Die Erfindung betrifft einen höhenverstellbaren
Umlenkbeschlag für Sicherheitsgurte in Kraft
fahrzeugen als Zusatz zur Patentanmeldung P 36 18 973.1-22.
Der mit der Erfindung zu verbessernde Umlenkbeschlag
besteht aus einer etwa vertikal sich erstreckend
anzuordnenden Schiene mit einer Mehrzahl in Richtung
ihrer Längserstreckung mit Abstand hintereinander
angeordneten Rasten sowie aus einem an der Schiene
längs dieser verstellbar gehalterten, in die
Rasten der Schiene lösbar eingreifbare Rastnasen
aufweisenden und gegen Federkraft aus den Rasten
manuell aushebbaren Schlitten. Letzterer hat
eine zu seiner Verschieberichtung quer gerichtete
Gewindebohrung, in die eine die Gurtumlenkeinrichtung
halternde Befestigungsschraube eingeschraubt
ist. Ferner hat die Schiene ein längs dieser
sich erstreckendes Langloch und zu beiden Seiten
des Langloches sind Rasten angeordnet. Zudem
ist der Schlitten an die Rückseite der Schiene
angelegt.
Außerdem ist ein erster Endteil des Schlittens
gegen Federkraft um eine zur Schienenlängser
streckung quer verlaufende Achse an der Schiene
begrenzt abkippbar geführt und der zweite Endteil
des Schlittens ist durch einen hammerkopfartigen
Vorsprung gebildet, der das Langloch durchsetzt
und mit seinem erweiterten Ende an der Außenseite
der Schiene anliegt und eine zweite Führung
durch den das Langloch durchsetzenden Hals des
Vorsprunges bildet.
Aufgabe der Erfindung ist es nun einen höhen
verstellbaren Umlenkbeschlag der im Ober
begriff des Anspruches 1 angegebenen Art derart
zu verbessern, daß auch bei überhöhter Belastung
des Umlenkbeschlages und einer daraus resultierenden
Durchbiegung und Verbindung der Schiene dennoch
ein sicherer Eingriff der Rastnasen erhalten
bleibt.
Die Lösung dieser Aufgabe ist dadurch gekenn
zeichnet, daß am Schlitten eine frontseitig
der Schiene angelegte und längs der Schiene
verstellbar geführte formstabile Spange gehaltert
ist, welche beide Längsränder der Schiene um
fassende Endteile aufweist und daß der Schlitten
mit seiner Frontseite der Rückseite der Spange
gegenüber angeordnet ist, wobei vorzugsweise zudem die
Spange und deren die Längsrandteile der Schiene
umfassenden Endteile etwa den Bereich zweier
benachbarter Rasten der Schiene entsprechende
Länge aufweisen und daß insbesondere zudem die
die Längsrandteile der Schiene umfassenden Endteile
der Spange mindestens annähernd niveaugleich
zu den Rastnasen des Schlitten angeordnet sind.
Durch diese Maßnahmen wird bei überhöhter Be
lastung des Umlenkbeschlages einer daraus sich
ergebenden, von der Urform abweichendenDeformierung
zumindest der Schiene im Bereich der Spange
weitgehend entgegengewirkt, so daß auch bei
deformierter Schiene die Rastnasen des Schlittens
auch dann noch ausreichend tief in die Rasten
der Schiene einzugreifen vermögen.
Eine sowohl fertigungstechnisch als auch montage
günstige Ausgestaltung besteht darin, daß die
Spange am Schlitten mittels der Befestigungs
schraube der Gurtumlenkeinrichtung gehaltert
ist, insbesondere derart, daß die Befestigungs
schraube einen dieser angepaßten Durchbruch
der Spange durchgreift und daß an der Befestigungs
schraube eine mit dem Durchbruchsrandteil der
Spange zusammenwirkende und den Kippweg des
Schlittens begrenzenden Schulter angeordnet
ist.
Dabei ist es im Sinne der Aufgabe noch vorteil
haft, wenn der Schlitten zwei Paar in Längser
streckung der Schiene mit Abstand hintereinander
angeordnete Rastnasen aufweist.
Eine vorteilhafte, die Funktion des Umlenkbeschlages
weiterhin verbessernde Gestaltung besteht darin,
daß zwischen der Frontseite der Spange und der
Gurtumlenkeinrichtung eine mit Vorspannung ange
ordnete Biegefeder angeordnet ist, die zum Lang
loch der Schiene hin umgebogene, das Langloch
durchgreifende und am Schlitten angreifende
Endteile aufweist.
Hierdurch ist nunmehr das Federelement relativ
zur Schiene berührungslos angeordnet. Demzufolge
ergeben sich auch keine Relativverschiebungen
zwischen dem Federelement und der Schiene, die
ansonsten zur Lageveränderung des Federelementes
aus der Sollage führen können.
Weitere, vorteilhafte Ausgestaltungen des Feder
elementes und deren Anordnung sind in den Ansprüchen
6 und 7 gekennzeichnet.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in
der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden
näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 einen Umlenkbeschlag in der Vorderansicht,
jedoch ohne Gurtumlenkeinrichtung;
Fig. 2 desgleichen mit Umlenkeinrichtung im
Schnitt der Linie II-II der Fig. 1 gesehen;
Fig. 3 desgleichen im Querschnitt gemäß der
Linie III-III der Fig. 1.
Der Umlenkbeschlag besteht im wesentlichen aus
einer geraden Schiene 1 mit an ihren Endteilen
angeordneten Befestigungslöchern 2, einem längs
der Schiene 1 verstellbar gehalterten Schlitten 3,
einer Spange 4 und aus einer Biegefeder 5.
Die Rastschiene 1 hat ein längs verlaufendes
Langloch 6, welches mit Abstand von den Befestigungs
löchern 2 endet.
Der aus einem Blechzuschnitt hergestellte, im
wesentlichen ebene, rückseitig der Schiene 1
angelegte Schlitten 3, hat einen nach vorn umge
bogenen und im Langloch 6 längs verschiebbar
geführten Endteil 7 und der zweite Endteil 8
des Schlittens 3 ist durch einen angeschnittenen,
hammerkopfförmigen Vorsprung gebildet, dessen
das Langloch 6 der Schiene 1 durchsetzender
Hals 9 eine zweite Schlittenführung bildet.
Nahe des ersten Endteiles 7 des Schlittens 3
sind zwei Paar Rastnasen 10 angeformt, welche
in beiderseits des Langloches 6 angeordnete
Rasten 11 der Schiene 1 eingreifen.
Nahe des Schlittenendteiles 7 ist eine zylindrische
Hülse 12 angeordnet, die vom Schlitten 3 recht
winklig gerichtet abstrebt und das Langloch 6
längs verstellbar durchgreift. Die axiale Bohrung
der Hülse 12 ist als Gewindebohrung ausgebildet.
ln letztere ist wie aus der Fig. 2 ersichtlich,
eine Befestigungsschraube 13 eingeschraubt,
mittels welcher eine Gurtumlenkeinrichtung 14
am Schlitten 3 gehaltert ist.
Die Spange ist mit ihrer Rückseite an die Front
seite der Schiene 1 angelegt und hat angeformte,
die Längsrandteile der Schiene 1 längs verschieb
bar umfassende Endteile 15. Etwa mittig der
formfesten Spange 4 ist ein zylindrischer Durch
bruch 16 vorgesehen, durch welchen die Hülse
12 axial verstellbar hindurchgreift.
Die Befestigungsschraube 13 besitzt eine durch eine
Distanzscheibe gebildete, radial vorstehende
Schulter 17, deren Durchmesser größer als der des
Durchbruches 16 ist. Ferner ragt die Hülse 12
in der Sperrlage des Umlenkbeschlages über die
Frontseite der Spange 4 hinaus, so daß der Schlitten 3
so weit nach hinten gekippt werden kann, bis
die Schulter 17 am Rand des Durchbruches 16
anliegt. Dieser Kippweg ist so groß bemessen,
daß zum beabsichtigten Verstellen des Schlittens 3
relativ zur Schiene 1 die Rastnasen des Schlittens 3
aus den Rasten 11 der Schiene 1 herausgeführt
werden können.
Die Biegefeder 5 ist als längliche Blattfeder
ausgebildet und in Richtung ihrer Längserstreckung
zur Verstellrichtung des Schlittens 3 gleichge
richtet angeordnet. Etwa mittig der Biegefeder 5
ist ein Durchbruch angeordnet, durch welchen
die Hülse 12 samt Befestigungsschraube 13 hin
durchgreift. Die Biegefeder 5 ist etwa mittig
ihrer Längserstreckung zur Spange 4 hin stumpf
winklig durchgebogen, stützt sich mit der Biege
kante 18 an der Frontseite der Spange 4 ab und
von beiden Federschenkeln der Biegefeder 5 sind
Haken 19 abgebogen, die unter Vorspannung der
Biegefeder 5 in diesen angepaßte Durchbrüche 20
des Schlittens 3 eingehakt sind.
Alle neuen, in der Beschreibung und/oder Zeichnung
offenbarten Einzel- und Kombinationsmerkmale werden
als erfindungswesentlich angesehen.