DE394488C - Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen

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DE394488C DEW53237D DEW0053237D DE394488C DE 394488 C DE394488 C DE 394488C DE W53237 D DEW53237 D DE W53237D DE W0053237 D DEW0053237 D DE W0053237D DE 394488 C DE394488 C DE 394488C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G12/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08G12/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes
    • C08G12/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds
    • C08G12/18Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds with cyanamide

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen. In neuerer Zeit hat man statt der bislang gewerblich fast ausschließlich in Frage kommenden Phenol-Aldehyd-Kondensationsprodukte andere vielseitig verwendbare Kunststoffe (für Leime, Lacke, Film- und ähnliche Massen) hergestellt, indem man Formaldehyd in der Wärme mit Carbamid (Harnstoff) oder Carbamidabkömmlingen kondensierte, sei es ohne jeden Zusatz, sei es mit Zusatz sehr geringer Mengen Salze oder Elektrolyte, welche die Eigenschaften des jeweilig zu erzielenden Stoffes beeinflussen. Trotz dem dieseneuen, auf Carbamidkondensationen begründeten Stoffe verschiedene wesentliche Vorzüge vor den Phenol-Formaldehyci - Kondensationsprodukten aufweisen, besteht für ihre gewerbliche Verwertung. im großen der Nachteil, daß die dabei erfofderlichen Ausgangsstoffe erheblich teurer sind als die Rohstoffe für die Phenölkondensationen.
  • Es ist nun gefunden worden, daß dieser Nachteil gänzlich beseitigt, die technische Herstellung sich sogar noch erheblich billiger als bei den bislang ausgeführten Verfahren stellt wenn man als Ausgangsstoff für diese Alde#ydkondensationen Kalkstickstoff benutzt, und zwar ohne ihn vor der Kondensation erst umständlichen oder kostspieligen chemischen Umsetzungen zu unterwerfen.
  • Der gewöhnliche (technische) Kalkstickstoff enthält (vgl. z. B. Caro, Vortrag auf dem Londoner Kongreß, igog) neben etwa 55 bis 6o Prozent Calciumcyanamid sowie freiem Kalk und Kzlile noch andere Stickstoffverbindungen, wie z.B. Carbamid, Calciumearbamat, auch Guanidin, deren Mengen bei frischem Kalkstickstoff allerdings ziemlich gering sind, und die sich erst beim Lagern oder bei Einwirkung von Wasser oder Dampf in größeren Mengen bilden. - Neuerdings (vgl. die Angaben über »die Nitratanlage zu Muscle Shoals« in Chem. and Metall. Engin. igig, 2o, Seite 8 bis 17) stellt man auch im Großbetriebe einen reineren Kalkstickstoff her, der durchschnittlich 63 Prozent C&CN, enthält.
  • Um-nun zur Aldehydkondensation verwendbare Stoffe zu erhalten, wird der technische Kalkstickstoff am besten unter mäßigem Erwärmen (etwa bei 3o bis 5o1) mit Wasser, das gegebenenfalls schwach kohlensäurehaltig sein kann, ausgelaugt oder unter gelegentlichem Rühren digeriert und dann (unter Nachwaschen) die Flüssigkeit durch Abnutschen o. dgl. von dem unlöslichen Rückstande getrennt. Diese Lösungen (welche also Cyanamid, Dicyandiamid, Carbamid oder Carbamidabkömmlinge usw. enthalten) können, gegebenenfalls nach geringer Eindampfung, sofort zur Aldehydkondensation in der üblichen Weise verwendet werden. Man erhält aus diesen Flüssigkeiten-ganz ähnliche Körper (erst leimartig, später gaRertartig bis hornartig), wie bei den Kondensationen von Carbamid mit Formaldehyd.
  • je nach der Beschaffenheit des verwendeten Kalkstickstoffs kann man schon beim Auslaugen schwach saures Wasser oder stark verdünnte Säuren anwenden, oder aber man setzt den zur Kondensation bestimmten Flüssigkeiten geringe Mengen Säure zu. Hierdurch können beispielsweise größere Mengen Kalksalze, die etwa in Lösung gegangen sind, durch Fällung mehr oder weniger entfernt werden. Selbstredend richten sich diese Maßnahmen auch nach dem durch Aldehydkondensation zu erzeugenden Stoffe; bisweilen wird es nicht nötig sein, verunreinigende Salze noch vor der Kondensation zu entfernen, da unter Umständen ihre Anwesenheit - wenn nicht in zu großen Mengen - für den Verlauf der Kondensation sogar förderlich sein kann.
  • Beispiel. iou g Kalkstickstoff werden Mit 20C) CCM Wasser zu einem Brei verrührt, zum Sieden erhitzt und etwa 2o Minuten im Sieden erhalten. Der Rückstand wird heiß abgenutscht und mit 50 ccm heißem Wasser nachgewaschen. Das Filtrat wird erwärmt und dann heiß mit verdünnter Schwefelsäure neutralisiert. Der sich abscheidende' Gips wird abfiltriert und das Filtrat eingekocht, wobei durch tropfenweise Zugabe von Salzsäure immer eine schwach saure Reaktion der Lösung aufrechterhalten wird. Ist das Filtrat bis auf etwa ioo ccm eingekocht, so werden nach und nach 5o ccm Formaldehyd (etwa 35- bis 40prozentig) zugesetzt und weiter eingekocht, woL-ei die Lösung durch Zutropfen von Salzsäure immer eine schwach saure Reaktion zeigen soll. Ist die Lösung dickflüssig geworden, so wird das Kondensationsprodukt in eine Form ausgegossen. Der oben erhaltene Rückstand wird mit 2oo ccm heißem Wasser ausgewaschen. Das Waschwasser wird zur Verarbeitung weiterer ioo g Kalkstickstoff verwendet.
  • Statt den Kalk mit Schwefelsäure züi fällen, kann seine Entfernung auch durch Zusatz von Oxalsäure bis zur schwach sauren Reaktion bewirkt werden. Die so erhaltenen Kondensationsprodukte sind vollständig glasklar.
  • Soll das Kondensationsprodukt gefärbte werden, so empfiehlt es sich, den Farbstoff kurz vor dem Ausgießen zuzusetzen, da er sonst leicht bei längerem Kochen mit Formaldehyd verändert wird.

Claims (2)

  1. PATEN T-ANSPRÜ CHE: i. Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man Kalkstickstoff, vorzugsweise bei mäßiger Wärme, mit Wasser auslaugt und die Lösungen mit Formaldehyd in Gegenwart von Säure bis zur Bildung eines in Wasser unlöslichen Kondensationsproduktes erhitzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß entweder die zum Auslaugen des Kalkstichstoffs dienenden oder die zur Kondensation bestimmten Flüssigkeiten mit verdünnten Säuren behandelt werden.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750605C (de) * 1939-03-12 1945-01-23 Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Alkylharzen, Formaldehyd und Dicyandiamid
DE976572C (de) * 1949-02-16 1963-11-21 Irene Von Szentpaly Verfahren zur Herstellung von Impraegniermitteln fuer die Veredelung von faserigen bzw. faserhaltigen Stoffen und Gegenstaenden

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750605C (de) * 1939-03-12 1945-01-23 Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Alkylharzen, Formaldehyd und Dicyandiamid
DE976572C (de) * 1949-02-16 1963-11-21 Irene Von Szentpaly Verfahren zur Herstellung von Impraegniermitteln fuer die Veredelung von faserigen bzw. faserhaltigen Stoffen und Gegenstaenden

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