DE38667C - Regulator für Dampfmaschinen - Google Patents

Regulator für Dampfmaschinen

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DE38667C
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Germany
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valve
steam
liquid
regulator
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT38667D
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English (en)
Original Assignee
W. VOIT in Berlin und W. D. HOOKER in St. Louis, Missouri, V. St. A.; Venreter: F. C. GLASER, Kgl. Kommissionsrath in Berlin SW., Lindenstr. Nr. 80
Publication of DE38667C publication Critical patent/DE38667C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D13/00Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Jet Pumps And Other Pumps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 60: Regulatoren für Kraftmaschinen.
Regulator für Dampfmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. September 1886 ab.
Das Gewicht einer Flüssigkeit, welche von einem Gefäfs entnommen und nach einem anderen geführt ist, wird dazu benutzt, das Regulirventil oder Drosselventil zu öffnen oder zu schliefsen, also den Dampfzutritt zur Maschine zu reguliren.
In das Dampfeintrittsrohr, Fig. 1 j ist ein Ventilgehäuse A eingeschaltet, welches sauber ausgebohrt ist und in welchem ein balancirtes Ventil B (Regulir- oder Drosselventil) sauber eingepafst ist, so dafs dieses sich leicht darin verschieben läfst. Dieses Ventil B bekommt am besten eine rohrförmige Gestalt und ist mit zahlreichen kleinen Oeffnungen versehen, durch welche der Dampf seinen Weg nach dem Dampfcylinder findet. Das Ventil B ist mit einer Stange C versehen, durch welche es gehoben oder gesenkt wird und dementsprechend den Dampf abschneidet oder zuläfst. Diese Stange C geht durch eine Stopfbüchse D im Deckel des Ventilgehäuses.
Die Gefäfse E und .F enthalten die Flüssigkeit und sind so angeordnet, dafs sie sich an den Führungen G G entlang auf- und abbewegen können. Diese Führungen sind oben durch ein Querstück H mit einander verbunden, und in diesem Querstück ist eine kleine Rolle J gelagert, welche einen Draht oder eine Schnur K trägt. Das eine Ende dieses Drahtes ist an dem unteren Gefäfs E und das andere Ende an dem oberen Gefäfs F befestigt. .
Ein Ventil L ist in den Boden des oberen Gefäfses F eingepafst und wird durch ein Handrad M, welches an seinem Umfange eine Scala trägt, Fig. 2, geöffnet oder geschlossen, und es kann eingestellt werden, um die Quantität der Flüssigkeit, welche aus dem oberen in das untere Gefäfs läuft, zu messen und auch die Maschine mit irgend einer gewünschten Geschwindigkeit laufen zu lassen. Eine kleine Pumpe von irgend einer passenden Construction wird mit der Dampfmaschine verbunden und von derselben in Bewegung gesetzt und saugt die Flüssigkeit vom unteren Gefäfs durch das Saugrohr P und drückt sie durch das Saugrohr Q. in das obere Gefäfs.
Die Wirkung dieses Regulators ist nun folgendermafsen: Wenn die Maschine angelassen wird, ist das untere Gefäfs E nahezu mit Flüssigkeit gefüllt; die kleine Pumpe wird in Bewegung gesetzt und dadurch die Flüssigkeit von dem unteren Gefäfs gesaugt und in das obere gedrückt. Das obere Gefäfs wird nun fallen, und da beide Gefäfse durch den Draht mit einander verbunden sind, so wird das untere Gefäfs und damit auch das Regulirventil in die Höhe gezogen, und die Geschwindigkeit der Dampfmaschine wird allmälig verzögert. Wenn nun das kleine Ventil L geöffnet wird, so läuft die Flüssigkeit vom oberen Gefäfs wieder zurück in das andere, und man kann die Maschine nun mit irgend einer Geschwindigkeit gleichmäfsig laufen lassen, und zwar wird die Geschwindigkeit bestimmt und aufrecht gehalten mittelst der Scala am Handrad M des Ventilchens L. Wenn es z. B. verlangt wird, die Maschine 50 Hübe in der
Minute machen zu lassen, so wird das eingetheilte Handrad so gedreht, dafs der Zeiger 50 Hübe angiebt. Wenn die Dampfmaschine ungleichmä'fsige Arbeit zu verrichten hat oder z. B. das Saugrohr der Pumpe aufser Wasser zu stehen kommt, so wird die Maschine nicht schneller laufen, sondern immer dieselbe Geschwindigkeit einhalten.
Eine Abänderung des Regulators ist in Fig. 3 dargestellt. Das untere Ende-der Ventilstange C trägt einen Kragen G1, gegen welchen eine Feder C2 wirkt. Ein Hebel R ist mit dem Deckel des Ventilgehäuses scharnierartig verbunden und wird durch das daran aufgehängte Gefäfs F nach unten gegen die Feder C2 gedrückt. Das untere Gefäfs E jedoch steht fest. Anstatt des Ventilchens L mit Handrad M, wie oben beschrieben, ist hier ein 'mit einer Scala versehener Schieber L1 im Boden des Gefäfses F angebracht. Die Gefäfse E Und F sind, wie im ersten Falle, durch Röhren O und P mit einer kleinen Pumpe in Verbindung gesetzt.
Die Wirkung dieses Regulators ist leicht verständlich; hier nimmt die Feder C2 die Stelle des unteren beweglichen Gefäfses ein.
Durch den Schieber L1 kann die Menge des in F enthaltenen Wassers regulirt und dadurch die Stellung des Ventils auf die Stange C bestimmt werden. Bei dieser Anordnung kann das Gefäfs E auch gänzlich fortfallen und das Saugrohr P der Pumpe mit irgend einem vorhandenen Wasserreservoir verbunden werden. Das aus dem Ventil L1 abfiiefsende Wasser wird in diesem Falle ins Freie abgelassen.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    ϊ. Ein Regulator für Dampfmaschinen oder Dampfpumpen, bestehend in der Combination der beiden mit Flüssigkeit versehenen Gefäfse E und F, von denen das erstere durch eine Stange C mit dem Regulirventil (Drosselklappe) in Verbindung steht, während das zweite Gefäfs F durch Schnur K und Rolle J mit dem ersteren Gefäfs E verbunden ist und ein Auslafsventil L besitzt zum Ablassen der Flüssigkeit vom Gefäfs F nach E, wobei eine Regulirung des Dampfzutritts in der Weise erfolgt, dafs eine .von der Maschine getriebene Pumpe die Flüssigkeit aus dem unteren Gefäfs in das obere pumpt, so dafs bei erfolgtem ' Uebergewicht das obere Gefäfs sinkt, dadurch das untere hebt und somit den Dampfzutritt verringert, während, wenn das Wasser durch das Ventil L wieder schneller nach unten läuft, als die Pumpe hebt, ein Sinken von F stattfindet und alsdann der Dämpfzutritt gröfser wird.
  2. 2. Bei dem in Anspruch 1. gekennzeichneten Regulator die Anbringung einer Scala auf dem Handrade des Ventils L, um durch Einstellen dieses Ventils auf einen bestimmten Ausflufsquerschnitt die Zahl der Hübe der Pumpe für einen Zeitabschnitt bestimmen zu können.
  3. 3. Die Modification der unter 1. präcisirten Construction dahin, dafs das untere Gefäfs feststeht, während das obere F mittelst eines Hebels auf die Ventilstange C einwirkt, welche letztere entsprechend dem Wasserquantum im Gefäfs F unter Einflufs der Feder C2 sich hebt und senkt.
  4. 4. Die Modification des in Fig. 3 dargestellten Apparates dahin, dafs unter Fortfall des Gefäfses E das Saugrohr P direct mit irgend einem Wasserreservoir verbunden wird, während aus dem Gefäfs abfliefsendes Wasser ins Freie geführt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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