DE37265C - Isolirte Resonanzböden für Saiten-Instrumente - Google Patents

Isolirte Resonanzböden für Saiten-Instrumente

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DE37265C
DE37265C DENDAT37265D DE37265DA DE37265C DE 37265 C DE37265 C DE 37265C DE NDAT37265 D DENDAT37265 D DE NDAT37265D DE 37265D A DE37265D A DE 37265DA DE 37265 C DE37265 C DE 37265C
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DENDAT37265D
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B. B. bradbury in New-York
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10CPIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
    • G10C3/00Details or accessories
    • G10C3/06Resonating means, e.g. soundboards or resonant strings; Fastenings thereof

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
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  • Stringed Musical Instruments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 81: Musikalische Instrumente.
Patentirt im !Deutschen Reiche vom 20. October 1885 ab.
Zur Verstärkung des Tones der Saiteninstrumente wird nach vorliegender Erfindung dicht über dem Resonanzboden eine untere Resonanzplatte angeordnet, auf welche durch, eine verticale Wand im Innern des Resonanzkastens die Saitenschwingungen übertragen werden. Eine zweite obere Resonanzplatte ist mit Hülfe von Isolirmaterial mit dem Kasten derart verbunden, dafs sie ihre Schallwellen für sich aussendet, während die Schwingungen der unteren Resonanzplatte, welche vom Kasten nicht durch Isolirmaterial getrennt ist, die Schwingungen des eigentlichen Resonanzbodens verstärken sollen. Dabei kann bei Klavieren über dem Kastenboden zweckmäfsig ein besonderer Resonator angeordnet werden, der aus einer dünnen, sich nach den Rändern zu allmälig verjüngenden Metallscheibe besteht, die in der Mitte vom Kastenboden getragen wird.
Fig. ι bis 9 beiliegender Zeichnungen zeigen solche Resonanzeinrichtungen in Ansichten, Schnitten und Details in Anwendung bei einem Klavier, Fig. 10 bis 17 in Anwendung auf eine Guitarre und Fig. 18 bis 25 ebenfalls in mehreren Ansichten, Schnitten und Details in Anwendung auf eine Violine.
Bei einem Pianoforte, Fig. 1 bis 3, bleibt der Kasten A wie gewöhnlich, nur sind oben an den Kastenenden Schallöffnungen α angeordnet, und mitten auf dem Boden des Kastens wird bei b der Resonator B getragen, der am besten aus einer dünnen Messingplatte besteht. Dieselbe erhält in ihrem mittleren Theile die gröfste Dicke (etwa 3 mm), verjüngt sich nach den Rändern hin bis etwa auf Messerrückendicke und kann über dem Boden des Kastens^ frei schwingen. Oben im Kasten A, in gröfserem Abstande von B, befindet sich eine Resonanzplatte C unter dem Saitenrahmen D, durch welche beim Spiel die Schwingungen frei nach aufsen übertragen werden, da diese Resonanzplatte vom Resonator -B isolirt ist. In kleinerem Abstande von jB, doch so, dafs eine gegenseitige Berührung nicht entsteht, ist eine zweite, nicht isolirte Resonanzplatte B' angeordnet, und diese letztere steht an den Enden und hinten durch verticale Wände c 1 in Verbindung mit dem äufseren Kasten A.- Nach Fig. 3 ist die vordere Wand c1 wegen der Klaviatur entsprechend niedriger gehalten. Diese Wändec1 sollen nun die Saitenschwingungen abwärts auf die untere Resonanzplatte Bl übertragen und dadurch die Schwingungen des Resonanzbodens B verstärken. Die Wände c1 erhalten einen Abstand von der Innenseite des Kastens A von etwa 30 mm.
Die Befestigung der beiden Resonanzplatten C und -BJ erfolgt mittelst Schienen d, Fig. 4 bis 6, die am besten aus Holz bestehen und hinten und an den Seiten des Instrumentes an der den Saitenrahmen tragenden Rast e festgeleimt sind. An diesen Schienen d können die Wände cl durch Leimen oder sonstwie befestigt werden. Vorn im Kasten werden die Wände c1 mittelst abgebogener Ränder fl, Fig. 7 bis 9, an dem unter den Tasten liegenden Kastentlieile a" festgehalten, damit nach vorn keine directe Communication zwischen der äufseren Luft und dem Kasteninnern entsteht. Zur Isolirung vom Kasten A wird der am besten aus Gufs Hergestellte
Rahmen F, der die obere Resonanzplatte C trägt, mittelst Schrauben i von Winkelstücken E, Fig. 4, getragen, deren oberer Schenkel a1 durch Plättchen f. aus Glas u. dergl. von den Schienen d getrennt ist. Die Halter E werden durch Schrauben k an den Schienen d festgehalten, und durch ihren winkelförmig abgebogenen unteren Theil &1 einerseits und die Lappen g des Rahmens F andererseits sind zur Einstellung der Platte C zum Resonanzkasten A Schrauben i eingedreht. Diese erhalten, um sie gut anziehen zu können, auf der Mitte zweckmäfsig ein Vierkant. Durch Schrauben m, Fig. 6, die durch einwärts gerichtete Lappen des Rahmens F gehen, wird die obere, wie beschrieben isolirte Resonanzplatte C am Rahmen F festgehalten.
Zur Lagerung der Tastenhebel dient die nach Längsrichtung durch den Kasten führende Schiene H. Dieselbe wird von einer Anzahl Schienen η getragen, die hinten durch Halter η x mit der Rast e verbunden sind und vorn auf dem Rahmentheil a" aufliegen, Fig. 7 bis 9. Dabei sind nach Fig. 7 und 8 in der vorderen Wand c1 für den Durchgang der Schienen η nach vorn vortretende Kragen r gebildet, welche unten und seitlich die Schienen derart umfassen, dafs keine die Resonanzwirkung beeinträchtigende freie Communication von aufsen her nach dem Kasteninnern entsteht. Bei 'der beschriebenen Anordnung überträgt also die isolirte Resonanzplatte C ihre Schwingungen frei auf die sie umgebende Luft, während die untere, nicht isolirte Resonanzplatte B1 die Schwingungen des Resonators B und das Volumen der Töne verstärken hilft.
Eine ähnliche Resonanzeinrichtung läfst sich bei jedem anderen Saiteninstrument treffen. Fig. 10 bis 17 zeigen die Einrichtung für eine Guitarre. Die untere, nicht isolirte Resonanzplatte B 1 ist durch Wand c und Schiene d mit der Schalllöcher α enthaltenden Seitenwand des Resonanzkastens A verbunden, und von dieser Seitenwand wird nach Fig. 13 bis 16 auch die obere, isolirte und die Brücke t, Fig. 10, aufnehmende Resonanzplatte C getragen. Dieselbe ist hier wieder mittelst durch Lappen ml führender Schrauben m am Rahmen F festgehalten, der durch Schrauben i an den unteren Schenkeln b 1 der die Verbindung mit Schiene d herstellenden Winkelstücke E gehalten wird. Der obere Schenkel der Winkelstücke E liegt auf Glasplättchen/ oder ähnlicher Isolirmasse auf, und durch Schrauben k erfolgt die Befestigung dieses Schenkels an der genannten Schiene d. Zur Absteifung des Kastens gegen die Zugwirkung der Saiten dient eine mit Wand c verbundene Spannstange, deren beide Tlieile c" Gewinde ungleicher Richtung an den Enden tragen, um mittelst einer entsprechend mit Rechts- und Linksgewinde versehenen Schraubhülse e" nach Bedarf eine Verlängerung oder Kürzung der Spannstange vornehmen zu können. Ein besonderer Resonanzboden, wie im ersten Beispiel der Resonanzboden B, ist hier nicht vorgesehen. Die Stelle des letzteren vertritt der Boden des Kastens A. Im Uebrigen ist die Resonanzwirkung der Theile C B α und A analog der bereits beschriebenen.
Endlich zeigen die Fig. 18 bis 25 noch die' Anwendung dieser Resonanzeinrichtung bei einer Violine. Die Einrichtung ist in Zusammensetzung und Wirkung identisch mit der letztbeschriebenen für die Guitarre. Der leichteren Orientirung halber sind die übereinstimmenden Theile bei der Guitarre und Violine mit übereinstimmenden Buchstaben bezeichnet.

Claims (2)

Pate nt-Ansprüche:
1. Bei Saiteninstrumenten mit unterer, vom Kasten A nicht isolirter Resonanzplatte B \ die durch verticale Wände c mit dem Kasten A verbunden ist, die Anordnung einer oberen Resonanzplatte C, die mög-
■ liehst nahe unter den Seitenrahmen bezw. Stegen sich befindet und sowohl vom Kasten A als auch vom unteren Resonanzboden durch Unterlagen aus Glas und dergl. isolirt ist, zum Zweck, beim Spiel die Schwingungen für sich frei nach aufsen übertragen zu können.
2. Die Isolirung der zu 1. bezeichneten Resonanzplatte C in der Art, dafs der aus Gufs hergestellte Rahmen F mittelst der Winkelstücke E auf Glasplättchen f, Fig. \, 14 und 22, ruht, die ihn von den Schienen d isoliren.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT37265D Isolirte Resonanzböden für Saiten-Instrumente Expired - Lifetime DE37265C (de)

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