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.,Maschine zum Aufzwicken und Einbinden von Schuhoberledern. Die Spitzenaufzwick-
und Einbindevorrichtungen verwenden einen Draht oder ähnliches Einbindemittel, das
an den Enden am Werkstück befestigt und durch die Zwickscheren in die Arbeitslage
vorgeschoben wird. Meistens wird ein Einbindedraht -zunächst an einem Ende befestigt
und dann schrittweise in die Arbeitslage gebracht und schließlich am anderen Ende
befestigt, und zwar mit Handbetrieb. Man bat auch versucht, den Einbindedraht in
Form einer abgeschnittenen Länge der Maschine darzubieten und durch (len Überschieber
der Form der Schuhspitze entsprechend zu biegen und ihn mit den Enden am Schuh zu
befestigen. Die "Zuführung dieses Drahtes erfolgt mit der Hand.
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Demgegenüber besteht die vorliegende Erfindung darin, daß den Überschiebwerkzeugen
nicht ein gerades Drahtstück, sondern ein mit an den Enden angebrachten Befestigungszinken
versehenes Drahtstück von einer Vorratsstelle bzw. Bildungsstelle her zugeführt
wird, so daß die Einbindewerkzeuge lediglich dieses Drahtstück der Schuhform entsprechend
zu biegen und die En(len in den f.ederrand einzustechen brauchen. Es ist für die
Leistungsfähigkeit der Maschine zweckmäßiger, die Bitdung der Befestigungszinken
vorher vorzunehmen, ehe <las Befestigungmittel den Einbindewerkzeugen dargeboten
wird. Die AnhringUng der Werkzeuge zum Abbiegen der Drahtenden würde das Arbeitsfeld
(der Zwickschieber allzusehr beeinträchtigen. Es ist zweckmäßig, das Einbindemittel
aus einem fo-rtlaufenden Draht in der iXZaschine selbst herzustellen und es dann
von der Bildestelle, die dann zugleich als 'Vorratsstelle dient, der Eintreibstelle
zuzuführen. Die Zuführung kann durch einen entweder mit der Hand oder von der Maschine
aus beweäten Mechanismus erfolgen, unmittelbar ehe die Überschieber ihre Einwärtsbewegung
ausführen. Bei dieser Einrichtung bleibt die Zeitdes _'-Arbeitsganges der Maschine,
welche vor der Vorwärtsbewegung der Überschieber liegt, für .die Bildung des Befestigungsmittels
frei, so daß diese ziemlich verwickelten Arbeiten die Tätigkeit der Einbindewerkzeuge
keineswegs stören. Es könnte jedoch auch eine Anzahl vorher gebildeter Einbindemittel
in einem Behälter aufgespeichert und einzeln den Aufzwickwerkzeugen dargeboten %%-erden.
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Das in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsbeispiel schließt sich
an die Überholinaschine nach dem amerikanischen Patent 1029387 an.
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Abb. i ist eine Seitenansicht wies Maschinenkopfes.
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Abb.2 zeigt die den Einbindedraht vorschiebende und (las Einbindemittel
bildende Vorrichtung und benachbarte Teile.
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Abb. 3 ist eine ähnliche Ansicht wie Abb.3 von unten und von der Front
der Maschine aus gesehen unter Weglassung gewisser Teile.
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Abb. d. ist eine Seitenansicht und teilweise im senkrechten Schnitt
nach der Linie 4-4 der Abb. 2 und 3.
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Abb. 5 ist ein Schnitt nach der Linie 5-5 der A.bb. 2, 3 und 6.
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Abb. 6 ist ein Schnitt nach der Linie 6-6 der Abb. 3, 5 und 7.
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Abb. ; .ist ein Schnitt nach der Linie 7-7 der Abb. q..
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Abb. 8 ist ein Schnitt nach der Linie 8-8 der Abb. 6.
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Abb. 9 ist ein Schnitt nach der Linie 9-9 der Abb. 7.
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Abb. io ist eine ähnliche Ansicht wie
Alb. 4, die
Teile während einer anderen Stufe des Arbeitsganges der Maschine darstellend.
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Abb. i i ist ein Schnitt nach der Linie i i-r i der Abb. io.
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Abb. 12 und 13 sind Schnitte nach den Linien 12-12 bzw. 13-i3 .der
Abb. io.
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Abb. 14, 15 und 16 sind Schnitte nach den Linien 14-14, 15-15 bzw.
16-16 der Abb. i i. Abb. 17 ist ein Schnitt nach der Linie 17-17 der Abb.4.
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Abb. 18 ist eine Einzelansicht.
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Abb. i 9 ist ein Schaubild der Fersenstütze. Abb. 2o ist ein Schaubild
des Spitzengreifers unter Weglassung gewisser Teile.
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Abb. 21 zeigt eine mit der Maschine bearbeitete eingebundene Sthuhspitze.
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Die dargestellte Maschine besitzt -Seitengreifer und einen Spitzengreifer,
deren Anzugshebel 6 und 8 in@ bekannter Weise durch Vermittlung von Federn und von
auf einer Welle io sitzenden Kurvenscheiben zwecks Erfassens und nachgiebigen Anziehens
des Oberleders zur Einwirkung gebracht werden. Die Sohle des der Maschine dargebotenen
Schuhes (Abb. 4) liegt an einem Sohlenwiderlager 12 an. Die-Ferse des zu bearbeitenden
Schuhes -findet in einer V-förmigen Fersenstütze 16 (Abb. i9) Aufnahme. Die Fersenstütze
wird von seitlich schwingbaren Armen 18 getragen und -kann auch um in einen Block
22. eingesetzte Zapfen 2o verstellt werden. Eine Klemmschraube 24 sichert die Fersenstütze-
in eingestellter Lage: In der dargestellten Ausführungsform kann die Fersenstütze
auch Bewegungen um eine in der Längsrichtung des Schuhes verlaufende Achse ausführen.
Ein Zapfen 26 des Blockes 22, kann sich in :einer gelenkig mit den unteren Enden
der Arme 18 verbundenen Konsole 28 drehen. Der Block 22 kann sich zwischen Flächen
3o der Konsole 28 verschieben. In Büchsen der Konsole 28 sind sich gegen Fortsätze
34 des Blockes 22 stützende Federn 32 untergebracht, die den Block 22 mit der Fersenstütze
für gewöhnlich in der Mittellage- zu halten suchen.
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Der- Spitzengreifer (Abb. 4 und 2o) schließt eine Greiferstdnge 36
ein, deren oberes Ende mit dem Anztrgshebel6 verbunden ist. An dem unteren Ende
-der Greiferstange 36 ist ein gleitbares Gehäuse 38 vorgesehen, dessen Knaggen 39
mit einem festen Teil des Maschinengestelles zusammentrifft und die Abwärtsbeivegun
g des Greifergehäuses 38 begrenzt, so daß die Greiferstange in dem Gehäuse unter
Überwindung der Spannung einer Druckfeder 4o herabgleiten kann. Die in einer Aussparung
der Greiferstange untergebrachte Feder 4o stützt sich gegen einen in dem Gehäuse
38 befestigten Block 4r, welch letzterer in einem Längsschlitz der Stange 36 Aufnahme
findet. Der Spitzengreifer, besitzt zwei- an Haltern 42 angeordnete Backenpaare
4. Muffenförmige Teile 43 der Halter 42 ragen in Büchsen des Gehäuses 38 und werden
durch Schrauben 44 in ihrer Lage gesichert, so daß jedes Backenpaar durch
Drehung des dazugehörigen Halters entsprechend der. Gestalt -der Schuhspitze unabhängig
eingestellt werden kann. Die innere Backe jedes Backenpaares ist an dem dazugehörigen
Halter befestigt. Die äußere Backe ist an dem .Halter drehbar und weist ein Schwanzstück
auf, welches mit einer- die Greiferbacken schließenden- Rolle45 zusamentreffen kann.
Die Rollen 45 sind- an Stielen 46 angebracht, die sich in Muffen 43 der Halter 42
verschieben.
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N achdein die Seitengreifer und der Spitzengreifer das Oberleder angezogen
haben, kommt die Maschine selbsttätig zum Stillstand, und der Arbeiter kann sich
von der Richtigkeit der Lage des auf den Leisten Oberleders überzeugen. Nachdem
etwa kotwendige Einstellungen vorgenommen worden sind, läßt .der Arbeiter die Maschine
-wieder an. Seitliche Klemmarme 8o schwingen dann gegen den Schuh, um den letzteren
während der fortgesetzten Bearbeitung gegen Herabdrücken zu stützen. Die Seitengreifer
bewegen sich einwärts über den Leistenboden, wobei der Oberlederrand an den Seiten
der Schuhspitze über die Sohle gezogen wird. Seitliche Nagelvorrichtungen folgen
der Einwärtsbewegung der Seitengreifer und befestigen den -über die Sohle geschobenen
Oberlederrand durch Nägel.
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Die Spitzenaufzwickvorrichtung und die das. Einbindemittel -aufbringende
Vorrichtung sind an einem schwingbaren Arm 86 angebracht. An einem Ouerzapfen i24
des unteren Endes des Armes 86 ist ein im nachfolgenden als Überschieberkopf bezeichneter
Träger 126 vorgesehen.
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Ein fester Stift,i28 des Überschieberkopfes 126 ragt in einen Fortsatz
des Armes 86 hinein.und wird durch- Muttern in eingestellter Logge 1 gesichert.
Eine Feder 130 sucht den Überschieberkopf in - einer Richtung zu schwingen,
um Einstellungen des Überschieberkopfes zu erleichtern. Die Überschieber 132 sind
gelenkig miteinander verbunden, so daß sie um eine mit dem Spitzenende des. Schuhes
zusammenfallende Achse Schwingbewegungen ausführen können. Die Überschieber sind
abnehmbar an einem Zahnbogenpaar 134 (Abb. i) angebracht, welches durch mit Zahnstangen
138 in Eingriff stehende Zahnräder 136 bewegt wird. . An den äußeren Enden der Zahnstangen
138 sind Federn 140 vorgesehen, die durch - Verritt-Jung von Unterlagsringen 1-.42
die unteren gegabelten
Enden zweier Antriebsglieder 144
einwärts
zu pressen suchen. Während der Bewegung der Überschieber gegen den Schuh treffen
unabhängig voneinander verstellbare, an den Gliedern 144 angebrachte Anschlagschrauben
146 mit . festen Knaggen 148 (Abb. 4) zusammen. An den unteren Seiten der Überschieber
132 sind das Spitzenende des Schuhes umfassende Platten 15o drehbar. Zwischen den
Platten 150 und den Überschiebern befinden sich Treiberplatten 152 (Abb.
i i), die die abgebogenen Enden des Einbindemittels in die Seiten der Schuhspitze
hineintreiben. Federn 154 stützen sich gegen die Plätten i5o und gegen Knaggen der
Treiberplatten 152 und suchen die letzteren in durch Stifte 156 begrenzte Lagen
herauszuschwingen. Die von den Überschiebern getragenen Stifte 156 finden in Schlitzen
der Platten 150, 152 Aufnahme. Die relativen Bewegungen der Platten 150 und
der Überschieber werden durch von den Platten 150 getragene Anschlagschrauben
158 begrenzt, welche mit den Stiften 156 zusammentreffen. Während der wirksamen
Bewegung der Überschieber treten die Platten 150 mit dem seitlichen Umfang der Schuhspitze
in Berührung. Die Überschieberbewegung der l_1)erschieber wird durch Zusammentreffen
(ler Stifte 156 mit den Enden der Schlitze der Platten 15o begrenzt. Ehe die wirksame
Bewegung der Überschieber stattfindet, ist ein gebrauchsfertiges Einbindemittel
in der in der Abb. i i dargestellten Weise in die Öffnung -zwischen den Überschiebern
und den Platten 15o eingeführt worden. Nachdem die Überschieber ihre wirksame Bewegung
ini «wesentlichen .vollendet haben, werden die Treiberplatten 152 mit Bezug auf
die Überschieber bewegt, wobei das Einbindemittel fest um die Schuhspitze herumgelegt
und die abgebogenen Enden des Einbindemittels in die Seiten der Schuhspitze hineingetrieben
werden. An je-,der -der Platten 150 ist ein federbelasteter Kolben 16o vorgesehen,
welcher die dazugehörige Platte während des ersten Teiles der Bewegung der Platten
gegen den Schuh überragt und das linbindeinittel stützt. Die Kolben i6o geben während
des Arbeitsganges der Überschieber nach. Die Treiberplatten 152 werden durch schwingbar
e Antriebsglieder 162 zur Einwirkung gebracht. Die -Glieder 162 sind durch Lenkstücke
164 und Hebel 166 mit einem Federn 168 und Stangen i 7 o (Abb. io) einschließenden
Mechanismus verbunden.
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Die zur Herstellung des Einbindemittels dienende -Vorrichtung ist
an einem Gestell 17:2 angebracht, das an dem Teil 174 des Maschinenkopfes befestigt
ist. Der Einbindedraht ca kommt von einem in einer Konsole 178 drehbaren Haspel
176 (A.bb. i) und geht durch eine Führung iSo hindurch. Von der Führung i8o läuft
der Draht durch eine den letzteren geraderichtenden Vorrichtung zu einer Schneidvorri.chtung,
welche ein Drahtstück der erforderlichen Länge von dem Vorratsstreifen abschneidet.
An dein Gestell 172 ist eine durch eine Strebe i82 gestützte hohle Stange 184 (Abb.
3) vorgesehen, durch die der Draht vor"eschoben wird. An dem äußeren Ende der Stange
184 ist eine Konsole 186 festgeklemmt, die eine genutete Führungsrolle 188 trägt
und den Draht in das Ende der Stange hineinleitet. An jedem Ende der .Stange 18d.
ist eine Mittelöffnung angebracht, deren Durchmesser im wesentlichen demjenigen
des Drahtes entspricht. Von der Stange 184 geht der Draht durch die zum Geraderichten
desselben dienende Vorrichtung. Diese Vorrichtung schließt einen Zylinder igo ein,
der einerseits drehbar von der Stange 184 und andererseits von einem Stift i g:2
gestützt wird. Der Stift 192 ist an dein Gestell befestigt und .finit einer den
Draht aufnehmenden Öffnung versehen. An dem ZZ-linder igo ist ein Ouerschlitz angebracht,
an dein zwei Platten 196 durch Schrauben 194 befestigt sind. An den inneren Enden
der Platten 196 sind genutete Fortsätze 198 ausgebildet. Wenn die Platten 196 die
in der Abb. 3 dargestellte wirksame Lage einnehmen, so sind die Kuten der Fortsätze
198 etwas zueinander versetzt. Der Draht wird durch die sich rasch um denselben
herumdrehende Vorrichtung geradegebogen, so daß er diese Vorrichtung in einem Zustande
verläßt, in dem er nicht mehr das Bestreben hat, sich zu krümmen.
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An einem Ende des Zylinders igo ist ein Glied Zoo einer Kegelkupplung
angebracht, dessen dazugehöriges Kupplungsglied 2o2 aus einem Stück mit einer Riemenscheibe
204 besteht. Die Riemenscheibe 204 sitzt drehbar auf der festen Stange 184 und ist
durch einen Riemen 2o6 auf Drehung finit einem beständig unilaufenden elektrischen
Motor 2o8 (Abb. i) verbunden. Für gewöhnlich dreht sich die iZiemenscheibe 204 mit
dem Kupplungsglied 202 wirkungslos auf der Stange 18q.. An dein äußeren Ende der
Stangei84 ist eineSchiniervase 2io vorgesehen, die den Innenraum der Stange mit
Öl speist, um Reibung zwischen dem vorgeschobenen Draht und den Wandungen der Durchgangsöffnungen
zu vermeiden. Abb. 3 läßt erkennen, daß an der Stange 184 auch öffnungen 212 angebracht
sind, die Öl zu der Riemenscheibe 204 leiten. An der Konsole 186 ist ein mit Öl
getränktes Kissen a14 (Abb. i) angebracht, welches den Draht ölt, ehe :derselbe
über die Rolle 168 läuft.
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Das Kupplungsglied 2o2 wird finit Bezug auf das Kupplungsglied Zoo
durch einen bei
2r8 drehbaren gegabelten Arm 216 (Ab b. 2)-verschoben.
Wenn der Schieber 88 nach seinem Herabschwingen vorgerückt wird, so wird diese Kupplung
eingerückt. An dem vorderen Ende des Schiebers 88 ist vor dem Arm 86 eine Platte
22o (Abb. 4) angebracht, die während der Vorwärtsbewegung des Schiebers mit dem
herabgebogenenEnde einer Zahnstange 222 zusammentrifft. Die in derri Gestell 172
verschiebbare Zahnstange "222 greift in ein Zahnrad 224 (Abb. 2) ein, welches mit
einer rechtwinklig zii der Zahnstange 222 angeordneten Zahnstange 226 in Eingriff
steht. Die Zahnstange 226 ist durch ein verstellbares Lenkstück 228 mit einem Arm
eines Winkelhebels 230 verbunden. Der andere Arm des Winkelhebels
2,30 ist durch ein Lenkstück 232 mit .dein Arm eines Winkelhebels 234 verbunden,
dessen zweiter Arm durch eine Stange 236 und eine Feder 238 nachgiebig mit dein
die Kupplung 200, 202 steuernden Arm 2,16 in Verbindung steht. Eine mit dem Winkelhebel
230 verbundene Feder 240 sucht die Teile für gewöhnlich in der in der Abb.
2 dargestellten Lage zu halten, wobei die Kupplung Zoo, 2o2 ausgerückt ist. Die
Feder 238 wirkt auf ein an der Stange 236 festgeklemmtes Glied 242 ein. Wenn die
Zahnstange 222 durch das Glied 22o vorgerückt wird, so wird der Zahnstange 226 und
:dem Lenkstück 228 eine Bewegung nach rechts erteilt, wobei der Arm 216 durch die
beschriebenen, die Feder 238 einschließenden Verbindungen nachgiebig nach links
bewegt wird und .die Kupplung Zoo, 2o2 einrückt.
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Während des Heraufschwingens des Schiebers 88 wird das Glied 22o von
der Zahnstange 222 hinwegbewegt. Eine Scheibe 244 ist drehbar an einem Stift 246
angebracht (Abb. 5); der sich in Lagern 248 des Gestelles dreht. An dem Umfang oder
Scheibe 244 ist eine Nut angebracht, in die eine ?Zolle 25o eines der Arme des Winkelhebels
234 bei ausgerückter Lage der Kupplung einfällt. Wenn. die Kupplung in der beschriebenen
Weise eingerückt wird, so wird die Rolle 25o aus der Nut der Scheibe 244 herausbewegt.
Durch die Einwirkung der Scheibe auf die Rolle wird dann die Kupplung bis zum Vollenden
des Arbeitsganges der Maschine eingerückt gehalten, worauf die Rolle wieder .in
die Nut einfallen und Ausrücken der Kupplung bewirken kann. An einem Ende des zylindrischen
Gliedes rgo der zum Geraderichten des Drahtes dienenden Vorrichtung ist eine Schnecke
252 ausgebildet, die mit einem an dem unteren .Ende des Stiftes 246 befestigten
Schneckenrad 254 in Eingriff steht. Ein aus einem Stück mit @ dem Stift 246 bestehendes
Zahnrad 256 greift in ein an dem Stift 26o ausgebildetes-Zahnrad"258 "ehi. Andern
Stift 26o ist ein zweites Zahnrad 262 befestigt, welches mit einem festen
Zahnrad 264 der Scheibe 2:a.4 in Eingriff steht. Die Übersetzung dieser Zahnräder
ist derart, daß die Scheibe 244 mit bedeutend geringerer Gesclnvindigkeit gedreht
wird als der Stift 246. Die Scheibe 244 führt während eines vollständigen Arbeitsganges
eine ganze Umdrehung aus.
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Der die zum Geraderichten dienende Vorrichtung verlassende Draht wird
durch eine Vorrichtung so vorgeschoben, daß ein Drahtstück von vorherbestimmter
Länge abgeschnitten und den das Drahtstück lyiegenden Vorrichtungen dargeboten werden
kann. Die zum Vorschiehen des Drahtes dienende Vorrichtung (Abb. 6) weist eine Platte
266 auf, die an dem den .Stift 192 tragenden Teil des Gestelles befestigt ist. Die
Platte 266 ist mit einem Schlitz 268 versehen, der einem Vorschubglied als Gleitweg
dient. Das Vorschubglied besteht aus einem Block 27o, an dem eine federbelastete
Klinke 272 angebracht ist. Die Klinke 272 erfaßt den Draht und schiebt ihn vor,
wenn das Glied 27o nach links (Abb.6) bewegt wird, und gleitet während des Rückganges
des letzteren wirkungslos über den Draht. Zwecks Herbeiführens der wirksamen Bewegung
des Gliedes 27o ist ein bei 276 drehbarer Arm 274 vorgesehen, dessen gegabeltes
Ende einen an dem Glied 27o drehbaren. Block 278 umfaßt. An dem bereits -erwähnten
Stift 26o ist ein Kurbelarm 280
ausgebildet, der durch eine Kurbelstange 282
mit dem Arm 274 verbunden ist. Die Kurbelstange ist' an einem zwecks Veränderung
der Länge der Vorschubbewegung einstellbaren Exzenter 28-3 angebracht. - Das Vorschrieben
eines Drahtstückes von der beabsichtigten Länge bedingt zwei Vorwärtsbewegungen
des Gliedes 2,70. Zu diesem Zweck ist die Übersetzung des in Betracht kommenden
Zahnrades so gewählt, daß der Stift 26o während jeder Umdrehung der Scheibe 244
zwei vollständige Umdrehungen ausführt. Der vorgeschobene Draht geht durch eine
Haltevorrichtung hindurch, die ein Führungsglied 284 einschließt. Das Führungsglied
284 ist an einem Teil 286 des Gestelles befestigt und trägt eine federbelastete
Klinke 288, welche selbsttätig Zurückbewegung des Drahtes verhindert.
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In dem Schlitz 268 und dem letzteren entlang ist ein Glied 29o bewegbar,
welches eine den Durchgang des Drahtes zulassende Öffnung aufweist. Das Glied 29o
ist an einer Stange 292 angeordnet, die sich in dem Gestell in Längsrichtung und
gleichlaufend zu dem .Schlitz 268 verschiebt und für gewöhnlich durch eine Feder
294 in der in der Abb. 6 dargestellten--Lage gehalten wird, wobei
das
Glied 29o mit einem Ende des die Stange 292 tragenden Teiles zusammentrifft. Dieser
Teil bildet einen Anschlag, welcher das Glied 29o ungefähr in der Mitte zwischen
. den gegenüberliegenden Eiiden des Schlitzes 268 zu halten sucht. Das Glied 29o
stützt den Draht während der ersten Hälfte jeder Vorschubbewegung des Gliedes
270 im wesentlichen in der Mitte zwischetl der Vorrichtung zum Geraderichten
und der Klinke 288. Wenn das Glied 270 in seine Ausgangslage zurückkehrt,
so wird das Glied 29o durch die dazugehörige Feder in seine Mittellage (Abb. 6)
zurückgeführt. All dem Glied 29o ist eitle Schmierbüchse 296 angebracht, die den
aus der zum Geraderichten dienenden Vorrichtung heraustretenden Draht mit Öl versieht.
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Der über die Klinke 288 vorgerückte Draht geht durch eine Öffnung
eines festen Scherblockes 298 hindurch und von dort zu einer einen Amboß
tragenden Biegevorrichtung. fit unmittelbarer Nachbarschaft des Ambosses
300 befindet sich eine feste Führungsplatte 302, die herabgebogene
Kantenteile aufweist. Die Platte 3o2 ist mit einer zur Aufnahme des Drahtes dienenden
Nut versehen, «-elche den Draht der Oberfläche des Ambosses entlang leitet. In Führungswegen
des Gestelles sind Biegestempel 304, 3o6 verschiebbar, «-elche die Enden des dem
Amboß 301o gegenüber eingestellten Draht4tückes :in der erforderlichen Weise abbiegen.
Die A66. 6 und 7 lassen erkennen, daß der Biegestempel 304 mit dein Block 298 zusammenwirkt,
um das Drahtstück abzuschneiden. Die Schneidflächen sind zu der Längsrichtuig des
Drahtes geneigt, so daß die Drahtenden schräg abgeschnitten «-erden. Die Abb.3 und
7 lassen erkennen, daß sich die Biegestempel in konvergierenden Richtungen bewegen,
und daß die Endflächen des Ambosses dementsprechend zu der Oberfläche der Platten
3o2 geneigt sind, so daß die abgebogenen Drahtenden einen spitzen Winkel mit den
seitlichen Teilen des Einbindedrahtes bilden. An den dem Ainl:oß zugekehrten Seiten
der Biegestempel 304, 3o6 sind Nuten 308 ausgebildet, welche die abzubiegenden
Enden des Einhindedrahtes aufnehmen.
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Die Bewegung der Biegestempel 3o4, 3o6 wird voll Zahnrädern 310 (Abb.
3) abgeleitet, die mit an den Biegestempeln ausgebildeten Verzahnungen in Eingriff
stehen. Die Zahnräder 310 greifen auch in eine querverschiebbare Zahnstange
312 ein, die wiederum mit einem an dem Ende eines Armes 314 (Abb.2) ausgebildeten
Zahnbogen in Eingriff steht. Der Arm 314 wird durch eine auf einer Welle 318 sitzende
Kurvenscheibe 3.r6 bewegt. Die Welle 318 verbleibt ortsfest, bis das Drahtstück
in die erforderliche Lage mit Bezug auf die. Biegevorrichtung vorgeschoben worden
ist. Die Welle 318 beginnt dann ihre Drehung, die von einer eine Trominel32o einschließenden
Kupplung abgeleitet wird. Die Trommel 320 ist an der Welle befestigt und
wirkt mit einem Kupplungsglied 322 zusammen, welches lose auf der Welle sitzt und
mittels der Riemenscheibe 204 beständig gedreht wird. An der Riemenscheibe 204 ist
ein Zahnrad 324 befestigt, welches in ein an dem Ende einer Welle 328 vorgesehenes
Zah-irad 326 eingreift. An dem anderen Ende der Welle 328 ist eine Schnecke 33o
ausgebildet, die ein auf einer Welle 334 sitzendes Schneckenrad 332 antreibt. Die
Welle 334 ist durch Schraubenräder 336 mit dein Kupplungsglied 322 verbunden. Die
Trommel 320 trägt einen federbelasteten Kolben 338, der zwecks Einrückens
der Kupplung in eine Aussparung des Gliedes 322 einfallen kann. Für gewöhnlich wird
jedoch der federbelastete Kolben 338 durch ein Glied 342 (Abb. 5) aus dieser Aussparung
herausgehalten. Das Ende des Gliedes 342 ist abgeschrägt und bildet eine Keilfläche,
die mit einer Knagge 344 des Kolbens 338 zusammentrifft. Eine Feder 346 h@It die
schräge Fläche des Gliedes 342 für gewöhnlich in der li der Abb. z und 5 dargestellten
Lage, in der die Kupplung ausgerückt ist und wirkungslose Drehungen des Gliedes
322 zuläßt. Das Glied 342 wird zwecks Auslösens des Kolbens 338 durch eine Kurvenscheibe
348 zur Ein-,virkung gebracht. Ein Arm 350 trägt eine Rolle 351, die an dem
Umfang der Kurvenscheibe 348 anliegt. Der Arm 350 ist durch ein Lenkstück
352 mit dem Glied 342 verbunden. - Die Kurvenscheibe 348 (Abb. 5) ist an der bereits
erwähnten Scheibe 344
befestigt und führt somit während jedes Arbeitsganges
eine vollständige Umdrehung aus. An dem Umfang der Scheibe 348 ist ein Kurvenstück
354 ausgebildet, welches in geeignetem Zeitpunkt den Arm 35o in einer Richtung bewegt,
in der die Kupplung eingerückt wird und Drehung der Welle 3z8 herbeiführt. Die "Welle
318 führt eine vollständige Umdrehung aus, ehe sie zum Stillstand kommt. Die Kurvenscheibe
354 gibt den Arm 351 rechtzeitig frei, so daß das Glied 342 durch die Feder 346
in diejenige Lage zurückgeführt wird, in der der Kolben 338 zurückgezogen werden
kann.
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Nachdem die Enden des abgeschnittenen Drahtstückes zwecks Bildeis
eines Einbindemittels b um den Amtoß herumgebogen worden sind, werden die Biegestempel
301q., 3o6 augenblicklich durch die Kurvenscheibe 316 in ihre Ausgangslagen zurückgeführt.
Das Einbindemittel wird dann selbsttätig in den
Überschieberkopf
übergeführt. Die zum Überführen des Einbindemittels dienende Vorrichtung schließt
kurvenförmige Arme 356 ein, die durch Querstangen 358 fest miteinander verbunden
sind. An den unteren Enden der um Stifte 36o' schwingbaren Arme 356 sind zum Tragen
des Einbindemittels dienende Vorrichtungen angebracht. Diese Vorrichtungen schließen
einen Block 36o (Abb.9) ein, der an einer seitlichen Knagge der Arme 256 befestigt
ist und eine seitliche Aussparung aufweist. Diese Aussparung bildet eine Führung
36i für das Einbindemittel, wenn das letztere von der Biegevorrichtung freigegeben
wird. An dem Block 36o ist eine Öffnung 362 (Abb. 7) angebracht, welche das abgebogene
Ende des Einbindemiittels aufnimmt. In der Nähe der Öffnung 362 ist an dem Block
eine Leiste 364 ausgebildet, welche das Ende des Einbindemittels stützt. Die Abb.6
und 9 lassen erkennen, daß jeder Block 36o mit einem quer über das Ende des Ambosses
üoo ragenden Fortsatz 365 versehen ist. An dem Block 36o ist eine Platte 366 befestigt,
welche die vordere Wandung der Führung 361 und der Öffnung 362 bildet. An der Platte
366 ist eine Platte 368 befestigt, die gegen den Amboß hinabragt und mit einer abgeschrägten
Kante (Abb.9) versehen ist. Diese abgeschrägte Kante ragt hinter das auf dem Amboß
aufliegende Einbindemittel und über das angrenzende Ende des Führungsgliedes
302
hinaus. Die Teile nehmen für gewöhnlich die in den Abb. 7 und 9 dargestellte
Lage ein, in der der Amboß 300 -quer in den Raum zwischen jeder Platte 366
und der dazugehörigen Platte 368 hineinragt. Wenn die Teile diese Lagen einnehmen,
so wird der Draht vor die untere Kante' der Platte 368 vorgeschoben, und die Biegestempel
werden zur Einwirkung gebracht, um das Drahtstück abzuschneiden und die Drahtenden
abzubiegen.
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Zwecks Herausbewegens des fertigen Dinbindemittels aus der es formenden
Vorrichtung wird .der Amboß von den Platten 366 hinweggeschwungen (Abb. io). Der
Amboß ist an einem an Zapfen 372 angeordneten Gestell 37o befestigt. Ein Arm 374
des Gestelles 370 ist drehbar mit einem Lenkstück 376 (Abb. 2 und io) verbunden,
dessen gescblitztes Ende die Welle 3i8 umfaßt. Eine Rolle 378 des Lenkstückes 376
liegt 'an dem Umfang einer -Kurvenscheibe 38o an. Eine mit dem Lenkstück 376 verbundene
Feder 382 sucht den Amboß in der in der Abb. 9 dargestellten Lage zu halten, solange
die Kurvenscheibe 38o dies zuläßt. Die Kurvenscheibe bewirkt zu geeigneter Zeit
unter überwindung der Spannung der Feder 382 Zurückziehen des Ambosses. in
. die in -der Abb. io dargestellte Lage: Wenn .der Amboß zurückgezogen wird, so
halten die Führungsglieder 3o2 die Platten 368 und die Fortsätze 365 der Blöcke
36o das Einbindemittel von Zurückbewegungen ab, und unmittelbar nach dem Vorbeibewegen
des Ambosses unter dem Einbindemittel fällt das letztere den Führungswegen 361 entlang
herab, bis es auf den Leisten 364 (gestrichelte Linien, Abb. 7) aufliegt.
-
In Führungen zwischen den Platten 366 und 368 sind Schubplatten 384
vorgesehen, deren untere Kanten abgeschrägt sind (Abb.9). Die abgeschrägten Kanten
der Schubplatten dienen zum Freimachen des etwa nicht in der erforderlichen Weise
herausgefallenen Dinbindemittels. Die Platten 384 sind an kurvenförmigen, durch
ein Querstück 388 miteinander verbundenen Armen 386 - (Abb. 7) befestigt, die durch
Schultern den Kanten der Platten 368 entlang geführt werden. Mit den Armen 386 sind
Lenkstücke 390 verbunden, die wiederum mit Armen 392 einer Nabe 394 (Abb.
2 und io) in Verbindung stehen. Die auf einer Stange 395 drehbare Nabe 394 besitzt
einen Arm 396, dessen Rolle 398 an dem Umfang einer Kurvenscheibe 40o anliegt.
Eine .Feder 4o2 stützt sich einerseits gegen die Arme 392 -und sucht die Schubplatten
384 in zurückgezogener Lage (Abb. 9) zu halten. Nachdem der Amboß 300 zurückgezogen
worden ist, werden die Schubplatten durch die Kurvenscheibe4oo unter Überwindung
der Spannung der Feder 4o2 bewegt, so daß sie sich gegen die Leisten 364 senken.
-Einer der Arme 356 ist durch ein Lerikstück 404 (Abb. 5) mit einem Arm eines Winkelhebels
4o6 verbunden, dessen anderer Arm eine Rolle 408 trägt. Die Rolle 408 liegt an dem
Umfang einer auf der Welle 318 sitzenden Kurvenscheibe 410. an. Eine mit dem anderen
Arm 356 verbundene Feder 412 sucht den Einbindemittelträger in einer Richtung zu
schwingen, in der die Rolle 4o8 gegen die dazugehörige Kurvenscheibe gehalten wird
(Abb.5). Nachdem die .Schubplatten 384 in der beschriebenen Weise hinabbewegt 'worden
sind, hebt die Kurvenscheibe 41o die Einwirkung der Feder 412 auf den Träger des
Einbindemittels auf, so daß der Träger herausgeschwungen wird und das Einbindemittel
der es um das Schuhende herumlegenden Vorrichtung in der in den Abb. io, i i - und
14 dargestellten Weise darbieten kann. Das untere Ende jeder der Platten 366 ist
bei 414 verbreitert und mit einem Schlitz 416 versehen, welcher einen Winkel mit
dem Schlitz 361 bildet. An den Teilen 414 sind Kantenwandungen ausgebildet, die
im wesentlichen gleichlaufend zu den Endflächen der
angrenzenden
Platten 15o sind. Die Endflächen verlaufen in einer längs zur Mittellinie der Überschieber
geneigten Richtung. Die Schlitze 416 befinden sich bei Einnahme dieser Lage in Übereinstimmung
mit den ö -ffnungen zwischen den Überschiebern 132
und den Platten 15o. Durch
Zusammentreffen der Platten 366 des Trägers des Einbindemittels mit den Platten
150 (Abb. 14) wird Übereinstimmung der .Schlitze 416 mit den öffnungen der
Überschieber 132 und der Platten 15o gewährleistet. Die Kurvenscheibe 410 ist so
gestaltet, daß die Feder 412 unter allen Umständen den Träger des Einbindemittels
mit Bezug auf die Überschieber in die erforderliche Lage schwingen kann. Die Zapfen
36o' des Trägers des D!inbindemittels befinden sich in Übereinstimmung mit dem Zapfen
12q., um dessen Achse die die ürberschieber und die das Einbindemittel aufbringenden
Vorrichtungen in der erwähnten Weise eingestellt werden können. Die Einstellungen
der Überschieber beeinträchtigen somit in keiner Weise den Arbeitsgang des Trägers
des Einbindemnttels, da der letztere stets durch seine Feder in die durch Zusammentreffen
mit den Platten 150 bestimmte wirksame Lage geschwungen wird. Nachdem die
Platten 384. in der erwähnten Weise herabbewegt worden sind, werden sie während
des Herabschwingens desTrägersdes Einbindemittels in der in den Abb. 1o und 14 dargestellten
Lage an ihrer unteren Bewegungsgrenze gehalten. Das Herabschwingen der Plätten 384.
wird durch ihre drehbare Verbindung mit dem Lenkstück 390 zugelassen. Die
unteren abgeschrägten Enden der Platten 384: bilden Fortsätze der inneren Wandungen
der Schlitze 416 und unterstützen das Führen <des Einbindemittels diese Schlitze
entlang.
-
Das Einbindemittel wird von seinem Träger in diejenige Lage übergeführt,
in der es auf den Schuh aufgebracht -werden kann. Zu diesem Zweck ist die Maschine
mit einer Überführvorrichtung versehen, welche einen in einer Führung des Überschieberkopfes
unter den Überschiebern bewegbaren Schieber 418 einschließt. Ein Fortsatz 42o des
Schiebers q.18 bildet eine Backe eines das Einbindemittel erfassenden Greifers,
dessen andere Backe 422 in dem Schieber 18 rechtwinklig zu der Bewegungsrichtung
des letzteren bewegbar ist. Die gegen die Backe 420 uid von ihr hinwegbewegbare
Backe 422 wird für gewöhnlich durch eine Feder 4.24. von der Backe 420 ,hinweggehalten.
Die Feder 424 stützt sich gegen einen Fortsatz q.25 des Stieles der Backe 422. Die
Bewegung der Backe 422 in diejenige Lage, in der sie das Einbindemittel erfaßt,
- wird durch einen Zahnbogen 426 herbeigeführt, der in eine Verzahnung der Backe
q.22 eingreift. Der Zahnbogen 426 ist drehbar an dem Schieber 418 angeordnet und
mit einer Knagge q.28 versehen, die mit einer Klinke 430 verbunden werden kann.
Die Klinke 430 ist an einem das Schließen des Greifers herbeiführenden Schieber
432 drehbar, welch letzterer längs in dem Schieber 418 bewegt werden kann. Eine
zwischen dem Schieber 4,32 und der Klinke 430 vorgesehene Feder 434 hält das hakenförmige
Ende der Klinke für gewöhnlich in wirksamem Eingriff mit dem Glied 426 hinter der
Knagge428 (Abb. 1o). Das äußere Ende des Schiebers 432 ist durch ein verstellbares
Lenkstück 436 mit einem gegabelten Arm 438 verbunden, der drehbar an der .Stange
395 angeordnet ist und einen eine Rolle 442 tragenden Fortsatz 44o aufweist. Die
Rolle 442 liegt an einer auf der Welle 318 sitzenden Kurvenscheibe 444 an. Eine
auf den Fortsatz 4.4.o einwirkende Feder446 sucht die Rolle 4q.2 gegen die Kurvenscheibe
444 zu pressen, wobei die das Einbindemittel überführende Vorrichtung für gewöhnlich
in ihrer zurückgezogenen Lage (Abb. 4) gehalten wird. Eine in dem Schieber 4.32
untergebrachte Feder 448 stützt sich einerseits gegen einen Stöpsel des Schiebers
432 und anderseits gegen einen Kolben 450, welcher mit einem festen Stift q.52 des
Schiebers 418 zusammentrifft. Die Feder q.48 sucht somit die Schieber 4.18 und 433
mit Bezug aufeinander in entgegengesetzten Richtungen zu bewegen, und zwar werden
diese relativen Bewegungen durch' Zusammentreffen des .Stiftes 452 mit einer Knagge
454 des Schiebers 432 begrenzt. Nachdem das Einbindemittel in Übereinstimmung mit
den Gliedern 152 (Abb. 14) gebracht worden ist, schwingt die Kurvenscheibe 444 den
Arm 438 in einer Richtung, in der die beiden Schieber 418, 432 gegen die Überschieber
vorgerückt werden. Der das Einbindemittel erfassende Greifer befindet sich dann
ungefähr in der Mitte des Einbindemittels. Während dieser Bewegung trifft eine Knagge
456 des äußeren Endes des Schiebers 48 mit einem Anschlag des Überschieberkopfes
(Abb.1o) zusammen, wobei die Vorwärtsbewegung des Schiebers 418 und der Greiferbacken
begrenzt wird. Die Größe der Vorwärtsbewegung der Greiferbacken ist so bemessen,
daß das Einbindemittel etwas zwischen den Leisten 364 in der in der Abb. 11 dargestellten
Weise verbogen wird. Während der fortgesetzten Bewegung des Armes 438 wird der Schieber
432 unter Oberwindung der Spannung der Feder 448 vorwärts bewegt, und hierbei -wird
das Hakenende der Klinke 430 ilber die Knagge 428 des Zahnbogens 426 vorgerückt.
Dem
Arm 438 wird dann durch seine- Feder 446 eine Bewegung in entgegengesetzter
Richtung erteilt, und «jährend dieser Bewegung bewirkt das mit der Knagge 428 in
Eingriff stehende Hakenende der Klinke 43o Anheben der Backe 422 in diejenige Lage,
in der der Greifer das -Einbindemittel erfaßt. Die Feder 448 hält den Schieber 418
und die von ihm _ getragenen Greiferbacken in vorgerückter Lage, bis die Backen
das Einbindemittel fest erfaßt haben. Beide Schieber werden dann durch den Arm 438
zurückbewegt, und die Klinke 43ö hält die Backen 422 fest in der Lage, in- der .das
Einbindemittel erfaßt ist, und stellt eine Verbindung zwischen dem Schieber 418
und dem Antrieb der letzteren her. Auf diese Weise wird das Einbindemittel dem Schlitz
.4i6 entlang in die' Öffnung zwischen den Überschiebern 132 und den Platten i5o
hineingezogen.
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An den Überschiebern 132 sind Stifte 458 (Abt. i i und 16) angebracht,
die in öffnungen der Überschieber unter dem Einfluß von Blattfedern 46o Bewegungen
ausführen können. Die Stifte 458 sind mit Fortsätzen 462 versehen, die in den Raum
zwischen :den Platten 132 und 150 hineinragen, so daß sie mit den Endteilen
des Einbindemittels zusammentreffen; wenn das letztere zwischen die Platten gezogen
wird. Während des letzten Teiles der wirksamen Bewegung -des das Einbindernittel
überführenden Greifers gleitet das Einbindemittel an den Fortsätzen 462 der Stifte
vorbei, wobei die abgebogenen Enden des Einbindemittels hinter die Stifte 458 schnappen.
Wenn der Greifer das Einbindemittel in der beschriebenen Weise freigibt, so sucht
sich das letztere geradezurichten, und hierbei werden die äußeren Kanten der abgebogenen
Enden _ gegen die Fortsätze 462 der Stifte 458 gepreßt: Auf diese Weise wird das
Einbindemittel mit Genauigkeit in die erforderliche Lage gebracht (gestrichelte
Linien, Abb. i i), in der es durch die federbelasteten Kolben 450 gestützt wird.
Abb. 16 läßt erkennen, daß die Fortsätze 462 an der den Treiberplatte -i 152 zugekehrten
Seite abgeschrägt .sind, so daß sie während der wirksamen Bewegung der Treiberplatten
unter Überwindung der .Spannung der dazugehörigen Feder46o angehoben werden.
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An dem Überschieberkopf ist eine verstellbare Platte 464 (Abt. 4 und
io) angeordnet, deren T,ortsatz465 in der Bewegungsbahn eines herabragenden Fingers
.466 der Klinke 430 liegt. Wenn der Greifer sich dem Ende seiner wirksamen Bewegung
nähert, so trifft der Finger 466 mit der Platte 464 zusammen; wobei die sich anhebende
Klinke 43o das Glied 84 freigibt. Die Feder q.24 kann dann die Backe 422 von der
Backe 420 hinwegbewegen, -wobei das Einbindemittel freigegeben wird. Um das Freigeben
des Einbindemittels in der erforderlichen Weise zu gewährleisten, ist die Kurvenscheibe
444 so gestaltet, daß sie- den Greifer im wesentlichen in der in der Abb. 4 dargestellten
Lage zum Stillstand bringt. Wenn die Aufzwickvorrichtung und der Greifer während
des Aufzwickvorganges -gegen den Schuh geschwungen werden, so wird die Rolle 442
von der Kurvenscheibe 444 hinwegbewdgt. Durch die Einwirkung :der Feder 446 wird
dem Greifer eine weitere Rückbewegung erteilt, wobei der Finger 466 über den Fortsatz
465 zurückgedrängt wird. Hierbei wird die Greiferbacke 422 in .die zwischen den
Endteilen der Platten ip vorgesehene öffnung (Abt. ii) zurückgezogen, so daß der
Greifer den Aufzwickvorgang in keiner Weise beeinträchtigt. Wenn der Arm 86 in seine
Ausgangslage zurückschwingt, so führt die auf die Rolle 442 einwirkende KurvenscheJibe
444 relative Bewegung in entgegengesetzter Richtung zwischen dem das -Einbindemittel
erfassenden Greifer und dem Überschieberkopf in die in der Abb. 4 dargestellte Lage
herbei.
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Es ist wichtig, daß -der Überschieberkopf während der Einwirkung der
das Einbindemittel überführenden Vorrichtung ortsfest verbleibt, da sonst Bruch
gewisser Maschinenteile eintreten konnte. Zu diesem Zweck ist die Maschine mit Vorrichtungen
ausgerüstet, welche Anlassen der Maschine erst nach erfolgtem Rückgang der das Einbindemittel
überführenden Vorrichtung zulassen. An der Trethebelstange 64 List ein Bund 468
(Abt. i und 18) befestigt. An einer Konsole 47o der Maschinensäule ist drehbar ein
Sperrglied 472 angebracht, welches einerseits die Stange 64 oberhalb des Bundes
468 erfassen kann. Für gewöhnlich wird das Sperrglied 472 in wirkungsloser Lage
(Abt. 18) gehalten. Wenn jedoch die Kupplung Zoo, 2o2 eingerückt wird, so bewegt
sich das Sperrglied 472 in wirksame Lage über den Bund 468 und verhindert Aufwärtsbewegung
der Stange 64. Das Sperrglied 472 ist durch Zähne mit einem an der Konsole 47o drehbaren
Arm 474 verbunden. An den Arm 474 ist eine Zwinge476 angelenkt, die eine Stange
:178 festklemmt. Das obere Ende der Stange 478 ist mit einem an einer Konsole 482
drehbaren Block 480 verbunden, der sich auf einem Ende der Welle 318 drehen kann.
An der Konsole 482 ist auch oin Block 484 (Abt. 3) drehbar, der eine gleitbare Verbindung
mit einem festen Stift 486 einer Zwinge 488 besitzt. Die Zwinge 488 ist an der Stange
232 befestigt, die, wie bereits erwähnt ist, einen Teil der Vorrichtung bildet,
welche das Kupplungsglied 2o2 gegen das Kupplungsglied
Zoo bewegt.
Wenn die Stange 232 zwecks Einrückens der Kupplung Zoo, 2o2 nach rechts bewegt wird,
so wird .die Konsole 482 durch die beschriebenen Verbindungen gedreht, so daß das
Sperrglied 472 durch die Stange 478 und die mit ihr verbundenen Teile über den Bund
468 geschwungen wird. Die das Anlassen der Maschine herbeiführende Bewegung wird
somit verhindert, bis das Sperrglied 472, durch Bewegung der Stange 232 in entgegengesetzter
Richtung von .dem Bund 468 hinwegbewegt und das Kupplungsglied 2o2 in wirkungslose
Lage zurückbewegt worden ist.