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Spannvorrichtung für den Schleifbelag von Bodenbimsmaschinen u. dgl.
Die Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung für Bims- oder ähnlichen Schleifbelag
bei umlaufenden Bimskreiseln von Bodenbimsmaschinen u. dgl., wobei der Bimsbelag
durch Anpressen seiner Ränder gegen den zweckmäßig kegelförmigen Tellerkopf festgespannt
wird. Bei bekannten Bimskreiseln dieser Art befindet sich die Vorrichtung zum Festspannen
des Bimsbelages, wie beispielsweise eine dafür vorgesehene Gewindemutter, am unteren
Ende der Welle des Bimskreisels oberhalb des Tellerkopfes. Da diese Gewindemutter
oder sonstige Festspannvorrichtung für den Bimsbelag einen wesentlich größeren Durchmesser
besitzen muß als die Welle des Bimskreisels, so wirkt sie notwendig bei der Benutzung
der Bimsvorrichtung hinderlich. insbesondere dann, wenn es sich um das Bimsen der
Böden von Damenstiefeln u. dgl. mit hohen Absätzen handelt. In solchen Fällen kann
das Gelenk des Stiefels oder Schuhs mit diesen bekannten Bimskreiseln nicht bis
zu der von Absatz und Sohle gebildeten Kante gebimst «erden, weil dabei jene Festspannvorrichtung
dicht oberhalb des Tellerkopfes hinderlich wirkt. Weiterhin ist die Gefahr vorhanden,
daß die dicht oberhalb des Tellerkopfes angebrachten Befestigungsmittel für den
Bimsbelag, wie Gewindemutter o. dgl., durch den bei der Benutzung sich bildenden
Schmirgelstaub schnell verschmutzt werden und dadurch auch Beschädigungen erleiden.
Gemäß vorliegender Erfindung ist nun die Einrichtung so getroffen, daß die Stange,
an deren unterem Ende der Tellerkopf sitzt, durch eine hohle Welle bis zu deren
oberem Ende hindurchgeht, und daß sich erst an diesem oberen Ende der Hohlwelle
des Bimskreisels die Einrichtung zur Festspannung und Lösung des Schleifbelages
auf dem Tellerkopf befindet. Dadurch werden die angegebenen Übelstände vollständig
vermieden. Da sich unmittelbar über dem Tellerkopf keine Teile größeren Durchmessers
auf der Kreiselwelle befinden, so ist mit Hilfe dieser Bimsvorrichtung selbst bei
Damenabsätzen bis zu 8o mm Höhe, die eine starke Neigung gegen das stark gesprengte
Gelenk haben, ein ungestörtes und sicheres Arbeiten möglich. Die Festspannvorrichtung
ist ferner dem Zutritt des Schmirgelstaubes vom Tellerkopf her vollkommen entzogen
und bleibt daher dauernd sauber und unbeschädigt. Weiterhin ist die Betätigung der
am oberen Ende der Hohlwelle sitzenden Festspannvorrichtung wesentlich bequemer,
als wenn diese sich nahe dem unteren Ende dicht über dem Tellerkopf befindet. Auch
ermöglicht die Anordnung der Festspannvorrichtung am oberen Ende der Hohlwelle die
Anbringung besonderer Arten von Spannvorrichtungen, die ein schnelles und leichtes
Festspannen und Lösen des Schleifbelages ermöglichen. Dies ist besonders wichtig.
wenn die Bimsmaschinen von jungen Mädchen oder Frauen bedient werden. Die Festspannung
des Bimsbelages durch Verschiebung der den Trichterkopf tragenden Stange gegen die
Hohlwelle kann auf verschiedene Weise bewirkt werden, z. B. durch Hebel, Stellschrauben,
Exzenter oder auch unter der Wirkung einer eingelagerten Feder.
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In der Zeichnung sind drei Ausführungsformen solcher Bimskreisel gemäß
der Erfindung in Längsschnitten veranschaulicht.
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Bei allen Ausführungsformen geht durch die Hohlwelle c eine Stange
b hindurch, die mittels des in einer Nut oder einem Schlitz o der Welle c gelagerten
Stifts n gezwungen wird, an der Drehung der Welle c teilzunehmen, während eine Längsverschiebung
der Stange b gegen die Welle c dadurch ermöglicht wird.
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Am unteren Ende der Stange b sitzt der
konische Tellerkopf
n2, welcher mit der elastischen Schleifunterlage aus Filz o. dgl. überzogen ist
und mit dem Schleifbelag aus Bimspapier o. dgl. überzogen wird. Bei allen drei Ausführungsformen
ist die Gebrauchslage mit dem gegen den trichterförmigen Teil d angepreßten Tellerkopf
m ausgezogen und die Offenlage für die Auswechslung des Schleifbelages mit gesenkter
Stange b in gestrichelten Linien veranschaulicht.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. i, wo auf der Hohlwelle c noch Kugellager
g und unter diesen Ölbehälter c und f angeordnet sind, erfolgt die Hebung und Senkung
der Stange b mit dem Baransitzenden Tellerkopf in unter der Wirkung eines am oberen,
aus der Welle c herausragenden Ende der Stange b sitzenden Hebels
a, unter dem eine .Flachfeder P angeordnet ist. Befindet sich dieser Hebel
a in der aufrechten, ausgezogen dargestellten Lage, so ist die Stange b gehoben
und der Tellerkopf m gegen den Trichter d angedrückt. Wird der Hebel a aber in die
gestrichelt veranschaulichte Lage umgelegt, so verkleinert sich der Abstand seines
Drehpunkts von der oberen Auflagefläche der Welle c, und die Stange b mit dem Tellerkopf
na senkt sich dann unter der Wirkung ihres eigenen Gewichts, so daß der Tellerkopf
m sich vom Trichter d entfernt. Nun kann der Schleifbelag, z. B. das abgenutzte
Bimspapier, ohne weiteres entfernt und ein neuer Schleifbelag um die Filzunterlage
herumgelegt werden. Die nach oben umgebogenen Ränder dieses Bimsbelages werden dann
beim Wiederaufrichten des Hebels a und der dadurch bewirkten Hebung der Stange b
mit dem Tellerkopf m zwischen diesem und dem trichterförmigen Teil d der Hohlwelle
festgeklemmt. Dabei gestattet die Feder zugleich eine Anpassung an Bimsbelag von
verschiedener Dicke.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 2 ist um die Stange b innerhalb
der Hohlwelle c eine Feder i herumgelegt, die sich unten gegen einen Ansatz an der
Innenwandung der Hohlwelle c, oben gegen den unteren Rand einer die Stange b umgebenden,
mit dieser fest verbundenen Hülse Ia stützt, so daß durch die Federwirkung die Stange
b in der angehobenen und der Tellerkopf m in der Gebrauchsstellung gehalten werden.
Durch Druck auf das obere, verbreiterte Ende der Hülse lt wird diese mit der Stange
b und dem Tellerkopf m entgegen der Wirkung der Feder i gesenkt und damit
der Tellerkopf zur Auswechslung des Schleifbelages freigelegt. Bei Aufhebung des
Drucks auf die Stange b kehrt dann der Tellerkopf selbsttätig in die Gebrauchsstellung
zurück. Die Feder i gestattet gleichzeitig eine selbsttätige Anpassung der Vorrichtung
an Bimspapier von wechselnder Dicke.
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Bei derAusführungsform nach Abb.3 sitzt auf dem oberen, aus der Welle
c herausragenden Ende 'der Stange b eine Gewindemutter k, durch deren Drehung zwangläufig
die Stange d mit dem Tellerkopf gesenkt und gehoben werden kann.
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In entsprechender Weise können natürlich auch andere Mittel für die
Senkung, Hebung und Festlegung der Stange b gegen die Hohlwelle vorgesehen werden,
z. B. Exzenter u. dgl.