DE390850C - Verfahren zur Herstellung von waschbaren Rohbenzolen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von waschbaren RohbenzolenInfo
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Classifications
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- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10C—WORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
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- C10C1/04—Working-up tar by distillation
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- C10C1/10—Winning of aromatic fractions benzene fraction light fraction
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Description
- Verfahren zur Herstellung von waschbaren Rohbenzolen. Die Gewinnung der Benzole aus Destillationsgasen von Brennstoffen erfolgt durch Auswaschen derselben mit einem besonderen Waschöl in geeigneten Waschern. Das gesättigte Waschöl gelangt nach vorheriger in-Erhitzung auf etwa i4o° C in den Abtreibeapparat, wo mittels direkt eingeführten Wasserdampfes die Benzole wieder ausgetrieben werden; nach Kühlung gelangt das Waschöl zu neuer Benzolaufnahme in den Wascher zurück.
- Bei scharfem Waschölabtrieb durch gesteigerte Dampfzufuhr wird zwar das Waschöl für erneute Benzolaufnahme geeigneter, (loch ergibt sich ein sehr waschölhaltiges, minderwertiges Benzolerzeugnis; allgemein ist man zufrieden, wenn das abgetriebene Waschöl weniger als 0,5 Prozent bis 18o° C siedende Benzole enthält, wobei das gewonnene Vorerzeugnis aus 75 bis go Prozent Benzolen und io bis 25 Prozent Waschöl und Naphthalin besteht. Bei Verwendung von Rückfiußkühlern in Verbindung mit Dephlegmierkolonrnen kann man den Gehalt des Benzolvorerzeugnisses an Benzolen auch noch über go Prozent hinaus steigern. Man muß dann aber, um das immerhin wertvolle Naphthalin nicht zu verlieren, das am Ende der Dephlegmierkolonne ablaufende zweite Produkt nach der Trennung von Wasser besonders verarbeiten.
- Bei all diesen Verfahren wird ein Benzolvorerzeugniserhalten, das nicht genügend rein ist, um zur Entfernung der ungesättigten, bromaddierenden Verbindungen ohne weiteres mit Schwefelsäure gewaschen zu werden, sondern es muß in besonderen Blasen einer nochmaligen Destillation unterworfen werden. Bei der Herstellung eines hochwertigen Benzolvorerzeugnisses unter Benutzung von Rückflußkühlern in Verbindung mit der Dephleg mierkolonne enthalten die in der Kolonne aufsteigenden Dämpfe etwa ein- bis. zweimal soviel Wasserdampf wie Benzol. Im Rückflußkühler kondensiert daher neben Schweröl und Benzolen sehr viel Wasser, worunter die scharfe Trennung der Produkte in den- Kolonnen leidet. Auch durch, Einschaltung eines Wasserscheiders zwischen Rückflußkühler und Kolonne wird kein voller Erfolg. erzielt, da sich eine Reihe betriebstechnischer Schwierigkeiten ergeben.
- Das vorliegende Verfahren bezweckt nun, beim Abtreiben des gesättigten Waschöls in ununterbrochenem Betriebe an Stelle des Leichtöls sofort Rohbenzol - in durchaus betriebssicherer Weise ohne jeden Verlust an Benzolen und Naphthalin und in solcher Reinheit zu gewinnen, daß sie direkt mit Schwefelsäure gewaschen werden können, eine nochmalige Destillation sich also erübrigt. Zu diesem Zwecke werden die die Abtreibekolonne a verlassenden Dämpfe in den Dephlegmierkolonnen d in bekannter Weise mit einer derart bemessenen Menge kalten oder vorgewärmten gesättigten Waschöls behandelt, daß einerseits der größte Teil des in den Dämpfen enthaltenen Waschöls zurückgehalten, anderseits nur geringe Mengen Wasserdampf kondensiert werden. Letzteres ist nötig, weil größere Wassermengen die Abtreibekolonne a zum Überschäumen bringen können. An Stelle von kaltem oder vorgewärmtem Waschöl kann auch Rollbenzol oder ein Teil des von Wasser getrennten Kondensates des Rückflußkühlers g benutzt werden. Am einfachsten und betriebssichersten gestaltet sich aber die Benutzung von Waschöl, welches man an der vorhandenen Zuführungsleitung abzapfen kann. Fast das gesamte Naphthalin bleibt in den Dämpfen. Die die Dephlegmierkolonne d durch Leitung f verlassenden Dämpfe werden jetzt im Kühler g so weit gekühlt, daß reine Benzoldämpfe übrigbleiben. Das Kondensat wird in der Scheideflasche i von Wasser getrennt und in einer kleinen Nebenkolonne nach dein Erhitzen mit indirektem Dampf mit kleinen Mengen direkten Dampfes von den Resten von Rohbenzolen befreit. Die Dämpfe können zur Dephlegmation der Kolonne d zugeführt werden oder aber besser, wie auch weiter unten beschrieben, in der Kolonne s und dem Dephlegmator t für sich dephlegmiert und die Dämpfe durch Leitung w mit denen von Leitung x vereinigt werden. Das abfließende Gemenge von Waschöl und Naphthalin wird in bekannter Weise in einer Kühlpfanne auf Naphthalin verarbeitet.
- In manchen Fällen will man aus der Hauptkolonne nur die etwa bis 1q0° oder i5o° siedenden Benzole gewinnen, was durch entsprechende stärkere Kühlung in g ohne weiteres möglich ist, die von 1q.0° oder i5o° bis i 8o° C siedende Solventnaphtha II aber für sich durch getrennte Kondensation der Dämpfe aus der Nebenkolonne gewinnen, weil aus ihr wertvolle Harze hergestellt werden können. Es ist daher zweckmäßig, um auch diese Arbeitsweise durchführen zu können, die Nebenkolonne noch mit einem kleinen RückfluBkühler t und Dephlegmierkolonnen s auszurüsten.
- Da die Nebenkolonne in den Abmessungen aber klein gehalten und vollständig getrennt vom Hauptapparat angeordnet werden kann, bietet das vorliegende Verfahren besondere Vorteile für bestehende Anlagen, die für die Herstellung eines direkt waschbaren Produktes umgebaut werden sollen.
- In der beiliegenden Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens darstellt, bedeutet a die Abtreibekolonne für das mit Benzol angereicherte Waschöl, das bei b zufließt und bei c abgetrieben den Apparat verläßt. Die entwickelten Dämpfe werden in dem Kolonnenaufsatz d mittels kalten Waschöles, das bei e zugeführt wird, dephlegmiert und gelangen dann durch Leitung f in den Deplilegmator g, wo die schweren Bestandteile zusammen mit Wasser niedergeschlagen werden. Der Niederschlag fließt durch Leitung h zur Scheideflasche i; das spezifisch schwerere Wasser setzt sich unten ab und fließt durch Leitung h fort. Das spezifisch leichtere, sogenannte zweite Produkt fließt durch Leitung L dem Erhitzer w zu, wird hier auf etwa iqo bis i5o' erhitzt und fließt durch Leitung yz zur Abtreibekolonne o, wo der Rest von Benzolen durch Einführung direkten Dampfes bei p abgetrieben wird. Die abgetriebene, nur aus Schweröl und Naphthalin bestehende Flüssigkeit fließt durch Leitung n zur Kristallisierpfanne r. Die aus der Abtreibekolonne aufsteigenden Dämpfe werden in einer Dephlegmierkolonne s durch den Rücklauf vom Dephlegmator t dephlegmiert. Leitung lt führt die Dämpfe, mit denen vom Erhitzer in durch Leitung v vereinigt, zum Dephlegmator t. Die reinen Benzoldämpfe werden durch Leitung w mit den aus dem Dephlegmator g durch Leitung x austretenden Dämpfen in Leitung y vereinigt und werden im Kühlerz als waschbares Rohbenzol niedergeschlagen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von waschbaren Rohbenzolen aus den Abtreibeapparaten von Benzolfabriken, bei dem das ini Dephlegmator entstehende Kondensat von seinem wässerigen Anteil geschieden wird, dadurch gekennzeichnet, daß der ölige Anteil, das sogenannte zweite Produkt, in Hauptsache bestehen:! aus Schweröl, Naphthalin und Benzolen, in einer besonderen Hilfskolonne durch Erhitzen, Abtreiben und Dephleginieren derart getrennt wird, daß die abziehenden Dämpfe, mit denen der Hauptkolonne vereinigt, genügend reine, waschbare Benzole ergeben.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEO9667D DE390850C (de) | 1916-03-18 | 1916-03-18 | Verfahren zur Herstellung von waschbaren Rohbenzolen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEO9667D DE390850C (de) | 1916-03-18 | 1916-03-18 | Verfahren zur Herstellung von waschbaren Rohbenzolen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE390850C true DE390850C (de) | 1924-02-23 |
Family
ID=7351739
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEO9667D Expired DE390850C (de) | 1916-03-18 | 1916-03-18 | Verfahren zur Herstellung von waschbaren Rohbenzolen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE390850C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE910825C (de) * | 1937-10-08 | 1954-05-06 | Koppers Gmbh Heinrich | Verfahren zur kontinuierlichen Aufarbeitung von angereichertem Benzolwaschoel |
-
1916
- 1916-03-18 DE DEO9667D patent/DE390850C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE910825C (de) * | 1937-10-08 | 1954-05-06 | Koppers Gmbh Heinrich | Verfahren zur kontinuierlichen Aufarbeitung von angereichertem Benzolwaschoel |
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