DE7558C - Neuerungen an Dampfwasserhebern - Google Patents
Neuerungen an DampfwasserhebernInfo
- Publication number
- DE7558C DE7558C DENDAT7558D DE7558DA DE7558C DE 7558 C DE7558 C DE 7558C DE NDAT7558 D DENDAT7558 D DE NDAT7558D DE 7558D A DE7558D A DE 7558DA DE 7558 C DE7558 C DE 7558C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- pump
- slide
- steam
- suction
- valve
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 title claims description 40
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims description 9
- 238000005086 pumping Methods 0.000 claims description 8
- 230000005494 condensation Effects 0.000 claims description 5
- 238000009833 condensation Methods 0.000 claims description 5
- 238000007789 sealing Methods 0.000 claims description 2
- 230000010355 oscillation Effects 0.000 claims 1
- 239000007921 spray Substances 0.000 claims 1
- 229910001018 Cast iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 230000009194 climbing Effects 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 230000003247 decreasing effect Effects 0.000 description 1
- 238000007373 indentation Methods 0.000 description 1
- 230000003993 interaction Effects 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- NJPPVKZQTLUDBO-UHFFFAOYSA-N novaluron Chemical compound C1=C(Cl)C(OC(F)(F)C(OC(F)(F)F)F)=CC=C1NC(=O)NC(=O)C1=C(F)C=CC=C1F NJPPVKZQTLUDBO-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 description 1
- 210000003813 thumb Anatomy 0.000 description 1
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
- F04F—PUMPING OF FLUID BY DIRECT CONTACT OF ANOTHER FLUID OR BY USING INERTIA OF FLUID TO BE PUMPED; SIPHONS
- F04F1/00—Pumps using positively or negatively pressurised fluid medium acting directly on the liquid to be pumped
- F04F1/02—Pumps using positively or negatively pressurised fluid medium acting directly on the liquid to be pumped using both positively and negatively pressurised fluid medium, e.g. alternating
- F04F1/04—Pumps using positively or negatively pressurised fluid medium acting directly on the liquid to be pumped using both positively and negatively pressurised fluid medium, e.g. alternating generated by vaporising and condensing
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Jet Pumps And Other Pumps (AREA)
Description
1879.
Klasse 59.
FRANCIS NEWCOME DAVIS in BELOIT (Wisconsin, Amerika). Neuerungen an Dampfwasserhebern.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. Januar 1879 ab.
Dieser mit Neuerungen ausgerüstete Dampfwasserheber soll gegenüber anderen Apparaten
dieser Art eine erhebliche Dampfersparnifs dadurch erzielen, dafs er das Entweichen von
Dampf in das Druckrohr verhindert.
Der Erfinder beabsichtigt, diesen Dampfwasserheber in zwei verschiedenen Arten auszuführen,
von denen die eine zwei und die andere nur einen Pumpraum erhält. An beiden
Arten sind die in den Patent - Ansprüchen näher bezeichneten Neuerungen angewendet.
Der Dampfwasserheber mit zwei Pumpräumen ist in Fig. 1 in einer Vorderansicht mit durchschnittener
Dampf- und Wassersteuerung gezeichnet. Er soll, als der die Neuerungen am deutlichsten zeigende, zuerst beschrieben werden.
Zwei Pumpräume V und V stehen auf einem
gemeinsamen Untersatz W, welcher die Druck- und Saugventilkammern enthält und auf vier
Füfsen den ganzen Wasserheber trägt. An einem abwärts gerichteten Saugestutzen des
Untersatzes schliefst sich das Saugerohr U an.
Hinter den Pumpräumen steht auf dem Untersatz ein Windkessel X gewöhnlicher Art und
auf diesem das Druckrohr A.
Je in dem Winkel, den der Windkessel mit einem der Pumpräume bildet, steht an jedem
der letzteren ein Einspritzer e und e\
Die Pumpräume tragen über sich ein gemeinsames Gussgehäuse mit der Dampfsteuerung,
welche, durch Steuerungsglieder vor den Pumpräumen liegend, mit der Wassersteuerung im
Untersatz in Wechselwirkung gesetzt ist.
Zur Verticalaxe in Fig. 1 ist der Dampfwasserheber
vollkommen symmetrisch gestellt, und es sind die Theile an der rechten Seite dieser Axe in allen Figuren mit denselben
Buchstaben bezeichnet, nur haben die symmetrischen Theile der linken Seite eine '.
Die Pumpräume V und V i sind stehende
Gufscylinder, an ihren inneren, von Dampf und Wasser berührten Flächen mit Holz bekleidet.
Sie saugen das Wasser durch die im Untersatz liegenden Saugeklappen T und Tx aus dem
Saugerohr U an und drücken es durch Druckklappen S und S1 in der Mitte des Raumes W
nach rückwärts in den Windkessel X und aus diesem in das Druckrohr A.
Die Druck- und Saugklappen gewöhnlicher Construction sind mit ihrem festen Ende je
zwischen zwei Leisten genietet, mit denen sie von der vorderen Seite in entsprechend gestaltete Nuthen des Untersatzes eingeschoben
und von dem vorderen Verschlufsdeckel des letzteren festgehalten werden. Sie sind nach
Entfernung des Verschlufsdeckels leicht zu lösen.
In dem Untersatz vor den Druckkläppen sind Strpmflügel an den Axen R und J?1 befestigt,
deren Zweck noch in der Folge bei der Dampfsteuerung beschrieben werden soll.
Die Dampfsteuerung besteht aus einem Vertheüungsschieber D und zwei Hülfsschiebern,
deren Axen in Fig. 1 mit K und K1 bezeichnet
sind.
Der Vertheüungsschieber D sitzt mit zwei Kolben F und F1 auf einer Stange, so dafs
diese Theile sich gleichzeitig verschieben müssen.
Ein Vacuum, ζ. B. im Pumpraum V, hebt durch den Kanal J das Ventil . H und saugt
den Kolben F, getrieben von der äufseren Luft, in seinen kleinen Cylinder hinein, wodurch
er den Vertheüungsschieber D nach links verschiebt. In derselben Weise bewegt
ein Vacuum im Pumpraum V1 den Vertheilungsschieber
nach rechts bis in die gezeichnete Stellung, so dafs der Dampf, durch das Rohr B
vom Kessel kommend, durch ein Gabelrohr und den Kanal C dem Hülfsschieber K des
linksseitigen Pumpraumes zugeführt wird. Wenn der Vertheüungsschieber die äufserste linksseitige
Stellung einnimmt, geht der Dampf durch den Kanal C' nach dem Hülfsschieber K^ des
rechtsseitigen Pumpraumes.
Es öffnet demnach ein Vacuum in einem der beiden Pumpräume den Dampfweg nach
dem Hülfsschieber des anderen Pumpraumes.
Die gewöhnlichen Kegelventile H und JI1
hindern in der Art, wie sie in den Verbindungskanal der Pumpräume mit den Steuerungscylindern
eingeschaltet sind, jede Druckwirkung aus den Pumpräumen auf die Kolben F und F'; gestatten jedoch die Saugewirkung.
Zwei regulirbare Hähne G und C?1 sind
über den Kolbenventilen H und H^ angebracht.
Sie gestatten während der Vacuumperiode den Eintritt einer kleinen Luftmenge in die Pumpräume,
welche, wie bei dem Hall 'sehen Pulso-
meter, sich über dem Wasserspiegel lagert und während der Druckperiode die Condensation
des Dampfes vermindert.
Dampf kann durch die Lufthähne nie entweichen, dies hindern die Kegelventile _£Tund JT'.
Die Hähne führen gleichzeitig den Steuerungscylindern Luft zu, wenn einer der Kolben F
oder F' durch das jenseitige Vacuum aus seinem Cylinder gezogen wird.
Die Dampfschieberpartie der Fig. ι ist in Fig. 8 gröfser gezeichnet, und es zeigt Fig. 9
einen Querschnitt durch den Vertheilungsschieber und den Hülfsschieber K% nach der Linie
α-β-π-γ-δ, indem angenommen wird, dafs
der Kanal /' mit seinem Anschlufs an den Hülfsschieber in die Zeichenfläche gedreht sei.
Der Hülfsdrehschieber selbst mit seiner Axe ist in Fig. 4 als Seitenansicht gezeichnet. Er
besteht aus zwei Scheiben g und g, welche mit einer gemeinsamen Nabe auf der Drehaxe
sitzen. Fig. 5 zeigt die vordere Ansicht einer dieser Scheiben. Zwei Oeffnungen h und h in
jeder Scheibe vermitteln den Dampfeintritt in die Pumpräume. Eine dritte Qeffnung i führt
den Dampf dem Einspritzer zu. Der Hülfsschieber sitzt in einem cylindrischen Gehäuse,
Fig. 8 und 9. Der äufsere Abstand seiner Scheiben g und gl ist \genau gleich der Höhe
des Gehäuses. Gegen die gemeinsamen Endflächen sind Schieberflächen w und w' gelegt.
Die äufsere Ansicht einer solchen Schieberfläche ist in Fig. 6 gezeichnet. Sie zeigt, entsprechend
der Scheibe des Drehschiebers, Oeffnungen h für den Dampfeintritt in den Pumpraum
und eine Oeffnung i für den Dampfeintritt in den Einspritzer. Die letztgenannte Oeffnung sitzt in der Schieberfläche um so viel
näher an die eine Oeffnung h als in der Drehschieberscheibe, dafs bei einer mittleren
Schieberstellung alle Oeffnungen geschlossen sind.
Die Schieberflächen w und w ] zeigen an
ihren äufseren Flächen Versenkungen, Fig. 6, und hierbei je eine gröfsere Versenkung, welche
die beiden Oeffnungen h mit einer Aussparung y' des Gehäuses, Fig. 8, an dem Schieberumfang
in Verbindung setzt, und eine kleinere Versenkung, welche von der anderen
dicht abgeschlossen ist und in gleicher Art wie die gröfsere die Oeffnung i mit einer Aussparung
ζ' verbindet. Beide Schieberflächen und ihre Versenkungen sind durch aufgeschlifiene
Deckel ψ und ψi und sechs Schrauben am
Umfang nach aufsen dicht abgeschlossen und an das Gehäuse befestigt.
Ein Bolzen xjj, Fig. 5, welcher durch die
Schieberflächen und die Scheiben des Drehschiebers hindurchgeht, begrenzt in länglichen
Bogenlöchern den Hub des letzteren.
Die Aussparung y', Fig. 8, welche, wie oben beschrieben, mit den Oeffnungen h beider Schieberflächen
eines Hülfsdrehschiebers in Verbindung steht, schliefst sich gegen den Pumpraum V hin an den Kanal /' an, wie die
Fig. 9 erkennen läfst, in welcher die Aussparung y 'und der Kanal /' in die Schnittebene
gedreht sind.
Die Aussparung ζ * verbindet die Oeffnungen i
beider Schieberflächen auf gleiche Art mit dem Kanal α1, welcher, nach rückwärts durch ein
Rohr αl verlängert, den Dampf nach ' dem Einspritzer
b' führt, Fig. ζ.
Der Dampf kommt von dem Vertheilungsschieber D, Fig. 9, durch den Kanal c' zwischen
die Scheiben gundg1 des Drehschiebers,
dessen Nabe er rings umströmt. Wenn bei der einen äufsersten Schieberstellung die Schieber-Öffnungen
h des Drehschiebers geöffnet sind, strömt der Dampf nach der Richtung der eingezeichneten
Pfeile durch den Kanal /' in den Pumpraum V1, und wenn bei der anderen
äufsersten Schieberstellung die Oeffnungen i unbedeckt sind, geht der Dampf in ähnlicher
Art nach dem Einspritzer b'.
Unter den Dampfeintrittskanälen / und /' der Pumpräume sind Platten O und Ox aufge^
hängt, bestimmt, den directen Dampfstofs auf die Wasserfläche zu verhindern und diesen zn
zwingen, sich nach allen Seiten zu yertheilen.
Die Hülfsschieber erhalten ihre Bewegung im Sinne eines Oeffhens der Dampfwege nach
den Pumpräumen von der Stange des Vertheilungsschiebers D, und die umgekehrte Drehung
nach der Pfeilrichtung in Fig. 8, entsprechend einem Abschliefsen der Pumpräume und demnach
dem Oeffnen des Dampfweges je in den Einspritzer, von den früher erwähnten Stromflügeln
R und R\ Die Drehung der Hülfsschieber
wird an den Bunden K und K1 bewirkt, Fig. ι und 4.
Der Steuerungsmechanismus ist in Fig. 3 als Ansicht gröfser gezeichnet.
Auf der Stange des Vertheilungsschiebers D
sitzen zwei abwärts gebogene Arme Έ und Έχ,-welche
ein Lineal Y so zwischen sich halten, dafs es dicht über den Bunden K und Kx der
Hülfsschieber hinweggeht. Aufwärts stehende, Zapfen f und fl der Bunde greifen in längliche
Schlitze Z und Z' des Lineals Y hinein. Wenn
der Vertheilungsschieber nach einer Seite, z. B^ nach rechts, verschoben wird, fafst die innere
Endfläche des Schlitzes Z1 den Zapfen /', nachdem der Vertheilungsschieber D den
Kanal C bereits vollständig abgeschlossen hat, und dreht den Ring K1 in die äufserste
Stellung rechts herum, wobei die Oeffnungen h des rechtsseitigen Hülfsschiebers sich öffnen.
Die Schlitze Z und Z ' sind so lang, dafs der
erstgenannte Z bei der besprochenen Bewegung des Lineals den Zapfen f mit seiner äufseren
Endfläche noch erreicht, obschon dessen Schieber ebenfalls offen steht. Bei der in Fig. 3
gezeigten Stellung haben beide Drehschieber die Dampfwege nach den Pumpräumen geöffnet.
Im allgemeinen öffnet also der Vertheilungsschieber, nachdem er selbst den Dampfweg
nach einem der beiden Pumpräume abge-
schlossen hat, den Hülfsschieber dieses Pumpraums im voraus für seine nächste Rückbewegung,
ohne gleichzeitig den Hülfsschieber des anderen Pumpraumes, den er bei der nächst
vorhergehenden Rückbewegung öffnete, wieder abzuschliefsen. Das Abschliefsen der Dampfwege
durch die Hülfsschieber wird, wie bereits bemerkt, durch die Stromflügel R und i?1 bewirkt.
Wenn ein solcher Stromflügel, z. B. der linksseitige R, von dem Druckwasser auf die
Platte m niedergelegt wird, hebt er mit dem Hebel OR durch die Gelenkstange OM ein
Gewicht M, welches fest auf einer vertical geführten Stange sitzt. Das obere Ende dieser
Stange trägt einen Stellring mit einem rückwärts gerichteten Zapfen JV, Fig. 2, welcher
beim Steigen eine Falle L des Bundes K, Fig. 3, erfafst. Die Falle L ist im Bunde so
befestigt, dafs sie sich nach oben frei drehen kann. Sie läfst den Zapfen W ohne Wirkung
passiren und fällt dann in die horizontale Lage zurück, über die hinaus sie sich nicht nach abwärts
drehen kann. Wenn die Stfomwirkung auf dem Flügel R ihr Ende erreicht, steigt
dieser und die Stange M fällt durch ihr Gewicht, wobei der Zapfen W die Falle L erfafst
und den Hülfsschieber so dreht, dafs vorab die Oeffnungen h nach dem Pumpraum abgeschlossen
werden und demnach die Oeffnimgen i nach dem Einspritzer sich öffnen. Die Platten
in und m1 hindern jede Einwirkung der Saugewasserströmung auf die Stromflügel.
Der Einspritzer &' des Pumpraumes V1 ist
in Fig. 2 durchschnitten gezeichnet. Er bildet einen röhrenförmigen stehenden Raum, welcher
sich bei abgesperrtem Dampf Wasser durch ein Klapp ventil C1 und ein Rohr d1 von einer
tiefliegenden und stets mit Wasser gefüllten Stelle des Druckventilraumes ansaugt und dieses
Wasser durch einen Kanal e' und ein Mundstück
P' in den Pumpraum V' spritzt, wenn
der Hülfsschieber durch das Rohr α1 frischen
Dampf von oben einführt. Da der Kanal el stets offen ist, so wird auch während der
Druckperiode aus dem Pumpraum V Wasser in den Einspritzer gelangen. Es hat dies keinen
Nachtheil, weil der Einspritzer dann abgesperrt ist und ohnehin Wasser ansaugt.
Der so ausgerüstete Dampfwasserheber arbeitet wie folgt:
Der Vertheilungsschieber steht, wie in Fig. 1 gezeigt ist. Beide Hülfsventile sind offen, beide
Gewichte M und M' gesenkt und demnach
die Stromflügel R und R ' gehoben. Die Pumpräume und die Einspritzer sind mit Wasser
gefüllt.
Der Dampf, durch das Rohr B kommend, passirt den Vertheilungsschieber D, geht durch
den Kanal C, den Hülfsschieber K und den Kanal I. Er wird von der Platte O über die
Wasserfläche vertheilt und verdrängt das Wasser aus dem Pumpraum V durch das Druckventil S
in den Windkessel X und in das Druckrohr A. Durch die Strömung des Druckwassers legt sich
der Stromflügel R\ wie gezeichnet,, auf die
Platte m. Das Gewicht M mit der Stange heben sich in die gezeichnete Stellung, ohne
den Hülfsschieber zu drehen. In dem Augenblick, in dem die Wasserfläche so tief sinkt,
dafs die über demselben liegende Luft unter dem Druckventil S in das Druckrohr strömt,
kommt das Wasser zum Stehen. Der Stromflügel R hebt sich durch das Gewicht M, und
dieses dreht mit dem Zapfen W an der Falle L den Hülfsschieber und sperrt den Dampfeintritt
h in dem Pumpraum V ab. Die ausströmende Luft hält den Stromflügel noch wenig
gesenkt, bis die Condensation im Pumpraum beginnt. Die Stange M sinkt ganz herab und
öffnet am Hülfsschieber den Dampfeintritt i in den Einspritzer, welcher sein Wasser vom
Dampf verdrängt durch das Mundstück P in den Pumpraum spritzt. Das hierdurch beförderte
Vacuum hebt das Ventil H, saugt Luft durch den Hahn G in den Pumpraum und die
äufsere Luft drückt den Kolben F in seinen Cylinder hinein. Der Vertheilungsschieher geht
nach links, schliefst den Kanal C, öffnet den Kanal C1 und öffnet mit dem Lineal Y den
Hülfsschieber Ki für den Pumpraum V\ Der
Dampf geht durch den Kanal C\ den Hülfsschieber K% und den Kanal /' in den Pumpraum
V1, in welchem sich der Vorgang genau so wiederholt, wie er für den Pumpraum V beschrieben
wurde.
Der Dampfwasserheber mit nur einem Pumpraufn ist in Fig. 7 gezeichnet. Er hat keinen
besonderen Dampfvertheilungsschieber. Alle anderen Theile sind entsprechend den vorstehend
beschriebenen gestaltet, jedoch mit anderen Buchstaben bezeichnet.
Ein Pumpraum steht auf einem Untersatz, in welchem auch hier die Saugklappe F und die
Druckklappe H in der früher beschriebenen Art angebracht sind. Der Einspritzer ist mit G,
sein Saugeventil mit K, sein Dampfrohr mit L und das Druckrohr des Pumpraumes mit M
bezeichnet. Unter dem letzteren sitzt der Windkessel. Ein Flügel /, vor dem Druckventil angebracht,
bewirkt den rechtzeitigen Abschlufs des Dampfes vor der Condensation durch das Drehventil A, mit der verticalen Stange D' und
dem Zapfen C1 an einer Falle des Ringes B, genau so, wie dies bei dem Dampfwasserheber
mit zwei Pumpräumen früher beschrieben wurde. Das neue an diesem Apparat ist die Steuerung
zum Oeffnen des Drehventils, welches letztere den früher beschriebenen Hülfsventilen gleich
ist. Diese Steuerung bewirkt ein Stromflügel E, welcher über dem Saugeventil F so angebracht
ist, dafs ihn der Strom des Saugewassers trifft und hebt. Seine Drehaxe trägt aufserhalb des
Ventilgehäuses einen Hebedaumen, welcher sich unter einen Winkel der Stange D legt und
diese Stange hebt, wenn der Stromflügel vom Saugewasser gedreht wird. Diese etwas veränderte
Kraftübertragung ist auch beim Stromflügel / und der Stange D' angewendet.
Wenn der Pumpraum gefüllt ist und die lebendige Kraft des Wassers das Luft- und
Dampfvolumen im oberen Theil des Pumpraumes verdichtet, hört der Saugestrom auf, gegen
den Drehflügel zu wirken. Die Stange D fallt durch ihr Gewicht und dreht mit einem Zapfen
an einer Falle des Ringes B den Drehschieber in der früher beschriebenen Art, so dafs der
Dampfeintritt in den Pumpraum sich erneuert.
Der eintretende Dampf vertheilt sich durch die früher erwähnte Platte über die Fläche
des Wassers und verdrängt das letztere durch das Druckventil H in den Windkessel und das
Druckrohr M. Der Einspritzer saugt sich gleichzeitig voll Wasser und der Stromflügel /
wird niedergelegt, wodurch die Stange Dl
steigt.
Sobald der Wasserspiegel unter die obere Kante der Druckventilöffnung kommt, tritt Luft
in das Druckrohr, die Stange D' fällt und schliefst den Dampfeintritt ab, wie früher beschrieben
wurde. Sie öffnet demnach den Dampfkanal nach dem Einspritzer, und dieser befördert die Condensation im Pumpraum. Die
Saugeperiode beginnt. Der Drehflügel E hebt die Stange D u. s. w.
Claims (3)
1. Die gezeichnete und beschriebene Gesammtanordnung
der selbstthätigen Steuerung eines Vertheilungsschiebers bei der Anwendung von zwei Pumpräumen, durch kleinen Kolben,
welche auf den Enden einer beiderseits durchgeführten Schieberstange befestigt sind
und in Cylindern sitzen, deren Endflächen nach der Seite des Schiebers offen sind.
Die Pumpräume stehen je mit einem der beiden Cylinderräume durch Kanäle und ein Kegelventil in Verbindung, welches letztere
sich nach den Pumpräumen hin öffnet, so dafs nie Druck aus den Pumpräumen nach den Steuerungscylindern gelangen kann.
Während der Vacuumsperiode saugen die Pumpräume abwechselnd je einen von den beiden Steuerungskolben in seinen Cylinder
hinein und setzen so den Vertheilungsschieber in oscillirende Bewegung.
2. Die regulirbaren Lufthähne an den unter i. genannten Verbindungskanälen der Pumpräume
mit den Steuerungscylindern, welche so über den Kegelventilen angebracht sind, dafs sie wie die Steuerungscylinder selbst
unter dem Einflufs der Sauge- und nie unter demjenigen der Druckwirkung stehen, wie
gezeichnet und beschrieben.
3. Ein Einspritzer an jedem Pumpraum, bestehend in einem hohlen Gefäfs mit einem
Saugeventil und einer Saugeleitung nach einem stets mit kaltem Wasser gefüllten Raum und mit einem Spritzkanal nach dem
Boden des Pumpraumes, welcher stets offen bleibt. Von oben her wird dem Einspritzer
nur während jeder Saugeperiode des Pumpraumes Dampf zugeführt. Während der Druckperiode saugt der Einspritzer Wasser
an und spritzt dasselbe bei der folgenden Saugeperiode durch ein Mundstück in den
Pumpraum, wie gezeichnet und beschrieben.
Ein oscillirender Drehschieber, welcher in die Dampfleitung eines Pumpraumes eingeschaltet
ist, entweder in Verbindung mit dem unter 1. genannten Vertheilungsschieber
oder auch ohne diesen. Der Drehschieber gestattet in seiner äufsersten Stellung dem
Dampf Eintritt nach dem Pumpraum und in der anderen äufsersten Stellung dem Dampf
Eintritt nach dem unter 3. genannten Einspritzer. Eine mittlere Stellung schliefst
beide Dampfwege ab, wie gezeichnet und beschrieben.
Die gezeichnete und beschriebene Steuerung zum Oeffnen des unter 4. genannten Drehschiebers
bei der Anwendung von zwei Pumpräumen durch die Schieberstange des unter 1., genannten Vertheilungsschiebers,
mit Hülfe eines an derselben befestigten Lineals, welches je, wenn der Vertheilungsschieber
den Dampfweg nach einem der beiden Pumpräume abgeschlossen hat, bei
noch fortgesetzter Bewegung den in diesem Dampfweg eingeschalteten Drehschieber dadurch
öffnet, dafs eine Fläche des Lineals auf einen Zapfen der Schieberaxe wirkt.
Es ist hierbei ausgeschlossen, dafs der Drehschieber des anderen Pumpraumes, welcher
bei einer vorhergehenden Oscillation des Lineales in ganz derselben Weise geöffnet
wurde, sich wieder schliefst. Der Vertheilungsschieber öffnet mit dieser Steuerung
jeden der beiden Schieber schon vorher für seinen nächsten Rückgang, schliefst jedoch
nie einen Drehschieber ab.
Die gezeichnete und beschriebene Gesammtanordnung der Steuerung zum Abschlufs
des unter 4. genannten Drehschiebers vor dem Eintritt der Condensation durch einen
Drehflügel, welcher vor dem Druckventil eines Pumpraumes so aufgestellt ist, dafs er,
durch den Strom des Druckwassers gedreht, eine vertical geführte Stange hebt, so dafs
diese Stange mit einem an ihrem oberen Ende befestigten Zapfen eine Falle an der
Axe des Drehschiebers, ohne Wirkung auf diesen selbst, passirt. In dem Augenblick,
wo die Stromwirkung aufhört, fällt die Stange selbsttätig, und ihr Zapfen erfafst
die ,Falle und schliefst den Drehschieber.
Die gezeichnete und beschriebene besondere Steuerung zum Oeffnen des selbstthätigen
unter 4. genannten Drehschiebers bei der Anwendung von nur einem Pumpraum durch einen Drehflügel, welcher vor der Saugeklappe
des Pumpraumes so angebracht ist, dafs er sich durch den Strom des Sauge-
wassers dreht und eine vertical geführte Stange hebt, welche genau so, wie dies bei
der unter 6. genannten Steuerung zum Abschlufs angegeben ist, nach Beendigung der
Saugewirkung durch ihr selbstthätiges Fallen den Drehschieber öffnet.
Die Befestigung der Druck- und Saugeklappen mit zwei aufgenieteten Leisten an ihrer
Die Befestigung der Druck- und Saugeklappen mit zwei aufgenieteten Leisten an ihrer
festen Endkante, mit denen dieselben in entsprechend gestaltete Nuthen des Ventilgehäuses
eingeschoben und durch den Verschlufsdeckel des Untersatzes festgehalten werden. Nach Abnahme dieses Verschlufsdeckels
ist die Auswechselung der Klappen leicht zu bewirken, wie gezeichnet und beschrieben.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7558C true DE7558C (de) |
Family
ID=285332
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT7558D Active DE7558C (de) | Neuerungen an Dampfwasserhebern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7558C (de) |
-
0
- DE DENDAT7558D patent/DE7558C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69332890T2 (de) | Kondensatableiter | |
| DE7558C (de) | Neuerungen an Dampfwasserhebern | |
| DE118526C (de) | ||
| DE346361C (de) | Steuerung fuer Dampframmen mit wahlweise abwaerts oder aufwaerts schlagendem Rammbaeren | |
| DE660077C (de) | Rueckschlagventil fuer die Druckleitung von Kreiselpumpen, insbesondere zum Kesselspeisen | |
| DE80941C (de) | ||
| DE2234496C3 (de) | Vorrichtung an einer Melkmaschine zum selbsttätigen Unterbrechen des Unterdrucks | |
| DE143406C (de) | ||
| DE492723C (de) | Fassfuellvorrichtung | |
| DE2655558C3 (de) | Anordnung zum Entlüften oder Entwässern von Leitungssystemen, Behältern o.dgl | |
| DE12195C (de) | Neuerungen an Pulsometern | |
| DE11394C (de) | Selbstthätiger Dampf kessel - Speiseapparat | |
| DE16842C (de) | Neuerungen an selbsttätigen Schiebersteuerungen für Dampfmaschinen zum direkten Betriebe von Pumpen und Wasserhebemaschinen | |
| DE106010C (de) | ||
| DE156930C (de) | ||
| DE2252057A1 (de) | Be- und entlueftungsventilkombination | |
| DE628594C (de) | Gegenzylinder fuer Schuettelrutschen mit staendig von Druckluft beaufschlagtem Arbeitskolben | |
| DE646317C (de) | Druckluftfluessigkeitsheber mit Schwimmersteuerung | |
| DE807358C (de) | Steuerung fuer Druckluftfluessigkeitscheber | |
| DE220583C (de) | ||
| AT20100B (de) | Vorrichtung zum Heben von Wasser und anderen Flüssigkeiten mittels stufenweise angeordneter Saugbehälter. | |
| DE802904C (de) | Schwimmerbetaetigte Steuerung fuer Druckluftfluessigkeitsheber | |
| DE122013C (de) | ||
| DE655973C (de) | Durch Druckluft, Gas oder Dampf betriebener Fluessigkeitsheber | |
| DE115822C (de) |