DE375873C - Verfahren zur Gewinnung von Schwefelsauerstoffverbindungen, Schwefelwasserstoff oder Schwefel aus schwer loeslichen oder schwer zersetzlichen Sulfaten mittels Bleisalze - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Schwefelsauerstoffverbindungen, Schwefelwasserstoff oder Schwefel aus schwer loeslichen oder schwer zersetzlichen Sulfaten mittels Bleisalze

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DE375873C DET22513D DET0022513D DE375873C DE 375873 C DE375873 C DE 375873C DE T22513 D DET22513 D DE T22513D DE T0022513 D DET0022513 D DE T0022513D DE 375873 C DE375873 C DE 375873C
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/48Sulfur dioxide; Sulfurous acid
    • C01B17/50Preparation of sulfur dioxide
    • C01B17/501Preparation of sulfur dioxide by reduction of sulfur compounds

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  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Schwefelsauerstoffverbindungen, Schwefelwasserstoff oder Schwefel aus schwer löslichen oder schwer zersetzlichen Sulfaten mittels Bleisalze. Die Gewinnung verdünnter Schwefelsäure aus Gips ist gemäß der britischen Patentschrift 2161/185d. bereits versucht worden. Dabei sollte der Gips in Wasser aufgeschwemmt mit Chlorblei umgesetzt werden zu Chlorcalcium und Bleisulfat. 86 Teile feingepulverter Gips sollten mit i4.o Teilen Pb Cl" und viel Wasser auf 5o bis 6o° erhitzt werden, wobei unter Umrühren schnell Pb S04 sich absetzt. Der verbleibende Bleigehalt der Ablauge wird dann unproduktiv durch Kalkzusatz entfernt. Die Ca C1.-Ablauge mit dem wertvollen Chlor geht verloren. Der Niederschlag muß mit mehr als i Äquivalent Salzsäure versetzt und auf 6o° erhitzt werden, um ausreichende Umsetzung zu verdünnter Schwefelsäure und Chlorblei zu erzielen, welch letzteres in den Prozeß zurückkehrt.
  • Unter dem 7. September 1855 erhielt Freiherr von Seckendorff zu Dresden ein Verfahren im Königreich Hannover patentiert, das im wesentlichen damit übereinstimmt. 6 Äquivalente Pb S04 mit 5 Äquivalenten HCl von 21° B6 auf 65 bis 8o° erhitzt, liefert eine Flüssigkeit, worin H, SO,: HCl sich wie 5 : i verhalten. Je konzentrierter die HCl verwendet wird, desto besser wird die Ausbeute. Ein bis zweimaliges Auswaschen läßt die beim Abfiltrieren vom Pb C12 noch zurückgehaltene Säure gewinnen. Die HCl wird weggedampft und aufgefangen beim Konzentrieren der H2 S04. Die Lösung, in der Pb C12 mit Gips umgesetzt wird, darf höchstens 2,5 bis 3° B6 haben, sonst bleibt Pb in Lösung.
  • Diesen Verfahren haften große Nachteile an: Chlorblei setzt sich nur in recht verdünnten Lösungen leidlich quantitativ mit Gips um, so daß man große Flüssigkeitsmengen bewältigen muß. Kalkzusatz fällt den Bleirest als Hydroxyd. Dies Sulfathydroxydgemisch soll dann mit einem großen Salzsäureüberschuß reagieren. Die so gebildete Schwefelsäure ist aber noch HCl-haltig und viel zu verdünnt, was beides erst durch Eindampfen zu beheben ist. Endlich wird die vom Sulfatniederschlag anfangs abgelassene CaCl2-Lösung und damit die ganze Salzsäure verloren gegeben. Einem derartigen Verfahren gegenüber bedeutet das vorliegende einen großen Fortschritt: Verknetet man nassen Gips bei Zimmertemperatur mit einem löslichen Bleisalz, z. B. mit Bleinitrat, so setzen sich beide vollständiger, als bei Pb Cl, geschieht, um in Bleisulfat und Calciumnitrat. Es können auch andere lösliche Bleisalze benutzt werden Gewann man die Salpetersäure des Nitrats aus dem Luftstickstoff, so kann das Calciumnitrat unmittelbar als solches weitere Verwertung finden. Oder man leitet seine Salpetersäure durch geeignete Umsetzungen in-den Prozeß zurück.
  • Das Bleisulfat wird im Gegensatz zu den früheren Verfahren am besten auf trockenem Weg zersetzt, entweder durch Erhitzen in Chlorwasserstoff (Generatorgas -I- C12, Wasserdampf -f- Cl. usw.) oder im HCl-Strom, wobei schon bei dunkler Rotglut bei rund Goo° PbCI., und Schwefeltrioxvd bzw. Schwefelsäure erhalten werden. Aus dem Chlorid kann man auf verschiedene Weise, z. B. vorteilhaft durch Schmelzelektrolyse, das Halogen wiedergewinnen, so daß das Blei in den Prozeß zurückkehren kann. Es ist bekannt, daß man aus dem Sulfat auch schweflige Säure erhalten kann, wenn man reduzierende Gase darüberleitet und erhitzt. Oder man erhitzt das Sulfat gemischt mit geeigneten Sulfiden für sich oder im reduzierenden Gas oder auch in einem indifferenten Gas. Es ist bekannt, daß man durch Einwirkung reduzierender Gase auf das Sulfat bis zum Schwefel und Schwefelwasserstoff kommen kann.
  • Diese Reaktionen lassen sich nicht nur, ausgehend von den schwerlöslichen Sulfaten an dem daraus erhaltenen Bleisulfat, vollziehen, sondern man kann das letztere auch aus löslichen Sulfaten, wie sie die Natur z. B. im Älagnesiumsulfat, Kaliumsulfat usf. liefert, gewinnen. Auch diese löslichen Sulfate setzen der Ausnutzung des in ihnen enthaltenen Schwefels sonst gleichfalls Hindernisse entgegen, weil sie, wie Gips, durch Hitze nur sehr schwer zersetzbar sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von Schwefelsäure bzw. anderen Schwefelsauerstoffverbindungen oder von Schwefel oder Schwefelwasserstoff aus schwer löslichen oder schwer zersetzlichen Sulfaten durch Umsetzung mit Bleisalz und Erhitzen des erhaltenen Bleisulfats mit Salzsäure oder anderen Gasen, dadurch gekennzeichnet, daß zur Umsetzung der- Sulfate lösliche Bleisalze Verwendung finden und daß die Zersetzung des so erhaltenen Bleisulfats vorteilhaft auf trockenem Weg vorgenommen wird.
DET22513D 1919-01-31 1919-01-31 Verfahren zur Gewinnung von Schwefelsauerstoffverbindungen, Schwefelwasserstoff oder Schwefel aus schwer loeslichen oder schwer zersetzlichen Sulfaten mittels Bleisalze Expired DE375873C (de)

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