DE396337C - Vorrichtung zum Eindampfen von Salzsole - Google Patents

Vorrichtung zum Eindampfen von Salzsole

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DE396337C
DE396337C DEM72132D DEM0072132D DE396337C DE 396337 C DE396337 C DE 396337C DE M72132 D DEM72132 D DE M72132D DE M0072132 D DEM0072132 D DE M0072132D DE 396337 C DE396337 C DE 396337C
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Balcke AG
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Maschinenbau-Akt-Ges Balcke
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D3/00Halides of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D3/04Chlorides
    • C01D3/06Preparation by working up brines; seawater or spent lyes
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Eindampfen von Salzsole. Es ist bekannt, Salz durch Eindampfen der Salzsole in offenen beheizten Pfannen zu gewinnen. Bei diesem Pfannenverfahren trennen sich Gips und Salz voneinander, weil sich der Gips auf dem Boden der Pfanne in fester Schicht ansetzt, die in kurzer Zeit eine Dicke von xo bis 15 cm erreicht. Auf dieser festen Gipsschicht lagert sich in losen Kristallen das Salz ab, das dauernd abgekratzt und ausgeräumt wird. Die selbsttätige Trennung von Gips und Salz ist, weil sie für die Reinlichkeit des Salzes von besonderer Bedeutung ist, der Hauptvorzug des Pfannenverfahrens, so daß dieses auch heute noch in Anwendung ist, obgleich es, vom wärmetechnischen Standpunkt aus betrachtet, sehr erhebliche Nachteile aufweist. Der Hauptnachteil ist der außerordentlich hohe Brennstoffverbrauch, der bei der heutigen Kohlenknappheit unbedingt zu verwerfen ist. Es ist deshalb auch schon vorgeschlagen worden, einen billigeren- Betrieb dadurch zu erreichen, daß die erhitzte Sole in Mehrkörperverdampfern eingedampft wird.
  • Zweck der Erfindung ist, diese Mängel zu beseitigen und eine Vorrichtung zu schaffen, die hinsichtlich des Wärmeverbrauchs günstig arbeitet und trotzdem den großen Vorteil des Pfanncnverfahrens, nämlich die selbsttätige Trennung von Gips und Salz und Gewinnung des letzten in schönen großen Kristallen, beibehält. Zu diesem Zweck geschieht die Eindampfung der Salzsole unter Vakuum in Mehrkörperäpparaten, vorzugsweise aber in Zweikörperapparaten mit Wärmepumpen. Es sind an sich Eindampfapparate bekannt,. bei denen die entstehenden Brüden durch eine Wärmepumpe wieder komprimiert und dem Verdampfungsprozeß wieder zugeführt werden. Gegenüber diesem bekannten Verfahren unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand dadurch, daß nicht die gesamten entstehenden Brüden verdichtet werden, sondern nur der größere Teil derselben, während die nichtkomprimierten Restbrüden zum Vorwärmen der in der Vorrichtung zu verdampfenden Lauge Verwendung finden. Würde man dieses Verfahren in gewöhnlichen Eindampfern anwenden, so würde man das Salz auch nur als Salzschlamm gewinnen können; deshalb wird erfindungsgemäß der Eindampfer noch durch einen Kristallisator ergänzt.
  • Dieser Kristallisator muß nun aber mit Bezug auf den Eindampfer so angeordnet werden, daß die Bewegungen des Kristallisators die Abscheidung des Gipses nicht zu stören vermögen. Es wird deshalb erfindungsgemäß der Eindampfer mit eisernen Platten ausgerüstet, welche beheizt werden: An den heißen Flächen dieser Platten setzt sich der Gips ebenso an wie auf den beheizten Böden der Eindampfpfannen. Gegenüber diesen besteht jedoch der Unterschied, daß die Platten, welche in an sich bekannter Weise aus dem Eindampfer herausz?ehbar angeordnet sind, mit Leichtigkeit von der anhaftenden Gipsschicht gereinigt werden können, während die Entfernung der Gipsschicht aus den Pfannen wochenlange Arbeit erfordert. Die Kristallisierung des Salzes erfolgt durch besondere Kristallisatoren, die erfindungsgemäß in Form von Ausscheidekörpern ausgebildet sind, die nur teilweise in die zu verdampfende Sole eintauchen. Die Verwendung von teilweise in die zu verdampfende Flüssigkeit eintauchenden Scheibenkörpern ist nicht neu. Die Erfindung macht jedoch diese Ausscheidekörper in besonderer Weise für den Erfindungszweck dadurch brauchbar, daß dieser Ausscheidekörper oberhalb des Eindampfers angeordnet ist, so daß die in die Flüssigkeit eintauchenden Ausschcideflächen den Gipsabscheidevorgang, welcher sich darunter in Ruhe an den eisernen Blechen vollzieht,' nicht zu stören vermögen. Die Ausscheidekörper benetzen sich mit der heißen Sole. Sobald aber die benetzten Flächen aus der Sole austauchen und dem Vakuum ausgesetzt ;werden, verdampft die anhaftende Sole, so daß sich nunmehr das Stein: alz an den Ausscheideflächen in großen Kristallen ausscheidet. Ein Austührungsbeispiel der neuen Vorrichtung ist in der beiliegenden Zeichnung darge.,tellt.
  • Es zeigt Abb. r einen Längsschnitt und Abb. 2 einen Querschnitt.
  • Die Sole tritt am Stutzen 18 in den Vorwärmer ein, wird hier durch überschüssige Brüden, welche vom Brüdenkompressor (bzw. Wärmepumpe) nicht angesaugt werden, vorgewärmt und tritt in diesem vorgewärmten Zustande in die beiden Verbundeindampfer 3 und q. ein. Die Eindampfer bestehen aus einem großen Kessel, welcher unten einen ausziehbaren Heizkasten 5 besitzt, sie arbeiten natürlich mit verschiedenen Temperaturen und Drücken. Dieser Heizkasten besteht aus Elementen von rechteckigem Querschnitt, durch welche der Heizdampf hindurchstreicht. Das Element kann nach mehrtägigem Betrieb auf einfachste Weise aus den Verdampfern herausgezogen und von Ansätzen befreit werden. Es ist natürlich möglich, dieses Heizaggregat auch anders auszubilden, wie hier dargestellt. Die Brüden, welche sich beim Verdampfen der Sole im Verdampfer 3 bilden, gehen zum Verdampfer q. über und dienen hier abermals zum Anheizen der Sole. Die Sole verdampft, der in ihr enthaltene Gips setzt sich an das Heizaggregat fest an. Nach Ausscheiden des Gipses fällt das Kochsalz aus, das mit wachsender Eindampfung der Lauge die Scheiben des Kristallisators vollständig mit Salz bedeckt. Die in dem Verdampfer 4. entwickelten Brüden werden in an sich bekannter Weise durch einen Thermokompressor g angesaugt, auf den im Verdampfer 3 herrschenden höheren Druck gebracht und wieder in den ersten Verdampfer hineingedrückt, wo sie zum Anheizen des Verdampfers 3 dienen. Die Heizaggregate sind mit Wasserablaßstutzen zum Ablassen des Kondenswassers ausgerüstet, desgleichen mit einem Überdruckventil ig und einem Auspuffrohr 2o. Die Scheiben werden je durch einen Motor 13 mit Hilfe eines Vorgeleges 1q. angetrieben. Die Motoren laufen mit etwa q.o bis 6o Umdrehungen pro Minute um. Der nicht vom Brüdenkompressor (Wärmepumpe) aus dem Verdampfer q. angesaugte Teil der Brüden, der etwa 1/. beträgt, dient zum Vorwärmen der Sole, welche die verdampfte Sole kontinuierlich zu ersetzen hat. Der Eindampfer kann nun sowohl unter Atmosphärendruck arbeiten wie auch unter Unterdruck. Es hat sich auch bei den Versuchen gezeigt, daß bei Temperaturen von 6o bis 7o° C, welche einem Vakuum von 8o,5 bzw. 69,4 Prozent, bezogen auf 76o mm Barometerstand, entsprechen, die Arbeitsweise der Verdampfer in chemischer und wärmetechnischer Beziehung einwandfrei ist.
  • Die Erfindung ist an die dargestellte Ausführungsform nicht gebunden, insbesondere sind die Heizflächen und auch die Ausscheidungsflächen in beliebiger Weise ausführbar.

Claims (2)

  1. PATENT-AIr SPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Eindampfen von Salzsole unter gleichzeitiger Abscheidung des darin enthaltenen Gipses, gekennzeichnet als kombinierter Eindampfer und Kristallisator, in dessen unterem Teil vollständig in die Sole eintauchende plattenförmige und herausziehbare Heizkörper angeordnet sind, an deren ebenen heißen Flächen der Gips zur Abscheidung gelangt und in dessen oberen Teil langsam umlaufende, aus Absatzkörpern bestehende Kristallisatoren angeordnet sind, die nur zum Teil in die über den Heizkörpern stehende Sole eintauchen und an deren Oberflächen die Verdunstung erfolgt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet als Verdampfer mit Brüdenkompression. bei welchem der größte Teil der Brüden in an sich bekannter Weise durch einen Brüdenkompressor (Wärmepumpe) komprimiert und dem Eindampfer wieder zugeführt wird, während die Restbrüden einem Wärmeaustauscher (x7) zuströmen, durch welchen die zu verdampfende Lösung vor ihrem Eintritt in den Eindampfer geführt wird.
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