DE86995C - - Google Patents

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DE86995C
DE86995C DENDAT86995D DE86995DA DE86995C DE 86995 C DE86995 C DE 86995C DE NDAT86995 D DENDAT86995 D DE NDAT86995D DE 86995D A DE86995D A DE 86995DA DE 86995 C DE86995 C DE 86995C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03BSEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
    • B03B9/00General arrangement of separating plant, e.g. flow sheets
    • B03B9/06General arrangement of separating plant, e.g. flow sheets specially adapted for refuse

Landscapes

  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT. \%
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Vorrichtung, welche die in den Strafsenabfällen vorhandenen Bestandteile, wie z. B. Pflanzenstoffe, Mineralstoffe bezw. Koth
■ und Asche, selbsttätig von einander trennen soll.
In den grofsen Städten haben diese Kehrichtmassen deshalb nur einen sehr geringen Werth, weil in denselben eine grofse Menge nicht verwendbarer Stoffe sich befinden, die einen unbequemen, viel Raum einnehmenden, zwecklosen Ballast bilden. Diese Strafsenabfalle setzen sich aus folgenden drei Hauptbestandtheilen zusammen: erstens aus den thierischen und pflanz-. liehen Bestandtheilen, welche zum grofsen Theil leichter sind als Wasser, zweitens aus den pflanzlichen Bestandtheilen, welche etwas schwerer als Wasser sind, und drittens aus den mineralischen Bestandtheilen, welche im allgemeinen bedeutend schwerer sind als Wasser. Die thierischen und pflanzlichen Bestandtheile sind es besonders, welche düngende und daher für die Landwirthschaft äufserst wichtige Stoffe enthalten ; aber um dieselben auch kaufmännisch verwerthen zu können, bedarf es einer Vorrichtung, vermöge welcher diese nützlichen Bestandtheile ohne grofse Kosten von den unbrauchbaren Stoffen getrennt werden können. Dies wird bei der neuen Anordnung dadurch erreicht, dafs die Stoffe in Wasser vermöge ihrer verschiedenen specifischen Gewichte getrennt werden. . Es werden zu diesem Zweck die Strafsenabfä'lle einem mit Wasser angefüllten Behälter zugeführt. Die thierischen und pflanzlichen Stoffe, welche leichter sind als Wasser und daher auf der Oberfläche desselben schwimmen, werden durch ein Schaüfelwerk herausbefördert, die Stoffe, welche schwerer als das Wasser sind, sinken unter und fallen in die Becher eines Becherwerkes, welches sie· fortführt und die schweren Stoffe, wie Asche, Schutt und dergl., vermöge seiner durchbrochenen Wände nach dem Wasserbehälter fallen läfst.
Die pflanzlichen und mineralischen Stoffe, welche schwerer sind als Wasser, werden nun in einen emporsteigenden Wasserstrom geleitet, durch welchen die leichteren vegetabilischen Stoffe mitgeführt werden, in dem die schwe^ reren mineralischen Stoffe aber untersinken und nunmehr zu einem Becherwerk gelangen, welches dieselben aus der Vorrichtung herausbefördert.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt ,
Fig. ι einen Längsschnitt nach der Linie 1-2 der Fig. 3,
Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie 3-4 der Fig. 1,
Fig. 3 eine Oberansicht der Vorrichtung und die
Fig. 4 und 5 mehrere Einzelheiten des Becherwerkes.
Die neue Vorrichtung besteht aus einem Behälter a, auf welchem ein länglicher Kanal b
angeordnet ist. In diesem Kanal befindet sich ein Becherwerk c, dessen einzelne Becher cl aus Drahtgeflecht gefertigt und an den Gliedern einer doppelten Gall'schen Kette dd (Fig. 4 und 5) befestigt sind, welche auf den Zahnrädern d1 d1 ruht. Die regelmäfsig freigelassenen Kettenglieder dd sind mittels der Achsen d2 verbunden, deren Enden mit Rädchen d3 versehen sind, welche auf den Schienen d 4 rollen. Vermöge dieser Anordnung nehmen diese Schienen dl das Gewicht des.. Becherwerkes auf und vermindern gleichzeitig den Zap'fendruck auf die Achsen. Damit das Becherwerk bequem reparirt werden kann, ist dasselbe beweglich in dem Kanal b angeordnet und wird von einem Gestell d5 getragen, welches auf den Rädern d6 ruht, welche letzteren auf den am Boden des Kanals b befindlichen Schienen d1 angeordnet sind.
Unterhalb des Kanals b ist ein geneigter Behälter e aus Blech vorgesehen, an dessen Ende ein senkrechter Kanal f sich befindet, welcher letztere an seinem oberen Ende mit einem Kanal f1 in Verbindung steht. Der Kanal f1 führt nach einer Transportvorrichtung g aus Drahtgeflecht, welche auf den Antriebrädern nach Art eines Treibriemens über einem Behälter g1 sich bewegt. Der Kanal f mündet mit seinem unteren Ende in einen Behälter h, in welchem sich ein ähnliches Becherwerk Z?1 wie das vorher beschriebene c befindet. Ein drittes Becherwerk i, welches ähnlich eingerichtet ist wie die vorher erwähnten, aber mit gewöhnlichen Blechbechern versehen ist, ist in Richtung eines Troges k angeordnet und reicht mit der Spitze bis zu einem mit einem Ausschütter m1 versehenen Raum m, welcher nach dem Kanal b führt, in welchem letzteren sich geneigt liegende Siebe η aus Draht befinden, so dafs alle durch die Siebe fallenden Stoffe auf das Becherwerk c fallen müssen. Aehnliche Siebe sind auch unter dem Kanal f und über dem Becherwerk h1 angeordnet.
Weiter befindet sich in Richtung einer schrägen, an dem Kanal b festen Platte p1 ein . Schaufelwerk ρ, dessen einzelne Schaufeln auf einer Gall'schen Kettep2 befestigt und durch Gliederp3 verbunden sind, welche zur Befestigung der Schaufeln dienen sollen.
Am Boden des Behälters a, in dem sich noch ein geneigtes Sieb r befindet, ist ein Stutzen s angeordnet, in dem ein mit einer Schraube s2 versehenes Rohr s1 sitzt.
Zuletzt ist noch ein Hahn t mit Schimmer tl am oberen Ende eines Rohres t- vorgesehen, durch welches dem Behälter α frisches Wasser zugeführt wird. Wenn der Wasserspiegel sinkt, so sinkt auch der Schwimmer t1 und öffnet dabei, den Hahn t, und wenn der Wasserspiegel steigt, so steigt ebenfalls der Schwimmer und schliefst den Hahn selbstthätig. Die Treppen Uu1U1 gewähren einen leichten Zutritt zu den verschiedenen Theilen der Vorrichtung und erleichtern somit die Ueberwachung.
Die Vorrichtung kann mittels der Hand durch Kurbeln oder am besten mittels Dampfkraft angetrieben werden, wobei bei der letzten Art des Antriebs der Kessel zweckmäfsig durch die schon ausgeschiedenen brennbaren Bestandtheile der Strafsenabfälle geheizt wird.
Die Vorrichtung wirkt in folgender Weise:
Die Strafsenabfälle, welche in den Trog k geworfen werden, werden durch das Becherwerk i in die Höhe gehoben und in den Behälter m geworfen, aus dem sie durch die Schüttöffnung m1 in den Kanal b fallen. Hierbei schwimmen die leichteren Körper oben auf dem Wasser, werden nun durch das Schaufelwerk ρ gefafst und nach aufsen befördert; diejenigen Körper aber, welche schwerer sind als Wasser, fallen durch die Siebe η auf das Becherwerk c, wobei die schwersten Körper, wie Asche, Schutt und dergl., durch die Becher hindurchfallen, auf den Boden des Behälters α gelangen und von da vermöge der Schraube i2 entfernt werden. Diejenigen Stoffe, welche auf den Bechern, c1 liegen bleiben, werden nunmehr nach dem Raum e befördert, in dem sie bis zu dem senkrechten Kanaiy gleiten. In diesem Kanal_/ steht das Wasser niedriger als in dem mit ihm verbundenen Behälter h, so dafs sich in dem Kanal f ein aufsteigender Wasserstr,om bildet, welcher die minder leichten thierischen und pflanzlichen Stoffe mit sich führt und dieselben durch den Kanal f1 der Transportvorrichtung g zuführt, welche das Wasser in den Behälter g1 abfliefsen läfst. Die schwereren mineralischen Bestandtheile fallen indessen- auf das Becherwerk h1, nachdem dieselben die Siebe n1 passirt haben, und werden von dort aus der Vorrichtung herausbefördert.
Es sind demnach alle Bestandtheile von einander getrennt, somit diejenigen, welche, als Düngemittel oder dergleichen dienen sollen, vollkommen abgeschieden von den unbrauchbaren Stoffen.
Die verwendbaren Stoffe können nunmehr noch in einer Trockenkammer weiter getrocknet . werden.

Claims (1)

  1. Pa tent-Anspruch:
    Vorrichtung zur Aufbereitung der Strafsenabfälle, dadurch gekennzeichnet, dafs diese durch ein Becherwerk i oder dergleichen in einen Wasserbehälter b α geschüttet werden, wobei die auf dem Wasser schwimmenden Bestandtheile von einem Schaufelwerk ρ her-
    ausbefördert werden, die untersinkenden Theile aber ein Becherwerk c mit Bechern c1 aus Geflecht oder dergleichen treffen, durch welche die schwersten Bestandteile sofort nach dem Behälter α fallen, während die leichteren Massen in den Bechern liegen bleiben und in den Behälter e befördert werden, worauf die leichteren thierischen und pflanzlichen Stoffe durch einen in dem Kanal f aufsteigenden Wasserstrom mitgeführt und nach einer Transportvorrichtung g geschafft werden, die im Kanal f im Wasserstrom untersinkenden Stoffe hingegen durch ein darunterliegendes Becherwerk h1 nach aufsen geführt werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2557183A1 (de) * 1975-12-18 1977-06-23 Borst Adolf H Verfahren zur trennung von organischen und anorganischen abfallstoffen und einrichtung zur durchfuehrung des verfahrens

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2557183A1 (de) * 1975-12-18 1977-06-23 Borst Adolf H Verfahren zur trennung von organischen und anorganischen abfallstoffen und einrichtung zur durchfuehrung des verfahrens

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