DE310388C - - Google Patents

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DE310388C
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casein
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L89/00Compositions of proteins; Compositions of derivatives thereof
    • C08L89/005Casein
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08HDERIVATIVES OF NATURAL MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08H1/00Macromolecular products derived from proteins

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

Es ist bekannt, aus Kasein Gegenstände von hornartigem oder elfenbeinähnlichem Aussehen herzustellen. Nach den üblichen Verfahren verarbeitet man das Kasein mit Hilfe von relativ großen Wassermengen, meist unter Zusatz alkalisch reagierender Stoffe, .wie Ammoniak, auf plastische Massen, die dann zu Stangen, Platten u. dgl. gepreßt und mit Formalin oder ähnlich wirkenden Chemikalien ge-, härtet werden. Aus diesem Rohmaterial werden dann die eigentlichen Gebrauchsgegenstände durch Drechseln, Schneiden üsw. hergestellt.
Man hat auch versucht, das Kasein nach Zusatz von verhältnismäßig geringen Wassermengen in Formen zu pressen, doch mußten dann ganz umständliche Preßverfahren mit komplizierten Einrichtungen verwendet werden. Es war auch nicht möglich, nach diesem bekannten Verfahren direkt polierfähige Gebrauchsgegenstände herzustellen; vielmehr mußten diese erst aus Stäben oder Platten geschnitten bzw. gedrechselt werden. Nach dem neuen Verfahren gelingt es nun mit Hilfe von Wasserstoffsuperoxyd in verhältnismäßig geringer Menge, dem Kasein so große Plastizität zu verleihen, daß das nur wenig feuchte Material direkt in Formen gepreßt werden kann. Da praktisch gesprochen keine Schrumpfung eintritt, werden alle erhabenen und vertieften Zeichnungen der Form mit großer Genauigkeit in allen Einzelheiten wiedergegeben.
Das Pressen und die Wiedergabe der Form wird noch erleichtert, bzw. verbessert, wenn man dem Gemisch von Kasein mit Wasserstoffsuperoxyd Glyzerin, fette oder Mineralöle zufügt.
In manchen Fällen empfiehlt sich der Zusatz organischer oder anorganischer Farbstoffe oder Metallpulver. Durch Kombination verschieden gefärbter Kasein-Wasserstoffsuperoxydmischungen kann man jeden beliebigen Farbeneffekt erzielen.
Die gepreßten Produkte brauchen dann nur noch gehärtet und poliert zu werden. Bei der Härtung setzt man vorteilhaft dem Formalin, das man dann in beliebiger Konzentration verwenden kann, wiederum Wasserstoffsuperoxyd zu,, wodurch Zerrungen und Schrumpfung vermieden werden. Das neue Verfahren gestattet nicht nur auf einfachste und rascheste Weise jeden Gebrauchsgegenstand in beliebiger Form herzustellen, wodurch allein schon die Herstellungskosten auf einen Bruchteil der bisher erforderlichen reduziert werden, sondern es vermeidet auch jeden Abfall, der bislang beim Schneiden, Drechseln usw. erhalten wurde.
60 Beispiel:
100 Teile Kasein werden mit oder ohne Farbzusatz mit 23 Teilen Wasserstoffsuperoxyd und etwa 2 Teilen Rizinusöl durchtränkt. Diese Mischung wird auf geigneter Vorrichtung in Flocken zerrieben und diese dann in beliebiger Form gepreßt. Die Form kann zweckmäßig auf etwa 6o° erwärmt werden. Die Preßlinge werden dann mit einer Mischung von 39 Teilen Formaldehyd und
p. Auflage, ausgegeben am $· September igxj
61 Teilen Wasserstoffsuperoxyd gehärtet. Nach dem Trocknen in Zugluft oder gelinder Wärme (etwa 300) ist der Gegenstand nach entsprechender Politur gebrauchsfertig.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung plastischer Massen aus Kasein, dadurch gekennzeichnet, daß Kasein für sich oder gefärbt niit geeigneten Mengen von Wasserstoffsuperoxyd homogen gemischt und in beliebige Formen gepreßt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mischung von Kasein und Wasserstoffsuperoxyd noch Glyzerin, fette öle oder Mineralöle zugefügt werden.
  3. 3. Verfahren nach Ansprächen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßlinge ao mit einer Mischung von Formaldehyd und Wasserstoffsuperoxyd gehärtet werden.
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