DE370682C - Vorrichtung zur Ausfuehrung von Aderlass, Punktionen, Injektionen jeder Art u. dgl. - Google Patents

Vorrichtung zur Ausfuehrung von Aderlass, Punktionen, Injektionen jeder Art u. dgl.

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DE370682C
DE370682C DEH84202D DEH0084202D DE370682C DE 370682 C DE370682 C DE 370682C DE H84202 D DEH84202 D DE H84202D DE H0084202 D DEH0084202 D DE H0084202D DE 370682 C DE370682 C DE 370682C
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punctures
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Description

  • Vorrichtung zur Ausführung von Aderlaß, Punktionen, Injektionen jeder Art u. dgl. Für die Ausführung des Aderlasses oder der Punktionen bediente man sich bislang häufig der bekannten ärztlichen Handspritze mit Kanüle, wobei man, sobald man z. B. Blut in diese aufgezogen hatte, sie aus der Kanüle auszog, leerdrückte und wieder einsetzte. Diese Manipulation brachte es natürlich mit sich, daß die Kanüle oft aus der Vene herausglitt oder daß letztere durchstochen wurde, wobei heidemal der Blutabfluß unterbrochen war, oder,- daß die einzelnen Perioden des Aufziehens von Flüssigkeit zeitlich zu weit auseinanderlagen, so daß das Blut oft schon nach dem ersten Abzug geronnen war. Wenn man es aus diesem Grunde nicht schon von vornherein vorgezogen hatte, gleich zum Skalpell zu greifen, so mußte man es sehr oft jetzt tun; man. legte die Vene frei, schnitt sie an und ließ das Blut abfließen. Diese letztere Art ist wirkungsvoll, hat jedoch den Nachteil, daß sie die Gefahr der Infektion in sich trägt, daß man Bettwäsche beschmutzt und daß empfindliche Patienten kollabieren, woraus eine Menge Unannehmlichkeiten entstehen können. Gleiche Unannehmlichkeiten hatte man bei Punktionen von Körperhöhlen..
  • Um diese Mißstände, die sich bei der Ausführung der vorerwähnten Manipulationen geltend machten, in der Behandlung hinderlich und sowohl für den Arzt als auch für den Patienten unangenehm waren, zu vermeiden, ist schon eine in Form einer ortsfesten Pumpe ausgebildete Vorrichtung vorgeschlagen worden, bei der in einem Zwischenstück zwei Ventile so eingebaut sind, daß das eine bei dem Saughub der Pumpe geöffnet und das andere geschlossen wird, während bei dem Druckhub das erstere geschlossen und das letztere geöffnet wird. Hierdurch ist die Möglichkeit geschaffen, die mit der Vorrichtung verbundene Kanüle in der ihr einmal gegebenen Lage zu lassen, und dabei Flüssigkeit, z. B. Blut, durch die Kanüle abzuziehen und dann durch die Abflußaffnung auszupumpen. Diese Einrichtung bietet fernerden Vorteil der ruhigen Arbeit, so daß die Kanüle nicht aus der etwa zu entleerenden Vene herausgleitet oder sie durchsticht. Außerdem sind die Zwischenzeiten, in denen das Blut ausgepumpt wird, so kurz, daß das Blut in den Kanülen nicht mehr gerinnen kann.
  • Zweck der vorliegenden Erfindung ist die gebräuchliche, leichte und bei jedem Besuch-mitzuführende ärztliche Handspritze für die gleichen Zwecke mit den Vorteilen der vorerwähnten. bekannten Vorrichtung verwendbar zu machen. Gemäß der Erfindung ist das die beiden Ventile tragende Zwischenstück als Aufsatz ausgebildet, der die erforderlichen beiden Ventile trägt und sich jederzeit und ohne weiteres auf die gewöhnliche ärztliche Handspritze aufsetzen und wieder von dieser abnehmen läßt.
  • In der Zeichnung ist die Vorrichtung nach der Erfindung beispielsweise in drei Ausführungsformen dargestellt.
  • Abb. z zeigt eine aus einer der bekannten Spritzen mit Kanüle und dem Spritzenaufsatz bestehende Vorrichtung. .
  • Abb. 2 eine aus zwei zusammengeschalteten und gleichzeitig arbeitenden Spritzen und je einen zwischen jede Spritze und die gemeinsame Kanüle geschalteten Spritzenaufsatz bestehende Vorrichtung.
  • Abb.3 zeigt eine Vorrichtung, die mit nur einem Zylinder arbeitet, sonst aber wie die Vorrichtung der Abb. 2 wirkt.
  • Bei der in Abb. i dargestellten Ausführungsform ist auf der eigentlichen aus dem Zylinder i und dem in diesem mittels der Stange 2 mit Knopf 3 hin und her beweglichen Kolben bestehenden Spritze der Aufsatz 5 angeordnet. Mit dem Aufsatz 5 ist die in bekannter Weise ausgebildete Kanüle 6 lose verbunden, so daß die Spritze i, 2, 3, 4 mit Spritzenaufsatz 5 von der Kanüle 6 ohne weiteres abgenommen werden kann. In dem Aufsatz ist ein Ventil 7 und ein Ventil 8 angeordnet. Ersteres ist in das die Verbindung zwischen der Spritze i, 2, 3, 4 und der Kanüle 6 herstellende Rohr 9 des Aufsatzes 5 eingebaut, während das Ventil 8 in dem sich seitlich an das Rohr 9 anschließenden Abflußstutzen io angebracht ist.
  • Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist folgende Ist die Vorrichtung mit der Kanüle 6 in die zu entleerende Stelle eingeführt, und wird der Kolben 4 in der Richtung des Pfeiles ii bewegt, so wird Flüssigkeit abgesaugt. Hierbei Gffnet sich das Ventil 7, so daß die abgesaugte Flüssigkeit in dem Zylinder i eintritt. Gleichzeitig wird durch den Saughub des Kolbens 4 das Ventil 8 geschlossen. Wird nun der Kolben wieder der Richtung des Pfeiles ii entgegenbewegt, so wird das Ventil ? geschlossen und das Ventil 8 geöffnet, so daß die über dem Kolben 4 stehende Flüssigkeit durch den Abfluß io ausgepumpt wird usw.
  • Bei der in Abb. 2 dargestellten Ausführungsform ist die Kanüle 6 mittels eines zweiteiligen Aufsatzes 5 an eine doppeltwirkende, aus den beiden Zylindern 12, 13 und den Kolben 14, 15, die durch die Stange 16 mit der Handhabe 17 verbunden sind, bestehende Spritze angeschlossen. Der Anschluß des Aufsatzes 5 an die Zylinder 12, 13 erfolgt durch die Röhrchen 9, und zwar an den beiden einander abgekehrten Enden dieser Zylinder.
  • Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist folgende Ist die Kanüle 6 in die zu entleerende Stelle eingeführt und werden die Kolben i4, 15 in Richtung des Pfeiles 18 bewegt, so öffnet sich das in dem an den Zylinder 12 angeschlossene Rohr des Aufsatzes 5 angeordnete Ventil 7, während das in dem Abflußstutzen io angeordnete Ventil 8 geschlossen wird. Hierbei wird die Flüssigkeit durch die Kanüle 6 in den Zylinder 12 eingesaugt, bis der Kolben 14 diesen Zylinder durchlaufen hat. Durch die gleichzeitig in dem Zylinder 13 erfolgende Bewegung des Kolbens 15 wird das Ventil 7 in dem an diesem Zylinder angeschlossenen Rohr 9 geschlossen, so daß Flüssigkeit in den Zylinder nicht eintreten kann. Werden nun die Kolben 14, 15 wieder entgegengesetzt bewegt, so wird die in dem Zylinder 12 vorher eingesaugte Flüssigkeit aus diesem herausgepumpt, indem das Ventil 7 des Ausfatzes 5 geschlossen und das Ventil 8 geöffnet wird. Gleichzeitig wird aber durch den Kolben 15 Flüssigkeit in den Zylinder 13 eingesaugt, die bei erneuter Bewegungsumkehr der Kolben wieder aus diesem Zylinder herausgepumpt wird.
  • Mit dieser Vorrichtung wird also eine dauernde Saugwirkung und damit ein dauerndes Abfließen der zu entfernenden Flüssigkeit bewirkt. Dies ist von der größten Bedeutung, da man eine Flüssigkeit sehr rasch abziehen kann und man nicht Gefahr läuft, daß die Flüssigkeit in der Kanüle 6 gerinnt.
  • Die in Abb, 2 dargestellte Vorrichtung läßt sich dadurch wesentlich vereinfachen, daß man an Stelle der beiden Zylinder 12, 13 mit den Kolben 14, 15 einen einzigen Zylinder mit einem Kolben verwendet und jeden Zweig des zweiteiligen Aufsatzes 5 an je ein Ende des Zylinders anschließt, wie aus Abb. 3 ersichtlich.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur Ausführung von Ader. laß, Punktionen, Injektionen jeder Art u. dgl. mit einem Zwischenstück, in das zwei Ventile so eingebaut sind, daß das eine bei dem Saughub der Spritze geöffnet und das andere geschlossen wird, während bei dem Druckhub das erstere geschlossen und das letztere geöffnet wird, dadurch gekennzeichnet, daß dieses Zwischenstück aus einem auf eine gewöhnliche ärztliche Handspritze aufzusetzenden Aufsatz besteht, der beide Ventile trägt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen mit der Kanüle verbundenen zweiteiligen Aufsatz (5), der die Kanüle mit zwei Spritzenzylindern verbindet, deren zwei Kolben sich gemeinsam bewegen (Abb. 2).
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanüle mittels des zweiteiligen Aufsatzes an den beiden Enden des Zylinders einer aus einem Zylinder und einem Kolben bestehenden Spritze angeschlossen ist.
DEH84202D 1921-02-03 1921-02-03 Vorrichtung zur Ausfuehrung von Aderlass, Punktionen, Injektionen jeder Art u. dgl. Expired DE370682C (de)

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DE (1) DE370682C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3978846A (en) * 1975-01-02 1976-09-07 Bailey Donald L Syringe for taking blood samples

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US3978846A (en) * 1975-01-02 1976-09-07 Bailey Donald L Syringe for taking blood samples

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