DE36839C - Verfahren des Filtrirens von Zuckerlösungen und Neuerung an den zu dessen Ausübung dienenden Apparaten - Google Patents
Verfahren des Filtrirens von Zuckerlösungen und Neuerung an den zu dessen Ausübung dienenden ApparatenInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C13—SUGAR INDUSTRY
- C13B—PRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
- C13B20/00—Purification of sugar juices
- C13B20/12—Purification of sugar juices using adsorption agents, e.g. active carbon
- C13B20/123—Inorganic agents, e.g. active carbon
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- Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Zuckerlösungen,1 welche aus Rohzucker, erforderlichenfalls nach vorgängiger Waschung
mit Syrup, erhalten werden, werden anstatt durch Sackfilter direct durch Knochenkohle
filtrirt, und zwar in steigender Richtung, indem der Zuckersaft eine in einer Filtrirkammer enthaltene
Knochenkohlensäule von unten nach oben durchdringt, wobei die Kammer an ihrem
unteren Ende mit einer Abschabe- oder Auswerf-Vorrichtung versehen ist, durch welche
Von der Basis der Kohlesäule nach und nach die Kohleschichten entfernt werden, mit denen
die Zuckerlösung zuerst in Berührung kommt, und zwar so schnell, wie die untere Kohleschicht
durch Ausnutzung ihre Entfärbungsfähigkeit einbüfst und das Vorhandensein,
mechanischer oder anderer an jener Stelle sich ansammelnder Unreinigkeiten dies erfordert.
Während der Filtrationsprocefs beständig vor sich geht, entfernt die am Boden der
Kammer angeordnete Abschabe- oder andere Auswerf-Vorrichtung allmälig die ausgenutzte
Knochenkohle und die Unreinigkeiten aus dem Theile der Kammer, in welchem der Zuckersaft
mit der Knochenkohle zuerst in Berührung tritt; die Bewegungsgeschwindigkeit dieser Vorrichtung
mufs dabei selbstredend der Menge und der Natur der in der zu filtrirenden
Lösung enthaltenen Unreinigkeiten entsprechend regulirt werden.
Unter den im Rohzucker ^vorhandenen mechanischen Unreinigkeiten befinden sich Sand,
Lehm und zuweilen Faserstoffe; ein gewisser Theil derselben ist event, schon beim Auswaschen des Rohzuckers entfernt worden, der
Rest wird durch die Knochenkohle entfernt und mit der ausgenutzten Knochenkohle zusammen
gesammelt, welche von dem Abschaber von der Oberfläche der Kohlenmasse abgetrennt
wird, mit der die Zuckerlösung zuerst in Berührung kommt.
Auf gleiche Weise werden die in den beim Auswaschen des Rohzuckers enthaltenen Syrupen
befindlichen Unreinigkeiten entfernt, indem man den Syrup verdünnt und ihn durch ein gleiches
Knochenkohlefilter filtrirt; es folgt hieraus, dafs die Unreinigkeiten aus dem Rohzucker in einer
verhältnifsmäfsig kleinen Menge Knochenkohle concentrirt werden, d. h. in der ausgenutzten
Knochenkohle, welche von Zeit zu Zeit oder continuirlich durch die Einwirkung der Auswerf-Vorrichtung
entfernt wird.
Durch den zur Ausübung dieses neuen Verfahrens dienenden Apparat ist dafür gesorgt,
dafs die Operation der Entfärbung des Zuckersaftes continuirlich stattfindet, indem der letztere
auf seinem Wege durch die Filtrirkammer stets denselben gleichmäfsigen Bedingungen bezüglich
der Dauer seiner Berührung mit einer bestimmten Menge Knochenkohle unterworfen ist und die Entfärbungskraft der letzteren infolge
der allmäligen Entfernung der ausgenutzten Kohle und der sich ansammelnden Unreinigkeiten
am Boden der Kammer und des gleichzeitig erfolgenden Einführens frischer Knochenkohle
in den oberen Theil der letzteren unverändert bleibt.
In seinen wesentlichen Bestandteilen besteht der Apparat 1. aus einer Filtrirkammer, in
deren Obertheil die frische Knochenkohle nach
Bedürfnifs eingeführt wird; 2. in einer als Auflager und Auswerfer oder Abschaber dienenden
Vorrichtung, auf welcher die in der Filtrirkammer enthaltene Knochenkohlesäule aufliegt
und durch welche in einem bestimmten Verhältnisse die allmälige Entfernung der Kohle
vom unteren Ende der Säule, wo sie ausgenutzt wird und sich mit den Unreinigkeiten
aus dem hier eintretenden Zuckersaft sättigt, bewirkt wird; 3. in einer Aufnahmekammer
unterhalb der Filtrirkammer zum Auffangen der aus letzterer ausgeworfenen ausgenutzten
Knochenkohle und Unreinigkeiten; 4. in einer Vorrichtung zum Entfernen der ausgenutzten
Kohle mit den Unreinigkeiten aus der Aufnahmekammer, und schliefslich 5. in einer
Rohrleitung zum Einführen des zu entfärbenden Zuckersaftes .in die Aufnahmekammer. unter
entsprechendem Druck, sowie in einem- Äuslafsventil für den filtrirten Zuckersaft am oberen
Theile der Filtrirkammer.
Die Auflage- und Auswerf-Vorrichtung bildet den beweglichen Boden der Filtrirkammer und
besteht aus einer Zwischenplatte, welche mit Lochungen oder Schlitzen von solcher Form
und Gröfse versehen ist, dafs sie die darüber liegende Knochenkohle nicht beständig vermöge
ihrer eigenen Schwerkraft durchfallen ' lassen, sondern bei entsprechender Bewegung
der Zwischenplatte das Abtrennen und Auswerfen einer Kohleschicht von entsprechender
Dicke von der Basis der Säule bewirken.
Bei dem Apparat ist A der zur Aufnahme der Knochenkohlesäule B dienende stehende
Cylinder, C die bewegliche Zwischenplatte oder der Abschaber, D die Aufnahmekammer mit
schrägem Boden D1, auf welchem die abgeschabte und ausgeworfene Knochenkohle in
den unteren Hals des Rohres E rutscht, wo sie von dem Becherwerk -E1 ergriffen und auf
die schiefe Ebene E2 gehoben wird.
Der zu entfärbende Zuckersaft wird durch das Rohr F in das Rohr E eingeführt, fällt
auf den Boden desselben und steigt in Folge des hydrostatischen Druckes durch die Kohlemasse
in der Filtrirkammer empor, aus der er durch die Oeffnungen G in den äufseren
Trog G1 und von hier in das Ableitungsrohr G2 abfliefst.
Der Abschaber C hat eine runde Form und ist von gröfserem Durchmesser als der Cylinder
A, so dafs sein Kranz C1 innerhalb der ringförmigen Verstärkung A1 des letzteren liegt.
Die Fläche des Kranzes ist ausgenuthet und mit Zähnen versehen, in welche die Antriebsschnecke H eingreift, um den Abschaber um
seine Verticalachse zu drehen; die Nabe des letzteren ist zu diesem Zwecke an ihrer unteren
Seite mit dem Zapfen / versehen, der in der Schale/1 auf dem quer durch die Aufnahmekammer
gehenden Horizontalbalken i gelagert ist, der in seinem mittleren Theile durch die
Streben /2/3 gehalten wird.
Der Abschaber ist mit radialen schlitzartigen Oeffnungen C2 C2 versehen, deren Wände an
ihren oberen Kanten c und cl bezw. einen spitzen und einen stumpfen Winkel mit der
Oberfläche der Zwischenplatte bilden, wie dies in Fig. 3 veranschaulicht ist. Die spitze Kante c
bildet die Schneidkante und wirkt, da sie etwas höher als der stumpfe Winkel cl ist, bei
Drehung des Abschabers derart, dafs sie von der Grundfläche der Knochenkohlesäule einen
schraubenförmig gewundenen Span von gleichmä'fsiger Dicke abschneidet, der auf dem
schrägen Boden D1 der Aufnahmekammer D in das untere Ende des Rohres E gleitet und
hier von dem Becherwerk e e ergriffen und mit nach oben genommen wird. Das Becherwerk
besteht aus Drahtgewebe oder ist sonstwie fein gelocht, und der dasselbe umgebende Kasten E
ist um ein Beträchtliches über die Austrittsöffnung des Einlafsrohres F hinaus verlängert,
so dafs Her' Zuckersaft während des letzteren
Theiles der Aufwärtsbewegung und der Entleerung des Becherwerkes ablaufen kann.
Claims (2)
1. Verfahren des Filtrirens von Zuckerlösungen in der Weise, dafs man dieselben in
steigender Richtung durch Knochenkohle drückt und mittelst eines Abschabers oder
Auswerfers allmälig die angesammelten Unreinigkeiten und die ausgenutzte Knochenkohle
von der Grundfläche der in der Filtrirkammer, durch welche der Zuckersaft
gedrückt wird, enthaltenen Knochenkohlemasse entfernt.
2. An den zur Ausübung des unter 1. angegebenen Verfahrens dienenden Apparaten
die Verbindung der Filtrirkammer A mit beweglichem Boden C, der als Auflager
für die in der Filtrirkammer enthaltene Knochenkohlesäule B und zum allmäligen
Entfernen der Knochenkohle von der Grundfläche der Säule dient, der Kammer D
zur Aufnahme der auf diese Weise aus der Filtrirkammer entfernten Knochenkohle und
der Vorrichtungen zum Hinausschaffen der, Knochenkohle aus der Aufnahmekammer D,
ohne dafs dadurch das Emporströmen des Zuckersaftes durch die Knochenkohlesäule nach den für seinen Austritt aus der Filtrirkammer
vorgesehenen Oeffnungen G unterbrochen wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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ID=312630
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1006397B (de) * | 1952-01-11 | 1957-04-18 | Pintsch Bamag Ag | Vorrichtung zum Abzug koerniger oder pulverfoermiger rieselnder Stoffe aus stehenden runden Adsorbern |
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- DE DENDAT36839D patent/DE36839C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1006397B (de) * | 1952-01-11 | 1957-04-18 | Pintsch Bamag Ag | Vorrichtung zum Abzug koerniger oder pulverfoermiger rieselnder Stoffe aus stehenden runden Adsorbern |
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