DE38236C - Centrifugenfilter - Google Patents
CentrifugenfilterInfo
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Links
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B04—CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
- B04B—CENTRIFUGES
- B04B15/00—Other accessories for centrifuges
- B04B15/10—Other accessories for centrifuges for forming a filtering layer in the rotary bowl
Landscapes
- Centrifugal Separators (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 82: Trockenvorrichtungen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. März 1886 ab.
Die bisherigen Versuche mit Filtrircentrifugen scheiterten in der Praxis hauptsächlich an der
Schwierigkeit, für dieselben ein genügend poröses Filter zu construiren, das zugleich mit mathematischer
Genauigkeit einen geraden, hohlen, concentrisch sich drehenden Kreiscylinder bildet,
d. h. dessen äufserer Mantel in allen Punkten an der abgedrehten, durchlöcherten und möglichst
durchlässigen Centrifugentrommel fest anliegt und dessen innerer Mantel ebenfalls gut
abgedreht ist.
Ein solches Filter ist aber das Centrifugalfilter, das aus grobkörnigem Filterstoff in einer
durchlöcherten, nur mit feinem Metallgewebe von innen bekleideten Centrifugentrommel unter
Einwirkung der Centrifugalkraft geformt wird, daher alle oben bezeichneten guten Eigenschaften
eines Centrifugalfilters besitzt und unter Centrifugaldruck vorzüglich arbeitet.
Die Schwierigkeit seiner Construction besteht darin, dafs die Filterstoffe ihrem Zweck entsprechend
zu grobkörnig sind, als dafs sie sich, wie z. B. Stärkebrei, in einer sogar noch
mit Tuch von innen bezogenen, durchlöcherten Centrifugentrommel ohne Weiteres hochfahren
und so über die ganze Trommelwand hin gleichförmig vertheilen liefsen; vielmehr lassen
sie, mit Wasser angerührt, dasselbe sofort fahren und setzen sich in einem Ring am
Boden der das Wasser durchlassenden Centrifugentrommel fest, sobald letztere in Bewegung
gesetzt wird.
Deshalb mufs man der Centrifugalkraft zu Hülfe kommen Und entweder, wie der Töpfer
auf der Töpferscheibe verfährt, einen festen Gegenstand oder statt dessen, zumal bei einer
gröfseren Tourenzahl der Centrifuge, einen Wasserstrahl gegen den hochzufahrenden Filterstoff
führen oder aber ein dünnes Filtertuch, das zu diesem Zwecke die durchlöcherte Centrifugentrommel
von innen bekleidet, mit Dextrin, Gummi etc. dichten, d. h. mit Stoffen, die
vom Wasser allmälig erweicht und gelöst werden, und nachdem sie das Hochfahren des
Filterstoffes begünstigt haben, sich von selbst wieder entfernen.
Dieses letztere technische Verfahren ist jedoch nicht so zuverlässig wie jenes erstere rein
mechanische Verfahren, das im einzelnen wie folgt ausgeführt wird.
Der grobkörnige Filterstoff, ζ. Β. Knochenkohlengrus, wird mit Wasser vermischt, in
die oben offene, am Mantel C durchlöcherte und nur mit einem feinen Metallgewebe F
von innen bezogene Centrifugentrommel BCD geschüttet. und, sobald sich letztere in Bewegung
setzt, aus einem etwa zolldicken Gummischlauch ein Wasserstrahl hineingegeben, mit
welchem man dem weichenden Filterstoff folgt, bis letzterer an dem Boden D der Centrifugentrommel
angelangt ist. Dann fährt man zuletzt noch mit dem Wasserstrahl an dem inneren Mantel des so geformten Cylinders
BCD einige Mal auf und ab, um denselben
zu glätten und gleichsam wie auf einer Drehbank genau abzudrehen.
Nachdem so das Centrifugalfilter als ein vollkommen gerader, hohler Kreiscylinder hergestellt
ist, wird auf dem oberen Ende der Welle A der Flüssigkeitsvertheiler befestigt,
welcher aus dem flachen, runden, gerippten Teller H und der Glocke / besteht. Der
Claims (1)
- Raum DCE hat den Zweck, den Stofs der aus dem Vertheiler kommenden Flüssigkeit aufzufangen, damit dieselbe nicht Löcher in die Filterwand reifst, und den gröfsten Schmutz durch Absetzen zurückzuhalten. Aus dieser Absatzkammer DCE tritt die Flüssigkeit um den äufseren Rand des Ringes G herum und gelangt über den inneren Rand des Bodens D in den Filterraum BCD, dringt vermöge der Centrifugalkraft durch die Filtermasse, durch das Metallgewebe F und durch die Löcher des Mantels C, sammelt sich in dem durch den Centrifugenschutzmantel gebildeten Raum und fliefst durch die Oeffnung T ab. Da bei Inbetriebsetzung der Trommel im Anfang die Flüssigkeit nicht rein austritt, wird zur getrennten Abführung derselben das Ventil u gehoben, wodurch der Abflufs durch TUVW stattfindet. Nach kurzer Zeit wird das Ventil U geschlossen und die fütrirte Flüssigkeit fliefst durch das Rohr χ ab. Damit die zu filtrirende Flüssigkeit stets einen gleichmäfsigen Stand· über der Eintrittsoberfläche des Centrifugalfilters bildet, geschieht der Zuflufs durch den nachfolgend beschriebenen selbstthätigen Regulator. K ist das Zuflufsrohr, L ein Ventil in diesem Rohr, welches durch das Handrad M nach Bedürfnifs gestellt werden kann. Durch die Stange R ist der Ventilkegel L in Verbindung mit der Glocke P gesetzt, welche die über den Rand E aus der Centrifugentrommel abfliefsende Flüssigkeit durch die Rinne N und das Rohr O aufnimmt und durch das verstellbare Ventil Q. abfliefsen läfst. Bei vermehrtem Abflufs füllt und senkt sich die Glocke P mit dem Ventil L und vermindert dementsprechend den Zuflufs. S ist ein Gegengewicht gegen die Stange R mit dem daran befestigten Ventil L und der Glocke P.Pa ten τ-An sp rüche:Bei der Anwendung von Centrifugen als Filtrirvorrichtung die gleichförmige Vertheilung des die Innenwand der Trommel überziehenden Filtermaterials entweder unter Anwendung eines Filtertuches, dessen Poren mit einer in Wasser löslichen Substanz vorläufig verschlossen werden, oder mit Hülfe eines auf die Filtermasse einwirkenden Wasserstrahles.Die Benutzung des vom oberen Theil der Centrifugentrommel abgeschiedenen Raumes DCE zur vorläufigen Aufnahme der aus dem Flüssigkeitsvertheiler HJ kommenden Massen in Verbindung mit dem automatisch wirkenden Regulator SLRP, welcher den Eintritt der zu filtrirenden Massen in die Trommel in dem Mafse, wie diese sich entleert, regelt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE38236C true DE38236C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT38236D Expired - Lifetime DE38236C (de) | Centrifugenfilter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE38236C (de) |
-
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