DE260883C - - Google Patents

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DE260883C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03JAUXILIARY WEAVING APPARATUS; WEAVERS' TOOLS; SHUTTLES
    • D03J1/00Auxiliary apparatus combined with or associated with looms
    • D03J1/16Apparatus for joining warp ends

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft Andrehwerkzeuge für Webkettenandrehvorrichtungen, die aus einem Paar gegenläufig schwingender Reibsegmente oder gegenläufig rotierenden Reibscheiben bestehen, welche die zwischen Haltevorrichtungen, ζ. B. einem Fadenhalter und Klemmen oder Zangenmäulern, parallel gehaltenen Fadenenden zwischen sich fassen und bei der gegenläufigen Bewegung zusammendrehen.
ίο Um bei diesen An dreh werkzeugen zur Festlegung des Andrehers zum Schlüsse des Andrehens ein Umwickeln des einen der zusammengedrehten Fäden durch den Andreher sicher zu erreichen, ist gemäß der Erfindung das eine der Reibsegmente oder die eine der Reibscheiben mit einem über das andere Segment oder die andere Reibscheibe greifenden Finger versehen, der die Fadenenden nach dem ersten Zusammendrehen mitnimmt und sie beim weiteren Zusammendrehen aus den sie haltenden Reibsegmenten oder Reibscheiben zieht sowie gegen den vom Andreher zu umwickelnden Faden führt, so daß sich der Andreher nach seiner Freigabe an den betreffenden Faden anlegt und ihn infolge des erhaltenen Uberdrahtes in dem seiner eigenen Drehung entgegengesetzten Sinne umwickelt.
In den Zeichnungen ist
Fig. ι eine Seitenansicht der Andrehvorrichtung,
Fig. 2 ein Grundriß dazu, während
Fig. 3 eine Stirnansicht darstellt.
Fig. 4 zeigt in der Stirnansicht den Antrieb für die die Fadenenden erfassenden und nach abwärts zusammenführenden Zangen, und
Fig. 5 ist ein Grundriß zu Fig. 4, während die
Fig. 6 bis 10 schematische Darstellungen der Wirkungsweise des Andrehwerkzeuges sind.
Die Enden der beiden zu verbindenden Gelese K und K' sind in Klemmen 2 und 2' festgehalten. Von den beiden Gelesen ist das eine K' verschiebbar, das andere aber feststehend gelagert, und die Andrehvorrichtung wird in bekannter Weise selbsttätig gegen das feststehende Gelese gesteuert, während die Beweglichkeit des anderen Geleses dazu dient, Ungleichmäßigkeiten in der Fadendichte beider Gelese auszugleichen.
Dementsprechend ist z. B. die Klemme 2 des Geleses K mit den zugehörigen Kreuzschienen 3, 3' in dem Hauptgestell der Andrehvorrichtung fest angeordnet, während die Klemme 2' des Geleses K' mit den zugehörigen Kreuzschienen 4, 4' auf einem quer zu den Kettenfäden im Hauptgestell der Vorrichtung verschiebbaren oder wie in der Zeichnung fahrbaren Gestell 5 angeordnet ist. Jedes Gelese wird außerdem noch durch eine zweite Klemme 6 bzw. 6' gehalten, von denen in den Zeichnungen nur die letztere für das Gelese K' gezeichnet ist. In die Klemmen 6, 6' ■ werden die Ketten zunächst eingeklemmt und dann durch Bürsten der freien Enden die Parallellage der Fäden hergestellt, worauf das Einklemmen der Enden in die Klemmen 2 und 2' erfolgt.
Das Abtrennen der jeweils anzudrehenden Fadenenden der beiden Gelese erfolgt unter Zurückhalten der unfertigen Gelese mit Hilfe von abwechselnd oben und unten im cifadenkreuz wirkenden Zurückhaltern oder Orangem 7, 7' und 8, 8', die unterhalb der Fadenkreuze der zu vereinigenden Gelese angeordnet sind, in bekannter Weise, beispielsweise durch unterhalb der Fadenkreuze quer zu diesen schwingende Bürsten 9, 9'. Die so abgesonderten Fäden werden nahe ihren Klemmen 2 und 2' von sich selbsttätig schließenden Zangen 10, 10' erfaßt, die sich zu dem Zwecke in Höhe der Kettenebene bewegt haben, in der sich zweckmäßig ihre gemeinsame Drehachse 11 befindet. In dieser Stellung erfolgt die Öffnung der federnd geschlossen gehaltenen Klemmbacken 12, 12' und 13, 13' durch einen Arm 16, der auf die Enden der Arme 14, 15 der beweglichen Klemmbacken oder -hebel 12, 13 (Fig. 4, 5) wirkt und der senkrecht zur Schwingungsebene der Zangen 10, 10' in dem im Hauptgestell der Vorrichtung verschiebbaren oder fahrbaren Gestell 17 der Andrehvorrichtung angeordnet ist und seine Bewegung von der Hauptwelle 18 der Andrehvorrichtung aus durch ein Stirnexzenter 19 (Fig. 1) erhält. Die beiden Zangen 10 und 10' sind gleichachsig drehbar.
Hierzu ist die Zange 10 auf einer Hohlwelle befestigt, die in einem Lager 20 am fahrbaren Gestell 17 der Andrehvorrichtung gelagert ist und von der Welle 21 der Zange 10' durchsetzt wird.
Ihre Schwingbewegung erhalten die Zangen von der Welle 18 durch Exzenter 22, 23 (Fig. 4), die auf zweiarmige, federnd an die Exzenter angedrückte Hebel 24, 25 wirken. Der obere Arm des Hebels 24 greift an einer Zahnstange 26 an, die mit ihrer Verzahnung in einen Zahnbogen 27 auf der Hohlwelle der Zange 10 greift. Der obere Arm des Hebels 25 dagegen greift an einem auf der Welle der Zange 10' befestigten Arm 28 an, so daß die Bewegung der beiden Zangen zwecks Zusammenführens der von ihnen erfaßten Fadenenden nach abwärts eine gegenläufige ist.
Da die Drehachse der Zangen in der Kettenebene liegt, so ist es erforderlich,-die Zangen an der Drehstelle durch ein feststehendes Schutzblech 29 (Fig. 1) abzudecken, welches die fertigen Fäden ungehindert über die Zangen und ihren Antrieb leitet.
Von dem Zangenpaar 10, 10' werden die in bekannter Weise nahe den Klemmen durch Scheren 30, 30' (Fig. 3) abgeschnittenen Fadenenden zusammengeführt und dem Andrehwerkzeuge dargeboten. Dieses besteht aus zwei gegenläufig bewegten Reibsegmenten oder Reibscheiben 31, 32, die gleichachsig auf einem gemeinsamen, feststehenden Bolzen 33 drehbar sind. Eines der beiden Segmente oder eine der Scheiben 32 ist federnd beweglich, so daß es leicht an das andere angedrückt wird, wenn beide Segmente oder Scheiben übereinander hinweggleiten.
Die von den Zangen erfaßten und abwärts zusammengeführten Fadenenden werden oben an ihrer Kreuzungsstelle (Fig. 1, 2) durch eine Nadel 34 gehalten, die an einem unterhalb der Gelese quer zu den Kettenfäden- beweglichen Schlitten 35 befestigt ist. Der Schlitten 35 erhält seine Bewegung von einer Querwelle 36 der Maschine aus durch ein Exzenter 37 und einen federnd gegen dieses gedrängten Hebel 38, dessen Drehzapfen auf der Grundplatte des fahrbaren Gestelles 17 der Andrehvorrichtung befestigt ist.
Zwischen der Haltenadel 34 und den Klemmbacken der Zangen 10, 10' werden die Fadenenden somit parallel gehalten, so daß die Reibsegmente oder Reibscheiben des Andrehwerkzeuges sie zwischen sich fassen und zusammendrehen können.
Die Andrehsegmente 31 und 32 erhalten ihre gegenläufige Bewegung durch einen auf der Hauptwelle 18 undrehbar, aber achsial verschiebbar sitzenden Zahnbogen 40, welcher bei jeder Umdrehung der Welle 18 einmal mit einer Zahnstange 41 in Eingriff tritt und dieser eine Verschiebung im Sinne des Pfeiles Fig. 3 erteilt. Mit einem aufwärts gerichteten Arme 42 wirkt die Zahnstange 41 unmittelbar auf das Segment 32, während sie durch eine Schubstange 43 mit einem abwärts gerichteten Arme 31' des Segments 31 verbunden ist. Durch eine Feder 44 wird die Zahnstange nach Freiwerden vom Zahnbogen wieder in die Arbeitsstellung (Fig. 3) zurückgezogen.
Das Andrehwerkzeug stellt zunächst einen sogenannten Vordreher her (Fig. 6, 7). Dieser gibt den zusammengedrehten Fadenenden bereits so viel Halt, daß sie nunmehr von der Haltenadel 34 freigegeben werden können, die zurückgezogen wird (Fig. 7). Nunmehr erfaßt ein am Reibsegment 32 angeordneter Finger 39 (Fig. 2, 3 und 8), der "quer über das andere Reibsegment 31 greift, den vorgedrehten Andreher und nimmt ihn bei der weiteren Bewegung der Segmente gegeneinander nach der einen Seite mit. Dadurch wird der Andreher näher an den Hauptfaden herangebracht, und gleichzeitig werden die Enden des Andrehers aus den Reibsegmenten herausgezogen (Fig. 9), worauf die freigegebenen Andreherenden den Hauptfaden umschlingen, und zwar infolge des ihnen erteilten Uberdrahtes.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Aus gegenläufig rotierenden Reibscheiben oder schwingenden Reibsegmenten be-
    stehendes Andrehwerkzeug für Webkettenandrehvo!richtungen, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Reibscheibe oder das eine Reibsegment die Fadenenden nach dem Zusammendrehen mittels eines an ihm befestigten, das andere Segment übergreifenden Fingers aus den die Fäden haltenden Klemmen zieht und beim weiteren Zusammendrehen mitnimmt, um sie gegen den einen der miteinander verbun- to denen Fäden zu führen, so daß sich der Andreher nach seiner Freigabe an jenen Faden anlegen und ihn infolge des erhaltenen Uberdrahtes umwickeln kann.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
    Berlin, gedruckt In der reichsdruckerei.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5388936A (en) * 1991-06-04 1995-02-14 Mircona Ab Tool holder

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5388936A (en) * 1991-06-04 1995-02-14 Mircona Ab Tool holder

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