DE38841C - Photographische Camera - Google Patents
Photographische CameraInfo
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- DE38841C DE38841C DENDAT38841D DE38841DA DE38841C DE 38841 C DE38841 C DE 38841C DE NDAT38841 D DENDAT38841 D DE NDAT38841D DE 38841D A DE38841D A DE 38841DA DE 38841 C DE38841 C DE 38841C
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- Expired - Lifetime
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B17/00—Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor
- G03B17/02—Bodies
- G03B17/04—Bodies collapsible, foldable or extensible, e.g. book type
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE S7: Photographie.
NAPOLfiON CONTI in PARIS. Photographische Camera.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Juni 1886 ab.
Die Erfindung bezweckt in erster Linie, aus der photographischen Camera ein Präcisionsinstrument
zu schaffen, dessen Thätigkeit von dem Einflufs der atmosphärischen · Veränderungen
unabhängig ist.
Die neue Camera, welche diesen Zweck erfüllt, ist bei zierlichem Aussehen von geringerem
Volumen und geringerem Gewicht als die hölzernen Cameras und enthält verschiedene
besondere Mechanismen: nämlich einen solchen für das genaue Einstellen auf das Object
und eine Vorrichtung zur Verschiebung des Ojectivs oder der Visirscheibe.
Die Cassetten zur Aufnahme der empfindlich gemachten Platten haben ebenfalls eine
besondere Einrichtung, durch welche das Gewicht und das Volumen der Cassetten um
mehr als die Hälfte vermindert werden.
Die Construction der neuen Camera ist folgende:
Fig. ι ist ein Längsschnitt durch den auseinandergezogenen
Apparat und Fig. 2 ein Grundrifs desselben mit abgenommenem Blasebalg.
Fig. 3 veranschaulicht eine Hinteransicht der Camera, den hinteren, die mattgeschliffene Glasplatte
tragenden Kasten zeigend, und Fig. 4 eine Vorderansicht des verticalen, die Objectivplatte
tragenden Kastens, während die Fig. 5 und 6 eine Seitenansicht und einen Grundrifs
des geschlossenen Apparates darstellen.
Der Apparat ruht auf einer Fufsplatte, welche aus zwei Theilen A und B gebildet ist, von
denen der eine den Schlitten C tragende Theil A aus einem Metallrahmen α besteht, in
welchen eine dünne Holzplatte b eingefügt ist.
Dieser Theil A ist bei c c mit dem zweiten Theil B drehbar verbunden und zur Befestigung
des Apparates an einem Fufsgestell mit einem, mit Gewinde versehenen Loch d versehen.
Der zweite Theil B der Fufsplatte, welcher einen verticalen, die Objectivplatte D aufnehmenden
Kasten trägt., ist ebenfalls aus einem Metallrahmen α1 gebildet und mit zwei Winkelbändern
dl ausgerüstet, welche dazu bestimmt sind, die Metallplatte sicher festzuhalten, gegen
welche man die Objectivplatte legt. Die letztere wird an der Metallplatte mit Hülfe einer
Feder α2, Fig. 1 und 4, festgehalten; sie trägt ein mit Gewinde versehenes Einsatzstück α3,
welches zum Befestigen des Objectivs dient. Der Blasebalg E ist in dem verticalen Kasten
des Theiles B drehbar gelagert, um sowohl in der Höhe, als auch in der Breite benutzt werden
zu können; zu diesem Zweck sind die Ränder oder Enden des Blasebalges einerseits
in dem hinteren, die Visirscheibe tragenden Kasten und andererseits an einer beweglichen
Metallplatte e befestigt, deren innerer Rand um eine andere feste Platte e1 mit so viel Spiel
umgefalzt ist, dafs sich die Platte e auf der Platte e1 bezw. der Blasebalg drehen läfst.
Die Objectivplatte ist zur verticalen Verschiebung zwischen zwei verticalen Metallstützen
f geführt, welche einerseits an dem Theil B und andererseits an einer Traverse fl
befestigt sind. Man stellt die Objectivplatte in der gewünschten Stellung mittelst einer auf die
Stange/3 aufgeschraubten Mutter/2, Fig. 7, fest, welche, wenn sie angezogen wird, die
Stützen f gegen die Ränder der Objectivplatte . preist und letztere auf diese Weise festhält.
Der hintere, die Visirscheibe tragende Kasten ist mit Führungsklötzen g ξ*λ (in Fig. 8 und 9
in gröfserem Mafsstabe dargestellt) versehen, welche auf den Führungsschienen g2 des Schlittens
C gleiten; die Führungsklötze g1 werden benutzt, wenn man den Blasebalg quer legen,
d. h. in der Breite operiren will, wie punktirt in Fig. 3 dargestellt ist. Dieser hintere Kasten
besteht aus einem Metallrahmen h, an welchem die mattgeschliffene, selbst in einem Metallrahmen
h1 befestigte Glasplatte mit Hülfe von Scharnieren h2, Fig. 3, drehbar angehängt ist;
man kann die Glasplatte mit ihrem Rahmen zur Seite drehen, wenn man den federnden
Riegel hs auslöst.
Der hintere, die Visirscheibe tragende Kasten wird in der gewünschten Stellung auf dem
Schlitten C mit Hülfe der in den Fig. 8 und 9 dargestellten Sperrvorrichtung festgehalten.
Fig. 8 zeigt eine innere und Fig. 9 eine Seitenansicht eines der Führungsklötze g. In
jedem dieser letzteren ist ein bei jl drehbarer Hebel j angeordnet, welcher eine kleine Nase/2
trägt.
Dieser Hebel j wird in der Stellung, welche man ihm giebt, vermittelst einer Feder j3 festgehalten,
die auf das innere Ende des Hebels^' drückt. Wenn man die nach aufsen hervorragenden
Enden _/* der Hebel j von der Mitte
des hinteren Kastens fort nach aufsen bewegt, so kommen die Nasen j2 mit je einer der in
den Führungsschienen g2 des Schlittens C angebrachten Kerben j5 in Eingriff. Eine ähnliche
Sperrvorrichtung ist in den Führungsklötzen gl angeordnet, welche an der breiten
Seite des hinteren Kastens sitzen und zur Benutzung kommen, wenn man in der Breite
operiren will.
Der den hinteren Kasten mit der Visirscheibe tragende Schlitten C besteht aus einem Metallrahmen
i, welcher sich in Rippen i1 führt,
welche an dem horizontalen Rahmen α der Fufsplatte sitzen, wie dies aus Fig. 3 und ι ο
ersichtlich ist. Man bewegt den Schlitten C auf dem horizontalen Rahmen a, indem man
die gerändelten Knöpfe k dreht; letztere sind auf einer Welle kl befestigt, die zwei Triebe k2
trägt, welche in zwei an dem Schlitten angebrachte Zahnstangen k3 eingreifen.
Wenn man den hinteren Kasten richtig eingestellt hat, so hält man den Schlitten C an
der gewünschten Stelle mit Hülfe der Kurbel / fest, Fig. 2, 5, 10, 11 und 12. Diese Kurbel
wirkt auf eine Feder Z1, deren freies, nach aufwärts gekrümmtes Ende Z2 sich zwischen zwei
Zähne einer der Zahnstangen k3 schiebt und auf diese Weise den Schlitten C hemmt, wenn
der auf der Achse der Kurbel / sitzende Daumen /3 die in Fig. 11 gezeichnete Lage einnimmt.
Sobald man den Schlitten bewegen will, dreht man die Kurbel Z nach unten, wodurch
der auf der Achse derselben sitzende Daumen Z3 die Feder Z1 nach abwärts drückt
und dadurch. das Ende Z2 derselben aus den Zähnen der Zahnstange /e3 auslöst.
Den geschlossenen Apparat, Fig. 5 und 6, öffnet man mit Hülfe des um m1 drehbaren
Hebels m, welcher auf den in Fig. 2 und 13 dargestellten Mechanismus wirkt. Indem man
den Hebel m in der Richtung des Pfeiles m2, Fig. 2, bewegt, bewegt man auch die Stangen,
an welcher die bei p1 drehbaren Hakenhebel ρ
befestigt sind.
Eine die freien Enden der Haken ρ verbindende Spiralfeder p2 drückt die Haken ρ beständig
in die Oesen ρ 3. Drückt man auf den
Hebel m, so löst man die Haken ρ aus den Oesen p3 aus; man kann alsdann den Apparat
zusammenlegen, wie die Fig. 5 und 6 zeigen, wobei man alle Theile desselben fest mit einander
vereinigt vermittelst eines Sperrhebels q mit hakenförmigen Ausschnitten ^1, welche
letzteren in entsprechende Stifte e4 auf dem
vorderen und dem hinteren Kasten der Camera eingreifen.
Dieser Sperrhebel oder Schliefshaken q wird sowohl in der geöffneten, als auch in der geschlossenen
Lage, Fig. 2 und 6, durch eine Sperrvorrichtung, Fig. 14, festgehalten, welche
folgendermafsen eingerichtet ist:
Die Drehachse des Schliefshakens q trägt einen Daumen ^2, welcher zwei ebene Seiten
besitzt, von denen bald die eine und bald die andere durch eine Flachfeder qs festgestellt
wird, je nachdem der Apparat geöffnet oder geschlossen ist.
Beim Gebrauch des Apparates dreht man nach der Einstellung desselben den Rahmen
mit der Glasplatte zur Seite und setzt die Cassette mit der empfindlich gemachten Platte
bei r, Fig. 2, in den hinteren Kasten der Camera ein.
Die Cassette, Fig. 15, 16 und 17, besteht
aus einem doppelten Rahmen s, welcher mit Nuthen versehen ist, in welche zwei Schieber t
eingefügt sind. In das Innere des doppelten Rahmens ist ein Metallrahmen χ eingesetzt,
welcher bei xl um Scharniere beweglich ist.
In diesen Rahmen χ führt man eine empfindlich gemachte Glasplatte y ein oder zwei empfindlich
gemachte Gelatinehäutchen, welche durch ein Blatt schwarzen Canons oder ein
aus einem anderen undurchsichtigen Stoff bestehendes Blatt von einander getrennt sind.
Die Cassette wird bei r in ihrer richtigen Stellung erhalten vermittelst eines kleinen Riegels
r1, Fig. 2, 14 und 6, der an einem Hebel r2 sitzt, welchen man von der Aufsenseite
des hinteren Kastens aus handhaben kann. Der Riegel r1 greift in eine Kerbe r3 ein, welche
an der einen Seite der Cassette angebracht ist, Fig. 15.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine photographische Camera, bestehend aus:a) einer Fufsplatte A B, welche aus zwei drehbar und feststellbar mit einander verbundenen Metallrahmen α und a1 gebildet ist;b) einem auf dem Rahmen α verschiebbar gelagerten Schlitten C (bezw. Rahmen i), welcher durch Drehen von Trieben /r2,. die in Zahnstangen k3 des Schlittens C eingreifen, bewegt und durch einen federnden Riegel /Z1/2/3 festgestellt wird;c) dem hinteren, die Visirscheibe tragenden, auf C beweglichen Kasten, welcher aus einem Metallrahmen h mit Führungsklötzen g g·1 gebildet ist und durch eine in den letzteren angeordnete Sperrvorrichtung in den Kerben der Schienen g1 des Schlittens C festgestellt wird;d) dem vorderen, die Objectivplatte D aufnehmenden, an dem Rahmen a1 sitzenden Kasten;e) dem Blasebalge E, welcher an dem vorderen Kasten drehbar und an dem hinteren Kasten fest angebracht ist, um sowohl in der Höhe, als auch in der Breite benutzt werden zu können.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE38841C true DE38841C (de) |
Family
ID=314512
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT38841D Expired - Lifetime DE38841C (de) | Photographische Camera |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE38841C (de) |
-
0
- DE DENDAT38841D patent/DE38841C/de not_active Expired - Lifetime
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