DE370852C - Verfahren zum Abdichten von Bohrloechern - Google Patents

Verfahren zum Abdichten von Bohrloechern

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DE370852C
DE370852C DEK57797D DEK0057797D DE370852C DE 370852 C DE370852 C DE 370852C DE K57797 D DEK57797 D DE K57797D DE K0057797 D DEK0057797 D DE K0057797D DE 370852 C DE370852 C DE 370852C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D1/00Sinking shafts
    • E21D1/10Preparation of the ground
    • E21D1/16Preparation of the ground by petrification

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Bulkheads Adapted To Foundation Construction (AREA)

Description

  • Verfahren zum Abdichten von Bohrlöchern. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abdichten von Bohrlöchern durch Einfüllen von Zementmilch in den Zwischenraum zwischen der Bohrlochwandung und der Wandung eines Rohres kleineren Durchmessers.
  • An sich ist es bekannt, Schalungen zur Wiederverwendung hochzuziehen und das Hochziehen durch einen Schmiermittelüberzug zu erleichtern. Diese Maßnahme auch für Schalröhren von Bohrlöchern anzuwenden, stieß aber bisher auf Schwierigkeiten.
  • Der Erfindung gemäß wird die äußere Fläche des Rohres vor dem Einführen in: das Bohrloch mit einem Mittel bestrichen, welches das Abbinden des Zementes mit dem Rohr verhindert, wie z. B. Schmierseife, Talg, Öl, Teer, Asphalt o. dgl. Nach dem Einbringen des Rohres wird sodann der Zement durch mehrere in verschiedener Höhe des Rohres liegende Kammern in den Zwischenraum zwischen Bohrlochwandtmg und Rohr eingeführt. Dieses Einführen durch mehrere, in verschiedener Höhe liegende Offnungen ist wesentlich, da beim Einführen durch eine einzige, etwa am unteren Ende des Rohres liegende Öffnung, die Zementmilch den auf die äußere Wandung aufgebrachten Stoff abspülen könnte, so daß beim Abbinden des Zementes trotz der getroffenen Vorsichtsmaßnahme ein festes Anhaften des Zementes am Rohr die Folge wäre.
  • Nach dem Einfüllen des Zementes wird beispielsweise durch eine in einem Boden des Rohres vorgesehene Öffnung ein Druckmittel eingeführt und unter Mitwirkung dieses Druckes das Rohr aus dem Bohrloch herausgezogen.
  • Wenn auch nach bekannten Verfahren schon Zement in den Untergrund durch zahlreiche, verschieden hoch liegende Rohrlöcher eingeführt wurde, so fehlte dort die Einteilung des Rohres in getrennte Kammern sowie die Absicht und die Möglichkeit, das Rohr wieder herauszuziehen.
  • Das neue Verfahren hat den bekannten Verfahren gegenüber, bei denen das Rohr in dem Bohrloch verbleibt, den Vorteil erheblicher Arbeitsersparnis, da durch das in dem Loch verbleibende Rohr ein Teil des nutzbaren O_uerschnittes verloren geht. Außerdem wird durch das neue Verfahren, da das nur zum Zementieren benutzte Rohr zu neuen Bohrungen wieder benutzt werden kann, erheblich an Material gespart. Das neue Verfahren gestattet weiterhin bei dem Niedertreiben von Bohrungen in verschiedenen Arbeitsgängen die Fortführung des Bohrens ohne Herabminderung des Bohrlochdurchmessers.
  • Die Zeichnung veranschaulicht im Schnitt ein Beispiel einer Vorrichtung zur zweckmäßigen Ausführung des Verfahrens.
  • Die Vorrichtung besteht aus der äußeren Rohrwand A, die aus einem oder mehreren Stücken bestehen kann. In dieser Rohrwand sind in verschiedenen Höhen Austrittsstellen B für die Zementmilch vorgesehen. Unterhalb und oberhalb dieser Austrittsstellen B ist die Rohrwand durch Zwischenwände C abgeschlossen. Durch die Zwischenwände hindurch sind die Zuführungsrohre D für die Zementmilch und die Wasserrohre E hindurchgeführt. Der Rohrstrang D für den Zement ist am Fuße geschlossen, das Wasserrohr E ist unten offen. Der Zementrohrstrang D weist in den durch die Zwischenwände gebildeten Kammern der Rohrwand A Auslässe F auf. Der Zementraum G zwischen den die Auslaßöffnungen begrenzenden Zwischenwänden der Rohrhülle A ist möglichst klein gehalten, damit die Zementansammlung in diesem Raum möglichst gering bleibt.
  • Zur Ausführung der Zementierung wird die Vorrichtung in das Pohrloch herabgesenkt, so daß das Rohr A auf der Sohle des Bohrloches aufsitzt. Dieses Rohr ist vorher außen mit Schmierseife, Talg, 0l oder einem Gemisch dieser oder ähnlicher Stoffe, dem auch noch Teer, Asphalt o. dgl. beigemengt sein kann, angestrichen worden, um ein Anhaften der Rohrwand an dem Zementmantel zu verhindern. Das Zementiergestänge D wird dann über Tage mit einem die Zementmilch enthaltenden Gefäß I verbunden. Zwischen Gestänge und Zementbehälter ist ein Abschlußorgan H eingeschaltet, damit bei Entleerung des Gefäßes I keine Luft in das Gestänge eintreten kann. Die Zementmilch ist so anzurichten, daß sie leicht durch das Gestänge fließt. Die Zementmilch tritt zum größten Teil zunächst aus den unteren Kammern durch deren Öffnungen B und lagert sich ringförmig um die äußere Rohrwand. Die unteren Öffnungen F und B und der untere Raum G werden sich voll Zement setzen und die Zementmilch tritt nun aus den oberen Kanälen aus und zementiert die Höhe zwischen den ersten und den nächst höheren Austrittskanälen. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis die letzten oberen Kanäle mit Zement versetzt und somit die beabsichtigte Höhe des Bohrloches zementiert ist. Dies wird dadurch festgestellt, daß dann die Zementmilch aus dem Gefäß nicht mehr abfließt.
  • Nach Abbinden des Zementes wird das Gestänge über Tage abgeschraubt und mittels des Wasserrohres E Wasser mit einer Pumpe eingespült. Das am Fuße austretende Wasser hebt die Vorrichtung an, da der Anstrich des Mantels A dessen Festsetzen im Bohrloch verhindert hat.
  • Einige Zeit nach dem Einspülen des Wassers und nach Herausziehen der Vorrichtung kann die Bohrung fortgesetzt werden.
  • Bei den früheren Zementiermethoden, bei denen sich größere Mengen Zement an der Bohrlochsohle ansammelten, mußte das Bohrloch erst wieder aufgebohrt werden, wobei der Zementmantel zum Teil wieder zerstört werden konnte.

Claims (1)

  1. PATENT-A\ SPRL cH Verfahren zum Abdichten von Bohrlöchern durch Einfüllen von Zementmilch in die Zwischenräume zwischen der Bohrlochwandung und der Wandung eines Rohres kleineren Durchmessers, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Fläche des Rohres vor dem Einführen in das Bohrloch mit Schmierseife, Talg, 0l, Teer, Asphalt o. dgl. überzogen wird, der Zement durch mehrere, in verschiedener Höhe des Rohres liegende Kammern in den Zwischenraum zwischen dem Rohr und der Bohrwandung eingeführt und nach dem Abbinden des Zementes das Rohr unter Ausübung eines Flüssigkeits- oder Luftdruckes auf den Rohrboden aus dem Bohrloch herausgezogen wird.
DEK57797D 1914-02-07 1914-02-07 Verfahren zum Abdichten von Bohrloechern Expired DE370852C (de)

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