DE534698C - Verfahren zur Aufarbeitung der rohen Holzdestillationsprodukte - Google Patents
Verfahren zur Aufarbeitung der rohen HolzdestillationsprodukteInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Aufarbeitung der rohen Holzdestillationsprodukte, welche sich bekanntlich aus neutralen,
sauren, teerartigen Bestandteilen und Wasser zusammensetzen.
Bisher hat man diese durch physikalische Mittel mehr oder weniger von Teer befreite
Flüssigkeit einer erneuten Destillation unterworfen und die Dämpfe durch eine alkalische
Lauge (Kalkmilch) von sauren Stoffen (hauptsächlich Essigsäure) befreit, so daß sich im Kühler eine Mischung neutraler Substanzen
niederschlug, welche sich aus Methylalkohol, Methylessigester, Aceton, AUyI-alkohol
und verschiedenen ölen, empyreumatischen Stoffen und mitgerissenem Wasser
zusammensetzte und einer weiteren, ziemlich schwierigen Fraktionierung unterworfen werden
mußte.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren, nach welchem die leicht flüchtigen
Anteile des Holzdestillationsrohproduktes (Methylalkohol, Methylessigester undAceton)
zuerst abgeschieden werden, indem man die durch eine erneute Destillation des Rohproduktes
der Holzdestillation entstehenden methylalkoholhaltigen Dämpfe durch einen Kolonnenapparat leitet, in welchem sich flüchtige,
in Wasser unlösliche und mit Methylalkohol, Methylessigester und Aceton eine niedrigsiedende Mischung ergebende Stoffe,
wie Benzol, chlorierte oder nichtchldrierte Kohlenwasserstoffe, niedrigsiedende Fraktionen
des Petroleums oder Schwefelkohlenstoff, befinden und die Destillation so geleitet
wird, daß diese niedrigsiedende Mischung, frei von Säure, empyreumatischen Bestandteilen,
Allylalkohol und anderen im Rohprodukt enthaltenen, weniger flüchtigen Stoffen, gesondert aufgefangen werden kann. *
Hierdurch wird die Gewinnung des sonst nur schwer von den verschiedenen, weniger
flüchtigen ölen des Holzdestillationsrohproduktes zu trennenden Methylalkohols ganz
wesentlich vereinfacht.
Es ist zwar bekannt, eine wässerige Lösung von Methylalkohol mit Benzol zu versetzen,
um durch Destillation ein azeotropisches, bei 58 bis 59° siedendes Gemisch von Methylalkohol
und Benzol zu erhalten, das durch Wasser in eine wässerigeMethylalkohollösung und in Benzol zerlegt werden kann. Während
jedoch dieser bekannte Kreisprozeß für die Gewinnung von Methylalkohol technische
Bedeutung niemals gewinnen konnte, erlaubt das Verfahren der Erfindung, aus den rohen"
Holzdestillationsprodukten den Methylalkohol zusammen mit Methylester und Aceton,
jedoch frei, von Säuren, empyreumatischen Bestandteilen, Allylalkohol usw., abzutrennen,
was keineswegs zu erwarten war und die Aufarbeitung der rohen Holzdest-illationsprodukte
wesentlich erleichtert.
Zweckmäßig verfährt, man hierbei in folgender Weise: Die sich im Kühler aufsammelnde,
bei 58 ° siedende Mischung wird mit Wasser gemengt und in einem Dekantierxo apparat in zwei Anteile zerlegt, von denen
der wässerige verhältnismäßig sehr reinen Rohmethylalkohol in verdünnter Form enthält
und der weiteren Verarbeitung zugeführt wird, während der ölige Anteil, der das Benzol
o. dgl. enthält, zu erneuter Verwendung dem Kolonnenapparat zugeführt wird.
Die Zufuhr des Wassers zum Herauswaschen des Methylalkohols, des Methylessigesters
und des Acetons wird hierbei zweckmäßig so geregelt, daß die entstehende Lösung
eine Konzentration vom spez. Gewicht 0,981 bis 0,983 aufweist, welche für die weitere
Fraktionierung am günstigsten ist.
Ist aller Methylalkohol abgetrieben, was daran erkannt werden kann, daß die Temperatur
im oberen Teil der Kolonne 690C erreicht,
so wird die weitere Aufarbeitung des Holzdestillationsrohproduktes zweckmäßig in
folgender Weise vorgenommen: man leitet die ° 30 sich nun entwickelnden- Dämpfe, welche die
Hauptmenge der Essigsäure, den Allylalkohol und die weniger flüchtigen öligen und empyreumatischen
Bestandteile des Rohproduktes enthalten, durch einen anderen Kolonnenr
apparat, welcher von Anfang an solche weniger flüchtigen, öle enthält. Es findet
eine Art Wasserdampfdestillation statt. In der Vorlage finden sich dann· zwei Schichten,
deren wässerige den Allylalkohol und wenig Essigsäure enthält, während sich in der
öligen die weniger flüchtigen Öle und die empyreumatischen Substanzen des Rohproduktes1
neben weiteren Mengen Allylalkohol finden. Durch weiteren Zusatz von Wasser
läßt sich dieser Rest an Allylalkohol aus der öligen Schicht herauswaschen. Die wässerige Flüssigkeit wird nun auf Allylalkohol
verarbeitet, während die Öle zweckmäßig wieder in die Kolonne zurückgeleitet
werden. Sie unterliegen dort einer neuerlichen Destillation und nehmen dabei weitere
" Anteile fast säurefreien Wassers mit, so daß . die in der Kolonne herabfließende wässerige
Essigsäure eine weitere Konzentration erfährt.
Da diese verhältnismäßig konzentrierte
Essigsäure teerfrei ist, kann . dieselbe· ohne weiteres weiter konzentriert oder rektifiziert
-werden, so daß der übliche Umweg über die Bildung von Acetaten erspart bleibt.
Die gesamte Aufarbeitung kann durch An-,
Wendung mehrerer gleichzeitig und versetzt gegeneinander betriebener Destillierblasen
und zweier Kolonnenapparate mit zugehörigen Kühlern, Waschsäulen und Dekantierapparaten
leicht kontinuierlich gestaltet werden.
Eine beispielsweise Ausführung einer solchen Anlage ist in der Zeichnung darge-.
stellt.
Die Blasen A, A, A, A sind durch Rohre 1
absperrbar mit einer Sammelleitung 12 verbunden, welche . die methylalkoholhaltigen
Dämpfe dem Kolonnenapparat B zuführt, aus welchem das leicht flüchtige Gemisch von
Methylalkohol usw. mit Benzol o. dgl. abdestilliert und durch das Rohr 3 nach dem
Kühler C gelangt. Die den Kolonnenapparat herabfließende methylalkoholfreie Flüssigkeit
kehrt in die Blasen A wieder zurück.
Aus dem Kühler C fließt das niedrigsiedende Destillat nach der kleinen Säule D,
in welcher es durch Wasser aus der Leitung 4 in zwei Schichten zerlegt wird, welche durch
den Dekantierapparat E voneinander getrennt werden. Ein Rohr 2 leitet das Benzol o. dgl.
enthaltende Ölgemisch nach dem Kolonnenapparat B zurück, während der wässerige
Rohmethylalkohol durch den Überlauf 5 zur weiteren Aufarbeitung abgeleitet wird.
Sobald die Dämpfe einer Blase keinen Methylalkohol mehr enthalten, was daran erkannt
wird, daß ihre Temperatur auf etwa ioo° C steigt, wird die Blase durch ein zweites
Rohr 6 mit der Sammelleitung 13 verbunden, welche die weiterhin entwickelten
Dämpfe, die Essigsäure, Allylalkohol, verschiedene weniger flüchtige Öle, empyreumatische
Substanzen und Wasser enthalten, nach der Kolonne F leitet, welche zu Anfang
mit solchen weniger flüchtigen Ölen teilweise beschickt wurde. Die herabfließende Essigsäure
gelangt durch die Verbindung 11 nach der Rektifizierblase/, die überdestillierenden
Dämpfe über den Kühler G nach der kleinen Säule H, wo eine Mischung mit einer weiteren
Wassermenge, aus der Leitung 8 erfolgt. Im Dekantierapparat/ findet eine Trennung
statt in. einen wässerigen allylalkoholhaltigen Anteil, der über 10 abfließt, und einen öligen,
welcher über 9 nach dem Kolonnenapparat F zurückkehrt.
Diskontinuierlicher Betrieb unter Anwendung
von Benzol U5
Eine Destillierblase wird mit 10000 Litern Holzdestillationsrohprodukt gefüllt, welches
ungefähr 10 °/0 Essigsäure, 4 °/0 Methylalkohol,
10 °/0 Teer und kleinere Anteile Methylssigester,
Aceton, Allylalkohol, Leicht- und Schweröle enthält.
Vor Beginn der Destillation wird der Kolonnenapparat zu 2/3 seiner Höhe mit
Benzol gefüllt und auch der Dekantierapparat damit beschielet.
Solange die Dämpfe am oberen Ende der Kolonne zwischen 56,5° und 58,5° übergehen,
fließt aus dem Dekantierapparat wässeriger Methylalkohol, gemischt mit Aceton und Methylessigester, vom ungefähren
spezifischen Gewicht 0,970 bis 0,981 ab. Der benzolhaltige Anteil des Destillats kehrt
selbsttätig in die Kolonne zurück.
Die Abscheidung des Methylalkohols ist beendet, wenn die Dämpfe am oberen Ende
der Kolonne etwa 690C aufweisen. Man erhält
insgesamt etwa 2600 Liter wässerigen Methylalkohol von etwa 15 Gewichtsprozent,
frei von schwerflüchtigen Verunreinigungen. Die sich aus der Blase weiterhin entwickelnden
Dämpfe werden nunmehr in einen zweiten Kolonnenapparat geleitet, welcher
vorher mit den schwerer flüchtigen Holzölen aus einem früheren Betrieb beschickt wurde.
Der sich im Dekantierapparat aufsammelnde, wässerige Anteil enthält den Allylalkohol und
nur sehr wenig (unter o, 1 °/ft) Essigsäure und
wird auf Allylalkohol verarbeitet. Der ölige Anteil kehrt nach der Kolonne zurück, von
wo er mit Wasserdampf zwischen 80 und 97° C erneut überdestilliert und hierbei mit
10 bis 70 °/o seines Gewichtes an fast säurefreiem
Wasser übergeht. Der hochsiedende Anteil dieser öle wird mit Hilfe von Hähnen
von Zeit zu Zeit aus der Kolonne entfernt, damit nichts davon in die abfließende Essigsäure
gelangt.
Die Essigsäure wird in einer gesonderten Blase konzentriert. Es ergeben sich 1200 bis
1400 Liter 80- bis 90 %iger Essigsäure.
Diskontinuierlicher Betrieb unter Anwendung von Kohlenstofftetrachlorid
Kohlenstofftetrachlorid ergibt mit Methylalkohol eine Mischung, welche bei 55,7° C
siedet. Das Destillat enthält 20,5 °/0 seines Gewichtes an Methylalkohol.
Die Aufarbeitung erfolgt wie bei Beispiel 1, doch ist die Abtreibung des Methylalkohols
als beendet zu betrachten, wenn die Temperatur der aus der Kolonne abdestillierenden
Dämpfe auf 67,5° steigt. Bei dieser Temperatur geht nämlich "eine Mischung von
Wasser- und Kohlenstofftetrachloriddampf über.
Claims (6)
- Patentansprüche:i. Verfahren zur Aufarbeitung der ■ rohen Holzdestillationsprodukte, dadurch gekennzeichnet, daß methylalkoholhaltige Dämpfe durch Erhitzen ausgetrieben und in einer Kolonne mit flüchtigen, in Wasser unlöslichen und mit Methylalkohol, Methylessigester und Aceton niedrigsiedende Mischungen ergebenden Stoffen, z. B. Benzol, chlorierten oder nichtchlorierten Kohlenwasserstoffen, Leichtölfraktionen des Petroleums, Schwefelkohleristoff o. dgl., zusammengebracht und abdestilliert werden, wonach durch Kondensation Methylalkohol, Methylessigester und Aceton in Form niedrigsiedender Mischungen mit den obengenannten Stoffen, frei von Säure, empyreumatischen Bestandteilen, Allylalkohol und anderen im Rohprodukt enthaltenen weniger flüchtigen Stoffen, abgeschieden werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die kondensierte niedrigsiedende Mischung von Methylalkohol, Methylessigester und Aceton mit Benzol o. dgl. durch Behandlung mit Wasser in zwei Anteile zerlegt wird, von deiien der wässerige sehr reinen Rohmethylalkohol in verdünnter Form enthält, während der ölige zu erneuter Verwendung in den Kolonnenapparat zurückgeführt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die bei der Aufarbeitung nach Abtrennen des Methylalkohols sich ergebenden Dämpfe, welche die Hauptmenge der Essigsäure, den Allylalkohol und die weniger fluchtigen Bestandteile des Rohproduktes enthalten, in einer Kolonne mit schwer flüchtigen Holzölen in Berührung gebracht werden, wobei nach Art einer Destillation mit Wasserdampf ein Destillat abgeschieden wird, das aus den weniger flüchtigen Substanzen des Rohproduktes (Holzölen), dem Allylalkohol und Wasser besteht, welches' nur wenig Essigsäure enthält, während eine entsprechend dem Wasserentzug konzentriertere Essigsäurelösung am unteren Ende der Kolonne abgezogen wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Destillat durch Behandlung mit Wasser in zwei Anteile zerlegt wird, deren wässeriger den Allylalkohol und deren öliger die Holzöle enthält.
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der ölige Anteil in die Kolonne zurückgeführt wird, so daß er mit weiteren, fast säurefreien Wassermengen erneut überdestilliert und die Konzentration der in der Kolonne herabfließenden Essigsäure dadurch eine Steigerung erfährt.
- 6. Verfahren nach Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzahl von Destillierblasen zur Aufarbeitung des Rohproduktes gleichzeitig und versetzt gegeneinander in Betrieb gehalten wird und die methylalkoholhaltigen Dämpfe jeweils zur Methylalkoholabscheidungskolonne, die methylalkoholfreien Dämpfe zu einer anderen, der Trennung von Essigsäure, Allylalkohol und Holzölen dienenden Kolonne geführt werden, so daß die Zerlegung des Rohproduktes der Holzdestillation in seine Bestandteile kontinuierlich erfolgt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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