DE389282C - Verfahren und Einrichtung zum ununterbrochenen Destillieren von Teer u. dgl. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum ununterbrochenen Destillieren von Teer u. dgl.Info
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Classifications
-
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- C10C—WORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
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Description
- Verfahren und Einrichtung zum ununterbrochenen Destillieren von Teer u. dgl. Das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren zum ununterbrochenen Destillieren von Teer- und ähnlichen zusammengesetzten Flüssigkeiten bezweckt die Vermeidung der bei bisherigen Einrichtungen für gleiche Zwecke vorhandenen Mängel, die hauptsäch;ich in Störungen des Teerumlaufs infolge Verkokung und ungenügender Abscheidung der leichteren Bestandteile aus der in Wallung befindlichen Teerflüssigkeit bestehen. Das Verfahren kennzeichnet sich dadurch, daß die Flüssigkeit im Gegenstrom zu den wärmeerzeugenden Gasen ununterbrochen in Zulauf und Ablauf verbindenden, stehenden dünnen Schichten auf und ab geführt wird, und zwar derart, daß die aufsteigende, sich nach oben stetig verbreiternde Schicht in ganzer Höhe und stärker als die absteigende Schicht erwärmt wird. Dadurch werden die flüchtigen leichteren Ölbestandteile, welche in den nach oben sich verbreiternden aufsteigenden Schichten als Blasen nach oben gelangen, schneller an die - Oberfläche und zur Verdampfung gebracht. Damit ist gewährleistet, daß in jedem von einer ab-und einer aufsteigenden Schicht durchflossenen Abteil die in diesem abzudestillierenden Ölteile auch tatsächlich an die Oberfläche gelangen -und verdampft werden, während die schwerere Flüssigkeit mit den eine höhere Vexdampfungstemperatur erfordernden Bestandteilen sich in den geringer erwärmten absteigenden Schichten ohne ZirkuIätidn (Aufwallung) weiterbewegt: - @ Dadurch wird das Zurückbleiben oder Zürückfließeü abzu= destillierender Flüssigkeitsteile in vorgehende Schichten vermieden. . Weiterhin _ findet- das Überfließen der Flüssigkeit an der verbrei-. terten Oberfläche der aufsteigenden Schichten in die absteigenden durch schmale Schlitzstatt, wodurch gewissermaßen nur das nochzu trennende Flüssigkeitsgemisch in ganz dünner Schicht abgeschöpft wird. Diese Überläufe liegen außerdem in an sich bekannterWeise in Spiegelhöhen, die den verschiedenenspezifischen Gewichten der übertretenden-Flüssigkeiten entsprechend abgestuft sind. Dadurch wird ebenfalls die Trennung der abzudestillierenden Bestandteile von der Teermasse erleichtert, und es kann in al:en Abteilen eine gleichmäßig dünne Überfließschicht aufrechterhalten werden, die dauernd in Fluß bleibt.
- Die Zeichnung zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel einer zur Ausübung des Verfahrens dienenden Anlage in . Abb. i im senkrechten Schnitt und in Abb. a im Grundriß.
- Die Einrichtung besteht aus einer beliebigen Anzahl von Abteilen i, 2, 3 . . ., die in geeigneter Weise mit einem-beliebigen geeigneten Wärmeerzeuger f zusammengebaut sind. Das erste Abteil fst mit einem Zulauf d, das letzte Abteil mit einem Ablauf e versehen. Die verdampften Flüssigkeitsteile entweichen durch Leitungen c am oberen Ende jedes Abteils. Die Abteile selbst sind mehrteilig gestaltet, und zwar derart, daß jedes Abteil durch eine stehende oder hängende Wand g in zwei Kammern h, i von beliebiger verhältnismäßig großer Tiefe oder Höhe bei geringer Querschnittsbreite unterteilt wird. Diese Kammern sind am Boden kommunizierend verbunden. Die der Teilwand g gegenüberliegende äußere Begrenzungswand k jeder Kammer i ist an die je zwei Abteilen gemeinsame Zwischenwand 1 derart schräg herangeführt, daß sich der Querschnitt der Kammer i nach oben stetig erweitert und die Wand k .unmittelbar zur überfließstelle in hinführt. Durch diese Bauart der Abteile werden mittels der Wände 1, g stehende schmäle abwärts fließende Flüssigkeitsschichten und durch die Wände g, k stehende nach oben zur Überfließstelle strömende schmale Schichten gebildet, von denen die letzteren sich stetig nach oben verbreitern, so daß der Flüssigkeitsspiegel eine verhältnismäßig breite Oberfläche bildet, die sich dauernd in Fluß befindet. Die Überfließstellen m besitzen einen solchen Querschnitt, daß die überfließenden Schichten ziemlich dünn sind. Außerdem sind sie der verschiedenen spezifischen Schwere in den einzelnen Abteilen befindlichen Flüssigkeitsmengen entsprechend in Richtung der Linie i-- -(Abb. i) abgestuft angeordnet, so daß das an den Zulauf auffließende Abteil i den höchsten und das mit dem Ablauf verbundene, fast nur noch reines Pech enthaltende Abteil 6 den niedrigsten Spiegel hat und die Überfließschicht in allen Abteilen gleich dünn bleibt.
- Die Heizgasführung ist eine solche, daß jedes Abteil bis etwa in Höhe der Überfließstellen von den Heizgasen umspült wird. Zu diesem Zwecke sind um die Wände k,1 Heizgaszüge n gelegt, welche von den Heizgasen, beispielsweise in Schlangenlinie, bestrichen werden (s. Abb.2). Hierbei dienen die schrägen Wände k in ihrer ganzen Ausdehnung als Heizfläche, während die Zwischenwände 1 durch eine Wärmeschutzmasse o oder auf andere geeignete Weise gegen Wärme geschützt oder so ausgebildet sind, -daß sie nur geringe Wärme übertragen. Daraus ergibt sich die Wirkung, daß die in den Kammern h stehenden bzw. fließenden Flüssigkeitsschichten zirkulationsfrei gehalten werden, so daß die überdestillierende Flüssigkeit ungestört in die ihrer Dichte entsprechende Abteilung übertreten kann. Dagegen wird durch die wärmeleitenden Wände k in den Kammern i eine lebhafte Zirkulation erzeugt, die das Aufsteigen der leichteren Bestandteile an die Oberfläche und ihre Verdampfung begünstigt und beschleunigt.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum ununterbrochenen Destillieren von Teer und ähnlichen zusammengesetzten Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit irn Gegenstrom zu den wärmeerzeugenden Gasen ununterbrochen in Zulauf und Ablauf verbindenden, stehenden dünnen Schichten auf und ab geführt wird, wobei die aufsteigende, sich nach oben stetig verbreitende Schicht in ganzer Höhe und stärker als die absteigende Schicht erwärmt und mit dünner, verbreiterter Oberflächenschicht -in an sich bekannter Weise in einer der verschiedenen spezifischen Schwere der einzelnen stehenden Schichten entsprechend abgestuften Spiegelhöhe zum Überfließen gebracht wird.
- 2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Ansptuch i; gekennzeichnet durch eine beliebige Anzahl von zwischen Zu- und Ablauf (d, e) eingeschalteten, durch stehende Wände (k,1) gebildeten kommunizierenden Abteilen (i, 2, 3 ... ),welche einzeln bis etwa in Höhe der Überfließstellen (m) von den Heizgasen umspült werden-. , 3. Einrichtung nach Anspruch 2, -dadurch gekennzeichnet, daß .jedes .Abteil (i, 2, 3..-.) aus kommunizierenden Kammern (lt, i) besteht, in denen die Flüssigkeit in stehender dünner Schicht zunächst nach unten und darauf in stetiger Schichtverbreiterung nach oben - zur Überfließstelle geleitet wird. - -Einrichtung nach Anspruch -2 und 3: dadurch gekennzeichnet, daß die. Außenwand (k) der die aufwärts steigende Schicht enthaltenden Kammer (i) als. volle Heizfläche wirkt, während die Außenwand (1) der die abwärts -fließende Schicht führenden Kammer (h) vollständig oder zum Teil gegen Wärme geschützt ist. 5. Einrichtung nach Anspruch 2 bis 4., dadurch gekennzeichnet, -- daß -die Überfließstellen (an) unmittelbar an die äußeren Begrenzungswände (k) der die aufwärts steigende Schicht enthaltenden Kammern (i) mit in geringer Höhe darüberilegender Oberkante anschließen - und in der verschiedenen spezifischen Schwere der in den Abteilen befindlichen Flüssigkeitsschichten entsprechend abgestufter Höhe liegen. _
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