DE37981C - Lutter-Reinigungsapparat - Google Patents

Lutter-Reinigungsapparat

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DE37981C
DE37981C DE188637981D DE37981DA DE37981C DE 37981 C DE37981 C DE 37981C DE 188637981 D DE188637981 D DE 188637981D DE 37981D A DE37981D A DE 37981DA DE 37981 C DE37981 C DE 37981C
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Germany
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lutter
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tube
separation
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Expired
Application number
DE188637981D
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English (en)
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LEMböck & LINKE iu Regensburg-Stadtamhof
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/001Processes specially adapted for distillation or rectification of fermented solutions
    • B01D3/003Rectification of spirit
    • B01D3/004Rectification of spirit by continuous methods
    • B01D3/005Combined distillation and rectification

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Food-Manufacturing Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 6: Bier, Branntwein, Wein, Essig und Hefe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. Mai 1886 ab.
Vorliegende Erfindung kann an jedem Destillirapparat, vorzugsweise aber an continuirlichen angebracht werden. Die Zeichnung veranschaulicht einen Lutter-Reinigungsapparat, welcher seitwärts oder rückwärts mit der Rectificationscolonne A des continuirlichen Apparates verbunden ist. Die Verbindung geschieht derart, dafs der ganze auf-dem ersten Boden α der Entlutterungscolonne B sich sammelnde Lutter durch Rohr b zu dem Lutterreiniger geführt wird. Zuerst tritt der Lutter in das kleine Gefäfs c, um die mit aus der Maischcolorine übergerissenen. Schalen und Hülsen u. s. w. aufzufangen und sie hier ablagern zu lassen. Um dabei die letzteren gleich nach unten zu führen, reicht das Rohr b bis ungefähr in die Mitte des Gefäfses c hinein. Das Rohr d führt alsdann den Lutter von diesem aus in das höher liegende gröfsere Gefäfs cl, wobei d, bis ungefähr in die Mitte desselben geführt, nach aufwärts mündet, um die leichten Bestandteile, als Pflanzenfette und verschiedene organische Substanzen, abzusetzen. Da diese leichter sind als der Lutter, schwimmen sie und kommen mit dem abzudestillirenden Lutter nicht mehr zusammen. Um die Ansammlung des Oeles beobachten zu können, sind eventuell Schaugläser k anzubringen. Der schwerere Lutter fällt nach unten durch den engeren Cylinder c2 in das untere Gefäfs c3 zur weiteren Absetzung der schwereren, widerlich riechenden Substanzen. Um die Absetzung des Oeles noch zu vergröfsern, kann (es ist aber nicht absolut nothwendig) in das Gefäfssystem C1C2C^ ein mit kegelförmigen, concaven oder convexen, weit gelochten Böden sl versehenes Rohr oder Ständer s eingesetzt werden, an welchen sich die OeIe des durchpassirenden Lutters ansetzen, derselbe also fortwährend an Oelgehalt verliert. Diese Wirkung kann noch dadurch vermehrt werden, dafs man die Scheiben zum besseren Aufsaugen des Oeles mit Filztuch überzieht. Das Rohr s ist zweckentsprechend derart anzuordnen, dafs es behufs Reinigung leicht herausgenommen werden kann. Dementsprechend ist auch Rohr d durch entsprechende Verschraubungsanordnung und auch der Oberboden des Gefäfses c1 abnehmbar.
Vom oberen Theil des Gefäfses c3 aus tritt der Lutter nach Passirung von C1C2C5 durch Rohr e in die Entlutterungscolonne B. Er mündet hier in den zweiten Boden /, wo alsdann seine vollständige Entgeistung erfolgt. Es soll noch bemerkt werden, dafs Hahn f zum Absperren der beiden Apparate dient; man kann dadurch auch während des Betriebes das ausgeschiedene OeI durch Hahn g ablassen. Um die Gefäfse gänzlich entleeren bezw. reinigen zu können, dienen Hähne h und Reinigungsöffnungen i.
Der vorbeschriebene Apparat hat folgenden Hauptvortheil:
Der Lutter wird, indem er continuirlich vom Destillirapparat durch den Entlutterungsapparat wieder in den ersteren zur Entgeistung zurückgeführt wird, in dem Lutter-Reinigungsapparat constant derart der Ruhe überlassen, dafs eine fortwährende Absonderung der OeIe und Pflanzenfette erfolgt und dadurch der Rohspiritus von dem lästigen, widerwärtigen Geruch und Geschmack befreit wird.
Bei gröfseren Apparaten können natürlich auch zwei und mehr Lutter-Reinigungsgefäfse C1C^c3 in Anwendung kommen, um die Leistungsfähigkeit entsprechend zu erhöhen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Ein mit der Rectificationscolonne verbundener Lutter-Reinigungsapparat, bestehend aus dem Gefäfs c mit den Röhren b und d zur Abscheidung der übergerissenen Schalen, Hülsen u. dergl., dem Gefäfs c1, in welchem sich Pflanzenfette und leichtere organische Substanzen absetzen, und dem darunter liegenden engeren Cylinder c2 mit Oelablafshahn g und dem Gefäfs c3 mit Rohr e, in welchem sich die Abscheidung der schweren Substanzen fortsetzt.
    In dem unter i. genannten Gefäfs c2 zur Erhöhung der Oelabscheidung ein mit kegelförmigen, concaven oder convexen, gelochten oder mit Filztuch bekleideten Böden versehenes Rohr 5.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE188637981D 1886-05-26 1886-05-26 Lutter-Reinigungsapparat Expired DE37981C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE37981T 1886-05-26

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DE37981C true DE37981C (de) 1886-12-22

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ID=36957837

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