DE396019C - Verfahren zur Herstellung konzentrierter Salpetersaeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung konzentrierter Salpetersaeure

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DE396019C
DE396019C DEG51432D DEG0051432D DE396019C DE 396019 C DE396019 C DE 396019C DE G51432 D DEG51432 D DE G51432D DE G0051432 D DEG0051432 D DE G0051432D DE 396019 C DE396019 C DE 396019C
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nitric acid
concentrated nitric
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nitrogen dioxide
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FERDINAND GROS
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B21/00Nitrogen; Compounds thereof
    • C01B21/20Nitrogen oxides; Oxyacids of nitrogen; Salts thereof
    • C01B21/24Nitric oxide (NO)
    • C01B21/26Preparation by catalytic or non-catalytic oxidation of ammonia

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung konzentrierter Salpetersäure. Die direkte Umwandlung von Stickstoffdioxyd (NO@) in hochkonzentrierte Salpetersäure hat wiederholt den Gegenstand von Versuchen gebildet. Das wohlbekannte Verfahren zur Wiedergewinnung von nitrosen Dämpfen durch Reaktion dieser Dämpfe mit Wasser und Luftsauerstoff in Rieseltürmen gestattet unter den bestenBedingungen, .dieSalpetersäure als@52prozentigeNO.Hzttgewinnen. NachFoersterund joch (Z.f..ang.Chem. igo8, S.2168) gestattet der Ersatz der Luft durch Sauerstoff, die Konzentration bis auf 68 Prozent NO" H zu steigern. `ach einem anderen bekannten Verfahren wird das flüssige Stickstoffdioxyd in Gegenwart von Luft oder Sauerstoff mit verdünnter Salpetersäure oder mit Wasser behandelt, indein man. hierbei einen genügenden G'berschuß an NO, verwendet, um zwei unmischbare Phasen zu erhalten, von denen- die eine 98- bis iooprozentige, die andere 85- bis goprozentige NO..H enthält.
  • Gründlichere Untersuchungen der maßgeblichen Vorgänge haben gezeigt, daß es zur technischen Durchführung dieser Umwandlung erforderlich ist, däß folgende Bedingungen zusammentreffen i. Man muß für einen sehr großentberschuß an Dioxyd sorgender inGegenwart e@nerSauerstoff- oder Luftatmosphäre auf Wasser oder ver(liinnte Salpetersäure einwirkt. Aus neueren Beobachtungen geht nämlich hervor, daß, wenn man mindestens i 5 Gewichtsteile Stickstoffdioxyd auf i Gewichtsteil Wasser verwendet, die wässerige Phase ständig mit N0_ gesättigt bleibt. Das NOK Volumen nimmt zunächst verhältnismäßig rasch ab, dann aber immer langsamer, und nach einer gewissen Zeit erhält man zwei unmischbare, leicht voneinander trennbare flüssige Phasen, von denen die eine, die ungefähr vier Fiinftel des Gesamtvolumens darstellt, aus konzentrierter Salpetersäure (g8= bis iooprozentige 1\70"H) besteht, welche ungefähr ihr eigenesVolumen anN.04inLösung enthält, wogegen die andere Phase (ungefähr ein Fünftel des Gesamtvolumens) aus flüssigem Stickstoffdioxyd besteht, welches etwas Salpetersäure (ungefähr 2 bis 5 Prozent) und zuweilen Spuren von salpetriger Säure enthält.
  • Diese Arbeitsweise unterscheidet sich von der bei dem einen der vorerwähnten Verfahren in Anwendung kommenden Arbeitsweise dadurch, daß nicht nur die auflösenden und extraktiven Fälligkeiten des Dioxyds gegenüber konzentrierter HN O" nutzbar g macht, sondern auch eine wirkliche chemische Reaktion des Diox-,es mit dein Sauerstoff herbeigeführt wird nach der Gleichung ' N,04 -f- O + H,O=2HN0". Tatsächlich verläuft die Reaktion von einem bis zum, anderen Ende mit wässeriger, mit NO, gesättigter Phase, und das Endgleichgewicht ist nicht gekennzeichnet durch zwei unmis.chbare Phasen, die, wie beim vorerwähnten Verfahren, leide aus Salpetersäure bei verschiedenenKonzentrationsgraden bestehen sondern aus zwei Phasen, von denen die eine aus 98- bis iooprozentiger N03 H besteht,. die ungefähr ihr eigeiiesGewicht an N02 enthält, die andere dagegen aus reinem Stickstoffdioxyd, welches bei gewöhnlicher Temperatur und ini Zustande der lZulie nur eine kleine Menge NO"H zurückbehält, wobei die beiden flüssigen Phasen in eine aus dein Dioxyd bestehende obere und eine aus der konzentrierten Salpetersäure bestehende untere Schicht getrennt sind.
  • 2. Die über deniGemisch ausStickstotfdioxv,l und Wasser oder Salpetersäure befindliche, aus Sauerstoff oder Luft bestehende Gasphase inul3 einer Kompression unterworfen werden., die bis auf 2o Atin. hinaufgetrieben werden kann.
  • 3. Es muß das System einem energischen P#iilireri unterworfen werden, durch welches die einzelnen Phasen dauernd in Berührung gebracht werden.
  • .I. Man muß für eine gewisse Temperaturerhöhung Sorge tragen,(lainit das cheinischeSystem.sich auf einer Temperatur von 20 bis q.0° halte, welche für den Vorgang die günstigste ist.
  • Ohne die Mitwirkung dieser verschiedenen Faktoren hat die Darstellung der Salpetersäure aus (lein Dioxyd keimen praktischen Wert, weil sie dann zuviel Zeit erfordert.
  • So wurde, von vergleichbaren Anfangsbedingungen ausgehend, zur Gewinnung einer 98prozentigen NO,H bei mäßiger Rührung folgende Dauer der Reaktion festTestellt:
    Temperatur Druck von ()_ Dauer
    20° - I Atnl. jI ', #tlniden,
    20° g - 7 -
    20 ° I o - .a. -
    =@nclere Versuche haben dargetan (laß bei unterbfeibendein Rühren oder zti weitere Abgehen von den angegebenen Temperaturgrenzen der lZeaktionsverlauf stark in Mitleidenschaft g#,zogen wird.
  • Andererseits ist (las Vorhandensein eines Überschusses an Dioxyd ebenfalls unentbehrlich: denn eswurde festgestellt, da13 selbst unter Luft- oder Sauerstoffdruck-tind bei gleichzeitiger Rührung (las aus Dioxylwasser (oder verdünnter Salpetersäure) bestehende System keine stark konzentrierte Salpetersäure ztt liefern vermag, wenn der Cberschuß an Dioxyd nicht ausreichend ist. Auf diesen verschiedenen Beobachtungen beruht das,den Gegenstand derl,Erfindung bildende technische Verfahren zur Gewinnung von hochkonzentrierter HN 03. Dieses Verfahren kann beispielsweise folgendermaßenausgeübtwerden: In einem mit Rührwerk versehenen Autoklaven werden 15 Gewichtsteile flüssiges Stickstoffdioxyd und i Gewichtsteil Wasser eingebracht (geht man von verdünnter Salpetersäure atis anstatt von Wasser, so muß auf Grund der vorgenannten Mengenverhältnisse das Gewicht au Dioxyd nach dem Gewicht des in der verdünnten HNO:enthaltenen Wassers bestimmt werden). Darauf wird über dein Gemisch Sauerstoff oder Luft bis zu Drucken von 2o Atni., komprimiert. Sobald das Rührwerk in Bewegung gesetzt ist, hält man den Autoklaven auf 'Temperaturen zwischen 2o und do° und läßt dann die Reaktion sich so lange fortsetzen, bis die die konzentrierte Salpetersäure enthaltende Schicht den gewünschten Kon7entrationsgrad von z. B. 98 bis i oo Prozent N 03 H erreicht hat. Die Abscheidung der konzentrierten Salpetersäure (HNO") .kann durch Abhebern oder Dekantieren oder Destillation vorgenommen werden. Darauf wird das überschüssige Dioxyd von rieuein in den Arbeitsgang gebracht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung konzentrierter Salpetersäure aus Stickstoffdioxyd, Wasser und Sauerstoff (oder Luft) unter Anwendung von Druck, darin bestehend, daß man diese Körper unter energischem Rühren in einem Autoklaven in Gegenwart von bis auf 2o Atni. komprimiertem Sauerstoff oder Luft bei einer Temperatur von 2o bis .Io' aufeinander einwirken läßt uni hierbei (.las Stickstoffdioxyd in. solchem Lberschuß verwendet, daß die wässerige Phase bis zum Ende der Reaktion mit \O2 gesättigt bleibt (wozu mindestens 15 Gewichtsteile Dioxyd für i Gewichtsteil Wasser erforderlich sind), wobei die Reaktion so lange fortgesetzt wird, bis von den beiden unter diesen Verhältnissen gebildeten unmisehbaren flüssigen Phasen die eine im wesentlichen aus hochkonzentrierter Salpetersäure (98 bis ioo Prozent 1;03 H), die andere aus Stickstoffdioxyd besteht, welches ain Ende der Reaktion von der hochkonzentrierten Salpetersäure einfach abgeschieden wird.
DEG51432D 1917-06-16 1920-07-10 Verfahren zur Herstellung konzentrierter Salpetersaeure Expired DE396019C (de)

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