-
Preßluftwerkzeug. Die Erfindung bezieht sich auf ein Preßluftwerkzeug
mit durch die Stellung des Werkzeuges beeinflußtem Anlaßventil. Das Neue besteht
darin, daß das den Preßluftzutritt zum Zylinder überwachende Ventil unter Vermittlung
eines mit einer schiefen Ebene versehenen Schiebers durch eine quer zu Werkzeugstange
und Ventil bewegliche Kugel gesteuert wird, welche bei aufgesetztem Werkzeug durch
die Stange gegen die schiefe Ebene gedrückt wird und dadurch .das Ventil öffnet,
bei abgehobenem Werkzeug dagegen in eine Aussparung der Stange eintritt und dadurch
das Ventil zum Schließen durch eine Schließfeder
freigibt. Durch
die Erfindung wird der bei den bekannten Preßluftwerkzeugen mit durch die Stellung
des Werkzeuges beeinflußtem Anlaßventil bestehende Mangel, daß das Ventil auch an
den gewöhnlichen Arbeitsbewegungen des Meißelschaftes oder der Werkzeugstange teilnimmt,
was eine Drosselung der Frischluft im Gefolge hat, vermieden. Die Kugel liegt bei
aufgesetztem Werkzeug am glatten Teil der Werkzeugstange an, sie wird durch die
gewöhnlichen Arbeitsbewegungen der letzteren nicht verstellt und hält somit das
Ventil bei arbeitendem Werkzeug dauernd vollständig geöffnet. Erst wenn infolge
Abhebens des Werkzeuges vom Arbeitsstück die Werkzeugstange über das gewöhnliche
Maß vorgeschoben wird, fällt die Kugel in die Aussparung der Stange ein und gibt
dadurch das Ventil zum Schließen frei.
-
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes,
und zwar zeigen Abb. i einen achsialen Längsschnitt durch das ganze Preßluftwerkzeug,
Abb. 2 einen Achsenschnitt durch den vorderen Teil des Preßluftzylinders bei einer
anderen Stellung des Anlaßvetltils.
-
Das Preßluftwerkzeug besitzt einen Preßluftzylinder a mit darin hin
und her beweglichem Schlagkolben b und mit Steuerventil c, das durch die an jedem
Hubende des Kolbens b stattfindende Kompression verstellt wird. An das vordere,
abgesetzte Zylinderende a' ist eine hohle Tragstange d angeschraubt, in der
eine Stange g sich führt, die mittels einer nicht gezeichneten federnden Überwurfmutter
gegen Herausfallen gesichert ist und an ihrem äußeren Ende g" das auswechselbare
Werkzeug, z. B. einen Meißel i, trägt. Das innere Ende der Stange g ragt in den
Zylinder herein und nimmt die Schläge des Kolbens auf, welche durch die Stange auf
den Meißel übertragen werden.
-
Der Preßluftzutritt zum vorderen Zvlinderraum wird durch das Anlaßventil
in überwacht, das in einer seitlichen Kammer des vorderen Zylinderendes angeordnet
ist und unter Wirkung einer Schließfeder r steht. Dieses Ventil ist durch die Ventilstange
n mit einem Schieber o gekuppelt, der gleich wie das Ventil fii parallel zur Zylinderachse
geführt ist. Der Schieber besitzt eine schräge Steuerfläche o1, mit welcher eine
Kugel p zusammenwirkt, die sich gegen einen durch den rahmenförmig gestalteten Schieber
o hindurchgreifenden, festen Quersteg q stützt und in ein Quer-Ic:ch der Wandung
des abgesetzten Zylinderendes a1 eingreift. Mit der Kugel p wirkt wiederum die den
Meißel tragende Stange g zusammen, welche zu diesem Zwecke mit einer seitlichen
Aussparung g2 oder auch mit einer Ringnut versehen ist. Wenn das Werkzeug nicht
auf dem Arbeitsstück aufsitzt, befindet sich die Stange g in der in Abb. i gezeichneten
Stellung, in welcher die Aussparung g2 sich mit dem Loch in der Zylinderwandung
deckt. Die Kugel p tritt dann durch das Loch in die Aussparung g2 der Stange g ein.
Sie gibt dadurch den Schieber o frei, so daß sich das Ventil in unter Wirkung der
Feder r schließt und den Preßluftzutritt zum vorderen Zylinderraum absperrt.
Wird das Werkzeug dagegen a"fgesetzt und damit die Stange g in die in Abb.2 gezeichnete
Stellung gebracht, so drückt die Stange g die Kugel p nach außen, d. h. gegen die
schiefe Ebene o1, wodurch das Ventil m unter Vermittlung des Schiebers p und der
Ventilstange n entgegen der Wirkung der Feder r geöffnet wird. Die Preßluft hat
nun Zutritt zum vorderen Zylinderraum, so daß der Schlagkolben b wieder zu arbeiten
vermag. Solange das Werkzeug aufgesetzt ist, gelangt die Aussparung g2 trotz der
hin und her gehenden Bewegungen der Stange g nicht bis an die Kugel o. Letztere
liegt vielmehr am glatten Teil der Stange g an, so daß das Ventil m durch die gewöhnlichen
Arbeitsbewegungen der Werkzeugstange nicht beeinflußt wird.
-
Die Erfindung ist mit dem gleichen Vorteil auch bei solchen Preßluftwerkzeugen
anwendbar, bei welchen der Meißel nicht an einer besonderen Stange sitzt, sondern
mit seinem Schaft unmittelbar in dem vorderen abgesetzten Zylinderende geführt ist.