DE37814C - Waschmaschine für Sand, Erz und andere körnige Materialien - Google Patents

Waschmaschine für Sand, Erz und andere körnige Materialien

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DE37814C
DE37814C DENDAT37814D DE37814DA DE37814C DE 37814 C DE37814 C DE 37814C DE NDAT37814 D DENDAT37814 D DE NDAT37814D DE 37814D A DE37814D A DE 37814DA DE 37814 C DE37814 C DE 37814C
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DE
Germany
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rake
sand
channel
washed
materials
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT37814D
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English (en)
Original Assignee
A. GRESLY in Liesberg, Kanton Bern, und A. RÜGE in Zürich, Stadelhoferstr. 14
Publication of DE37814C publication Critical patent/DE37814C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03BSEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
    • B03B5/00Washing granular, powdered or lumpy materials; Wet separating
    • B03B5/48Washing granular, powdered or lumpy materials; Wet separating by mechanical classifiers
    • B03B5/50Rake classifiers

Landscapes

  • Separation Of Solids By Using Liquids Or Pneumatic Power (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 1: Aufbereitung von Erzen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. April 1886 ab.
Die vorstehende Waschmaschine ist nach dem Princip des Gegenstromes constrain und beruht darauf, dafs das zu waschende Material (Sand, Kies, Erz etc.) eine geneigte Fläche aufwärts gegen einen auf dieser Fläche abwärts fiiefsenden Wasserstrom geführt und mechanisch durch denselben hindurchgearbeitet wird, wodurch durch ein verhältnifsmäfsig geringes Quantum Wasser ein so gründliches Waschen des Materials stattfindet, wie es bis jetzt auf keine andere Art erreicht werden konnte.
Beiliegende Zeichnung veranschaulicht die Sandwaschmaschine, und es zeigt davon:
Fig. ι die Seitenansicht der Maschine mit theilweisem Längsschnitt,
Fig. 2 die Queransicht der Maschine nach Schnitt A-B,
Fig. 3 den Grundrifs der Maschine,
Fig. 4 ein Detail (Steuermechanismus für den Materialvorschieber).
Die Einrichtung besteht in der Hauptsache aus einer beliebig langen, geneigten Rinne, in welcher sich ein ebenso langer Rechen B auf- und abwärts bewegt, der jedesmal nur bei der Aufwärtsbewegung das zu waschende Material um eine gewisse Strecke (z. B. ca, 50 cm) vor sich herschiebt.
Die Neigung der Rinne A kann während des Ganges nach Bedürfnifs, ohne dafs dadurch deren relative Stellung zum Rechen verändert wird, beliebig regulirt werden.
Der Rechen B besteht aus einem Rahmen von Winkel- und Flacheisen, welcher in kurzen Intervallen (z. B. circa alle 25 cm) ein System von Querschaufeln b trägt. Diese Q.uerschaufeln bestehen jeweilen aus breiten Zinken oder Zähnen von Eisen- oder Stahlblech. Die Schaufelreihen sind so angeordnet, dafs sich die Zähne kreuzen, d. h. dafs die Schaufeln b jeder nachfolgenden Schaufelreihe (Rechen) hinter den Lücken der vorgehenden stehen.
Der Rechen B wird durch einige Achsen c mit kleinen Führungsrollen cl getragen, welche bei der Aufwärtsbewegung auf den Seitenwänden α der Rinne A kufen, und wodurch dann beim Zurückgehen über einen Führungsoder Steuerungshebel d (wobei also der Rechen in gehobener Stellung ist) die Schaufeln über das in der Rinne befindliche Material hinwegstreichen.
Das durch Waschen zu reinigende Material wird am untersten Ende in einen grofsen Trichter D eingeschaufelt oder eingekippt, aus welchem selbsttätig ein genau regulirbares Quantum Material zum Waschen aufgegeben wird. Diese Selbstthätigkeit besteht darin, dafs der grofse Trichter D auf einer Walze E aufsitzt, welche sich langsam dreht und von dem Material so viel mitnimmt, als die regulirbare Qeffhung des Trichters D gestattet. Dieses Material fällt in einen zweiten Trichter F mit Verschlufsklappe/, der sich unter dem Trichter und der Walze E befindet.
Es wird nun jeweilen die Verschlufswand oder Verschlufsklappe f bei jedem Hub des Rechens geöffnet, was das Auffallen des genauen Quantums Material in die Rinne gestattet, wo es sofort durch den Rechen aufwärts dem Wasser entgegen befördert wird. Nach dem Austritt des Materials klappt die Verschlufswand f infolge eines Gegengewichtes wieder zu, und bis der Rechen wieder zu-
rückkommt, ist auch wieder ein Quantum Material zur Abgabe in die Rinne bereit.
Das Wasser läuft am oberen Ende der Rinne langsam und gleichmä'fsig vertheilt ein, und es fällt Sand etc., nachdem er aufwärts dem Wasser entgegengeführt worden ist, am obersten, höchsten Ende der Rinnen sauber gewaschen heraus und kann in einem untergestellten Wagen oder Kippkarren zum Weitertransport aufgefangen werden.
Der Antrieb der Maschine geschieht von der Achse G aus mit Hand oder Riemenbetrieb; durch irgend eine Schaltvorrichtung, wie z. B. vorliegend durch ein Excenter mit Schalthebel h (am besten regulirbar) und Klinke i, wird die Walze E in stofsweise Rotation versetzt. Der Rechen B wird von einer beliebig an demselben angebrachten Zugstange Z von der Kurbelscheibe k aus hin- und herbewegt. Wie bereits erwähnt, ist er während des Aufwärtsganges in dem in der Rinne befindlichen Sand etc. gewissermafsen eingetaucht, während des Abwärtsgehens hingegen aus demselben heraus. Dieses wird erreicht durch eine Führungs- oder Steuerungsvorrichtung beliebiger Art. In vorliegender Construction ist es beispielsweise der zweiarmige Führungshebel d, Fig. ι und 4, welcher während des Rückganges des Rechens die Leitrollen c1 des Rechens B und damit den letzteren selbst hebt. Der eine nach aufwärts placirte Arm ist schwerer als der nach abwärts placirte und hat eine Abbiegung nach unten, während der letztere gerade ist. Wenn die Führungsrollen bei al angekommen sind, senkt sich- der Hebel d nach der Seite bei a1. Die Führungsrollen c1 mit dem Rechen B steigen auf dem Rückweg des Rechens auf den Hebel d; hat die Rolle c1 den Drehpunkt des Hebels d überschritten, so senkt sich durch das Rechengewicht der Hebel d auf der Seite von a2. Sind die Führungsrollen bei α2 angekommen, so hebt sich auf dieser Seite der Hebelarm wieder, und die Führungsrollen c1 gehen während des Aufstieges des Rechens (dem Wasserlauf entgegen) unter den Hebeln d durch, bis die Stellung a1 wieder erreicht ist.
Die Steuerung oder Führung des Rechens B kann ebenso gut durch irgend einen anderen gleichzweckigen Mechanismus ersetzt werden, z. B. durch ein seitliches Einschieben der überhöhten Rollenbahn während des Rückganges des Rechens.
Die Regulirung der Steigung des Rechens B kann leicht dadurch bewerkstelligt werden, dafs man diese Rinne nicht fest mit dem ganzen Gestell verbindet, sondern dasselbe einerseits von der Achse der Kurbelscheibe aus in fester Distanz aufhängt, andererseits aber mittelst einer Kette p, Fig. 1, u. dergl. höher oder tiefer hängt. Das Gewicht q an der Kette ^r1 dient einfach zum Equilibriren des Rechens während des Vorganges desselben.
Jeweils an der untersten Stellung des Rechens B stöfst derselbe am Hebel m an, der mit der Trichterklappe f verbunden ist und daher diese aus der Verschlufsstellung wegzieht. Sobald der Rechen aus seiner hintersten Stellung wieder weg ist, bewirkt auch das Gewicht der Klappe f ein Wiederschliefsen der Oeffnung des Trichters E.
Die hier beschriebene Gegenstrom - Waschmaschine kann in verschiedenen Gröfsen für Leistungen bis zu 100 und mehr Cubikmeter pro Tag angefertigt werden.
Der Wasserverbrauch ist äufserst klein, nämlich höchstens Y2 cbm Wasser für 1 cbm zu waschendes Material.
Als bewegende Kraft genügt: 1J2 Pferdekraft für eine tägliche Leistung von 60 cbm gewaschenen Materials. v
Bei Verwendung von Hochdruck-Wassermotoren zum Betriebe in Städten ist jeweilen das wenige aus dem Motor tretende Wasser zum Waschen mehr als genügend.
Es ist aber auch möglich, dafs die feinen mehr oder weniger löslichen Bestandteile des Materials, welche am untersten Ende als Schmutz und Schlamm abfliefsen, verwerthet werden können, sei es zu industriellen (z. B. Töpferei bei Lehm) oder zu rein landwirthschaftlichen (Dünger) Zwecken.
In diesem Fall können mittelst transportabler Satzkästen am unteren Ende der Rinne diese ablaufenden Materialien aufgefangen werden, um dieselben dann verwerthen zu können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Waschmaschine für Sand, Erze und körnige Materialien überhaupt, welche auf dem constructiven Princip des Gegenstromes beruht, indem die zu waschenden Materialien in einer Rinne A (von regulirbarer Neigung) der herunterfliefsenden Flüssigkeit (wie Wasser) entgegengeführt werden mittelst eines Rechens B, der infolge einer Steuerungs- oder Lenkvorrichtung während des Vorschiebens im Sand etc. eintaucht, während des Rückganges aber aus demselben heraustretend bleibt; die zu waschenden Materialien werden von Hand oder aus einem Reservoir (Trichter oder dergleichen) automatisch und in regulirbaren Quantitäten auf den unteren Theil der Rinne aufgegeben.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT37814D Waschmaschine für Sand, Erz und andere körnige Materialien Expired - Lifetime DE37814C (de)

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