DE3929761A1 - Verblendelement sowie verfahren und vorrichtung zu seiner herstellung - Google Patents

Verblendelement sowie verfahren und vorrichtung zu seiner herstellung

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verblendelement aus Aluminiumblech zum Verkleiden von Gebäuden, insbesondere Fassaden, mit einer den größten Teil seiner Außenseite einnehmenden Sichtfläche und einer Schutzschicht auf der Außenseite zumindest im Be­ reich der Sichtfläche.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren sowie eine ent­ sprechende Vorrichtung zur Herstellung eines derartigen Ver­ blendelements.
Zur Verkleidung einer Gebäudewand wird eine Vielzahl solcher Verblendelemente nebeneinander, gegebenenfalls auf eine geeig­ nete Unterkonstruktion, montiert. Die so zusammengesetzte, vorgehängte Fassadenverkleidung besitzt nach außen hin eine sichtbare geschlossene Fläche aus Aluminiumblech, welche die darunterliegende Wand gegen Witterungseinflüsse schützt und gegen Wärme bzw. Kälte isoliert. Die auf der Außenseite der Verblendelemente zumindest im Bereich der Sichtflächen vorge­ sehene Schutzschicht verhindert eine Korrosion des Alumini­ ums.
Man wird stets bemüht sein, die sichtbaren Flächen einer Fassade in Farbe und Struktur optisch ansprechend zu gestal­ ten, insbesondere diese im Aussehen einer Fassade aus natürli­ chen Materialien, also beispielsweise echtem Mauerputz oder Naturstein, anzunähern. Verblendelemente mit einer Schutz­ schicht auf der Außenseite, die lediglich aus Lack besteht, werden heute trotz ihrer anerkannt guten Korrosionsschutz­ eigenschaften als unschön angesehen.
Aus der DE-OS 33 26 413 ist es bekannt, eine dünne Naturstein­ platte auf eine leichte, verwindungssteife Unterkonstruktion durch Verklebung aufzubringen, um auf diese Weise eine natür­ lich aussehende Verkleidung für Decken, Wände und Fußböden zu erhalten. Die hierbei verwendeten Natursteinplatten müssen jedoch mühsam aus einem Natursteinblock ausgeschnitten wer­ den, was ein umständliches und teures Verfahren ist. Zudem ist die Klebeverbindung zwischen Natursteinplatte und Unter­ konstruktion problematisch.
Mit der DE-OS 29 28 323 ist ein Verfahren zum Beschichten von Aluminiumpaneelen mit einem Fassadendeckenputz bekannt gewor­ den. Das Aluminium wird mit einer Chromatschicht oder einer Zwischenschicht aus Haftgrundfarbe versehen, auf welche dann haftend der Deckputz aufgetragen wird. Das Aufbringen des Deckputzes, beispielsweise durch Aufspritzen, ist verfahrens­ technisch schwierig. Auch darf bezweifelt werden, daß der spröde und harte Deckputz eine dauerhafte Verbindung mit dem Aluminium eingeht, welches sich bei Erwärmung stark ausdehnt.
Schließlich ist aus der auf den Anmelder selbst zurückgehen­ den DE-OS 35 01 740 ein Verfahren zum Beschichten von Alumi­ niumpaneelen bekannt, bei dem auf die Paneelenoberfläche zunächst ein Bindemittel, beispielsweise ein Kleber, und danach auf das noch bindungsfähige Bindungsmittel eine Schicht aus einem feinkörnigen Material, vorzugsweise aus Quarzsand, aufgebracht wird. Nach dem Anbringen der Paneele an der Wand wird auf die aufgeklebte feinkörnige Schicht aus Quarzsand eine durchgehende, die Paneele und deren Stoßkanten überdeckende flächige Putzschicht aufgetragen. Der auf den noch nicht abgebundenen Kleber aufgebrachte Quarzsand dient hier also nur als Zwischenschicht, um eine bessere mechani­ sche Verbindung des Deckputzes mit dem Aluminiumblech zu gewährleisten. Wie bei herkömmlichem Mauerwerk, werden bei diesem vorbekannten Verfahren die Aluminiumpaneele nach dem Verlegen auf herkömmliche Weise verputzt. Da Außenfassaden von Gebäuden sehr großen Temperaturschwankungen zwischen -20 Grad im Winter und bis zu +50 Grad bei starker Sonneneinstrah­ lung im Sommer ausgesetzt sind, lassen sich bei einem nach­ träglich aufgebrachten Deckputz Rißbildungen, insbesondere im Bereich der Stoßkanten zwischen den Paneelen, kaum vermeiden. Im übrigen gehört das Verputzen von Außenfassaden schon wegen des hierzu erforderlichen Gerüsts zu den besonders teuren Arbeiten im Zuge der Neuerstellung oder Sanierung eines Gebäu­ des.
Angesichts der geschilderten Nachteile beim Stand der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein extrem witte­ rungsfestes Verblendelement aus Aluminiumblech zu schaffen, dessen sichtbare Außenseite hinsichtlich Oberflächenstuktur und Farbe dem Aussehen echten Mauerputzes möglichst nahe kommt. Es soll ferner ein Verfahren und eine entsprechende Vorrichtung angegeben werden, mit denen ein solches Verblend­ element kostengünstig hergestellt werden kann.
Bei der Lösung der gestellten Aufgabe wird ausgegangen von einem Verblendelement der eingangs erwähnten Art und gelöst wird sie dadurch, daß die Schutzschicht auf der Außenseite des Aluminiumblechs aus Lack besteht, in welchen die Stein­ chen eines feinkörnigen Naturstein-Granulats eingebettet sind.
Der Lack wird auf die zu lackierende Fläche aufgebracht und anschließend unter der Einwirkung von Wärme getrocknet bzw. eingebrannt. Die endgültige Dicke des Lacks nach dem Abkühlen auf Umgebungstemperatur ist wesentlich geringer als die Dicke der vor dem Trocknen bzw. Einbrennen auf dem Aluminiumblech aufgebrachten Lackschicht. Die Oberfläche der einzelnen Stein­ chen des Naturstein-Granulats kommen bei diesem Vorgang des Trocknens bzw. Einbrennens in besonders innigen Kontakt mit dem noch flüssigen Lack. Im Endzustand sind deshalb die Stein­ chen mit ihrer Unterseite wesentlich besser mit der Lack­ schicht verbunden, als dies bei einer nachträglichen Aufbrin­ gung auf eine fertig lackierte Oberfläche der Fall wäre. Die Schutzschicht aus Lack haftet nicht nur außerordentlich gut auf dem Aluminiumblech; sie ist vor allem extrem witterungs­ fest und macht aufgrund ihrer hohen Elastizität selbst größe­ re Wärmedehnungen des Aluminiumblechs mit, ohne daß die Ge­ fahr von Rißbildung besteht. Die Vielzahl der in die Lack­ schicht eingebetteten Steinchen verleihen dem Verblendelement ein von echtem Mauerputz kaum noch unterscheidbares Aussehen. Je nach Farbe des verwendeten Lacks und Art des Naturstein- Granulats lassen sich mittels des erfindungsgemäßen Verblendelements Fassaden in vielfältiger Weise reizvoll gestalten. Hochwirksamer Witterungsschutz in Verbindung mit der ansprechenden Optik von Naturstein zeichnet das vorge­ schlagene Verblendelement aus.
Bevorzugt findet ein Naturstein-Granulat mit Steinchen Verwen­ dung, deren mittlere Korngröße mindestens das Doppelte der Dicke der Schutzschicht aus Lack beträgt. Die einzelnen Stein­ chen ragen dann gut sichtbar aus der Lackschicht heraus. Besonders bevorzugt wird eine Korngröße der Steinchen zwi­ schen 1 und 3 Millimetern.
In Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verblendelements weist das Aluminiumblech im Bereich der Sichtfläche eine geprägte Oberflächenstruktur auf. Hierdurch kann eine Oberflächenstruk­ tur mit größeren Vertiefungen und Erhebungen erhalten werden, ähnlich der strukturierten Oberfläche von Haustein oder Rauh­ putz.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des erfin­ dungsgemäßen Verblendelements weist das verwendete Aluminium­ blech eine Dicke zwischen 0,4 und 0,7 Millimetern, vorzugswei­ se 0,5 Millimeter, auf.
Bevorzugt wird ein Pulverlack, der als trockenes Pulver auf das Aluminiumblech aufgestäubt wird und durch Wärmeeinwirkung aufschmilzt und einbrennt. Während des Schmelzens des Lackpul­ vers sinken die Steinchen des aufgestreuten Naturstein-Granu­ lats tief in die Lackschicht ein, so daß sie mit dieser nach dem Erstarren besonders fest verhaftet sind. Jedoch ist auch Naßlack als Schutzschicht bestens geeignet.
Bei der Lösung der auf die Angabe eines entsprechenden Her­ stellungsverfahrens gerichteten Aufgabe wird ausgegangen von einem Verfahren zur Herstellung eines Verblendelements aus Aluminiumblech, bei dem auf der Außenseite eine Schutzschicht aufgebracht wird; gelöst wird die genannte Aufgabe dadurch, daß zunächst eine dünne Schicht Lack auf die Oberseite des liegenden Aluminiumblechs aufgebracht wird, daß anschließend ein feinkörniges Naturstein-Granulat auf die Lackschicht aufgestreut wird, daß in einem weiteren Verfahrensschritt der Lack durch Erwärmung getrocknet bzw. eingebrannt wird, und daß zuletzt eine Abkühlung auf Umgebungstemperatur stattfin­ det.
Wesentlich bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist, daß das Naturstein-Granulat nicht zusammen mit dem Lack auf das Alumi­ niumblech aufgebracht wird, sondern in einem separaten Ver­ fahrensschritt auf bzw. in den Lack gestreut wird. Dabei sinken die relativ schweren Steinchen des Naturstein-Granu­ lats in den noch flüssigen Lack ein. Nach dem Trocknen bzw. Einbrennen sind die einzelnen Steinchen fest in den Lack eingebettet.
Damit die einzelnen Steinchen genügend weit nach oben aus der Lackschicht herausragen, sollte die mittlere Korngröße des aufgestreuten Naturstein-Granulats mindestens das Doppelte der Dicke der Schutzschicht aus Lack betragen. Als besonders vorteilhaft hat sich eine Korngröße der Steinchen zwischen 1 und 3 Millimetern erwiesen.
In zweckmäßiger Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfah­ rens wird die Oberfläche des Aluminiumblechs noch vor dem Aufbringen der Schutzschicht in einem zusätzlichen Arbeits­ gang mittels Rollformen strukturgeprägt.
Bei der Lösung der weiteren Aufgabe, eine entsprechende Her­ stellungsvorrichtung anzugeben, wird ausgegangen von einer Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Verblend­ elementen aus Aluminiumblech, mit einer Fördereinrichtung für den liegenden Transport der zu beschichtenden Aluminiumbleche und mehreren, entlang der Fördereinrichtung angeordneten Bearbeitungsstationen. Diese Aufgabe wird gelöst durch das Vorsehen einer Lackierkammer zum Auftragen des Lacks, einer Streueinrichtung zum Aufstreuen von feinkörnigem Naturstein- Granulat auf den Lack, ferner eines Durchlaufofens zum Trock­ nen bzw. Einbrennen des Lacks sowie durch die anschließende Anordnung einer Kühleinrichtung zur Abkühlung auf Umgebungs­ temperatur.
Gemäß den auszuführenden Verfahrensschritten durchläuft das auf seiner später sichtbaren Außenseite zu beschichtende Aluminiumblech zunächst die Lackierkammer, in der eine dünne Lackschicht aufgebracht wird, und gelangt unmittelbar danach unter die Streueinrichtung, mittels derer das feinkörnige Naturstein-Granulat aufgestreut wird. Die Fördereinrichtung transportiert das Aluminiumblech weiter in den Durchlaufofen, in dem der Lack getrocknet und eingebrannt wird. Nach Durch­ laufen der am Ende der Anlage angeordneten Kühleinrichtung sind die Verblendelemente mit der erfindungsgemäßen Schutz­ schicht aus eingebranntem Lack mit darin eingebettetem Natur­ stein-Granulat versehen.
In zweckmäßiger Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Herstel­ lungsvorrichtung umfaßt die Streueinrichtung einen Rüttler zum gleichmäßigen Auftrag des Naturstein-Granulats sowie eine Auffangwanne, in welcher überschüssige Steinchen aufgefangen und einer Wiederverwendung zugeführt werden.
Bevorzugt wird eine Vorrichtung, bei der die Lackierkammer als Beschichtungskammer zum trockenen Aufstäuben von Lack­ pulver ausgebildet ist.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Verblendelement, in einer per­ spektivischen Darstellung;
Fig. 2 das Verblendelement von Fig. 1, in einem Vertikalschnitt und in stark vergrößertem Maßstab;
Fig. 3a bis 3d einen Abschnitt des Verblendelement gemäß Fig. 1 in vier aufeinanderfol­ genden Herstellungsstufen, jeweils in einem Vertikalschnitt und eben­ falls in vergrößertem Maßstab;
Fig. 4 eine Anlage zur kontinuierlichen Herstellung von Verblendelementen gemäß Fig. 1, in einem stark verein­ fachten Prinzipbild.
Das in Fig. 1 dargestellte Verblendelement besteht im wesent­ lichen aus einem Aluminiumblech 1, dessen beiden Längsränder stufenartig als Nut und Feder ausgebildet sind. Die Stärke des Aluminiumblechs 1 beträgt ca. 0,5 Millimeter. Den größten Teil der Außenseite 2 nimmt eine ebene Sichtfläche 3 ein. Die gesamte Außenseite 2 des Aluminiumblechs 1 ist mit einer Schutzschicht versehen, welche hier beispielhaft aus aufge­ schmolzenem Pulverlack 4 und einem Naturstein-Granulat 5 besteht. Die Schutzschicht kann jedoch ebensogut aus naß aufgebrachtem Lack bestehen.
Aus dem Schnittbild von Fig. 2 ist erkennbar, daß die einzel­ nen Steinchen 6 des Naturstein-Granulats 5 eine Korngröße aufweisen, welche mehr als das Doppelte der Dicke der Schicht aus Pulverlack 4 beträgt. Der größere Teil der Steinchen 6 liegt frei, während sie mit ihrem unteren, kleineren Teil in den Pulverlack 4 eingebettet sind. Das Aluminiumblech 2 ist im Bereich der Sichtfläche 3 (vgl. Fig. 1) nicht völlig eben, sondern weist eine geprägte Oberflächenstruktur auf.
Die Vielzahl der nebeneinander liegenden Steinchen 6 des Naturstein-Granulats 5 bildet gemeinsam mit dem sie umgeben­ den Pulverlack 4 eine vollständig geschlossene Schutzschicht, so daß das Verblendelement nach der Montage auf einer Gebäude­ wand von verputztem Mauerwerk kaum mehr zu unterscheiden ist. Anhand der Fig. 3a bis 3d wird nun ein Verfahren zur Her­ stellung von Verblendelementen, wie sie in den Fig. 1 und 2 dargestellt sind, beschrieben:
Fig. 3a zeigt einen Ausschnitt aus der Sichtfläche (3) des unbehandelten Aluminiumblechs 1. Die Oberfläche ist struktur­ geprägt.
Fig. 3b zeigt das Aluminiumblech 1 nach dem Aufstäuben einer dünnen Schicht Lackpulver. Das Pulver liegt locker auf der Außenseite 2 des Aluminiumblechs 1 auf. Ein gleichmäßiger Auftrag wird durch elektrostatische Aufladung erzielt.
Auf die Schicht aus Lackpulver wird anschließend ein feinkör­ niges Naturstein-Granulat 5 aufgestreut. Die einzelnen Stein­ chen 6 dringen infolge ihrer Schwerkraft teilweise in die relativ dicke Schicht aus lockerem Lackpulver ein (siehe Fig. 3c). Anschließend wird das Verblendelement erhitzt, so daß das Lackpulver schmilzt.
Fig. 3d zeigt den Endzustand nach dem Wiederabkühlen. Das Lackpulver ist zu einer dünnen Schicht Pulverlack 4 herunter­ geschmolzen und haftet fest auf der Außenseite 2 des Alumi­ niumblechs 1. Die Steinchen 6 sind etwas nach unten abgesun­ ken, ragen jedoch mit dem größten Teil ihrer Oberfläche aus dem Pulverlack 4 nach oben heraus. Deutlich erkennbar ist die gute Einbettung der Steinchen 6 in den Pulverlack 4, wobei jedes einzelne Steinchen 6 von einem wulstartig hochgezogenen Ring aus Pulverlack umschlossen ist.
Eine Anlage zum kontinuierlichen Herstellen der Verblend­ elemente ist in Fig. 4 dargestellt. Entlang einer Förderein­ richtung 7, beispielsweise einem Förderband, sind mehrere aufeinanderfolgende Bearbeitungs-Stationen angeordnet. Die Fördereinrichtung 7 transportiert die Verblendelemente 2 liegend mit ihrer zu beschichtenden Außenseite 2 (vgl. Fig. 1) von einem Einlauf 8 zu einem Auslauf 9. In der Be­ schichtungskammer 10 erfolgt das Aufstäuben des Lackpulvers auf die Außenseite 2 der durchlaufenden Aluminiumbleche 1. Das Naturstein-Granulat 5 wird durch eine Streueinrich­ tung 11, welche sich an die Beschichtungskammer 10 an­ schließt, aufgestreut. Die Streueinrichtung 11 umfaßt einen Rüttler 12, der das Naturstein-Granulat 5 gleichmäßig über die zu beschichtenden Flächen verteilt. Unterhalb der Förder­ einrichtung 7 ist eine Auffangwanne 13 für überschüssiges Naturstein-Granulat 5 angeordnet, welches der Wiederverwen­ dung zugeführt wird. Während des Durchlaufs durch den Durch­ laufofen 14 wird das aufgestäubte Lackpulver aufgeschmolzen, was am besten mittels Strahlungshitze von oben geschieht. Am Ende des Durchlaufs durch den Durchlaufofen 14 ist das Lack­ pulver schmelzflüssig. Als letzte Bearbeitungsstation ist eine Kühleinrichtung 15 vorgesehen, in der die durchlaufenden Aluminiumbleche 1 auf Umgebungstemperatur abgekühlt werden.
Erreichen die fertigen Verblendelemte den Auslauf 9, so ist der Pulverlack fest auf die Außenseite 2 des Aluminium­ blechs 1 eingebrannt, wobei die Steinchen 8 des Naturstein- Granulats 5 tief in den Pulverlack 4 eingebettet sind.
Verzeichnis der Bezugsziffern
 1 Aluminiumblech
 2 Außenseite (von 1)
 3 Sichtfläche
 4 Pulverlack
 5 Naturstein-Granulat
 6 Steinchen (von 5)
 7 Fördereinrichtung
 8 Einlauf
 9 Auslauf
10 Beschichtungskammer
11 Streueinrichtung
12 Rüttler (von 9)
13 Auffangwanne (von 9)
14 Durchlaufofen
15 Kühleinrichtung

Claims (17)

1. Verblendelement aus Aluminiumblech (1) zum Verkleiden von Gebäudewänden, insbesondere Fassaden, mit
  • - einer den größten Teil seiner Außenseite (2) einnehmenden Sichtfläche (3),
  • - einer Schutzschicht auf der Außenseite (2) zumindest im Bereich der Sichtfläche (3),
dadurch gekennzeichnet, daß
  • - die Schutzschicht aus Lack (4) besteht,
  • - in den Lack (4) die Steinchen (6) eines feinkörnigen Natur­ stein-Granulats (5) eingebettet sind.
2. Verblendelement nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die mittlere Korngröße der Stein­ chen (6) mindestens das Doppelte der Dicke der Schutzschicht aus Lack (4) beträgt, so daß die Steinchen (6) herausragen.
3. Verblendelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Korngröße der Steinchen (6) zwischen 1 und 3 Millimetern beträgt.
4. Verblendelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Aluminiumblech (1) im Bereich der Sichtfläche (3) eine geprägte Oberflächenstruktur aufweist.
5. Verblendelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Aluminiumblech (1) zwi­ schen 0,4 und 0,7 Millimetern, vorzugsweise ungefähr 0,5 Millimeter, dick ist.
6. Verblendelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Lack (4) aufgeschmolze­ ner Pulverlack ist.
7. Verblendelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Lack (4) getrockneter Naßlack ist.
8. Verfahren zur Herstellung eines Verblendelements nach Anspruch 1 aus Aluminiumblech (1), bei dem auf der Außensei­ te (2) eine Schutzschicht aufgebracht wird, gekenn­ zeichnet durch die aufeinanderfolgenden Verfahrens­ schritte:
  • - Aufbringen einer dünnen Schicht Lack auf die Oberseite des liegenden Aluminiumblechs (1),
  • - Aufstreuen eines feinkörnigen Naturstein-Granulats (5) auf die Lackschicht,
  • - Erwärmen, um den Lack zu trocknen bzw. einzubrennen,
  • - zuletzt Abkühlen auf Umgebungstemperatur.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich­ net, daß die mittlere Korngröße der Steinchen (6) des auf­ gestreuten Naturstein-Granulats (5) mindestens das Doppelte der Dicke der Schutzschicht aus Lack (4) beträgt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Korngröße der Steinchen (6) zwi­ schen 1 und 3 Millimetern beträgt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des Alumi­ niumblechs (1) vor dem Aufbringen der Schutzschicht mittels Rollformen strukturgeprägt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
  • - als Lack (4) trocken aufgestäubter Pulverlack verwendet wird,
  • - nach dem Aufstreuen des Naturstein-Granulats (5) erhitzt wird, um das Lackpulver zu Pulverlack (4) aufzuschmelzen.
13. Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Verblend­ elementen gemäß Anspruch 1, mit
  • - einer Fördereinrichtung (7) für den liegenden Transport der zu beschichtenden Aluminiumbleche (1),
  • - mehreren, entlang der Fördereinrichtung (7) angeordneten Bearbeitungsstationen,
gekennzeichnet durch
  • - eine Lackierkammer zum Auftragen des Lacks,
  • - eine Streueinrichtung (11) zum Aufstreuen von feinkörnigem Naturstein-Granulat (5) auf den Lack,
  • - ein Durchlaufofen (14) zum Trocknen bzw. Einbrennen des Lacks,
  • - eine Kühleinrichtung (15) zur Abkühlung auf Umgebungstempe­ ratur.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Streueinrichtung (11) einen Rütt­ ler (12) zum gleichmäßigen Auftrag des Naturstein-Granu­ lats (5) und eine Auffangwanne (13) für überschüssige Stein­ chen (6) umfaßt.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Lackierkammer als Beschich­ tungskammer (10) zum trockenen Aufstäuben von Pulverlack ausgebildet ist.
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