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Warmwasserhelzungsanlage. In der Patentschrift 261843 ist eine Warmwasserheizung
beschrieben, bei der der obere als Dampfsammler dienende Teil des Kesselraumes durch
mehrere von innen nach außen zu länger werdende Ringwände in mehrere konzentrische
Ringräume geteilt ist und das bis in die Nähe des Kesselbodens reichende Wasserrücklaufrohr,
welches den mittleren Ringraum durchquert, innerhalb des von den Ringwänden umgebenen
Raumes mit mehreren übereinanderliegenden Öffnungen für den Austritt des Rücklaufwassers
versehen ist. Gemäß der Zusatzpatentschrift 263709 ist die zur Erzeugung
der Pulsationen dienende Vorrichtung von einem in den Wasserraum des Kessels hineinragenden,
völlig geschlossenen Gehäuse umgeben, das außer der zum Übertritt des Dampfes aus
der Dampfkammer des Kessels in die Pulsationsvorrichtung dienenden Öffnung noch
mehrere Öffnungen aufweist, die die Verbindung mit dem Wasserraum des Kessels herstellen.
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Die Erfindung betrifft Verbesserungen an Heizanlagen der angegebenen
Art. Gemäß derselben ist die Pulsationsvorrichtung mit einer oberen Dampfkammer,
einer Zwischenkammer von vornehmlich verringertem Durchmesser sowie einer unteren
Kammer von noch kleinerem Durchmesser versehen, die in den Kessel hinabragt, wobei
die obere Kammer des Saugers unten durch Öffnungen oder Röhren mit dem oberen Teil
des Kessels und die Zwischenkammer mit dem unteren Teil des Kessels durch äußere
oder innere Röhren in Verbindung stehen.
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Die Zeichnung veranschaulicht eine Ausführungsform der Erfindung.
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Abb. i ist eine schematische Gesamtansicht der Anlage, und Abb. 2
ist eine Einzeldarstellung des Kessels und der Pulsationsvorrichtung in größerem
Maßstabe.
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Abb.3 ist ebenfalls eine Einzeldarstellung der Gesamtheit des Kessels
sowie der Pulsationsvorrichtung in etwas abgeänderter Anordnung.
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Abb. q. veranschaulicht in Einzeldarstellung eine noch andere Anordnung
des Kessels sowie der Pulsationsvorrichtung.
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Abb. g ist eine Einzeldarstellung des Entspannungsgefäßes, in das
das Steigrohr von unten hineinragt, und Abb. 6 ist eine gleiche Darstellung, bei
der das Steigrohr seitlich einmündet.
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Wie aus der Zeichnung ersichtlich, besteht die Warmwasserheizungsanlage
aus folgenden Teilen i. einem Kessel A (Abb, i), 2. einem Wärmeaustauscher C, 3.
einem Entspannungsgefäß B, q.. einer Rohrleitung, die diese Vorrichtungen mit den
Heizkörpern R verbindet.
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Der Kessel A (Abb. 2 bis q.), dessen Rauminhalt möglichst klein gehalten
wird, enthält drei Teile: den Sieder i, die Pulsationsvorrichtung 2, 211,
2b und die Verbindungs- und Zwischenumlaufsorgane 3, 3a 3b.
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Die Pulsationsvorrichtung besteht aus drei Teilen i. dem oberen Teil
oder der Dampfglocke 2, die zweckmäßig am weitesten ist. Sie ist durch eine oder
mehrere senkrechte, konzentrische Zwischenwände m geteilt, welche nicht bis an den
unteren Rand des oberen Teiles 2 herabreichen, 2. dem mittleren Tei12a, der zweckmäßig
enger ist als der vorhergesehene, 3. dem unteren rohrförmigen Teil 2b, der so tief
wie möglich in den Kessel hinabreicht. Das Auswurfrohr d geht oben von dem mittleren
Raum der Dampfglocke P1 aus. Das Rücklaufrohr g tritt in denselben Raum ein als
Rohr mit abgestuften Öffnungen oi, 02 und sich nach und nach verringerndem
Durchmesser. Der untere Teil dieses Rohres g kann verlängert werden, um ebenfalls
in dem unteren Teil des Sieders zu münden. Die so erreichte Verbindung zwischen
dem unteren Teil des Sieders und der Kammer 2b kann gleichfalls erzielt werden,
wenn die untere Wand dieser Kammer eine oder mehrere Bohrungen aufweist.
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Die Teile des Sieders und Saugers (Abb. 2 bis q.) sind unter sich
durch einfache Öffnungen 3 (Abb. 3) oder auch durch Rohre 3a (Abb. 2), 3b, 3c verbunden.
Die Rohre 3b, 3c sind für den Zwischenumlauf der Flüssigkeit bestimmt. Die Anordnung
dieser Rohre kann erweiterte . Teile aufweisen, die Entspannungsringe q. (Abb. q.)
bilden.
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Der Wärmeaustauscher hat den Zweck, die Spannung des Dampfes auf seinem
Steigwege zu verringern. Er ist auf dem Auswurfrohr d angebracht und trägt zusammen
mit dem
Dämpfer m' des Entspannungsgefäßes B dazu bei, jedes Geräusch
zu unterdrücken. Der Behälter C wird im wesentlichen von einem stehenden Zylinder
gebildet, in den das Rücklaufwasser vor seinem Eintritt in das Entspannungsgefäß
B fließt, und den das Vorlaufwasser sowie der ausgeworfene Dampf in einer oder mehreren
gut leitenden Röhren durchquert.
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Im Innern des Entspannungsgefäßes B befindet sich eine Schlange oder
ein ringförmiger Mantel vornehmlich aus zwei Teilen n1, n2, die dann durch senkrechte
Röhren verbunden sind. Diese werden von dem Rücklaufwasser durchquert, um zur Kondensierung
des Wasserdampfes in dem oberen Teil des Gefäßes beizutragen und um das Rücklaufwasser
zu erwärmen. Weiter befindet sich im Gefäß B eine Entspannungs- und Dämpfervorrichtung
m' mit einer Glocke beliebiger Form, die an dem Ende des Auswurfrohres befestigt
ist und deren unterer Teil durchbrochen sein kann.
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Das Auswurfrohr d ragt in das Gefäß B entweder von unten
oder seitlich hinein, im letzteren Fall über die Linie X-X'. Der volle Teil der
Glocke m' reicht ganz wenig unter die Linie X-X' herab. Der Zweck ist, die Gegendrücke
bei Beginn des Strömens zu vermeiden, wobei aber am Ende das Vorherrschen des Wasserdruckes
begünstigt wird. Im Auswurfrohr liegt ein Rückschlagventil s, ein zweites s' im
Rohr g. Bei genügend hoher Temperatur tritt der sich bildende Dampf durch die Verbindung
3, 3" in die Dampfglocke 2, sammelt sich hauptsächlich in der äußeren Abteilung
q und drückt nach und nach das Wasser mit einer nahe dem Siedepunkt liegenden Temperatur
durch das Steigrohr d in das Entspannungsgefäß B. `renn der Dampf den unteren Rand
der Wand m erreicht hat, bildet er unter diesem unteren Rand eine ringförmige Blase.
Er tritt dann in die innere Abteilung P, die immer zum mindesten bis zum Auswurfrohr
d mit Wasser gefüllt ist. Dadurch wird Wasser und Dampf durch das Auswurfrohr d
emporgeworfen, wobei die Dampfglocke 2 sich unter die Wand ausleert. Das in das
Auswtufrohr d gedrückte Wasser durchläuft den Behälter C und darauf das Gefäß B,
von wo es durch das Rohr e in das Heizungssystem austritt. Aus den Heizkörpern R
strömt es durch das Rücklaufrohr g, den Behälter C und die Ringflächen sal, zag
des Gefäßes B in den Kessel zurück.
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Das Rücklaufwasser tritt aus den Öffnungen des Rohres g von unten
nach oben heraus, beginnend mit den untersten Öffnungen 04, 03 usw., und zwar auf
der ganzen Länge des Rohres entsprechend dem augenblicklichen Dampfdruck und schließlich
durch alle Öffnungen gleichzeitig, wenn die Druckermäßigung genügend ist. Nunmehr
tritt kräftige Kondensation ein.
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Die mittlere Abteilung P füllt sich infolgedessen schnell und sodann
auch die äußere Abteilung q.
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Infolge der Verbindungs- und Zwischenumlaufrohre bleiben diese Vorgänge
im wesentlichen auf die Pulsationsvorrichtung beschränkt ohne erheblichen Rückdruck
auf die Masse des Kessels z.
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Es wird möglich, Leitungen und Radiatoren von geringem Querschnitt
zu benutzen und außerdem die Luft selbsttätig aus der Anlage zu entfernen. Das Wasser
kann in den Kessel mit hoher Temperatur (9o°) zurückfließen, ohne das Arbeiten der
Anlage zu schädigen, und der Wasseraustritt kann bei einer aoo ° sehr nahe liegenden
Temperatur erfolgen.
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Hieraus ergibt sich, daß man ohne übermäßige Temperatur in den Rohren
dennoch einen kräftigen Umlauf bei hoher Temperatur und mit einer sehr geringen
Wassermenge durchführen kann. Die Ingangsetzung kann also sehr schnell erfolgen
und Umlauf und Beheizung können sehr wirksam sein. Schließlich ist die Lage des
Kessels unabhängig von der der Umlaufrohre und Radiatoren, die oberhalb oder unterhalb
des Kessels angeordnet werden können.