DE3703070A1 - Kettenstichnaehmaschine zum naehen von koffern - Google Patents

Kettenstichnaehmaschine zum naehen von koffern

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Description

Die Erfindung betrifft eine Kettenstichnähmaschine zum Nähen von Koffern, bei welchem steife Kofferrahmen mit flexiblen Koffermaterialien durch in Kofferumfangsrichtung angebrachte Nähte miteinander fest verbunden werden, umfassend einerseits einen für den Werkstücktransport schwenkbeweglich antreib­ baren Nähkopf mit hin- und hergehend angetriebener Nadel und dieser zugeordnetem Nähtisch und andererseits einen dem Nähkopf gegenüberliegenden stationären Maschinenkopf mit einer sich mit der Nadel in einer gemeinsamen Ebene be­ findlichen, hin- und hergehend angetriebenen Ahle zum Vor­ stechen des Nadeldurchgangsloches im Werkstück mit dieser zugeordnetem, dem Nähtisch gegenüberliegend an das Werkstück andrückbarem Druckfuß, sowie einer Fadenführungsvorrichtung für die Schlingenbildung bei jedem Nadelhub.
Bekannte Kettenstichnähmaschinen für Koffer sind so ausge­ bildet, daß sich die Nadel und die Vorstechahle in einer senkrechten Ebene befinden und der Koffer beim Nähvorgang zwischen Nähtisch und Druckfuß von Hand geführt wird. Dieser Vorgang ist daher arbeitsintensiv und verlangt den Einsatz erfahrenen Personals, wenn einwandfreie Nähte erzielt werden sollen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kettenstich­ nähmaschine für Koffer so auszubilden, daß der Koffer während des Nähvorganges nicht von Hand geführt werden muß.
Die gestellte Aufgabe wird ausgehend von einer Kettenstich­ nähmaschine der eingangs angegebenen Gattung dadurch gelöst, daß die Nadel und die Vorstechahle in einer etwa horizontalen Ebene angeordnet und darin für ihre Bewegungen geführt sind, unterhalb welcher ein etwa horizontal und stationär ange­ brachter ebener Auflagetisch für den zu nähenden Koffer an­ geordnet ist.
Nach dem Grundgedanken der Erfindung wird nicht mehr wie bisher an einer horizontal ausgerichteten Kofferwand ge­ näht, sondern an einer senkrecht ausgerichteten Kofferwand, wodurch der Koffer einem horizontal angeordneten Auflage­ tisch aufgelegt werden kann, so daß eine Führung des Koffers beim Nähvorgang von Hand entfällt. Das Nähen von Koffern wird dadurch wesentlich einfacher, ist weniger arbeitsin­ tensiv und einwandfreie Nähte werden auch von weniger er­ fahrenem Personal erreicht.
Zur Erleichterung des Koffertransports auf dem Auflagetisch ist es von Vorteil, wenn die Arbeitsfläche des Auflage­ tisches gegenüber dem aufgelegten Koffer reibungsarm ausge­ bildet ist. Vorzugsweise ist hierbei die Anordnung so ge­ troffen, daß die Arbeitsfläche des Auflagetisches von einer Mehrzahl von parallel nebeneinander angeordneten lang­ gestreckten Rollen gebildet ist. Die Rollenachsen sind zweck­ mäßig rechtwinklig zur normalen Transportrichtung des Koffers ausgerichtet. Wie sich gezeigt hat, erfolgt hierbei nicht nur in der Haupttransportrichtung rechtwinklig zu den Rollen­ achsen ein reibungsarmer Koffertransport, sondern auch beim Schwenken des Koffers beim Nähen der abgerundeten Koffer­ ecken.
Um die Maschine unterschiedlichen Kofferabmessungen leicht anpassen zu können ist es von Vorteil, wenn die Höhe des Auflagetisches zur Einstellung des senkrechten Abstandes zwischen seiner Arbeitsfläche und der etwa horizontalen Ebene, in welcher sich die Nadel und die Vorstechahle be­ finden, verstellbar ist.
Zur Verbesserung des Koffertransportes beim Nähvorgang ist die Kettenstichnähmaschine vorzugsweise so ausgebildet, daß parallel zur Nadel und damit synchron antreibbar ein auf die dem Nähkopf zugekehrte Werkstückseite aufsetzendes Hilfs­ transportglied am Nähkopf befestigt ist. Zweckmäßig ist das Hilfstransportglied an der Nadelstange einstellbar befestigt.
In Weiterführung des Erfindungsgedankens ist eine den Koffer von außen angreifende Schwenkvorrichtung vorgesehen, welche die Drehbewegung des Koffers auf dem Auflagetisch beim Nähen der abgerundeten Kofferecken unterstützt. Vorteilhaft ist diese Schwenkvorrichtung am Auflagetisch in der Nähe des Druckfußes und der Ahle befestigt und weist einen um eine etwa senkrechte Achse um einen Schwenkwinkel von etwa 90° schwenkbeweglich antreibbaren Schwenkhebel auf. Mit Hilfe der Schwenkvorrichtung wird der Koffer beim Nähen der Koffer­ ecken zuverlässig ohne Eingreifen des Bedienungspersonals verschwenkt bzw. auf dem Auflagetisch gedreht.
Hierbei ist eine Schaltvorrichtung von Vorteil, die mit beginnender Drehbewegung des Koffers beim Nähen der abge­ rundeten Kofferecken die Nähgeschwindigkeit selbsttätig herabsetzt. Zweckmäßig weist die stationär angebrachte Schaltvorrichtung einen Schaltarm auf, der von dem Koffer selbst unmittelbar vor Beginn des Nähens der abgerundeten Kofferecken betätigt und anschließend wieder freigegeben wird. Die Schaltvorrichtung ist demnach so ausgebildet, daß nach jeder Kofferecke die Nähgeschwindigkeit wieder selbsttätig heraufgesetzt wird.
Die erfindungsgemäße Kettenstichnähmaschine erlaubt auch das Nähen von Koffern außerhalb des Bereichs steifer Koffer­ rahmen, insbesondere für das Nähen von Koffern mit einem Staubkranz aus Polyvinylchlorid. Hierfür ist vorgesehen, daß der zu nähende Koffer dem Auflagetisch mittelbar über einen Transportrahmen aufgelegt ist, an welchem der Koffer fest­ gelegt ist und an welchen das Hilfstransportglied angreift. Eine besonders zweckmäßige Ausbildung wird hierbei erreicht, wenn das Hilfstransportglied in eine am Transportrahmen an­ gebrachte Perforation eingreift, deren Lochabstände der Stichlänge entsprechen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Ausführungsbei­ spiele darstellenden Zeichnungen, in denen die Kettenstich­ nähmaschine und ihre Elemente zum Teil schematisiert darge­ stellt sind, näher erläutert. Darin zeigt:
Fig. 1 die Vorderansicht der Ketten­ stichnähmaschine,
Fig. 2 die Draufsicht der Kettenstich­ nähmaschine,
Fig. 3 in einer abgebrochenen Ansicht eine Einzelheit der Höhenein­ stellvorrichtung für den Auf­ lagetisch,
Fig. 4 die der Fig. 1 ähnliche, aber in einem größeren Maßstab und abgebrochen dargestellte Vorder­ ansicht der auf den Koffer ein­ wirkenden Elemente der Ketten­ stichnähmaschine,
Fig. 5 die Draufsicht der Elemente ge­ mäß Fig. 4 und
Fig. 6 die der Fig. 4 ähnliche Vorder­ ansicht einer weiteren Ausführungs­ form der Kettenstichnähmaschine.
Zur Erläuterung des grundsätzlichen Aufbaus der Kettenstich­ nähmaschine wird zunächst auf die Fig. 1 und 2 Bezug ge­ nommen. Wie aus Fig. 1 hervorgeht, besitzt die Nähmaschine im wesentlichen eine liegende C-förmige Gestalt, mit zwei seitlichen Säulen 1 und 2 und einem die Säulen miteinander verbindenden Querstück 3. Das obere Ende der Säule 1 trägt diejenigen Elemente, die für die Zwecke der vorliegenden Beschreibung insgesamt als Nähkopf bezeichnet und mit der allgemeinen Bezugszahl 4 versehen sind, während das obere Ende der Säule 2 diejenigen Elemente trägt, die im Rahmen der vorliegenden Beschreibung unter der Bezeichnung Maschinen­ kopf zusammengefaßt und mit der allgemeinen Bezugszahl 5 versehen sind.
Der Nähkopf 4 umfaßt einen um eine vertikale Achse 6 zum Werkstücktransport schwenkbeweglich angetriebenen Transport­ balken 7, eine daran für hin- und hergehende Bewegung ge­ lagerte Nadelstange 8 mit daran befestigter Nadel 9 und eine an der Säule 1 angebrachte gabelförmige Nähtischhalterung 10 für einen oberen Nähtisch 11 und einen unteren Nähtisch 12. An der Säule 1 ist weiterhin auf noch zu beschreibende Weise ein allgemein mit der Bezugszahl 13 bezeichneter Auflage­ tisch höhenverstellbar angebracht.
Am Maschinenkopf 5 befindet sich ein ein- und ausfahrbarer Druckfuß 14 und eine für hin- und hergehende Bewegung an­ getriebene Ahlenstange 15 mit daran befestigter Ahle 16. Die konventionell ausgebildete Fadenführungsvorrichtung für die Schlingenbildung bei jedem Nadelhub ist zur Verein­ fachung in den Zeichnungen nicht dargestellt.
Die Nadel 9 mit ihrer Nadelstange 8 und die Vorstechahle 16 mit ihrer Ahlenstange 15 sind in einer etwa horizontalen Ebene angeordnet, die in Fig. 1 durch eine strichpunktierte Linie 17 angedeutet ist. In der in Fig. 2 gezeigten Stellung der Elemente befinden sich die Nadel 9 und die Ahle 16 in axialer Fluchtungslage. In Fig. 2 sind zur Verdeutlichung der Darstellung das obere Gabelteil der Nähtischhalterung 10 und der obere Nähtisch 11 nicht eingezeichnet.
Unterhalb der horizontalen Ebene 17 befindet sich der eben­ falls etwa horizontal ausgerichtete und stationär angebrachte, d. h. an Nähwerkzeugbewegungen nicht teilnehmende, Auflage­ tisch 13. Im gezeichneten Beispiel gemäß Fig. 1 ist dieser aus einem Grundrahmen 18, seitlichen Lagerwinkeln 19 und daran frei drehbar gelagerten Rollen 20 zusammengesetzt. Die Rollen 20 sind langgestreckt ausgebildet und sind parallel nebeneinander in gleicher Höhe angeordnet, so daß ihre je­ weils oben befindlichen Mantellinien die ebene Arbeitsfläche des Auflagetisches 13 bilden. Die Rollen 20 sind bezüglich ihrer Achslage etwa parallel zur Ahlenstange 15 und der in Fig. 1 damit in Fluchtungslage befindlich gezeigten Nadel­ stange 8 ausgerichtet. Die Rollen 20 sind gruppenweise von gleicher Länge, wobei die im Bereich der Säule 1 angeordne­ ten Rollen 20 eine geringere Länge als die außerhalb der Säule 1 befindlichen Rollen aufweisen.
Zur Einstellung der Höhenlage des Auflagetisches 13 ist an seinem Grundrahmen 18 eine vertikal gerichtete Tischstütze 21 befestigt, wie Fig. 3 veranschaulicht. Die Tischstütze 21 ist an einer Verstellmutter 22 befestigt, welche auf eine ebenfalls vertikal ausgerichtete Verstellspindel 23 aufge­ schraubt ist. Die Verstellspindel 23 ist drehbar aber axial unverschiebbar an Lagerböcken 24 gehalten, die ihrerseits an der Säule 1 oder aber an einem sonstigen mit der Säule 1 oder dem Querstück 3 festverbundenen Maschinenteil befestigt sind. Drehungen eines an einem Ende der Verstellspindel 23 angebrachten Handrades 25 bewirken eine Höhenverstellung der Verstellmutter 22 und der damit festverbundenen Teile. Die zusätzlich vorhandene Seitenführung der Verstellmutter ist zur Zeichnungsvereinfachung nicht eingezeichnet.
Wie aus den Fig. 4 und 5 hervorgeht, ist an der Nadelstange 8 parallel zur Nadel 9 ein Hilfstransportglied 26 längenein­ stellbar befestigt. Zu diesem Zweck weist ein an der Nadel­ stange 8 angebrachter Stangenkopf 27 zwei parallele Bohrungen zur Aufnahme der Nadel 9 und des Schafts des Hilfstransport­ gliedes 26 auf. Jeweils in die Bohrungen hineinreichende Be­ festigungsschrauben 28 und 29 fixieren die Nadel 9 bzw. das Hilfstransportglied 26 in der eingestellten Axiallage. Auf­ grund dieser Anordnung werden die Nadel 9 und das Hilfstrans­ portglied 26 synchron von der Nadelstange 8 angetrieben, und zwar sowohl hin- und hergehend als auch für den Trans­ portschritt hin- und herschwenkend.
In den Fig. 1 bis 3 ist in gestrichelten Linien ein Koffer­ teil 30 dargestellt, das auf den Auflagetisch 13 aufgelegt ist. Die mit Hilfe der Kettenstichnähmaschine anzubringenden Umfangsnähte befinden sich an den senkrechten Wänden des Kofferteils 30. Zur Unterstützung der Drehbewegung des Kofferteils 30 auf dem Auflagetisch 13 beim Nähen der ab­ gerundeten Kofferecken (Fig. 2) ist eine am Auflagetisch 13 befestigte Schwenkvorrichtung 31 vorgesehen, die in der Nähe des Druckfußes 14 und der Ahle 16 angebracht ist. An dieser Schwenkvorrichtung 31 befindet sich ein um eine etwa senkrechte Achse 32 schwenkbeweglich antreibbarer Schwenk­ hebel 33. Der Schwenkwinkel des Schwenkhebels 33 beträgt etwa 90°, wie in Fig. 2 angedeutet ist. In der einen End­ stellung befindet sich der Schwenkhebel 33 etwa im rechten Winkel zu den Rollen 20, während er in seiner anderen ein­ wärtsgeschwenkten Endstellung, die in Fig. 2 abgebrochen dargestellt ist, etwa parallel zu den Rollen 20 ausgerichtet ist.
Für das Nähen der Kofferecken wird die Nähgeschwindigkeit zweckmäßig herabgesetzt, etwa auf die Hälfte der Geschwindig­ keit, mit der die geradlinigen Nähte am Koffer genäht werden. Zur Herabsetzung der Nähgeschwindigkeit ist im gezeichneten Beispiel eine aus einem Mikroschalter bestehende Schalt­ vorrichtung 34 (Fig. 2) vorgesehen, die an der Säule 1 be­ festigt ist. Ein Schaltarm 35 der Schaltvorrichtung 34 wird unmittelbar vor Beginn des Nähens der abgerundeten Koffer­ ecken von dem Koffer selbst betätigt und anschließend vom Koffer wieder freigegeben. Bei der Schaltarmbetätigung wird die Nähgeschwindigkeit vermindert und bei der Freigabe des Schaltarms wird die Nähgeschwindigkeit wieder erhöht.
Die Arbeitsweise der erfindungsgemäß ausgestalteten Ketten­ stichnähmaschine ist wie folgt. Das Kofferteil 30 wird bei ausgeschwenktem Nähkopf 4 auf den Auflagetisch aufgelegt, worauf der Nähkopf 4 in die in Fig. 2 gezeigte Stellung ein­ geschwenkt und der Druckfuß 14, wie in den Fig. 4 und 5 ge­ zeigt, auf die Wandung des Kofferteils 30 aufgesetzt wird. In dieser Stellung befindet sich die senkrechte Wandung des Kofferteils 30 zwischen dem Nähtisch 11, 12 und dem Druckfuß 14. Nunmehr wird das für den Nadeldurchgang bestimmte Loch durch eine hin- und hergehende Bewegung der Ahle 16 vorge­ stochen, worauf sich die Nadel 9 durch das vorgestochene Loch bewegt. Dabei setzt das Hilfstransportglied 26 auf die Wandung des Kofferteils 30 auf. Bei dem nunmehr erfolgenden Transportschritt verschwenken Nadel 9 und Hilfstransport­ glied 26 in Richtung des in Fig. 5 eingezeichneten Pfeils zusammen mit ihren zugeordneten Halte- und Führungsorganen. Hierbei unterstützt das Hilfstransportglied 26, das zu die­ sem Zweck mit einer der Kofferwandung anliegenden griffigen Oberfläche versehen sein kann, die Transportbewegung der Nadel und entlastet diese wirksam. Beim Zurückziehen der Nadel aus der Kofferwandung erfolgt in üblicher Weise die Schlingenbildung bzw. die Nahtbildung mit Hilfe der dafür vorgesehenen und in der Zeichnung nicht dargestellten Elemente. Nadel 9 und Hilfstransportglied 26 schwenken in die Ausgangs­ lage zurück, worauf sich der beschriebene Arbeitszyklus wie­ derholt. Kurz bevor ein Eckenbereich des Kofferteils 30 zwischen den Nähtisch 11, 12 und den Druckfuß 14 einläuft, betätigt die senkrechte Kofferwandung den Schaltarm 35, wo­ durch die Nähgeschwindigkeit herabgesetzt wird. Die nunmehr folgende Drehung des Kofferteils 30 auf dem Auflagetisch 13 wird durch den ausschwenkenden Schwenkhebel 33 der Schwenk­ vorrichtung 31 unterstützt. Nach dem Nähen der Kofferecke gibt die senkrechte Wandung des Kofferteils 30 den Schalt­ arm 35 wieder frei, wodurch die Nähgeschwindigkeit wieder erhöht wird. Die Anbringung einer Kofferumfangsnaht erfolgt, wie die vorstehende Erläuterung zeigt, im wesentlichen selbst­ tätig ohne Eingriffserfordernis durch Bedienungspersonal.
Bei der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsalternative wird das Kofferteil 30′ nicht unmittelbar auf den Auflagetisch aufge­ legt, sondern in einen starren dem Kofferteilumriß entspre­ chenden Transportrahmen 36 eingelegt und festgeklemmt. Zur Erzielung einer definierten Höhenlage des Kofferteils 30′ besitzt der Transportrahmen 36 einen leistenförmigen Vor­ sprung 37, dem das Kofferteil anliegt. Der Vorsprung 37 kann um den Rahmen unterbrechungslos durchgehend ausgeführt oder auch nur an einigen Umfangsstellen des Transportrahmens 36 vorhanden sein. Bei dieser Ausführungsform wirkt das zapfenförmig ausgebildete Hilfstransportglied 26′ nicht auf die Innenfläche der senkrechten Wandung des Kofferteils 30′ ein, sondern auf den Transportrahmen 36. Dieser besitzt zu diesem Zweck umlaufend eine Perforation, d.h.eine Lochreihe, deren gleichbleibende Lochabstände der Stichlänge der am Kofferteil 30′ anzubringenden Naht entsprechen. Der Transport­ rahmen 36 wird synchron mit der Nadel 9 durch das in die Löcher 38 eingreifende Hilfstransportglied 26′ bewegt. Der Transportrahmen 36 ermöglicht die Anbringung von Umfangs­ nähten an Kofferteilen auch in solchen Bereichen, die sonst schwierig zu nähen sind. Die in Fig. 6 gezeigte Anordnung ist insbesondere für das Nähen von Koffern mit PVC-Staub­ kranz besonders geeignet.

Claims (12)

1. Kettenstichnähmaschine zum Nähen von Koffern, bei welchem steife Kofferrahmen mit flexiblen Koffermaterialien durch in Kofferumfangsrichtung angebrachte Nähte miteinander fest verbunden werden, umfassend einerseits einen für den Werkstücktransport schwenkbeweglichen Nähkopf mit hin- und hergehend angetriebener Nadel und dieser zugeordnetem Näh­ tisch und andererseits einen dem Nähkopf gegenüberliegenden stationären Maschinenkopf mit einer sich mit der Nadel in einer gemeinsamen Ebene befindlichen, hin- und hergehend angetriebenen Ahle zum Vorstechen des Nadeldurchgangs­ loches im Werkstück mit dieser zugeordnetem, dem Nähtisch gegenüberliegend an das Werkstück andrückbarem Druckfuß, sowie einer Fadenführungsvorrichtung für die Schlingenbil­ dung bei jedem Nadelhub, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadel (9) und die Vorstechahle (16) in einer etwa horizon­ talen Ebene (17) angeordnet und darin für ihre Bewegungen geführt sind, unterhalb welcher ein etwa horizontal und stationär angebrachter ebener Auflagetisch (13) für den zu nähenden Koffer (30) angeordnet ist.
2. Kettenstichnähmaschine nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Arbeitsfläche des Auflagetisches (13) gegenüber dem aufgelegten Koffer (30) reibungsarm ausgebil­ det ist.
3. Kettenstichnähmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsfläche des Auflagetisches (13) von einer Mehrzahl von parallel nebeneinander angeordneten langgestreckten Rollen (20) gebildet ist.
4. Kettenstichnähmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe des Auflagetisches (13) zur Einstellung des senkrechten Abstandes zwischen seiner Arbeitsfläche und der etwa horizontalen Ebene (17), in wel­ cher sich die Nadel (9) und die Vorstechahle (16) befinden, verstellbar ist.
5. Kettenstichnähmaschine nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß parallel zur Nadel (9) und damit synchron antreibbar ein auf die dem Nähkopf (4) zugekehrte Werkstück­ seite aufsetzendes Hilfstransportglied (26) am Nähkopf be­ festigt ist.
6. Kettenstichnähmaschine nach Anspruch 5, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Hilfstransportglied (26) an der Nadel­ stange (8) einstellbar befestigt ist.
7. Kettenstichnähmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine den Koffer (30) von außen angreifende Schwenkvorrichtung (31) vorgesehen ist, welche die Drehbewegung des Koffers auf dem Auflagetisch (13) beim Nähen der abgerundeten Kofferecken unterstützt.
8. Kettenstichnähmaschine nach den Ansprüchen 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkvorrichtung (31) am Auflagetisch (13) in der Nähe des Druckfußes (14) und der Ahle (16) befestigt ist und einen um eine etwa senkrechte Achse (32) um einen Schwenkwinkel von etwa 90° schwenkbe­ weglich antreibbaren Schwenkhebel (33) aufweist.
9. Kettenstichnähmaschine nach Anspruch 1, gekennzeich­ net durch eine Schaltvorrichtung (34) die mit beginnender Drehbewegung des Koffers (30) beim Nähen der abgerundeten Kofferecken die Nähgeschwindigkeit selbsttätig herabsetzt.
10. Kettenstichnähmaschine nach Anspruch 9, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die stationär angebrachte Schaltvorrichtung (34) einen Schaltarm (35) aufweist, der von dem Koffer (30) selbst unmittelbar vor Beginn des Nähens der abgerundeten Kofferecken betätigt und anschließend wieder freigegeben wird.
11. Kettenstichnähmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der zu nähende Koffer (30′) dem Auflagetisch (13) mittelbar über einen Transport­ rahmen (36) aufgelegt ist, an welchem der Koffer festgelegt ist und an welchem das Hilfstransportglied (26′) angreift.
12. Kettenstichnähmaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfstransportglied (26′) in eine am Transportrahmen (36) angebrachte Perforation (Löcher 38) eingreift, deren Lochabstände der Stichlänge entsprechen.
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