DE51290C - Dampfmaschine mit selbsttätiger Regulirung des Admissionsdampfes - Google Patents
Dampfmaschine mit selbsttätiger Regulirung des AdmissionsdampfesInfo
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- DE51290C DE51290C DENDAT51290D DE51290DA DE51290C DE 51290 C DE51290 C DE 51290C DE NDAT51290 D DENDAT51290 D DE NDAT51290D DE 51290D A DE51290D A DE 51290DA DE 51290 C DE51290 C DE 51290C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L15/00—Valve-gear or valve arrangements, e.g. with reciprocatory slide valves, other than provided for in groups F01L17/00 - F01L29/00
- F01L15/02—Valve-gear or valve arrangements, e.g. with reciprocatory slide valves, other than provided for in groups F01L17/00 - F01L29/00 with valves other than cylindrical, sleeve, or part-annularly-shaped, e.g. flat D-valves
- F01L15/04—Valve-gear or valve arrangements, e.g. with reciprocatory slide valves, other than provided for in groups F01L17/00 - F01L29/00 with valves other than cylindrical, sleeve, or part-annularly-shaped, e.g. flat D-valves main valve being combined with auxiliary valve
- F01L15/06—Valve-gear or valve arrangements, e.g. with reciprocatory slide valves, other than provided for in groups F01L17/00 - F01L29/00 with valves other than cylindrical, sleeve, or part-annularly-shaped, e.g. flat D-valves main valve being combined with auxiliary valve of Meyer or Rider type, i.e. in which the expansion is varied at the expansion valve itself
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
Vorliegende Erfindung betrifft solche Maschinen mit hin- und hergehenden Kolben, bei
denen die Schiebersteuerung des ein- und ausströmenden Dampfes getrennt vor sich geht
und besteht im wesentlichen in der directen Beeinflussung des den Einströmungsdampf
steuernden Schiebers durch den Centrifugalregulator, je nach dem Widerstände, welchen
die Maschine zu überwinden hat.
Beiliegende Zeichnung stellt den Mechanismus, welcher obigen Zweck erreicht, in Verbindung
mit dem Schieberkasten eines Dampfcylinders und dem Regulator dar, und zwar zeigt:
Fig. ι den Schieberkasten halb geschnitten und halb in der Ansicht;
Fig. 2 eine Stirnansicht des Dampfcylinders und aufserdem einen Schnitt nach der Linie
x-x der Fig. 1.
Der Dampfcylinder α ist in gewöhnlicher Weise mit Kolben, Kolbenstange, Pleuelstange,
Kurbel, Schwungrad welle etc. und nur einem Excenter versehen. Letzteres dient zum Antrieb
der Stange A, welche vermittelst zweier auf ihr angeordneter Arme B sowohl die
Schieber für den Einströmungs- als auch für den Ausströmungsdampf steuert.
Da der Antrieb der Steuerungstheile für die beiden Einströmungskanäle auf ganz gleiche
Weise geschieht, so soll im Folgenden nur eine Seite des Schieberkastens betrachtet werden.
Der Arm B der Excenterstange A ist mit zwei Mitnehmern versehen, von denen der
eine mit der Stange b des zur Steuerung des Ausströmungsdampfes dienenden Schiebers H
verbunden ist und letzterem eine continuirliche hin- und hergehende Bewegung ertheilt, wie
sie der Antrieb durch das Excenter bedingt. Der zweite Mitnehmer .B1 des Armes B bewirkt
den Hingang der zweiten Schieberstange F und damit die Oeffnung des durch Schieber G
bedeckten Einströmungskanales M, so dafs der Einströmungsdampf aus der Dampfkammer Q
seinen Weg durch Kanal M, Auspuff kammer jR, Kanal P in den Dampfcylinder nehmen kann;
der Auspuffdampf passirt den Raum R und geht nach Oeffnung des Schiebers H durch
das Rohr X hinweg.
Das Mitnehmen der Schieberstange F durch den Mitnehmer B1 geschieht mittelst eines
Sperrriegels C, welcher drehbar in der Schieberstange -F1 gelagert ist und durch eine Drehung
nach oben aus dem Bereiche des Mitnehmers B1 gebracht werden kann. Dieser Sperrriegel C
trägt an einem verticalen, mit ihm starr verbundenen Arm ein kleines Rad T und wird
durch eine unterhalb der Schieberstange F befestigte Feder /, welche durch zwei Glieder J1
mit ihm verbunden ist, nieder- und in einer derartigen Position gehalten, dafs der Mitnehmer
B1 gegen den Querriegel stöfst und ihn mitnimmt; eine Folge davon ist die Oeffnung
des Dampfeinströmungskanals M. Ein bestimmtes Gewicht des Querriegels C würde
ein gleiches Resultat haben wie die Feder /, jedoch ist die Wirkung der letzteren zuverlässiger
und positiver. Ist also der Querriegel infolge Wirkung der Feder J in seiner nor-
mal gezeichneten Lage, d. h. nicht nach oben gedreht, so wird der Einströmungskanal M
infolge Hinganges der Excenterstange A geöffnet werden und während des ganzen Hubes
der Maschine geöffnet bleiben.
Wird dagegen der Querriegel C infolge Wirkung des Centrifugalregulators mittelst später
zu beschreibender Mechanismen gehoben, so wird sofort die Schieberstange F und damit
der Schieber G durch den Dampfdruck, welcher in der Dampfkammer Q_ auf den hinlänglich
grofsen Endquerschnitt der Stange F wirkt, wieder zurückgeschoben und damit der Einströmungskanal
geschlossen. Der Mitnehmer B1 vollendet inzwischen mit der Excenterstange A
seinen Hub, indem er unter dem Querriegel C hingleitet. Das erwähnte Emporheben des letzteren
geschieht nun mittelst eines keilartig geformten, d. h. mit einer geneigten Fläche versehenen
Fufses D, welcher von dem einen Arm eines W'inkelhebels E getragen wird.
Letzterer ist drehbar auf einem mit dem Schieberkasten verschraubten Bügel U gelagert.
Der Hebel E nun ist mit der an den beweglichen Armen c befestigten, auf- und abwärts
steigenden Hülse des Regulators vermittelst der Stangen f, des Hebels E2 und der Stange E1
derartig verbunden, dafs (s. Figur) beim schnellen Gang der Maschine der Fufs D sich auf das
Rädchen T zu bewegt, beim langsamen Gang dagegen von letzterem hinweggezogen wird.
Bei sehr raschem Gang der Maschine wird also das Rad T, welches sich mit der Schieberstange
F vorwärts bewegt, auf der geneigten Fläche des Fufses D hinauflaufen und zugleich
von letzterem gehoben werden; dies wird je nach der Geschwindigkeitszunahme der Maschine
früher oder später während des Hubes derselben eintreten.
Ist mit dem Rädchen T zugleich der Querriegel C hoch genug gehoben, dafs der Arm B1
unter ihm bei seinem Hingange hinwegstreichen kann, so wird nunmehr der Schieber G sofort
infolge des auf die Endfläche der Schieberstange F wirkenden Dampfdruckes umkehren
und den Einströmungskanal M schliefsen. Obwohl also dann das Drosselventil weit geöffnet
ist, wird dennoch die Maschine keinen Dampf mehr bekommen und langsamer laufen müssen.
Es ist klar, dafs die Stelle des Kolbenhubes, an welcher ein Abschlufs des Zuströmungsdampfes
stattfindet, von dem Augenblicke abhängt, in welchem ein Heben des keilartigen Fufses D vom Regulator bewirkt wird. Ist
der Fufs D um ein grofses Stück gegen das Rädchen hinbewegt worden, so wird letzteres
schon zu Anfang des Hubes auf ersterem hinauflaufen, d. h. den Einströmungsdampf abschliefsen,
wenn der Kolben seine Arbeit eben begonnen hat. Ist dagegen der Widerstand der Maschine ein grofser, läuft dieselbe also
langsam, so wird infolge Sinkens der Regulatorhülse der Fufs D vom Rädchen C hinweggezogen
werden und damit der Contact zwischen Sperrriegel C und dem Mitnehmer S1
so lange aufrecht erhalten bleiben, als der Fufs D aufser Eingriff mit dem Rädchen T ist.
Um bei dem plötzlichen Zurückgange der Schieberstange F infolge Schnelllaufens der
Maschine Stöfse der ersteren auszuschliefsen, ist an ihrem äufseren Ende ein kleiner Kolben
J angeordnet, welcher in einem Luftcylinder /' spielt.
Tritt bei dieser Anordnung ein plötzlicher rascher Rückgang der Schieberstange F ein,
so wird sich hinter dem Kolben / ein Luftkissen bilden, welches den sonst unvermeidlichen
Stofs der ersteren gegen eine Hubbegrenzungsfläche aufhebt. Die Luft wird durch ein Ventil k in den Cylinder / eingeführt
und die Pressung des entstehenden Luftkissens mit Hülfe eines Hahnes L regulirt. Der
Kanal N dient dazu, die hinter dem Kolben I befindliche Luft für einen grofsen Theil des
Rückganges der Schieberstange F zunächst entweichen zu lassen.
Um letztere Wirkung noch zu erhöhen, ist der Kanal JV an seinem oberen Ende N1 erweitert.
Eine Folge dieser Anordnung wird sein, dafs sich die Schieberstange ohne Widerstand,
d. h. mit grofser Schnelligkeit um ein beträchtliches Stück zurückbewegen und den
Schlufs des Dampfzuströmungskanals bewirken kann, bevor ihr Luftkolben / die Stelle erreicht,
wo er den Kanal N abschliefst und wo die Wirkung des Luftkissens beginnt.
Um die Bewegungen des Regulators gleichförmiger 'zu machen, ist eine Spiralfeder V angeordnet,
welche durch Vermittelung eines Querriegels r auf die Stangen f einwirkt.
Um ein Durchgehen der Maschine infolge Abfallens oder Reifsens des Riemens h, mittelst
dessen der Regulator angetrieben wird, unmöglich zu machen, ist folgende Anordnung getroffen.
Auf der Spindel der Riemscheibe, um welche der Riemen h geführt ist, ist ein doppelarmiger
Hebel j gelagert, dessen langer Arm am Ende ein Rad k trägt; letzterer ruht auf
dem Rahmen h.
Der zweite, kurze Arm des Hebels trägt an seinem Ende eine Stange m, welche an ihrem
unteren Ende mittelst einer Nuth einen Theil η umfafst und dadurch zwischen dem Hebel j
und den Stangen f eine Verbindung herstellt, welche dem Regulator eine genügende Veränderlichkeit
in seiner gewöhnlichen Bewegung behufs Regulirung der Maschine gestattet. Wenn jedoch der Riemen h abfällt oder reifst, so
wird der lange Arm des Hebels j mit dem Rade k eine Drehung nach unten machen, der
kurze Arm des ersteren dagegen den Querriegel r nach oben ziehen. Die Folge wird
Claims (1)
- dieselbe sein, als ob der Regulator stark regulirte, d. h. es wird durch Vermittelung des Hebels E2 und der Stange E1 der Contact zwischen dem Fufs D und dem Rädchen T hergestellt; der Sperrriegel c wird gehoben und die Dampfzuströmung geschlossen.Z ist ein verstellbares Ausbalancirgewicht, durch dessen genaue Einstellung die Empfindlichkeit der Wirkung der Verbindungstheile zwischen dem Regulator und dem Fufse C so weit wie nöthig oder wünschenswerth getrieben werden kann.Pateντ-Anspruch:An Dampfmaschinen mit hin- und hergehenden Kolben, bei denen die Steuerung des ein- und ausströmenden Dampfes durch je zwei in getrennten Kammern Q und R angeordnete Schieber G und H bewirkt wird, die Anordnung des Antriebsmechanismus derartig, dafs je einer der beiden getheilten Mitnehmer der vom Excenter bewegten Stange A die Stangen b der Schieber H bewegt, während die zweiten Mitnehmer -B1 gegen Sperrriegel C wirken, welche in den Stangen F der. Schieber G drehbar gelagert sind und vermittelst ihrer Rollen T entweder mit den direct vom Regulator (durch //E2 E"1 E1 E1 E E) oder vom Hebel j bewegten Keilen D aufser Contact sind, so dafs der Mitnehmer B1 gegen die Querriegel C stofsen und die Oeffnung des Einströmungskanals M bewirken oder vermittelst der Keile D gehoben werden, so dafs die Mitnehmer B1 unter dem Querriegel C hinstreichen und der auf die Endfläche der Stange F wirkende Dampfdruck (oder Gewicht, Federn) ein sofortiges Zurückbewegen der letzteren und damit Schliefsen des Einströmungskanals bewirken.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE51290C true DE51290C (de) |
Family
ID=326073
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT51290D Expired - Lifetime DE51290C (de) | Dampfmaschine mit selbsttätiger Regulirung des Admissionsdampfes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE51290C (de) |
-
0
- DE DENDAT51290D patent/DE51290C/de not_active Expired - Lifetime
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