DE3765A - Eine Planrevolver-Drehbank - Google Patents

Eine Planrevolver-Drehbank

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DE3765A
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English (en)
Original Assignee
M. HASSE & COMP., Maschinenfabrik, in Berlin

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Description

1878.
PATENTSCHRIFT
MAX HASSE & CO. in BERLIN. Eine Plan-Revolver-Drehbank.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. April 1878 ab.
Zweck dieser Maschine ist, complicirte Drehstücke, z. B. der Metallwaarenbranche, welche zu ihrer Bearbeitung die Anwendung einer Reihe verschiedener Werkzeuge erfordern, herzustellen, ohne dafs ein Wechseln der Werkzeuge seitens des Arbeiters nöthig ist.
Für diesen Zweck existiren bis jetzt vorzugsweise die amerikanischen Revolverbänke, allein da bei diesen der Revolversupport mit seinen Werkzeugen nur in der Axenrichtung der Drehspindel verschiebbar ist, so kann man mit demselben nur centrale Bearbeitung ausführen und mufs für Bearbeitungen rechtwinklig zur Spindelaxe einen zweiten Support, den sogenannten Quersupport haben, bei welchem jedoch die Zahl der Werkzeuge sehr beschränkt ist.
Um die Bearbeitung eines Gegenstandes mit einer gröfseren Anzahl von Werkzeugen, welche nicht nur in der Spindelrichtung, sondern auch quer zu derselben gegen das Arbeitsstück geführt werden können, zu ermöglichen, und zwar auf eine schnelle und bequeme Art, wie es für Massenfabrikation nöthig ist, haben die Erfinder eine Maschine construirt, welche die vielseitigste Anwendung zuläfst.
Diese Maschine ist in beiliegender Zeichnung dargestellt. A ist eine Vorderansicht vom Standpunkte des Arbeiters aus, B eine Seitenansicht mit Weglassung des Spindelkastens, C ist ein Grundrifs.
Der Revolversupport besteht aus dem Schlitten a, welcher durch Handrad b mittelst Trieb und Zahnstange schnell und bequem auf dem Bett in der Richtung der Drehspindelaxe verschoben werden kann. Auf diesem Schlitten a ist quer zur Drehspindelaxe der eigentliche Revolverschlitten c verschiebbar, und zwar durch Handhebel d, ebenfalls mittelst Trieb und Zahnstange. Der Revolverkopf e, welcher hier zur Aufnahme von sechs Werkzeugen (deren Zahl jedoch beliebig gewählt werden kann) eingerichtet ist und dessen Axe parallel zur Drehspindel liegt, ist auf dem Revolverschlitten c drehbar befestigt. Die Bohrungen zur Aufnahme der Werkzeuge sind hier parallel zur Drehspindel angeordnet und befinden sich demnach auf der Planseite des Revolverkopfes, können jedoch, wenn es die Umstände erfordern, auch in der Mantelfläche des Kopfes liegen, also radial zu dessen Axe. f bezeichnet die Befestigungsschrauben für die Werkzeuge, g die Schrauben, welche für jedes einzelne Werkzeug einen verstellbaren Anschlag bilden.
Entfernt man mittelst Handhebel d den Revolverschlitten von der Drehspindel, so tritt, nachdem das Werkzeug das Arbeitsstück verlassen hat, eine Sechstelumdrehung des Revolverkopfes selbstthätig ein, und auf diese Weise kann ein Werkzeug nach dem andern in Thätigkeit gebracht werden.

Claims (3)

Patent-Ansprüche: Die durch beiliegende Zeichnung und vorstehende Beschreibung erläuterte Plan-Revolver-Drehbank, bei welcher gleichzeitig
1. der Revolverkopf sich um eine horizontale Axe dreht,
2. der Revolverkopf nicht nur in der Richtung der Drehspindelaxe, sondern auch gleichzeitig quer zu derselben bewegt werden kann,
3. jedes Werkzeug für sich einen besonderen Anschlag hat und entweder, wie in der Zeichnung, auf der Planseite, oder auch auf der Mantelfläche des Revolverkopfes befestigt ist.

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