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Durch Pendel selbsttätig in Wirkung gesetzte Vorrichtung für Kraftfahrzeuge
zur Erhaltung des Wagenrahmens in der wagerechten Lage. Gegenstand der Erfindung
ist eine in all sich bekannter Weise durch Pendel selbsttätig in Wirkung gesetzte
Vorrichtung für Kraftfahrzeuge, um beim Befahre» voll unebenen Wegen den Wagenrahmen
durch den Motor unter Vermittlung eines entsprechenden Getriebes in der wagerechten
Lage zli erhalten.
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Auf den beiliegenden Zeichnungen sind drei Ausführungsformen der Vorrichtung
gemäß der Erfindung veranschaulicht.
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Abb. i zeigt in Stirnansicht ein mit der ersten Ausführungsform der
erfinrlungsgemäßen Vorrichtung ausgerüstetes Kraftfahrzeug.
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Abb. 2 veranschaulicht gleichfalls in Stirnansicht die zweite Ausführungsform
der Vorrichtung.
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Abb.3 zeigt an einer Seitenansicht eines Kraftfahrzeuges die dritte
Ausführungsforin_ der Vorrichtung.
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Abb. 4 ist eine Unteransicht zti Abb. 3 und Abb. 5 eine Stirnansicht
hierzu.
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Abb. 6 ist eine Rückansicht des Fahrzeuges nach Abb. 3.
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Abb.7 und 8 veranschaulichen in einem Längs- und Querschnitt den Schaltmechanismus
der Antriebsvorrichtung für die Vorder-3.
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räder des Fahrzeuges nach Abb.
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Abb.9 zeigt einen Teil der rückwärtigen Brücke dieses Fahrzeuges.
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Abb. io und i i zeigen in Stirn- und Seitenansicht die automatische
',icherheitsvorrichtung des Schaltmechanismus zur iZleichzeitigen und gleichmäßigen
Verschiebung der Vorderräder des genannten Fahrzeuges nach oben bzw. unten.
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In Abl. i sind die vorderen Laufräder des Kraftwagens mit toi bezeichnet.
Dieselben sind auf den Achsenstumnieln 202 gelagert, die eins sind mit den all den
äußeren l#--n(ieii der senkrechten Lenkzapfen 204 verbolzten Bügeln 203. Die beiden
Lenkzapfen 2o4 sind ihrerseits rechtwinklig vereinigt mit den beiden Querstangen
205 und 206, die in ihren Mittelpunkten 207 und 2o8 finit dein Rahmen
schwingbar verbunden sind. Diese vier Stanteeli 204, 204, 205, 2o6
bilden ein Paralleloteramin. Auf der Querstange 2o6 ist ein Zahnbogen 21o angebracht,
der mit einer auf der (hlerNvelle 212 angebrachten Schnecke 211 in Eingriff steht.
Auf der Querwelle 212 sind beiderseits der Schnecke 211 zwei Kuppeltelieder 213
Und 214 angebracht, die auf der Achse längsverschiebbar, aber undrehbar sind und
zwei lose auf der Welle gelagerten Kettenrädern 213' und 21.a.' gegenüberstehen.
Diese können mittels irgendwelcher Transinission voni Motor aus in entgegengesetzter
Richtung in Umdrehung versetzt werden. Es ist klar, daß, sobald die beiden Teile
21d., 214' in Bewegung gesetzt werden, sich die Schnecke 211 zu drehen anfängt und
den Zahnbogen 210 zwingt, sich ebenfalls uni den Stützpunkt 2o8: zu drehen, was
die gleichzeitige Verstellung in senkrechtem Sinne der beiden Laufräder 201, und
zwar des einen nach aufwärts und des anderen nach abwärts, zur Folge hat. Werden
die beiden Teile 213, 213' in Bewegung gesetzt, so dreht sich die Schnecke entgegengesetzt
zur vorgenannten Richtung, und demzufolge verstellen sich auch die beiden Laufräder
2o1 senkrecht in entgegengesetztem Sinne, wie in der Zeichnung durch die strichpunktierte
Linie veranschaulicht ist. 5o11 die Bewegung des Zahnbogens 21o angehalten werden,
nachdem der Rahmen der Maschine in die wagerechte Lage gelangt ist, so genügt es,
den Antrieb der Welle 212 und damit der Schnecke 211 auszuschalten. Zur größeren
Sicherheit sind an den beiden äußeren Enden des Zahnbogens 210 zwei Vorsprünge 218
angebracht, die, sobald sie mit den an den beiden Kuppelteliedern 213, 214 angebrachten
Spurkränzen zusammenstoßen, die Ausschaltung der Kupplungen verursachen. Der Zahnbogen
hat alsdann seine größtmöglicliste Drehuiil; vollführt. Die Schaltunte der beiden
Kuppelglieder kann ohne Schwierigkeiten von Hand ausgeführt werden. Doch kann diese
gegebenenfalls, wie die Zeichnung in schematischer Weise veranschaulicht, auch dadurch
automatisch erfolgen, daß man am Rahmen
gelagerte Pendel 216,
217 anwendet. Im Falle der veranschaulichten automatischen Schaltung werden
selbstverständlich die Vor-Sprünge 218 unnütz. Will man sie aber beibehalten, so
ist dafür zu sorgen, daß sich der Drehpunkt der Pendel unterhalb der Gleitschuhe
22o befindet.
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In der in Abb. 2 veranschaulichten Darstellungsform ist .das Parallelogramm
durch starre Lenkzapfen ersetzt, in denen sich die Achsstummelträger bewegen, die
mittels Schrauben auf und ab geschoben werden können.
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114' und 113' sind wieder zwei lose, mit Zahnkupplung versehene Scheiben;
113 ist eine längsverschiebbare; aber undrehbare, auf der Querwelle 112 angebrachte
Zahnkupplung, mit der die eine oder die andere der beiden Scheiben ii4' und 113'
verbunden werden kann. Auf der Welle 112 sind ferner zwei Schnecken angebracht,
die in die beiden Schneckenräder i io, i iö eingreifen. Die Schneckenräder i i o,
i i o' sitzen fest auf den beiden senkrechten Schrauben i i i, i i i', von denen
die eine rechtsgewindig und die andere linksgewindig ist und dazu dienen, die Achsstummel
103, 103' in den Führungen 104, 1o4' auf und ab zu bewegen.
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Wenn z. B. die Scheibe 114' mit der ihr gegenüberstehenden Kupplung
vereint wird, so bewegt sich die ganze Vorrichtung in der einen Richtung, und die
Schrauben i i i, i i i', da die eine rechtsgewindig und die andere linksgewindig
ist, verursachen das Heben des einen Rades und das Senken des anderen.
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Das gleiche Resultat, jedoch in entgegengesetzter Richtung, wird erreicht
durch dieKupplung der Scheibe 113', die mit gekreuztem Riemen angetrieben wird und
sich daher in entgegengesetzter Richtung dreht. Mit Bezug auf die Abb. 3 bis i i
ist i der Rahmen des Kraftfahrzeuges, auf den der Motor 30 und der Sitz 31
des Führers angebracht sind. Iii dem Rahmen sind befestigt: Am unterem Teil zwei
Träger 2, die Brücke- 3, mit der zwei Halbachsen vereint sind, deren äußerste
Enden mit den Schwinghebeln 4 verbunden sind, welche in den Bügeln 5 -endigen, in
denen die mit passender Lenkvorrichtung versehenen Achsstummel der vorderen Räder
6 lagern. Am hinteren Teile des Rahmens sind befestigt: Die Brücke 7, in der in
passenden Stützen zwei hohle Halbachsen 8' montiert sind, die an ihren äußeren Enden
mit den bhiden Schwinghebeln 8 vereinigt sind, an deren Enden wiederum die Achsstummel
der beiden hinteren Treibräder io befestigt sind. Im Innern :der beiden hohlen Halbachsen
8' befinden sich. weitere zwei Halbachsen 12, - die -mittels Differentialgetrie-L
es von der Motorachse aus in Bewegung gesetzt werden.
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An den beiden äußersten Enden der Halbachsen 12 sind zwei Kettenantriebsräder
i i angebracht, die mittels Kette die Kettenräder 11', die mit den hinteren Rädern
eins sind, in Bewegung setzen. Die äußersten Enden der Kraftarme 8 sind mittels
mit Kugelzapfen versehener Federlaschen 13' mit einer Halbellipsenfeder 14 vereinigt,
die schwingbar auf dem Bolzen 15 lagert, der von der Stütze 16' getragen ist.
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Werden nun mit besonderer, von gleichen und entgegengesetzten Drehwinkeln
gebildeter Vorrichtung die beiden Kraftarme 4 zum Schwingen gebracht, so werden
sich die beiden vorderen Räder verschieben, das eine nach oben und das andere nach
unten, und auf diese Weise das Gefälle des Bodens ausgleichen und die in den beiden
Lagern 2 ruhende Achse der vorderen Brücke ihre wagerechte Lage - Lehalten. Da diese
Brücke mit dem Rahmen eins ist, so wird auch der Rahmen wagerecht bleiben.
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Die hinteren beiden Kraftarme 8 sind, da dieselben unter sich nur
durch die Halbellipsenfeder 14 vereinigt sind, gezwungen, sich auf gleicher Höhe
zu verschieben, die sich je nach dem Boden ändert, und sie werden mehr oder weniger
.der Verstellung der vorderen Räder folgen, indem sie die Möglichkeit haben, die
auf den Rahmen und die vorderen Räder sich beziehenden Verschiebungen, die die Unregelmäßigkeiten
des Bodens erfordern, genau auszuführen. In der Praxis ist somit der Rahmen als
auf drei Punkten ruhend, die in dem Bolzen 15 und den beiden Lagern 2 bestehen,
zu erachten.
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Die winkelförmige Verschiebung der beiden Kraftarme 4 wird erreicht
dütch die in den Abb. 7 und 8 veranschaulichte Vorrichtung.
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Die beiden Kraftarme 4 sind auf den beiden äußeren Enden der Halbachsen
3o angebracht, die an ihren beiden inneren Enden mit Kegelrädern 31 versehen sind.
Diese Kegelräder 31 greifen in das Kegelrad 32 ein, das mit einem in die Schnecke
34 eingreifenden Schneckenrad 33 Zierbunden ist. Die Achse der Schnecke ist kardanisch
und ausdehnbar mit dem Antrieb verbunden (im vorliegenden Falle mit dem Handsteuerrad
17). Infolge der Selbstsperrung des. Schneckenradgetriebes wird sich das Kegelrad
32 nicht drehen, und es macht auch die Drehung der Kegelräder 31 unmöglieh; demzufolge
können auch mit den Kraftarmen.4 keine diesbezüglichen winkelförmigen Verschiebungen
gemacht werden; sie können jedoch in ihrer Stellung schwanken, soweit es die Elastizität
der vorderen Feder erlaubt: Das kardanische Gelenk, das die Schnecke 34 mit dem
Handsteuerrad 17 verbindet, rriüß natürlich genügend dehnbar sein, um die der Halbellipsenfeder
gestatteten Schwankungen nicht zu -verhindern.
Mit der Drehung der
Schnecke 34 wird eine gleiche und entgegengesetzte Drehung der Räder 31 und damit
das Heben des einen und das Senken des anderen Laufrades verursacht. Diese Verstellung
hält an, bis die gegenteilige Bewegung ausgeführt wird.
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Der Hinterwagen besitzt zwei Kraftarme 8, die mit den beiden Halbachsen
8' vereinigt sind, die sich in den auf der hinteren Brücke 7 angebrachten Lagern
frei bewegen.
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Im Innern dieser beiden hohlen Halbachsen 8' sind die beideli Halbachsen
12 111011-tiert, die durch ein Differeiltialgetriel:e von der Motorachse aus in
Bewegung gesetzt werden. Die von der Motorachse zum Gehäuse des Differentialgetriebes
führende Bewegungsübertragung erfolgt durch ein mit der Motorachse verbundenes Kegelrad
36, das in zwei lose gelagerten Kegelrädern 37 eingreift. Mittels der Kupplungen
38, die auf einer Verlängerung des Gehäuses des Differentialgetriebes verschiebbar
sind, ist es möglich, die beiden Räder 37 zu kuppeln und dadurch eine Vorwärts-
oder Rückwärtsbewegung zu erlangen. In der zum Kegelrad 36 entgegengesetzten Verlängerung
der Motorachse greifen die Kegelrä(ler 37 in ein Kegelrad 39 ein, das mit einer
Achse verbunden ist, welche die Bewegung einer Scheibe mitteilt, die hinten am Zugmotor
angebracht ist, und die den Gebrauch der Maschine als Lokomobil erinöglicht.
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Die automatische Sicherheitsvorrichtung, die auf die Schaltung, welche
das gleichmäßige und gleichzeitige Heben und Senken der beiden vorderen Laufräder
verursacht, einwirkt, besteht, «-ie All). to und ii zeigen, in eineng auf
einem Zapfen .I1 ruhenden Pendel q.0, das über seinem Anlenkungspunkt einen Hammer
.I2 trägt, der zwischen zwei sich um einen Stützpunkt, der vorteilhaft zugleich
der Anlenkungspunkt des Pendels sein kann, drehenden Sperrklinken .I3 eingeschlossen
ist. Diese beiden Sperrklinken werden mittels einer Feder 34 auf ein Sperrad 45
gepreßt, das auf der die Verschiebung der vorderen Räder bewirkenden Lenkstange
1; angebracht ist.
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Sobald sich der Rahmen des Fahrzeuges infolge Veränderung des Bodengefälles
seitwärts neigt, verschiebt (las Pendel 4o, das senkrecht verbleibt, den auf die
Sperrklinken einwirkenden Hammer :I2 nach der einen oder anderen Richtung, je nach
der Zu- oder Abnähme des Gefälles, und ermöglicht so dein Führer die Verstellung
der Schaltung nach der erforderlichen Richtung. Diese Vorrichtung wird sofort automatisch
aufgehalten, sobald , der Rahmen in. wagerechter Lage angelangt ist, indem die Sperrklinken
werden sie nicht mehr vom Hammer entfernt gehalten, in das Sperrrail eingreifen.