DE385256C - Pneumatischer, auf groessere Entfernungen wirkender Fluessigkeitsstandanzeiger - Google Patents
Pneumatischer, auf groessere Entfernungen wirkender FluessigkeitsstandanzeigerInfo
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Description
- Pneumatischer, auf größere Entfernungen wirkender Flüssigkeitsstandanzeiger. Die Erfindung betrifft einen pneumatischen Flüssigkeitsstandanzeiger, welcher den Stand der Flüssigkeit auf größere Entfernungen hin angibt und sowohl für offene wie auch für geschlossene Behälter Anwendung finden kann. Die Erfindung bezieht sich auf die Reinigung des Rohrnetzes unter eigenem oder zusätzlichem Druck.
- Bei derartigen Reinigungsvorrichtungen für Druckausgleichleitungen war es bekannt, etwa mitgerissene Flüssigkeit, welche zur Angabe des Standes diente, abzuscheiden; gemäß der Erfindung wird nun eine reinigende Flüssigkeit, wie Benzin, Petroleum u. dgl., in der Meßleitung unter Druck benutzt. Durch eine solche Flüssigkeit kann das Rohrnetz jederzeit gereinigt werden, so daß die Genauigkeit der Ablesung stets in demselben Umfange wiederhergestellt werden kann, in dem sie ursprünglich bestand. In der Praxis hat sich nämlich herausgestellt, daß bei Verwendung von Flüssigkeitsanzeigern in Verbindung mit Vorratsbehältern für Heizöle ein Reinigen der Luftleitung von Zeit zu Zeit unerläßlich ist, da sonst .die Angaben eines pneumatischen Flüssigkeitsanzeigers sehr ünzuverlässig sein würden. In der Zeichnung ist die Verbesserung bei derartigen pneumatischen Flüssigkeitsstandanzeigern zur Darstellung gebracht, und zwar zeigt Abb. z die gesamte Anlage teilweise im senkrechten Schnitt und teilweise in Ansicht, Abb.2 die Hahnstellung der Ablesevorrichtung beim Betriebe, Abb. 3 die Stellung des Hahnes beim Aufpumpen der Leitung und Abb. 4 die Stellung .des Hahnes beim Reinigen der Leitung.
- Die Flüssigkeit, wie Öl o. dgl., welche in dem Tank r enthalten ist, wird die in der Luftglocke 2 und die in der anschließenden Steigleitung 3 und 4 befindliche Luft genau in demselben Verhältnis zusammendrücken, wie die Flüssigkeit im Tank r steigt oder fällt. Der Druck wind an dem Ableseinstrument 7, welches entweder als Flüssb keitsmanometer oder als Zeigerapparat ausgebildet sein kann, -abgelesen. Da die Höhe der Säule dem jeweiligen Druck entspricht, so kann--_das Ableseinstrument den Druck ebenfalls unmittelbar durch den Stand einer Flüssigkeit angeben, deren Dichte hierbei zu berücksichtigen ist. Durch die Zusammenpressung der Luft in der Luftglocke 2 steigt die Flüssigkeit in letzterer etwas in die Höhe, so daß die Anzeige um diesen Betrag, der zwar sehr gering ist, fehlerhaft ist. Um auch diesen Fehler auszugleichen, pumpt man mittels der Luftpumpe 8 so viel Luft in die Leitung 6 und 4 sowie in die Luftglocke 2 ein, bis die Flüssigkeit aus letzterer vollkommen verdrängt ist, was sich dadurch bemerkbar macht, daß die Luftblasen an die Oberfläche der Flüssigkeit im Tank i steigen.
- Bei geschlossenen Tanks, bei denen das Aufsteigen der Luftblasen nicht beobachtet werden kann, ist es zweckmäßig, ein Manorneter in die Luftpumpenleitung einzuschalten, dessen Zeiger auf dem der Flüssigkeitssäule entsprechenden Druck stehenbleibt, sobald alle Flüssigkeit aus der Glocke 2 verdrängt ist. Einrichtungen dieser Art sind an sich bekannt.
- Die Zuverlässigkeit der Anzeigevorrichtung 7 hängt nun vollkommen von dem gleichbleibenden Luftinhalt in der Luftglocke 2 und der Leitung 4 und 7 ab. Es darf deshalb von der eingeschlossenen Luft nichts verlorengehen, und die Leitungen müssen also dauernd vollkommen dicht bleiben. Dies ist aber in vielen Fällen, in denen die Rohrleitungen Erschütterungen und Temperaturwechsel ausgesetzt sind, wie z. B. in Öltanks auf großen Schiffen, nur unter großen Schwierigkeiten zu erreichen, besonders wenn die Tanks an schwer zugänglichen Stellen sich befinden. Hier nun soll der Erfindungsgegenstand Abhilfe schaffen. Diese Abhilfe besteht darin, daß ein Stück Eisenrohr 3 in die Luftglocke 2 mit eingegossen wird; an dieses Eisenrohr 3 kann alsdann jede weitere Rohrlänge angeschweißt werden. Hierdurch ist auf alle Fälle die erforderliche luftdichte Verbindung der Rohrleitung gesichert.
- Da derartige Flüssigkeitsstandanzeiger häufig für Ölfeuerungen verwendet werden, zeigt sich noch ein weitererÜbelstand, welcher in der Verstopfung der Leitung durch kondensierte Teile der verwendeten Rohöle besteht. Das verwendete Rohöl besteht nämlich aus schwer und leicht verdampfbaren Ölen; die leicht v erdampfbaren Teile des in der Glocke eingeschlossenen Öles steigen nun in der Rohrleitung 3 und. 4 empor und werden außerhalb des Ölbehälters oder Tanks i in der Leitung 6 durch Kondensation verflüssigt. Die so verflüssigten Öle werden nun mit der Zeit, besonders wenn das Ableseinstrument'7 tiefer liegt als der Öltank i, eine Flüssigkeitssäule bilden, welche die Ablesung zunächst in ihrer Genauigkeit beeinflußt, später aber, wenn die Flüssigkeitssäule durch weitere Niederschläge eine größere Höhe erreicht hat, vollkommen unmöglich machen. Um diesen Übelstand zu heben, ohne den Flüssigkeitsstandanzeiger ausbauen: zu müssen, ist ein Reinigungsbehälter i i vorgesehen.
- Um sich zu überzeugen, ob in der Leitung 6 nur Luft und keine Flüssigkeit sich befindet, stellt man das Hahnküken des Dreiweghahnes so ein, wie es Abb.4 zeigt. Ist nur Luft in der Leitung, so wird die Luft aus der Ausflußöffnung des Hahnes 9 ausgeblasen, und man dreht alsdann den Hahn sofort wieder in die Betriebsstellung zurück. Tritt dagegen Flüssigkeit aus, so öffne man die im höchsten Teile des Reinigungsbehälters i i befindliche Schraube 12 und lasse alles Öl aus der.Rohrleitung auslaufen. In diesem Falle empfiehlt es sich, die Rohrleitung 6 außerdem durch Benzin oder Petroleum in der Weise zu reinigen, daß man in die obere Öffnung des Reinigungsbehälters i i das Benzin oder das Petroleum eingießt, bis die Flüssigkeit allein aus dem Überlaufrohr io des Hahnes 9 austritt. Man stellt zu diesem Zweck das Küken des Dreiweghahnes 9 in die Stellung der Abb.3 ein und verdampft durch Durchpumpen von Luft die etwa noch vorhandenen Rückstände des Benzins oder Petroleums. Dann schließt man mit dem Verschlußstopfen 12 den Reinigungsbehälter i i und pumpt so lange Luft in die Leitung 6, bis die Luftblasen in dem Flüssigkeitsbehälter emporsteigen oder das eingebaute Manometer keinen höheren Druck mehr anzeigt. Hierauf drehe man das Küken des Hahnes 9 in die Stellung Abb.2, -,vodurch die Verbindung mit dem Ableseinstrument wiederhergestellt wird, so daß die Vorrichtung wieder betriebsfähig ist.
Claims (1)
- PATENT-ANsPRUcH: Pneumatischer, auf größere Entfernungen wirkender Flüssigkeitsstandanzeiger für offene oder geschlossene Flüssigkeitsbehälter, dadurch gekennzeichnet, daß an höchster Stelle des Luftleitungsnetzes ein Behälter (i i) zur Aufnahme einer reinigenden Flüssigkeit eingeschaltet ist, von dem aus die letztere durch das Rohrnetz (3, 4, 5, 6) zwecks dessen Reinigung unter eigenem oder auch zusätzlichem Druck sich durchleiten läßt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH64336D DE385256C (de) | 1922-03-08 | 1922-03-08 | Pneumatischer, auf groessere Entfernungen wirkender Fluessigkeitsstandanzeiger |
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Publications (1)
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| DE385256C true DE385256C (de) | 1923-11-20 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH64336D Expired DE385256C (de) | 1922-03-08 | 1922-03-08 | Pneumatischer, auf groessere Entfernungen wirkender Fluessigkeitsstandanzeiger |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE385256C (de) |
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1922
- 1922-03-08 DE DESCH64336D patent/DE385256C/de not_active Expired
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