DE37603C - Atmosphärische Maschine - Google Patents
Atmosphärische MaschineInfo
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- DE37603C DE37603C DENDAT37603D DE37603DA DE37603C DE 37603 C DE37603 C DE 37603C DE NDAT37603 D DENDAT37603 D DE NDAT37603D DE 37603D A DE37603D A DE 37603DA DE 37603 C DE37603 C DE 37603C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02G—HOT GAS OR COMBUSTION-PRODUCT POSITIVE-DISPLACEMENT ENGINE PLANTS; USE OF WASTE HEAT OF COMBUSTION ENGINES; NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F02G1/00—Hot gas positive-displacement engine plants
- F02G1/04—Hot gas positive-displacement engine plants of closed-cycle type
- F02G1/043—Hot gas positive-displacement engine plants of closed-cycle type the engine being operated by expansion and contraction of a mass of working gas which is heated and cooled in one of a plurality of constantly communicating expansible chambers, e.g. Stirling cycle type engines
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- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanically-Actuated Valves (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Diese Erfindung bezieht sich auf eine Neuerung in derjenigen Klasse von atmosphärischen
Maschinen, in welchen die bewegende Kraft dadurch erzeugt wird, dafs man während
des ganzen oder theilweisen Kolbenhubes durch Wärme verdünnte Luft in den Cylinder einströmen
läfst, so dafs auf einer Seite des Kolbens ein theilweises Vacuum entsteht und der
auf die andere Seite des Kolbens wirkende volle Atmosphärendruck die Bewegung erzeugt.
Die zu diesem Zwecke construirte Maschine ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt,
in welcher:
Fig. ι einen Verticalschnitt,
Fig. 2 eine untere Ansicht des Schiebers, welcher den Luftzuflufs controlirt, und
Fig. 3 einen Horizontalschnitt in der Ebene x-x, Fig. ij welcher den Mechanismus zum
Reguliren der Hitze zeigt, vorstellt.
In dieser Zeichnung bezeichnet der Buchstabe A den Cylinder, welcher an einem Ende
mit einer Luftzuströmungsöffnung α und mit einem Ausströmkanal b versehen ist, welcher
von dem unteren Theil des Cylinders ausläuft und in dessen oberen Ende ein zweiter Ausströmkanal
c angebracht ist. B ist der Kolben, dessen einer Theil d in den Cylinder pafst,
während sein anderer Theil dl einen kleineren Durchmesser und die Form eines hohlen Cylinders
hat, an dessen Boden ein Ende der Lenkstange M befestigt ist. Am Boden des
Kolbens ist eine Scheibe b2 in solcher Weise
befestigt, dafs unterhalb des Kolbens eine Luftschicht gebildet wird, um das Ueberhitzen desselben
zu verhindern. C ist die Kurbelachse, auf welcher, wie gewöhnlich, eine Riemscheibe
und ein Schwungrad sitzt. Diese Kurbelachse ist in Ständern c1 c2 gelagert, welche auf dem
Cylinder A befestigt sind. Der Cylinder ruht auf einem Kasten D, in welchem ein Gasbrenner
E in einer solchen Lage angebracht ist, dafs die Flamme dicht unter der Lufteinströmöffnung
α des Cylinders steht. Der Brenner E wird durch eine Röhre f mit Gas versehen
und der Zuflufs des Gases durch einen Hahn F regulirt. G, Fig. 1 und 2, ist ein
Schieber, welcher dazu dient, die Lufteinströmöffnung α zu öffnen oder zu schliefsen. Derselbe
besteht aus einer Metallplatte g, welche auf einer in Führungen g2 der Länge nach
verschiebbaren Unterlage g1 liegt. Um die Platte g dicht gegen die untere Fläche des
Cylinderbodens zu drücken, ist zwischen derselben und der Unterlage g1 eine Feder gs
angebracht.
Zum Oeffnen und Schliefsen der Ausströmöffnungen b c dient ein Schieber H, Fig.. 1,
welcher sich in einem in dem Ständer c2 angebrachten Schieberkasten bewegt und so construirt
ist, dafs die Ausströmöffnungen b c in Verbindung stehen, wenn derselbe die in Fig. 1
gezeigte Stellung einnimmt. Wenn jedoch der Schieber H weit genug in der Richtung des
Pfeiles 4 bewegt wird, so wird die Oeffnüng c frei und die über dem Kolben B befindliche
Luft kann durch diese Oeffnüng aus dem Cylinder entweichen. Den Schiebern H und G
wird die nöthige hin- und hergehende Bewegung durch einen Hebel / mitgetheilt, welcher
sich um einen an dem Ständer c2 festen Zapfen i dreht und mit welchem der Schieber
H durch ein Gelenk h verbunden ist. Das untere Ende des Hebels J erstreckt sich durch
ein Loch in dem Schieber' G. Der Hebel kann jedoch auf irgend eine passende Weise
mit dem Schieber G verbunden werden. Das obere Ende des Hebels J ist mit einem
Zapfen z'1 versehen, welcher in eine in der auf der Kurbelachse festen Rolle J1 angebrachten
Nuthenscheibe i2 eingreift.
Um den Gaszuflufs zu dem Brenner E zu reguliren, ist an dem Zapfen des Hahnes F
ein Arm F1 angebracht, Fig. ι und 3. welcher
mit einem gekrümmten Schlitz versehen ist. In diesen Schlitz erstreckt sich ein an
dem Schieber G fester Stift G1, so dafs, wenn die Oeffhung α offen ist, das Gas voll angedreht
ist; wenn aber der Schieber die Oeffnung α schliefst, so wird das Gas beinahe
ganz abgeschlossen.
Der in Fig. 1 gezeigte Durchschnitt zeigt den Kolben, während er sich in der Richtung
des Pfeiles 1 aufwärts bewegt und etwa drei Viertheile seines Hubes durchlaufen hat. Die
Kurbelachse C dreht sich in der Richtung des Pfeiles 2. In dieser Stellung bedeckt der
Schieber H die Ausströmöffnung c, der Schieber G schliefst die Lufteinströmungsöffnung a
beinahe ab und der Gaszuflufs zu dem Brenner E ist beinahe geschlossen, so dafs blos
eine ganz kleine Flamme brennt. Indem sich nun der Kolben weiter aufwärts bewegt, wird
der Schieber H ganz wenig gegen den Cylinder hingeschoben, und der Schieber G bewegt
sich weit genug, um die Lufteinströmungsöffnung ganz abzuschliefsen. Die Gase im
unteren Theile des Cylinders sind somit im Stande, sich frei auszudehnen und ein theilweises
Vacuum zu bilden. Da nun der volle Atmosphärendruck auf die obere Fläche des Kolbens -B wirkt, so wird der Kolben abwärts
bewegt, und während dieser Bewegung des Kolbens nach unten bleibt die Lage der Schieber
H und G und des Hahnes F unverändert, und die im unteren Theile des Cylinders befindlichen
Gase werden durch den Kanal b und die Oeffnung c in den oberen Theil des
Cylinders getrieben.
Sobald nun der Kolben anfängt, sich nach oben zu bewegen, wird der Hebel J in der
Richtung des Pfeiles 3 bewegt, der Schieber H bewegt sich in der Richtung des
Pfeiles 4, die Ausströmungsöffiiung c wird frei, während der Kanal b noch bedeckt bleibt,
und die im oberen Theile des Cylinders befindliche Luft kann durch die Oeffnung c entweichen.
Zugleich wird der Schieber G in solcher Weise durch den Hebel J bewegt, dafs die Lufteinströmung α ganz geöffnet und
der Hahn F so gedreht wird, dafs das Gas voll zu dem Brenner strömen kann. Die Gasflamme
tritt nun durch die Oeffnung α in den Cylinder, und die zugleich in den Cylinder
strömende atmosphärische Luft wird schnell erwärmt, da dieselbe in directe Berührung mit
der Flamme kommt und die Flamme selbst durch den in der einströmenden Luft enthaltenen
Sauerstoff auf eine intensive Hitze gebracht wird.
Während nun der Kolben fortfährt, sich aufwärts zu bewegen, kommen die Schieber
wieder in die in Fig. 1 gezeigte Stellung, der Luftzuflufs wird vermindert und zuletzt ganz
abgeschnitten, der Gaszuflufs wird vermindert, und wenn der Kolben seine oberste Stellung
erreicht hat, wird er abwärts getrieben, wie schon oben beschrieben.
In der Zeichnung ist blos ein einziger Brenner gezeigt, aber in gröfseren Maschinen
können , mehrere Brenner angebracht werden.
Die erhitzte Luft dient keineswegs dazu, dem Kolben Bewegung mitzutheilen, sondern hat
nur die Wirkung, auf einer Seite des Kolbens ein theilweises Vacuum zu bilden, wodurch
die äufsere Atmosphäre einen Druck in der entgegengesetzten Richtung ausübt.
Eine Abkühlung des Cylinders ist nicht nothwendig, weil die Gasflamme, so lange dieselbe
nicht in Wirkung tritt, ganz klein ist.
Dadurch, dafs die Gase, während der Kolben sich unten bewegt, vom unteren Theile
desselben entweichen und somit beim Ausströmen keinen Widerstand durch die äufsere
Atmosphäre zu überwinden haben, wird der Kolben von dem von oben darauf wirkenden
Druck der Atmosphäre bis zum unteren Ende seines Hubes getrieben.
Claims (2)
1. Bei atmosphärischen Maschinen die Erhitzung der Luft auf der einen Kolbenseite
mittelst einer Gasflamme während des Einsaugens, so dafs nach erfolgter Schliefsung
der Einsaugeöffnung bei stattfindender Abkühlung der vorher erwärmten Luft der Kolben infolge des theilweisen Vacuums
durch den Atmosphärendruck bewegt wird, wobei die Luft von der einen Kolbenseite
auf die andere übertritt und beim darauf folgenden Hub erst nach aufsen abgeführt
wird.
2. Bei der unter 1. gekennzeichneten Maschine:
a) die Steuerung, bestehend in der Anordnung der Schieber G und H,
welche von dem Steuerhebel J mittelst der Nuthenscheibe J1 bewegt
werden, wobei der Schieber G die Einströmung der erwärmten Luft unter
dem Kolben regulirt, während Schieber H die UeberfUhrung der Luft
von der unteren Kolbenseite auf die obere und von dort ins Freie bewirkt ;
b) die Regulirvorrichtung für die Gaszuströmung, bestehend in der Verbindung
des Gashahnes F mit dem Schieber G, so dafs der Hahn F während des Einsaugens der Luft
durch Oeffnung α vollständig geöffnet, dagegen mit Beendigung der
Saugperiode so weit geschlossen wird, dafs nur so viel Gas ausströmt, um das Erlöschen der Flamme zu verhindern.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE37603C true DE37603C (de) |
Family
ID=313346
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT37603D Expired - Lifetime DE37603C (de) | Atmosphärische Maschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE37603C (de) |
-
0
- DE DENDAT37603D patent/DE37603C/de not_active Expired - Lifetime
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