DE37782C - Neuerung an elektrischen Umschaltern - Google Patents

Neuerung an elektrischen Umschaltern

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DE37782C
DE37782C DENDAT37782D DE37782DA DE37782C DE 37782 C DE37782 C DE 37782C DE NDAT37782 D DENDAT37782 D DE NDAT37782D DE 37782D A DE37782D A DE 37782DA DE 37782 C DE37782 C DE 37782C
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Application number
DENDAT37782D
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Original Assignee
A. BERNSTEIN in London
Publication of DE37782C publication Critical patent/DE37782C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H3/00Mechanisms for operating contacts
    • H01H3/32Driving mechanisms, i.e. for transmitting driving force to the contacts
    • H01H3/50Driving mechanisms, i.e. for transmitting driving force to the contacts with indexing or locating means, e.g. indexing by ball and spring
    • H01H3/503Driving mechanisms, i.e. for transmitting driving force to the contacts with indexing or locating means, e.g. indexing by ball and spring making use of electromagnets

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)

Description

PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Fatentiif im Deutschen Reiche vom 16. Februar 1886 ab.
Vorliegende Erfindung -bezieht sich auf eine neue Construction eines elektrischen Umschalters, welcher in solchen Fällen benutzt werden soll, in denen eine grofse Anzahl elektrischer Apparate, namentlich Glühlampen, hinter einander in eine gemeinsame Leitung eingeschaltet sind.
Bei derartigen Anlagen ist es nothwendig, sowohl einzelne Lampen als auch ganze Gruppen von Lampen aus dem Stromkreise ausscheiden zu können, und geschieht dieses in der Weise, dafs die einzelne Lampe oder die betreffende Gruppe kurz geschlossen wird.
Vermittelst des vorliegenden verbesserten Umschalters wird jedoch nicht nur Kurzschlufs hergestellt, sondern es wird zugleich auch die betreffende Gruppe oder einzelne Lampe von der Hauptleitung isolirt, so dafs Veränderungen in den nun isolirten Theilen vorgenommen werden können, selbst wenn in der Hauptleitung ein Isolationsfehler existiren sollte, ohne dafs die Handhabung der Leitung irgend welche Gefahr mit sich bringt.
Wenn nun die so isolirte Nebenleitung in die Hauptleitung wieder eingeschlossen werden soll, jedoch aus irgend einem Grunde die Nebenleitung unterbrochen ist, so würde durch ihren Einschlufs die gesammte Leitung unterbrochen werden. Es ist nun der hauptsächliche Zweck des vorliegenden neuen Umschalters, zu verhindern, dafs eine unterbrochene Nebenleitung in die Hauptleitung eingeschaltet werden kann. Der gröfseren Klarheit willen wird angenommen,' dafs sich die Hauptleitung in der Strafse, dagegen die Nebenleitung' in einem angrenzenden Hause befindet, weshalb letztere auch in nachstehendem einfach als Hausleitung bezeichnet werden i
Das.Wesentliche des neuen Umschalters besteht nun in folgender Einrichtung:
Wenn der Hebel des Umschalters die Position »Aus« verläfst, in welcher die Hausleitung kurz geschlossen ist, und ehe derselbe die': Position »An« erreichen kann, in welcher der Strom durch die Hausleitung gehen würde, ist der Hebel genöthigt, eine Zwischenlage einzunehmen, in der die Hauptleitung in zwei Theile getheilt wird. Der eine Theil geht durch einen permanenten Widerstand, welcher mit dem Umschalter verbunden ist, und der andere Theil geht durch die Hausleitung, im Falle solche vollständig ist. Ist das letztere der Fall, so geht der Strom durch einen im Umschalter befindlichen Elektromagneten, dessen Armatur angezogen wird. Diese Armatur würde, wenn dieselbe nicht angezogen wird, die weitere Bewegung des Umschalters verhindern; es ist deshalb nur möglich, den Hebel in die Position »An« zu bringen, wenn die Hausleitung vollständig ist.
Zum besseren Verständnifs vorliegender Erfindung diene beiliegende Zeichnung, welche den Umschalter in Fig. 1 in Aufsicht und in Fig. 2 im Durchschnitt darstellt.
. A ist ein runder Kasten aus isolirendem Material, in dessen obere Kante drei Metallstücke B C und D eingelassen sind. Der Umschalthebei L ist ebenfalls . aus Metall angefertigt und dreht sich um eine in dem Mittelpunkt des Kastens gelagerte Achse. Derselbe kann drei Stellungen einnehmen, welche
in der Zeichnung mit den Zahlen i, 2 und 3 bezeichnet sind.
In der Stellung 1 verbindet der Hebel L das Metallstück B mit D r in der Stellung 2 das Metallstück C mit D, und in der Stellung 3 ruht derselbe mit beiden Enden auf Isolationsstücken. E und F sind zwei Blattfedern aus Metall, deren federnde Enden auf dem Metallstück B bezw. D ruhen. Diese Federn sind gewöhnlich der Form der oberen Kante des' Kastens angepafst, jedoch bier der gröfseren Deutlichkeit wegen unter einem Winkel gezeichnet.
Der Hebel L trägt auf seiner oberen Seito an den Enden zwei Isolationsstücke G und H. Wenn der Hebel L sich in der Stellung 1 befindet, so ist B mit D leitend verbunden, und da die Hauptleitung einerseits an B, andererseits an D befestigt ist, so geht der Strom der Hauptleitung direct durch den Umschalthebel.
Die Federn E und F bilden die Endpunkte für die Hausleitung. Befindet sich nun der Hebel L in der Stellung 1, 'so hebt derselbe die Feder E von dem Metallstück B und die Feder F von dem Metallstück D, so dafs jetzt die beiden Federn auf den Isolationsstücken G und H ruhen. In dieser Lage des Hebels ist daher die Hausleitung aufser aller elektrischen Verbindung mit der Haupt- bezw. Strafsenleitung.
Damit der Umschalter seine weiteren Zwecke erfüllt, ist folgende Construction ausgeführt:
Die beiden Metallstücke B und C sind unter einander durch einen Widerstand R permanent verbunden. In dem Kasten A befindet sich ,ein Elektromagnet M, dessert Spulen in die Hausleitung eingeschaltet sind. Die federnde Armatur N dieses Elektromagneten tra'gt einen .Stift P, der so gelagert ist, dafs derselbe eine Bewegung des Hebels L aus der Stellung 2 in die Stellung 3 verhindert, wenn die Armatur JV nicht angezogen ist. Ist die Armatur aber angezogen, so befindet sich der Stift P unterhalb der Drehüngsfläche des Hebels Lj und kann letzterer deshalb aus der Stellung 2 in die Stellung 3 gehen. Wenn sich der Hebel in der Zwischenlage 2 befindet, so geht ein Theil des Stromes durch den permanenten Widerstand R und ein anderer Theil des Stromes durch die Hausleitung, falls dieselbe nicht unter- . brachen ist; es wird in diesem Falle die Armatur N angezogen und der Hebel L kann in die Stellung 3 gelangen, in welcher nun der ganze Strom durch die Hausleitung geht. Ist jedoch die Hausleitung in irgend einer Weise unterbrochen, so ist es unmöglich, den Hebel L in die Stellung 3 zu bringen, und wird auf diese Weise eine Unterbrechung des Hauptstromes vollständig gehindert.
Anstatt des Elektromagneten M kann irgend. eine Vorrichtung benutzt werden, welche nur die Existenz eines Stromes in der Hausleitung anzeigt, ohne die freie Bewegung des Hebels L zu hindern; diese Einrichtung ist jedoch natürlich nicht so vollkommen als die beschriebene. Der Umschalter, wie er hier in Verbindung mit der gesammten Hausleitung beschrieben ist, kommt ferner zur Anwendung in Verbindung mit jedem einzelnen Apparate, welcher sich in der Hausleitung befindet.
Der Hebel L, der in vorstehendem als im Kreise drehbar beschrieben ist, kann auch durch einen Schieber ersetzt werden, welcher sich in "einer beliebigen Richtung bewegt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An elektrischen Umschaltern für Haupt- und Zweigleitungen ein Umschalthebel (L), mit Hülfe dessen man die Zweigleitung ein- und ausschalten, gleichzeitig aber auch einen passend angeordneten Widerstand (R) parallel der Zweigleitung schalten kann, in Verbindung mit einem in die Zweigleitung eingeschalteten Elek^ tromagneten (M) mit Armatur, oder an dessen Stelle einer anderen durch den Strom der Zweigleitung elektrisch beeinflufsten Vorrichtung, welche den Hebel (L) verhindert, in die Einschaltstellung zu rücken, so lange die Zweigleitung unterbrochen ist. '
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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