrichtung zum Auswechseln der Biegewalzen bei Ziehmaschinen fuer Glastafeln

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DE396355C
DE396355C DEL56443D DEL0056443D DE396355C DE 396355 C DE396355 C DE 396355C DE L56443 D DEL56443 D DE L56443D DE L0056443 D DEL0056443 D DE L0056443D DE 396355 C DE396355 C DE 396355C
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rollers
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Expired
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DEL56443D
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Pilkington North America Inc
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Libbey Owens Sheet Glass Co
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B15/00Drawing glass upwardly from the melt
    • C03B15/18Means for laying-down and conveying combined with the drawing of glass sheets, tubes or rods

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Auswechseln der Biegewalzen abeivZiehmaschinen für Glastafeln. Die Erfindung bezieht .sich auf eine Vorrichtung zum Auswechseln der Biegewalze bei Ziehmaschinen für Glastafeln. Bei der Colburn-Glasziehmaschine nach dem amerikanischen Patent 1248809 vom 4.. Dezember 1917 wird die flache Glastafel auf einer kurzen Strecke aus der geschmolzenen Glasmasse nach oben gezogen und dann in noch plastischem Zustand über eine gekühlte Metallbiegewalze in die wagerechte Ebene gebogen. Diese Walze muß notwendigerweise eine sehr glatte vollkommene Oberfläche haben, damit sie nicht die glatte feuerpolierte Fläche der Barübergehenden Glastafel beschädigen kann. Von Zeit zu Zeit und in unregelmäßigen Zwischenräumen verschmutzen diese Walzen, so daß sie zwecks Reinigens entfernt werden müssen und eine neue Walze in die Maschine eingeführt werden muß. Gemäß dem hierbei üblichen Verfahren muß die Maschine angehalten und die Glastafel abgebrochen werden. Nach Einsetzen der neuen Walze muß das Ziehen der Glastafel mittels eines Fangstücks von neuem erfolgen, und es muß eine genügende Länge gezogen werden, bevor die Tafel wiederum die Beschaffenheit wie vor dem Anhalten der Maschine erreicht hat. Alles dies verursacht einen beträchtlichen Zeit- und Produktionsverlust.
  • Gegenstand der Erfindung ist die Schaffung einer Vorrichtung, mittels welcher die neue Walze an die Stelle der alten gebracht werden kann, ohne den Ziehprozeß anzuhalten. Auf diese Weise werden, praktisch genommen, alle Zeit- und Glasverluste vermieden.
  • Die Zeichnung veranschaulicht eine Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung.
  • Abb. x ist ein senkrechter Querschnitt durch die linke Hälfte der Ziehmaschine, bei der die Walzenauswechselvorrichtung in Seitenansicht gezeigt ist.
  • Abb. 2 ist ein senkrechter Längsschnitt durch einen Teil des Ziehmechanismus, wobei die Walzenauswechselvorrichtung während der Arbeit gezeigt ist.
  • Abb. 3 ist eine vergrößerte Einzeldarstellung eines Teiles einer der Walzenauswechselungsvorrichtungen, und zwar der rechten Hälfte, bei teilweisem Schnitt.
  • Bei dem üblichen Arbeiten der Ziehmaschine wird die Glastafel i aus der geschmolzenen Glasmasse 2 in dem Hafen oder der Wanne 3 nach oben gezogen, wobei sie zwischen den ihre Ränder abstützenden Walzen 4 hindurchgeht und dann seitlich über die gekühlte Biegewalze 5 geführt wird, von wo sie über , Tragwalzen 6, 7 mittels des Ziehmechanismus 8 in die wagerechte Ebene gezogen wird. Die Biegewalze 5 ist an ihren Enden in Lagern 9 gelagert, die an geeignet einstellbaren Trägern ro abnehmbar aufgehängt sind. Alle diese Anordnungen sind Teile der üblichen Ziehmaschine.
  • Zum Auswechseln der Biegewalzen sind ein Paar Organe vorgesehen, die im wesentlichen gleich sein können, so daß nur eine von ihnen beschrieben zu werden braucht. Jedes dieser Organe weist ein fahrbares Gestell 13 auf, das auf Rollen oder Rädern 14 läuft, so daß die Vorrichtung schnell -von einer Ziehmaschine nach der anderen bewegt werden kann. In einem wagerechten Lager 15 ist an dem oberen Ende des Gestelles 13 eine kurze Welle 16 gelagert, auf deren einem Ende ein drehbarer Lagerhalter 17 angeordnet ist, während das andere Ende der Welle 16 ein großes Triebrad 18 trägt. Ein kleineres Triebrad x9, das auf einem aus dem Gestell x3 herausragenden Bolzen 2o drehbar angeordnet ist und eine daran befestigte Handkurbel 2r aufweist, steht mit dem größeren Triebrad 18 in Eingriff. Durch Drehen der Kurbel 21 kann die Welle 16 und damit der Lagerhalter 17 mit verringerter Geschwindigkeit gedreht werden.
  • Nach dem Ofeninnern zu weist der Halter 17 zwei Lagerstumme122 auf, auf deren jedem unter Zwischenschaltung eines Kugel- oder Rollenlagers ein Lagerring a3 sitzt, der einen Teil der in die Enden der Biegewalzen 5 und 5' eingelassenen Nabe 24 bildet und die Kugel-oder Rollenlager umfaßt. Überwurfstücke 25, die an dem Halter 17 befestigt sind, halten das Lager zusammen.
  • Um die Organe während des Auswechselns der Walzen unverrückbar zu halten, sind geeignete Verriegelungsanordnungen vorgesehen. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind in dem Boden unter den fahrbaren Gestellen 13 Schlitze 26 angeordnet; in' diese greifen Ver- i riegelungsbolzen 27 mit ihren Köpfen 28 ein. Durch Anziehen der Muttern 29 werden die Gestelle in ihrer Lage festgehalten. Durch die Zapfen 22 und 24 gehen Kanäle 31 hindurch, an die an der Rückseite des Halters 17 biegsame Rohrverbindungen 32 (Schläuche) angeschlossen sind. Durch diese Schläuche und Kanäle wird Luft, oder ein anderes Kühlmittel bereits in die Ersatzwalze eingeführt, während die Auswechselung noch vor sich geht. Andere in der Zeichnung nicht dargestellte Mittel führen das Kühlmittel während des normalen Betriebes in die Arbeitswalze ein. Die entsprechenden Zuführungen werden gelöst und die vorher beschriebenen an ihre Stelle gebracht, während die Walzen ausgewechselt werden.
  • Es sei angenommen, daß, nachdem die Glasziehmaschine in der gewöhnlichen Weise mit der in Arbeitsstellung befindlichen Walze 5 gearbeitet hat, diese Walze verschmutzt ist oder aus irgendeinem anderen Grunde durch eine neue, z. B. durch die Walze 5', ersetzt werden soll. Das eine der fahrbaren Gestelle wird dann in die Arbeitslage gebracht, zuerst, z. B. wie in Abb. 3 gezeigt, rechts, wobei einer der Zapfen 24 in das Ende der Walze 5 eingeführt wird. Der Wagen wird dann durch die Verriegelungsbolzen 27 in seiner Lage gesichert.
  • Die neue Walze 5', die auf die richtige Temperatur gebracht ist und deren Lager g' an den beiden Enden der Walze in Stellung gebracht sind, wird nun in die Lage unterhalb der Walze 5 gebracht. Dies wird gewöhnlich dadurch bewirkt, daß man die Walze 5' auf einer Stange 33 0. dgl. (in Abb. x punktiert angegeben) lagert, die von einem Kran durch Seile 34 getragen wird. Die Walze 5' wird nun unter die Arbeitswalze 5 geschoben, aber in einiger Entfernung von der im Entstehen begriffenen Tafel i, so daß sie mit dieser nicht in Berührung treten kann, wie dies aus Abb. 2 zu ersehen ist. Das rechte Ende der Walze 5', das durch die Ziehmaschine gegangen ist, wird über den unteren Tragzapfen 24 des Wagens geschoben. Das linke Ende der Walze 5' wird zeitweise von einem Bock 35 gestützt, wie dies in Abb. z punktiert angegeben ist. Nunmehr wird die Stange 33 rechts entfernt und das linke fahrbare Gestell 13 in Stellung gebracht, so daß die linken Enden der Walzen 5 und 5' durch die Zapfen 24 des Wagens 13 getragen werden. Auch der Wagen r3 wird nunmehr an seinem Platz gesichert und der Bock 35 darauf entfernt. Nunmehr werden auf beiden Seiten die Lager g von ihren Trägern io gelöst, worauf auch die Walze 5 durch die Wagen rechts und links getragen wird. Jetzt werden durch Drehen irgendeiner oder beider Kurbeln 21 die Halter 17 in der Richtung des Pfeiles der Abb. 2 gedreht und die Walzen 5 und 5' über einen Bogen von 18o° geschwungen, bis sie ihre Plätze gewechselt haben. Während dieses Vorganges wird die Glastafel i zuerst von der Walze 5 und dann von beiden Walzen 5 und 5' und schließlich von der Walze 5' allein getragen. Hierbei wird die Tafel für eine kurze Zeit in verschiedenen Winkeln abgebogen, wie dies in Abb. 2 in gebrochenen Linien angedeutet ist. Wenn aber dieser Vorgang sorgfältig durchgeführt wird, so wird die Tafel nicht gebrochen und, wenn überhaupt, nicht wesentlich beschädigt. Der Ziehvorgang wird während der Auswechselung nicht unterbrochen.
  • Die Lager g' werden nunmehr an den Trägern io befestigt und die alte Walze 5 in umgekehrter Reihenfolge, wie beschrieben, entfernt. Der Bock 35 wird unter das eine Ende der Walze 5 gebracht und der Wagen an diesem Ende entfernt. Darauf wird die Stange 33 in die Walze 5 eingebracht und diese aus der Ziehmaschine herausgezogen. Sodann wird auch der andere Wagen entfernt, und die üblichen Kühlvorrichtungen werden wieder an die Walze 5' angeschlossen.
  • Ein Satz der beschriebenen Walzenauswechselungsvorrichtungen genügt für eine ganze Anlage von Ziehmaschinen, da er leicht von der einen Maschine nach der anderen befördert werden kann.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung zum Auswechseln der Biegewalzen bei Ziehmaschinen für Glastafeln, gekennzeichnet durch einen drehbaren Halter (17, 17) mit Lagern (24) sowohl für die zu ersetzende als auch die Ersatzwalze in solcher Anordnung, daß bei der Arbeitsstellung der ersten (5) die zweite nunmehr in den Halter eingebrachte (5') außer Berührung mit der Glastafel ist, und daß beide durch eine Schwingung in zu sich selbst paralleler Lage um die Drehachse des Halters den Platz wechseln können.
  2. 2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Paar gleicher, von der Ziehvorrichtung unabhängiger Halter (13) je für die benachbarten Enden beider Biegewalzen mit gegenständig zur Halterdrehachse angebrachten Walzenlagern.
  3. 3. Ausführungsform der Vorrichtung gemäß Anspruch i oder 2, gekennzeichnet durch Anschlüsse (32) an den drehbaren Haltern für das während der Auswechselung durch die Walzen zu schickende Kühlmittel.
DEL56443D Vorrichtung zum Auswechseln der Biegewalzen bei Ziehmaschinen fuer Glastafeln Expired DE396355C (de)

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