DE373348C - Verfahren und Maschine zur Herstellung von Zuendschnueren - Google Patents
Verfahren und Maschine zur Herstellung von ZuendschnuerenInfo
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- DE373348C DE373348C DEW60379D DEW0060379D DE373348C DE 373348 C DE373348 C DE 373348C DE W60379 D DEW60379 D DE W60379D DE W0060379 D DEW0060379 D DE W0060379D DE 373348 C DE373348 C DE 373348C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C06—EXPLOSIVES; MATCHES
- C06C—DETONATING OR PRIMING DEVICES; FUSES; CHEMICAL LIGHTERS; PYROPHORIC COMPOSITIONS
- C06C5/00—Fuses, e.g. fuse cords
- C06C5/08—Devices for the manufacture of fuses
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Description
- Verfahren und Maschine zur Herstellung von Zündschnüren. Es ist bereits bekannt, Zündschnüre durch Umwicklung einer Pulverseele mit Garn-oder Bandlagen herzustellen. Bei ,diesem Verfahren besteht die Schwierigkeit, die Ladung in den Zündschnüren bei fabrikmäßiger Herstellung gleichmäßig zu verteilen, so daß infolge Unterbrechungen der Pulverseele nm Gebrauche ungleichmäßiger Brand und Versager entstehen. Außerdem ist eine verhältnismäßig große Menge von Spinngarn zur Bildung einer vollständig dichten Umhüllung der Pulverseele erforderlich. Es wurde auch versucht, diesem Übelstande dadurch zu begegnen, daß zur Umwicklung Papierstreifen mit an der Innenseite anhaftenden Gespinstgeflecht verwendet wurden, doch ist die Herstellung von Zündschnüren auf :diese Art wegen ,der hierzu erforderlichen Vorbereitung des Umwicklungsmaterials kostspielig und umständlich.
- Diese Nachteile wenden der Erfindung gemäß dadürch vermieden, daß um die Pulverseele ein oder mehrere Streifen aus Papier o. dgl. gewickelt und im selben Arbeitsgang mit Garn' umsponnen werden. Hierbei bildet die Garnumwicklung die feste Wand der Zündschnur, während das sich im Inneren befindliche Papierband, das*für sich allein nicht imstande wäre, eine haltbare Schutzhülle zu bilden, die in das Garngespinst einfließende Pulverseele in ihrer Lage sichert. Es ist zweckmäßig, das Pulver durch ein Trichterstück zu führen und die Zuführung der Wikkelstreifen zur Pulversäule im Innern des Trichterstückes und jene der Umspinnungsfäden außerhalb vorzunehmen. Hierbei erhalten die Papierstreifen an der konischen Innenfläche des Trichterstückes eine Führung, durch die sie schraubenförmig gewunden werden.
- Diese Art der Zündschnurherstellung hat den .bedeutenden Vorteil, daß sie eine vollkommen gleichmäßige Verteilung der Ladung ermöglicht, da die Pulversäule sofort beim Austritt von dem Papierstreifen umfaßt wird. Hierdurch ist vermieden, daß im Gebrauch Versager oder ungleichmäßiger Brand entstehen. Außerdem kann die -Menge des eingesponnenen Pulvers sehr vermindert werden, ohne der sicheren Wirkung Abbruch zu tun. Weiter wird die Entstehung von Pulverstreuung auf der Maschine vermieden, so daß sich der Betrieb reinlicher und «-eitaus weniger feuergefährlich gestaltet. Die Umschließung der Pulverseele durch einen Papierschlauch ermöglicht auch, mit einer geringeren Menge von Umspinnungsgarn das Auslangen zu finden. Während bisher zur vollständigen Umhüllung der Pulverseele mindestens zehn Garnfäden verwendet werden mußten, sind nach dem neuen Verfahren nur acht Stück erforderlich. Eine derart ausgebildete Zündschnur ist in A:bb. i der Zeichnung dargestellt. In dieser ist der Papierschlauch durch spiralige Wicklung eines Streifens i hergestellt und mit Garnfäden 2 umsponnen. Die Pulverseele ist durch die punktierten Linien 3 angedeutet.
- Die -Maschine zur Durchführung des neuen Verfahrens ist in den Abb. 2 ,bis .4 der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. 2 einen Senkrechtschnitt, während die Abh. 3 und 4 Schnitte nach Linie A-B bzw. ('-D der Abb. 2 sind. Die -Maschine besteht aus einem Pulvertrichter .M, von dessen Boden ein durch einen Hahn g absperrbares Leitungsrohr 6 ausgeht. In diesem ist ein zweites Rohr 7 teleskooartig verschiebbar. An dem T.eitungsrohr 6 ist auch eine Blattfeder 8 befestigt. welche an dem Rohr 7 federnd anliegt und dieses Andurdh in ieder Stellung festhalten kann. ZTnterhalb des 7uleitungsrohres ist ein Trichterstück d angeordnet. in das ein F'ii11-röhrchen To eingesetzt ist. Dieses ist mit einem Schlitz i i versehen. der zur Zuführung des Papierstreifens Elen Hohlraum des Trichterstückes dient. Letzteres ist in einer Hülse r2 gehalten, die Kanäle n zur Zufiihrttn.r der TTmsnannun;sfäden besitzt. Die Hiilse i2 ist durch einen Träger i.t an einem Spinnteller i _# befestigt, auf welchem mittels Ständer 16 zwei übereinander angeordnete Spulenträger 17. 18 befestigt sind. Ersterer trägt sechs Garnrollen i9, letzterer zwei Garnrollen 2o und zwei Papierhandrollen 21. Von den letztgenannten wird immer nur eine in Gebrauch genommen, während die andere als Reserve dient. Von einer der Rollen 21 wird der Papierstreifen durch den Schlitz i i in den Hohlraum des Trichterstückes 9 geleitet, an dessen Innenfläche er geführt wird. Beim Umlauf des Spinntellers umwickelt der Papierstreifen die Pulverseele, bevor die Garnfäden zu dieser gelangen, da diese Fäden durch die Kanäle 13 dem durch die Umwicklung mit dem Papierstreifen gebildeten Strang erst nach seinem Austritt aus dem Trichterstück zugeführt werden. DieVerstellbarkeit des Rohres? dient zu seiner Einstellung und zur leichteren Demontierung des Füllröhrchens und des Trichterstückes.
Claims (6)
- PATENT-ANsPRÜcHE: i. Verfahren zur Herstellung von Zündschnüren, dadurch gekennzeichnet, daß um die aus dem Pulverzuführungstrichter austretende Pulversäule ein oder mehrere Streifen aus Papier o. dgl. gewickelt und der hierdurch entstehende, mit Pulver gefüllte Schlauch im selben Arbeitsgange umsponnen wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführung der Wicklungsstreifen zu der durch ein Trichterstück geführten Pulversäule im Innern des Trichterstückes und jene der Umspinnungsfä.den außerhalb des Trichterstückes erfolgt.
- 3. Maschine zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem von der Pulversäule durchlaufenen Trichterstück ein Füllröhrchen eingesetzt ist und ein oder mehrere Schlitze zur Zuführung der Papierstreifen in den Hohlraum des Trichterstückes vorgesehen sind. d..
- Maschine nach Anspruch 3. dadurch lyekennzeichnet, d aß das Trichterstück in eine Hülse herausnehmbar eingesetzt ist, in welcher die Kanäle zur Zuführung der LTmsninnungsfäden an`eordnet sind. ,#.
- Maschine nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet, daß das vom Pulverbehälter zum Spinntrichter führende Leitungsrohr teleskopartig verkürzbar und mit einer Haltevorrichtung zur Sicherung in jeder Stellung versehen ist.
- 6. Maschine nach den Ansprüchen 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß an einem der ineinander schiebbaren Teile des Leitungsrohres eine Feder befestigt ist, die an dem zweiten Teil des Rohres federnd anliegt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW60379D DE373348C (de) | 1922-01-29 | 1922-01-29 | Verfahren und Maschine zur Herstellung von Zuendschnueren |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEW60379D DE373348C (de) | 1922-01-29 | 1922-01-29 | Verfahren und Maschine zur Herstellung von Zuendschnueren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE373348C true DE373348C (de) | 1923-04-04 |
Family
ID=7606009
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW60379D Expired DE373348C (de) | 1922-01-29 | 1922-01-29 | Verfahren und Maschine zur Herstellung von Zuendschnueren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE373348C (de) |
-
1922
- 1922-01-29 DE DEW60379D patent/DE373348C/de not_active Expired
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