DE377849C - Fuehrung bei Foerderanlagen - Google Patents

Fuehrung bei Foerderanlagen

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Publication number
DE377849C
DE377849C DES58810D DES0058810D DE377849C DE 377849 C DE377849 C DE 377849C DE S58810 D DES58810 D DE S58810D DE S0058810 D DES0058810 D DE S0058810D DE 377849 C DE377849 C DE 377849C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
conveyor
counterweight
ropes
running
same direction
Prior art date
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Expired
Application number
DES58810D
Other languages
English (en)
Inventor
Ludwig Thallmayer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
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Publication date
Application filed by Siemens Schuckertwerke AG filed Critical Siemens Schuckertwerke AG
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Application granted granted Critical
Publication of DE377849C publication Critical patent/DE377849C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66BELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
    • B66B7/00Other common features of elevators
    • B66B7/02Guideways; Guides

Landscapes

  • Lift-Guide Devices, And Elevator Ropes And Cables (AREA)

Description

  • Führung bei Förderanlagen. Bei manchen Arten von Förderanlagen kann die Seilführung erheblich vereinfacht oder verbessert werden. Bei Doppeltreibscheibenförderung müssen z. B. stets vier Seile mit vier Körben oder zwei Körbe mit zwei Gegengewichten im Schacht geführt werden. Für jeden dieser Teile sind Führungsmittel im Schacht erforderlich, und es wurden bisher für jeden Teil besondere Führungsmittel vorgesehen.
  • Da die Spurlatten auf die ganze Teufe angebracht sein müssen, erfordert ihre Anbringung hohe Anlagekosten, und ihre Instandhaltung ist schwierig und teuer. Außerdem wird der Schachtquerschnitt etwa doppelt so groß wie bei Verwendung einer Trommelmaschine und kann selbst, wenn man vier Körbe anwendet, nur für die Förderung aus einem Horizont voll ausgenutzt werden. Diesen Umständen ist die Nichteinführung der an sich wertvollen Doppeltreibscheibenförderung zuzuschreiben.
  • Auch die Führung der an Stelle von Unterseilen benutzten Ausgleichsseile bei Treibscheiben- oder Trommelantrieb läßt vielfach zu wünschen übrig. Meist sind die die Ausgleichsseile tragenden Hilfsseile nur an den Körben geführt. Dadurch wird aber eine besondere Führung der Enden der Ausgleichsseile nicht überflüssig, da dieoEnden der Ausgleichsseile nach dem Verstecken tief unterhalb der Körbe stehen; bei der Verschiedenheit der Gewichte der Ausgleichsseile und der sie tragenden Hilfsseile ist eine Führung der Ausgleichsseile im Schacht unter allen Umständen zweckmäßig, damit sie nicht darin hin und her schlagen und die Schachteinbauten beschädigen. Besondere Führungsmittel (lafür im Schacht sind aber aus den oben genannten Gründen unzweckmäßig.
  • Nach der Erfindung wird zur Vermeidung der geschilderten Mängel bei För(leranlagen, bei denen entweder die Förderkörbe oder die Förderkörbe und die Gegengewichte, wie bei Doppeltreibscheibenantrieb, oder die Förder-und die Ausgleichsseile, wie bei Treibscheibeil- oder Trommelantrieb mit Ausgleichsseilen,- paarweise in gleicher Richtung laufen, die Anordnung so getroffen, (laß man die die gleiche Bewegung ausführenden Förderkörbe oder den Fiirderkorh und das sich in gleicher Dichtung bewegende Gegengewicht oder den 1-' iirderkorli und (las in gleicher Richtung bewegte Ende des Ausgleichsseiles im gleichen "feil des Schachtquerschnittes laufen läßt und sie an denselben Führungsmitteln (Spurlatten, Führungsseilen) führt.
  • Die Abh. t stellt eine nach den bisherigen Vorschlägen angeordnete Doppeltreibscheibenförderung dar.
  • In dieser Abbildung bedeuten 1 und 2 (lie gleichmäßig angetriebenen Treibscheiben, i o und 20 die Oberseile, i i und 21 die Unterseile. 3 ist der all den Spurlatten 13 geführte Ft)rderkorli, dessen Gegengewicht 5 an den Spurlatten 15 geführt wird. Der Korb läuft all den Spurlatten 14, (las Gegengewicht 6 an den Spurlatten 16. Wie aus dieser Abbildung ersichtlich ist, sind acht Spurlatten zur Führung erforderlich.
  • Die Abb.2 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Gleiche Bezugszeichen bezeichnen dasselbe wie in der Abb. i. Der Korb 3 und das Gegengewicht 6 sind an den Spurlatten 17, der Korb d. und (las Gegengewicht 5 an den Spurlatten 18 geführt. Damit dies bequem möglich ist, sind die an den Körben befestigten Unterseile oder Hilfsseile durch die Gegengewichte und die an diesen angreifenden Förderseile oder Hilfsseile durch die Körbe geführt.
  • Befänden sich nun die Gegengewichte dicht unter den Körben, so könnte der Fall eintreten, daß sich ein Korb z. B. bei Seilrutsch auf einer der Treibscheiben auf das darunter befindliche Gegengewicht aufsetzte und dadurch an seinem Boden beschädigt würde. Um diese Gefallt zu vermeiden, sollen die Körbe und die Gegengewichte so angeordnet werden, daß zwischen jedem Korb und dem in gleicher Richtung laufenden Gegengewicht so viel Abstand ist, (laß sie bei Seilrutsch nicht zusammenstoßen. Nun kann aber im Verlauf des Betriebes durch die bekannten Einflüsse allmählich eine Verschiebung der Seile gegeneinander eintreten, so (laß sich (las Gegengewicht auf der einen Seite dem Korb immer mehr nähert und dadurch auf dieser der Gefahrzustand allmählich wieder eintritt, der durch die ursprüngliche Anordnung eines Abstandes zwischen Korb und Gegengewicht vermieden werden sollte. Es ist deshalb wichtig, (laß es kenntlich gemacht wird, wenn eine das zulässige Maß überschreitende Annähe-. ung eines Gegengewichtes an einem Korb stattgefunden hat.
  • ach der Erfindung kann mau zu diesem Zweck für alle Seiltrümer oder mindestens für jedes Seiltrum derselben Seite besondere Teufenzeiger anordnen, die voll den Seilen selbst in bekannter Weise angetrieben werden. Zweckmäßig werden die Teufenzeigermarken der Seiltrümer einer und derselben Seite bei Beginn der Förderung auf die gleiche Höhe eingestellt. Entfernen sich die harken während des Betriebes voneinander, so zeigen sie dadurch an, (laß zwischen den Seilen derselben Seite eine Verschiebung eingetreten ist, (laß sich also ein Gegengewicht einem Korb genähert hat. Die gegenseitige Verschiebung der heilen von zwei Seiltrümern derselben Seite bewegten Teufenzeigerniarken kann dazu ausgenutzt werden, z. B. durch Schließen oder Öffnen eines Stromkreises, Signale auszulösen oder die Antriebsmaschine stillzusetzen.
  • Uni zu erkennen, ob der richtige Abstand zwischen einem Korb und dem im gleichen Sinne laufenden Gegengewicht besteht, kann man auch zwischen beiden eine Vorrichtung anbringen, die den Abstand zwischen ihnen mißt. Diese Vorrichtung kann z. B. aus einem Stab bestellen, der am Gegengewicht befestigt ist und den Korb durchdringt, so (laß auf ihm angebrachte Klarken im Korb abgelesen werden können.
  • Eine andere diesem Zweck dienende Vorrichtung, die eine zu große Annäherung zwischen dem Korb und dem Gegengewicht durch Signale anzeigt oder verhindert, ist in der Abb.3 als Beispiel dargestellt. Am Korb 3 ist ein -zweiarmiger Hebel 31 angebracht, der durch die Feder 32 in der gezeichneten Lage erhalten wird. Das hintere Ende dieses Hebels greift gabelartig um das Hilfsseil i i, das in bestimmter Entfernung über dein Gegengewicht 6 eine Verdickung 3o hat. Sobald sich nun das Gegengewicht 6 dem Korb 3 zri stark nähert, wird das rechte Ende des Hebels 31 mit in die Höhe genommen. Dadurch wird das linke Ende abwärts gedreht und gelangt über die linke Korbkante hinaus. Durch die Senkung des linken Endes kann z. B. eine Signalscheibe im Korb sichtbar gemacht werden. Dieses Ende kann aber auch dazu benutzt werden, ein Stück 34 aus einer im Schacht verlegten Bremsleitung 33 beim Vorbeifahren herauszuschlagen, so daß die Sicherheitsbremse einfällt. Die Bremsleitung 33 kann durch die ganze Teufe geführt werden, und die Stücke 34. können sich beliebig oft wiederholen. Die Meßvorrichtung kann also durch Übertragung ihrer die zu große Annäherung anzeigenden Stellung auf in der Bahn der Fördermittel angeordnete Mittel die Maschine stillsetzen oder Signale an unbewegten Stellen, z. B. im Maschinenhaus, auslösen.
  • Für die Führung der Ausgleichsseile an den gleichen Führungsmitteln, an denen die !, Körbe geführt werden, gibt die Abb. 4 ein Beispiel. I und II sind Fördertrommeln, auf die die Förderseile io und 2o, die die Förderkörbe 3 und 4 tragen, aufgewickelt werden. Das Ausgleichsseil 25 wird von den Hilfsseilen 23 und 24 getragen, die von der Trommel III bewegt werden. Die Förderkörbe 3 und 4 laufen auf den Spurlatten i7 und 18. Die Enden des Ausgleichsseiles 25 sind ebenfalls an den Spurlatten 17 und 18 geführt.
  • Die Gegengewichte tragenden Hilfsseile kann man unter Umständen verdoppeln and auf jeder Seite des Korbes ein solches Seil vorbeiführen, wie in Abb. 5 dargestellt. Damit erzielt man den Vorteil, daß das Korbinnere frei bleibt, und daß das Gegengewicht trotzdem in der Mitte des Schachtes läuft und nicht einseitig aufgehängt ist.
  • Unter Umständen kann man die in gleicher Richtung laufenden Seiltrume an einer Stelle oder an mehreren Stellen miteinander kuppeln, z. B. bei der Anordnung nach Abb. 2 über den Körben. Die Kupplung kann auch so gestaltet werden, daß sie bei Überbeanspruchung etwas gleitet. Die Kupplung hat den Vorteil, daß beide Treibscheiben gleichmäßiger an der Leistung mitwirken.

Claims (7)

  1. PATrNT-ANSPRÜCIIL.: i. Führung bei Förderanlagen, bei denen entweder die Förderkörbe oder die Förderkörbe und die Gegengewichte (Doppeltreibscheibenantrieb) oder die Förder- und die Ausgleichsseile (Treibscheiben- oder Trommelantrieb) paarweise in gleicher Richtung laufen, dadurch gekennzeichnet, daß die in gleicher Richtung laufenden Förderkörbe und die Gegengewichte oder die in gleicher Richtung laufenden Förder- und die Ausgleichsseile an gemeinsamen Führungsmitteln im Schacht geführt werden.
  2. 2. Einrichtung nach dem Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei in gleicher Richtung laufenden Förderkörbe oder ein Förderkorb und das Gegengewicht des andern im gleichen Teil des Schachtquerschnittes übereinanderlaufen.
  3. 3. Einrichtung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen jedem Korb und dem in gleicher Richtung laufenden Gegengewicht so viel Abstand ist, daß sie bei Seilrutsch nicht zusammentoßen.
  4. 4. Einrichtung nach den Anprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß für jedes Seiltrum oder mindestens für zwei Seiltrümer derselben Seite besondere Teufenzeiger vorhanden sind, die in an sich bekannter Weise von den Seilen angetrieben werden.
  5. 5. Einrichtung nach den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß durch die gegenseitige Verschiebung der beiden von zwei Seiltrümern derselben Seite bewegten Teufenzeigermarken Signale ausgelöst werden oder die Antriebsmaschine stillgesetzt wird:
  6. 6. Einrichtung nach den Ansprüchen i bis 3, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung, die den Abstand zwischen einem Korb und dem im gleichen Sinne laufenden Gegengewicht mißt.
  7. 7. Einrichtung nach den Ansprüchen i bis 3 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine zu große Annäherung zwischen dem Korb und dem Gegengewicht eine Vorrichtung (3o bis 32) verstellt wird, die Signale im Förderkorb auslöst oder durch Erwirkung auf in der Bahn des'Förderkorbes angeordnete Mittel die Antriebsmaschine stillsetzt oder Signale an entfernter Stelle auslöst. B. Einrichtung nach den Ansprüchen i bis 7, gekennzeichnet durch die Aufhängung des Ausgleichsseiles oder des Gegengewichtes an je zwei Hilfsseilen, die an verschiedenen Seilen jedes Korbes vorbeigeführt sind. g. Einrichtung nach den Ansprüchen i bis 8, gekennzeichnet durch Kupplung der in gleicher Richtung laufenden Seiltrümer an einer Stelle oder an mehreren Stellen. io. Einrichtung nach dem Anspruch g, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung als Gleitkupplung ausgebildet ist.
DES58810D 1922-02-02 1922-02-02 Fuehrung bei Foerderanlagen Expired DE377849C (de)

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DE (1) DE377849C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE976023C (de) * 1953-01-25 1963-01-17 Paul Dr-Ing Walter Doppelseil-Schachtfoerderung fuer den Bergbau durch senkrechte Foerderung mit Entlastung durch Gegengewicht

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE976023C (de) * 1953-01-25 1963-01-17 Paul Dr-Ing Walter Doppelseil-Schachtfoerderung fuer den Bergbau durch senkrechte Foerderung mit Entlastung durch Gegengewicht

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