DE371380C - Verfahren zum Leimen von Papier im Stoff - Google Patents

Verfahren zum Leimen von Papier im Stoff

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DE371380C DEP44403D DEP0044403D DE371380C DE 371380 C DE371380 C DE 371380C DE P44403 D DEP44403 D DE P44403D DE P0044403 D DEP0044403 D DE P0044403D DE 371380 C DE371380 C DE 371380C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H17/00Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its constitution; Paper-impregnating material characterised by its constitution
    • D21H17/62Rosin; Derivatives thereof

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  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zum Leimen von Papier im Stoff. Es ist bekannt, daß man zum Leimen des Papieres dem Stoff im Holländer eine wässerige alkalische Lösung des zu 9o bis 95 Prozent aus Harzsäuren bestehenden Kolophoniums zusetzt und alsdann durch Zufügen einer Lösung von Aluminiumsulfat, welches wie eine Säure wirkt, nach allgemeiner Anschauung eine Ausfällung von äußerst fein verteiltem Harz zwischen den Papierfasern bewirkt. Da das Harz durch wässerige Flüssigkeiten, wie Tinte, nicht benetzbar ist, wird das Entlangkriechen der Tinte an den einzelnen Fasern des Papieres verhindert und damit schreibfest gemacht.
  • Nach Ansicht des Erfinders der Harzleimung, I 11 i g , welche später durch Wurster (Wurstersche Freiharztheonie, Dinglers polytechnisches Journal 1877) auch experimentell gestützt wurde, wird also die Leimung nur durch das freie Harz bewirkt, und es kommt lediglich darauf an, dasselbe bzw. die Harzsäuren in der denkbar feinsten Verteilung an die Faser heranzubringen.
  • In Verfolgung dieser Erklärung des Leimungsvorganges machte man auch häufig von sogenannten freiharzreichen Leimen Gebrauch, welche man erhielt, wenn man die Harzsäuren mit weniger Alkali, als zur Bildung der neutralen Harzseifen nötig ist, verkochte und welche man als Emulsionen oder Suspensionen von Harz in der Harzse#fe'an h'@ Beim Verdünn- der Harzs =.fen mit Wasser, was 7 -er dem Einbringen `-An den Holländer geschieht, erhält man je nach- dem Alkaligehalt verschieden stark getrübte bis milchige Flüssigkeiten.
  • Die Trübung der Harzmilch führte man auf freies Harz zurück, welches bei neutralen Leimen durch Hydrolyse entstanden sein sollte, bei den freiharzreichen Leimen aber eben als freies Harz in emulgierter bz-#v: fein suspendierter Form erklärt wurde.
  • Die Erfolge in der Praxis deckten sich häufig durchaus mit dieser Theorie. Häufig kam @es aber auch zu unerklärlichen Mißerfolgen. Man hatte die Leitung des technischen Vorganges eben nicht fest in der Hand. Gegen Störungen sicherte man sich aus reiner Empirie heraus durch einen möglichst großen Leimzusatz.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß die Hydrolyse der Harzsäurealkalilösungen nicht schlechthin zur freien Harzsäure führt, sondern daß dabei je nach der Konzentration wechselnde Mengen von saurem Salz entstehen; es bildet sich ein Gleichgewicht zwischen beiden folgenden Reaktionen: Hs#Na+H20-NaOH+Hs.H und 4Hs#Na+ 3 H20-3Na0H+ Hs#3 (Hs. H), worin Hs das Anion der Harzsäuren bedeuten möge; durch Hydrolyse entstehendes freies Harz flockt in grober Form aus, während nur das saure Salz in für die Leimung genügend feiner Emulsion existiert; es ist das saure Salz, welches in feinster Form von der Faser adsorbiert und alsdann durch das satter wirkende Aluminiumsulfat auf der Faser ganz oder teiaweise zersetzt wird. Soweit es unzersetztbleibt, wirkt es genau -wie freies Harz, da (las saure Salz in noch höherem Maße als Harz wasserabstoßend ist.
  • Dadurch, daß die Eistenz der Zwischenstufe des sauren Salzes seither übersehen worden ist, war man dein Zufall hei der Ausführung der Leimung preisgegeben. In freiharzreichen Leimen ist nicht Harz in Harzseife einulgiert vorhanden, sondern sie bestehen aus einem wechselnden Gemisch von neutralem und saurein Salz oder Harzsäuren. Bei ihrer Verdünnung erhält inan naturgemäß einen größeren Prozentanteil sauren Salzes in der Harzmilch.
  • Dieser Prozentsatz läßt sich bei beiden Leimt@-pen noch vergrößern, wenn man das Alkali bei Bereitung, der Leimmilch teilweise a1 sättigt.
  • Zusammenfassend läßt sich sagen: Es kommt für den sicheren guten Erfolg der Leimung lediglich darauf an, den Vorgang durch richtige Wahl der Konzentration beim Verdünnen der Seife und durch Regelung der Alkalität der Lösung so zu lenken, daß ein Maximum der allein wirksamen, weil allein genügend fein verteilten Zwischenstufe des sauren Salzes bei der Leirnung und Fällung im Holländer vorhanden ist.
  • Dadurch wird als technischer Effekt gegenüber dem jetzigen Zustande eine absolut sichere Betriebsführung und zweitens eine erhebliche Materialersparnis erreicht. Ausführungsbeispiel. i kg neutrale Harzseife wird in q.o 1 Wasser gelöst und mit einer Lösung von So g Oxalsäure in :2o 1 Wasser zersetzt; die so erhaltene Milch wird dem Holländer zugegeben.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSpRUcFI: Verfahren zum Leimen von Papier im Stoff, dadurch gekennzeichnet, daß man die Harzleinimilch so weit verdünnt und so viel Säure zusetzt, daß in der Lösung das gelöste Harz in maximaler Menge als saures Salz von der Formel C20 1,20 02 @Ta.. 3 C20 Hso O2 vorhanden ist.
DEP44403D 1922-06-06 1922-06-06 Verfahren zum Leimen von Papier im Stoff Expired DE371380C (de)

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FR567034D FR567034A (fr) 1922-06-06 1923-06-05 Procédé pour l'encollage du papier dans la pâte

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1122200B (de) * 1960-07-28 1962-01-18 Eisele & Hoffmann K G Verfahren zur Herstellung besonders stabiler, feindisperser Harzdispersionen von erhoehter Leimkraft zur Leimung von Papier

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1122200B (de) * 1960-07-28 1962-01-18 Eisele & Hoffmann K G Verfahren zur Herstellung besonders stabiler, feindisperser Harzdispersionen von erhoehter Leimkraft zur Leimung von Papier

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Publication number Publication date
US1550632A (en) 1925-08-18
FR567034A (fr) 1924-02-23
AT97693B (de) 1924-08-25

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