DE384265C - Verfahren zur Herstellung hornartiger Koerper - Google Patents
Verfahren zur Herstellung hornartiger KoerperInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08K—Use of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
- C08K3/00—Use of inorganic substances as compounding ingredients
- C08K3/01—Use of inorganic substances as compounding ingredients characterized by their specific function
- C08K3/013—Fillers, pigments or reinforcing additives
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Description
- Verfahren zur Herstellung hornartiger Körper. Man hat bereits hornartige bzw. steinartige Gegenstände wie Platten, Stäbe usw. aus flüssigen Leimmassen gegossen, doch ist der hierbei nötige große Feuchtigkeitszusatz der Homogenität der hergestellten Körper sehr nachteilig. Auch dauert es unerwünscht lange,. bis die überschüssige Feuchtigkeit wieder verdampft .ist, und die Gegenstände gebrauchsfertig sind.
- Es ist nun gefunden worden, daß die bisher für nötig erachtete Auflösung des Leims durch längeres Aufquellen in Wasser und Aufkochen sowie die Zugabe der Farben und Füllmittel zur flüssigen Leimmasse nicht erforderlich sind, wenn man den Leim oder die sonstigen organischen Bindemittel nach dem Verfahren des Patentes 381104 behandelt, wobei schon eine Feuchtigkeitsmenge von 2o bis 25 Prozent, ja sogar schon von to bis 15 Prozent sich als ausreichend erwiesen hat.
- Es ist zwar schon vorgeschlagen worden, aus fein verteiltem trockenen Leim, Gelatine o. dgl.feste Körper zu pressen. Nach diesem älteren Verfahren wird aber .im Gegensatz zu vorliegender Erfindung die Befeuchtung mit solcher Menge Glycerin :bewirkt, daß die Masse nach der Mischung bereits plastisch ist, außerdem werden im Gegensatz zur vorliegenden Erfindung der Masse vor der Verarbeitung Härtemittel zugesetzt. Nach der Erfindung werden fein pulverisierter Leim, Gelatine o. dgl. mit trockener Farbe innig vermengt. Sollen Massen von besonderer Beschaffenheit erhalten werden, so werden noch pulverisierte trockene Füllmittel wie Magnesia, Baryt, Marmorpulver, Erden, geeignete Abfallprodukte usw. zugesetzt und das Ganze gründlich zu einer einheitlichen, pulverförmigen Masse gemischt. Vorteilhaft, jedoch nicht unbedingt erforderlich ist für manche Gegenstände ein geringer Zusatz von Glycerin. Hierauf folgt in rotierender Scharr-und Wirbelmischmaschine nach Art der im Patent 3811o4 beschriebenen eine gleichmäßige, schwache Befeuchtung, so daß die Masse hierbei immer noch pulverförmig bleibt. Darauf wird sie in erwärmten Formen unter hydraulischem Druck zu festen Gegenständen verpreßt. Im Bedarfsfall könnte die Masse auch schon in der Mischmaschine .in zusammenhängende feste Form gebracht bzw. verarbeitet werden.
- Sollen Platten hergestellt werden, so kann rnan, statt sie aus der pulverförmigen Masse zu pressen, auf einem Schüttelwalzwerk gleich die nötige Mischung herstellen und' auswalzen. Die Walzen sind zu dem Zweck leicht zu erwärmen. Stehen diese technischen Einrichtungen aber nicht zur Verfügung, so kann man die pulverförrriige Masse in einem im Wasserbad befindlichen Rührwerk oder einem sonstigen erwärmten Behälter so lange durcharbeiten, bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist. Die so gewonnene und erkaltete -Masse wird dann zu Platten, Stäben oder sonstigen Gegenständen leicht vorgepreßt. Aus den so gewonnenen vorgepreßten Platten können die gewünschten Gegenstände gleich ausgeschnitten oder roh ausgestanzt «-erden. Sie sind dann in jeweils geeigneten, wenig warmen Formen nur nachzupressen.
- Die so hergestellten Gegenstände werden auf tekanntem chemischen Wege gehärtet. Sollen nun Platten und Stäbe zur späteren Weiterverarbeitung hergestellt werden, dann sind diese natürlich nach Fertigstellung gleich zu härten und können durch Schnitzen, Drehen ti. dgl. zu verschiedenartigen Gegenständen weiterverarbeitet werden.
- Allen diesen zuletzt besprochenen Ausführungsformen ist das Merkmal und der Vorteil gemeinsam, daß eine nur sehr gering ]:efeuchtete, vollständig pulverförmige Ausgangsmasse ausschließlich durch Erwärmung ohne besonderen Druck oder doch nur unter sehr geringem Druck in die Form einer plastischen Masse übergeführt wird, die dann wie die gewöhnlichen stark wasserhaltigen plastischen Massen verarbeitet, beispielsweise durch geringen Preßdruck in beliebige Form ül:ergeführt und in blasenfreie und porenfreie Produkte wie Türgriffe o. dgl. umgewandelt werden kann. Hierin liegt ein großer Vorzug gegenül;er den bisher für plastische Massen aus Leim üblichen Gießverfahren, welche außer den eingangs erwähnten Nachteilen noch den weiteren Obelstand im Gefolge halsen, daß die fertigen Gegenstände leim Verdampfen des starken Wassergehaltes porös und unansehnlich wurden sowie sich verzogen.
- Eine zur Herstellung von Knöpfen o. rIgl. geeignete Masse erhält man beispielsweise folgendermaßen: ioo kg feinpulverisierter Leim werden mit i kg Pariser Schwarz sorgfältig gemischt, worauf die Masse in der Mischmaschine nach Patent 381104 während des Rotierens mit i2oo g Wasser gleichmäßig und innig befeuchtet wird. Hierauf wird die Masse in üblicher Art bei einer Temperatur zwischen 30 bis 4o° C mittels hydraulischer Pressung zu Platten gepreßt.
- Zur Herstellung farbigen und durchscheinenden Materials wird möglichst säurefreier Leim oder Gelatine verwendet. Als Füllmittel für undurchsichtige und undurchscheinende Massen werden 5 bis 15 Prozent N1 agnesia o.,ler Baryt zugesetzt. Für die Herstellung von Türdrückern oder sonstigen besonders harten Gegenständen kann dieser Zusatz sogar 30 Prozent und mehr betragen.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCI1: Verfahren zur Herstellung von hornartigen Massen nach Patent 381 io4, dadurch gekennzeichnet, daß als Ausgangsstoff pulverisierte oder mehlartige organische Bindemittel, wie Leim oder Gelatine, benutzt werden, die schwach befeuchtet, lediglich durch Erwärmung eine plastische blasse liefern können.
Priority Applications (1)
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| DEK65141D DE384265C (de) | 1917-12-02 | 1917-12-02 | Verfahren zur Herstellung hornartiger Koerper |
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| DE384265C true DE384265C (de) | 1923-10-29 |
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ID=7231940
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| DEK65141D Expired DE384265C (de) | 1917-12-02 | 1917-12-02 | Verfahren zur Herstellung hornartiger Koerper |
Country Status (1)
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1917
- 1917-12-02 DE DEK65141D patent/DE384265C/de not_active Expired
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