DE373460C - Schreibmaschinenmoebel mit beweglicher Platte, welche an einem parallelogrammartigen Gestaenge aufgehaengt ist und durch eine Feder im Gleichgewicht gehalten wird - Google Patents
Schreibmaschinenmoebel mit beweglicher Platte, welche an einem parallelogrammartigen Gestaenge aufgehaengt ist und durch eine Feder im Gleichgewicht gehalten wirdInfo
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-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A47—FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
- A47B—TABLES; DESKS; OFFICE FURNITURE; CABINETS; DRAWERS; GENERAL DETAILS OF FURNITURE
- A47B21/00—Tables or desks for office equipment, e.g. typewriters, keyboards
- A47B21/02—Tables or desks for office equipment, e.g. typewriters, keyboards with vertical adjustable parts
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- Tables And Desks Characterized By Structural Shape (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM -12. APRIL 1923
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
~ M 373460 — KLASSE 34i GRUPPE 4
Marc Grandjean in Paris.
Schreibmaschinenmöbel mit beweglicher Platte, welche an einem parallelogrammartigen
Gestänge aufgehängt ist und durch eine Feder im Gleichgewicht gehalten wird.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. September 1921 ab.
Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni 1911 die Priorität auf Grund
der Anmeldung in Frankreich vom 17. September 1920 beansprucht.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Schreibm >aBchinenmöbei' mit beweglicher zur Aufnahme
der Maschine bestimmter Platte. Die Platte ist an einem paralfeiograinmartigen
Gestänge aufgehängt, das durch Federwir-
kung im Gleichgewicht gehalten wird, und zwar derart, daß man die Platte bequem aus
dem Möbel herausziehen und sie wieder in dasselbe zurückschieben kann. .
Einen wesentlichen Bestandteil der Erfin-
dung bildet das parallelogrammartige Gestänge,
welches gestattet, die Platte vollständig starr in ihrer Arbeitsstellung zu halten;
die Ermüdung der Gelerike, welche bei bekannten Vorrichtungen infolge der geringen
Entfernung zwischen den Stützpunkten der Hebel eintritt, wird verhindert.
Zu diesem Zwecke werden zwei der Arme des Parallelogramms mit starren, annähernd
senkrecht abgebogenen Verlängerungsstücken versehen, die an ihren Enden eine Sperrvorrichtung
tragen, welche am Fuße des Möbels einschnappt, sobald die Platte in ihre Arbeitsstelle
gezogen wird. Diese ist also durch diese Verlängerungsstücke unbeweglich gestützt,
wobei diese Verlängerungen die Wirkung von Stützen oder Stützbalken ausüben. Da die Verlängerungen mit den Parallelogrammarmen
ein einziges Stück bilden können, ist die Konstruktion einfach und sparsam und gleichzeitig dauerhaft.
Es ist zweckmäßig, um ein Nachlassen der Vorrichtung herabzusetzen, die der Gleichgewichtserhaltimg
' dienenden Federn auf Stangen anzuordnen, deren eines Ende direkt auf den schwingenden Auifhängungsarnien angelenkt
ist, und zwar derart, daß der Federdruck seine höchste .Stärke erreicht, wenn die
Platte in ihr Lager zurückgeführt wird. Dies geschieht im gleichen Augenblick, in welchem
der Stoß dieser Feder gegenüber der Schwingungsachse der Arme aufgehoben ist, wobei
das andere Ende jeder Stange frei durch eine am Möbel befestigte Führung gleitet.
Die Zeichnung stellt als Beispiel eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes in
Tischform dar: sie enthält gleichfalls Einzelheiten der Einklink- und Auslöseeinrichtungen.
Abb. ι ist die schaubildliche Ansicht des ganzen Tisches mit in die Ruhelage zurückgeschobener
Platte.
Abb. 2 ist ein Querschnitt des Tisches und der Platte in der Arbeitsstellung. Sie zeigt
die Halte- und Einstellorgane; punktiert ist die Ruhestellung angedeutet.
Abb. 3 ist eine schaubildliche Ansicht der Platte und der Abänderungsanordnungen
zum Halten in der Arbeitsstellung mit einer der Auslösevorrichtung.
ι bezeichnet die Tischoberfläche und 2 die ,
bewegliche Platte, welche bestimmt ist, die Schreibmaschine zu tragen.
Auf jeder Seite sind zwei Arme α und b angeordnet, welche bei 3 und 4 am Tisch und
bei 5 und 6 an die Platte angeschlossen sind, wobei die Punkte 3, 4, 5, 6 in den Eckpunkten
eines Parallelogramms liegen. Hierdurch muß die Platte immer ihre Horizontallage
beibehalten, ganz gleich wie die Stellung der
Arme α und b ist. [
Die Arme α sind knieförmig gestaltet und besitzen eine Verlängerung c.
Federn, welche dazu dienen, das Gewicht des Tisches und der diesen tragenden Schreib-1
maschine auszugleichen, sind in folgender Weise angeordnet:
Konsolen oder Stützen, welche unterhalb der Tischplatte befestigt sind und an welchen
die Arme des Parallelogramms sitzen, besitzen jeder ein Lager 8, in dem ein Ringstück
9 drehbar sitzt, durch welches sich eine Stange 10 kulissenartig· vorschieben kann,
welche in Punkt 11 an den Arm α angeschlossen
ist. Das äußerste Ende dieser Stange, welches dem Teil 9 entgegengesetzt ist, ist
auf eine gewisse Länge mit Gewinde versehen und trägt eine Schraubenmutter 12.
Zwischen dem Ringstück 9 und der Schraubenmutter 12 ist eine beliebig starke Feder
13 angeordnet. Wenn sich die Stange 10 in dem Teil 9 vorbewegt, wird' die Feder durch
die mit der Stange 10 fortbewegte Schraul>enimutter
12 zusammengedrückt.
Angenommen, die Platte befindet sich in ihrer unteren Lage:
Die Verbindungspunkte 3 auf dem Tische, 11 auf dem: Arme α und 14 auf dem Lager 8
befinden sich dann in einer geraden Linie. Die Schraubenmutter 12, welche mit der
Stange 10 während der Drehung des Armesa
fortbewegt wurde, liegt in größtmöglichster Nähe des Teiles 9. In dieser Stellung wird
die Feder 13 zwischen der Schraubenmutter und dem Teil 9 auf das äußerste zusammengedrückt.
Da aber die Verbindungspunkte auf einer geraden linie liegen, ist das Drehmoment,
welches auf die Platte durch die Feder ausgeübt wird, gleich Null. Da anderseits
die Punkte 5 und 6 der Platte vertikal unterhalb der Punkte 3 und 4 liegen, hat die
Schwerkraft hier keinerlei Tendenz, die Platte von der Stelle zu bewegen, dieselbe befindet
sich also im Gleichgewicht. In dem Augenblick, wo die Platte verstellt wird, um
in ihre Höhenlage gebracht zu werden, verursachen einerseits das Gewicht der Platte
und das der Maschine, anderseits die Federn 13 entgegengesetzte Rotationsmomente. In
dem Maße, wie man die Platte hoch hebt, no wächst das Rotationsmoment, das sich aus
der Schwerkraft herleitet, immer stärker an. Da sich der Verbindungspunkt 11 des Armes α
von der geraden Linie 3-14 entfernt, wird das Rotationsmoment, welches durch die Einwirkung
der Federn hervorgerufen wird, seinerseits immer größer, je mehr man die Platte hebt, trotz der fortschreitenden Verminderung
der Federspannungen. Es genügt, daß die Spannung der Federn 13 mit Hilfe
der Schraubenmutter 12 passend reguliert, wird, um das Gleichgewicht der mit der
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Schreibmaschine belasteten Platte in allen Stellungen genau herzustellen.
Um die Platte sowohl in der oberen Stellung sowie in der unteren Stelking in ihrer
Lage zu halten, sind Einbakevorrichtungen vorgesehen, welche zum Teil auf der Platte
oind zLilm Teil auf den Armen α angebracht [
sind. :
Zu diesem Zwecke ist die Verlängerung c
ίο jedes Armes α an ihrem äußersten Ende mit j
einer Sperrklinke 15 versehen, welche durch j
eine Feder oder ein Gegengewicht gegen den ' Arm gedrückt wird und mit einem Ansatz j
oder einem Tritt 16 versehen ist (Abb. 2). J Auf einem Ouerbalken 17 zwischen den Füßen
des Tisches-ist ein Sperrstück 18 angebracht,
welches dazu bestimmt ist, der Sperrklinke 15 in der Hochstelkmg der Platte als Stütze
zu dienen. Kommt die Platte in die ange-
ao gebene Lage, so fällt die Sperrklinke automatisch hinter das Sperrstück 18, und zwar
unter der Einwirkung einer Feder oder ihres Gegengewichtes. Um die Sperrklinke wieder
frei zu bekommen, genügt es, mit dem Fuße auf den Ansatz 16 zu drücken, worauf die
Platte mit ihrer Last heruntergelassen werden kann.
.- Um die Platte in der niedrigen Lage zu
halten, ist unterhalb derselben ein Haken 19, der an einer Feder 20 sitzt, befestigt. Im
übrigen enthält der Querbalken 17 einen Anschlag 21, hinter welchem sich der Haken 19
unter der Einwirkung der Feder 20 fängt, wenn die Platte in ihrer niedrigen Stellung
ankommt.
Um das Aushaken der Vorrichtung zu erleichtern, wenn sich die Platte in der Höhenlage
befindet, kann man sich der in Abb. 3 dargestellten Vorrichtung bedienen.
Die beiden Sperrklinken 15, die dazu be- !
stimmt sind, sich hinter den Sperrklinken 18 zu fangen, werden durch zwei zweiarmige
Hebel gebildet, welche auf einer Achse 22 sitzen, die auch die verlängerten äußersten
Enden c der knief örmig gebogenen Arme a j
vereinigt. Das Ausklinken wird mit der \ Hand mit Hilfe eines Ausziehknopfes 23 ausgeführt,
welcher vorn an der Platte ange- ; bracht ist und durch einen Stab 24 mit einem ;
Hebel 25 verbunden ist, der unter der Platte ; drehbar befestigt ist. Das freie Ende dieses
Hebels wirkt nun auf dien Schwanz 16 einer
dieser Sperrklinken 15 ein, und zwar mit Hilfe eines Hebels 26 eines Verbindungsstückes
27 eines schwingenden Armes 28 und eines anderen Verbindungsstückes 29.
Wenn man den Knopf 23 auszieht, wird die Sperrklinke 15 angehoben und vom Sperrstück
18 gelöst.
Es ist selbstverständlich, daß die Erfindung jede andere Ausführungsform der Anordnungen,
welche zum Einklinken und zum Ausklinken der Platte dienen, umfaßt.
Es darf nicht übersehen werden, daß die Verlängerungen c der Arme α kräftige Sehenkel
bilden, welche die Platte so stützen, daß sie vollkommen starr bleibt, wenn sie herausgezogen
ist. Eine Ursache dieser Starrheit ist auch in der Tatsiache begründet, daß
das Parallelogramms, 4, 5, 6 nicht vollkommen
geschlossen ist, wie dieses der Fall sein könnte, wenn man die Platte α bis zur Ebene
des Tisches b heraufziehen würde.
Claims (2)
1. Schreibmaschinenmöbel mit beweglicher Platte, welche an einem parallelogrammartigen
Gestänge aufgehängt ist und durch eine Feder im Gleichgewicht gehalten wird, dadurch gekennzeichnet,
daß zwei der Arme (a) des Parallelogramms mit starren, annähernd rechtwinklig
abgebogenen Verlängerungsstücken (c) versehen sind und: jedes der
Verlängerungsstücke an seinem Ende eine Sperrvorrichtung trägt, welche ein Festmachen
ermöglicht, iiin die Platte (2) '
vollständig starr in ihrer Gebrauchsstelkmg ζω halten.
2. Schreibmaschinenmöbel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
Platte (2) durch auf Druck wirkende Federn (13) in ihrer Gebrauchsstellung
gehalten wird, die auf Stangen (10) angebracht sind, deren eines Ende direkt an
den Aufhängungsarmen (a) derart angelenkt ist, daß der Federdruck seine
äußerste Stärke erreicht, wenn die Platte in ihr Lager zurückgeführt wird, was in
dem gleichen Augenblick geschieht, wenn der Stoß dieser Feder gegenüber der
Schwingungsachse der Arme aufgehoben ist, wobei das andere Ende der Stangen
frei durch eine Führung des am Tische (1) befestigten Ringstückes (9) geht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR373460X | 1920-09-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE373460C true DE373460C (de) | 1923-04-12 |
Family
ID=8894828
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG54734D Expired DE373460C (de) | 1920-09-17 | 1921-09-06 | Schreibmaschinenmoebel mit beweglicher Platte, welche an einem parallelogrammartigen Gestaenge aufgehaengt ist und durch eine Feder im Gleichgewicht gehalten wird |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE373460C (de) |
| FR (1) | FR524329A (de) |
| GB (1) | GB169162A (de) |
-
1920
- 1920-09-17 FR FR524329A patent/FR524329A/fr not_active Expired
-
1921
- 1921-09-06 DE DEG54734D patent/DE373460C/de not_active Expired
- 1921-09-09 GB GB24061/21A patent/GB169162A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR524329A (fr) | 1921-09-01 |
| GB169162A (en) | 1922-05-04 |
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