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Vorrichtung zum Kochen von Speisen in ihren eigenen -Säften. Für diese
Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni igi i die Priorität auf Grund
der Anmeldung in den vereinigten Staaten von Amerika vom 17. Mai igig beansprucht.
Die Erfindung betrifft eineVorrichtung zum Kochen von Speisen im eigenen Saft mittels
der sich beim Kochen entwickelnden Wärme oder mittels heißen Wassers, 'das unter
einem vorausbestimmten Druck steht, wobei aber Idas Kondensat des Heizmittels mit
@d'en zu kochenden Speisen nicht in Berührung kommt. Die Vorrichtung besteht aus
einem Heizkessel und einer Anzahl von in diesen durch Öffnungen des Kessels hereinragenden
Kochbehältern, welche von den Wandungen des Kessels einen gewissen Abstand haben.
Jeder Kochbehälter ist mit einer einstellbaren, nach unten gekrümmten A'blenkplatte
und mit j e einer über dieser liegenden Hilfsplatte zur Bilidurrg einer Zwischenkammer
versehen. An jede Ablenkplatte ist ein Iden Deckel,durch.dringerides, in beliebiger
Höhe feststellbares Rohr angeschlossen, dessen untere Mündung die Ablenkplatte idurchdringt
und ein über dieser Platte liegendes Selbstschlußventil besitzt, während am oberen
Rohrende eine Öffnung vorgesehen ist, um ausgekochten Saft Iden Kochgut wieder zuzuführen
und eine Fettbeträ'ufeluntg zu ermöglichen.
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Die Erfindung ist in (der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Die Abb. i ist einLängsschnittdurch dieKocheinrichtung, teilweise in Ansicht; Abb.
z ist eine Draufsicht, Abb. 3 ein wagerechter Schnitt nach Linie 3-3 @in Abb. i,
wobei einige Teile fortgelassen sind; Abb. ¢ ist ein vergrößerter senkrechter Schnitt
nach der Linie 4-q. in Abb. i und Abb. 5 ein wagerechter Schnitt einer Einzelheit
nach Linie 5-5 in Abb. q.; Abb. 6 zeigt eine Teilansicht der Beträufelungseinrichtung,
von unten gesehen, Albb.7 einen senkrechten Schnitt durch eine Einzelheit nach Linie
7-7 in Abb. 5 und Abb. 8 einen Querschnitt durch die Beträufelungsvorrichtung nach
Linie 8-8 in Abb. i.
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In der Zeichnung bezeichnet io einen behälterförmigen Kessel, ?der
auf einem mit Füßen 12 yersehenen Rahmen i i ruht und von @diesern Rahmen im Beldarfsfalle
leicht entfernt werden kann.
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Der Kessel ist oben mit einer Platte 13 versehen, welche Öffnungen
besitzt, deren Zahl der Anzahl ,der zu verwendenden Kochbehälter entspricht. Die
Öffnungen 1d. in der Platte 13
halben meist eiförmige Gestalt und befinden
sich ingeeigneten Abständen voneinander. Die Platte 13 wird z. B. durch Punktschweißung
in ihrer Lage dicht unterhalb der obersten Kante 15 ider Kesselwandung befestigt.
An der unteren Fläche &r Platte 13 um jede der Öffnungen 14 herum ist ein Ring
i6 angebracht; ein ähnlicher Ring befindet sich auf der oberen Fläche der Platte
13, und zwischen dem Ring 17 und der oberen Fläche von 13
befindet
sich eine Dichtung 18.
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An jedem Ring 17 .ist ein Kochbehälter ig
befestigt,
der aus einem guten Wärmeleiter besteht. Der Kochbehälter hat zweckmäßig eiförmige
Gestalt und wird durch den Ring oder Flansch 17 an seiner oberen Kante getragen.
Der Behälter ig ragt durch die Ö ffnung 14 in .den Kessel io hinein und wird durch
geeignete Befestigungsvorrichtungen, z. B. Schrauben 2o, die durch :die Ringe 16
-,17 uni die dazwischen eingeklemmte Packung 18
hindurchgehen, befestigt.
Mittels der Ringe 161 17 und der Packung 18 wird eine Dichtung erzielt, die
den Austritt von Dämpfen aus dem Kessel io verhindert.
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An der untersten Stelle jedes Kochbehälters ig .mündet ein Auslaßrohr
2i. das durch eine Wand des Kessels io hin.durchführt und zum Abzapfen der Säfte
aus dem Behälter ich dient. Das Rohr 21 ist mit einem Ablaßhahn 22 versehen und
läuft in eine Öffnung 23 aus, durch welche bei offenem Hahn 22 eine Reinigungsvorrichtung
in das Rohr 2i eingeführt werden kann. Das offene Ende 23 des Ablaßhahns 22 ist
mit einem abnehmbaren Verschluß 2d. versehen.
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Der Kessel io besitzt ein Einfüllrohr 25, das durch abnehmbaren Innenverschluß
26 geschlossen werden kann, und hat außerdem einen Ablaßliahn 27. Ferner ist er
in bekannter Weise mit einem Thermometer 28, einem Manometer 29, einem Sicherheitsventil
30 und einem Abblasventil 31 ausgerüstet.
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Der Kessel trägt ferner oben eine Deck-oder Verschlußplatte 32 mit
Öffnungen 33, welche den Öffnungen 1:l der Platte 13 entsprechen und sich
demgemäß üLer den Ö ffnungen der Kochbehälter ig befinden. Die öffnungen 33 haben
zwar eine den Öffnungen der Kochbehälter entsprechende Gestalt, sind aber etwas
größer gehalten, damit der Inhalt der Behälter, ohne dieVerschlußplatte32 abnehmen
zu müssen, herausgenommen werden kann. Jede der Öffnungen 32 ist mit einem Deckel
34 versehen.
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Jeder Kochbehälter besitzt eine Beträufelungsvorrichtung, die aus
einer nach unten zu konkaven Ablenkplatte 35 besteht, deren Umfang entsprechend
dem Umfang des Kochbehälters gestaltet ist, so daß die Ablenkplatte lose in den
Behälter hineinpaßt. Dicht oberhalb der Platte 35 befindet sich eine Hilfsplatte
36, .die dieWirkung,der Ablenkplatte 35 unterstützt. Die Hilfsplatte wird vorzugsweise
flach ausgeführt, um dadurch zwischen den Platten 35 und 36 einen Raum 37 zu schaffen.
Die Ablenk- uud Hilfsplatten werden von einem nach oben ragenden hohlen Träger 38
getragen, dessen Durchmesser geringer ist als der innere Durchmesser des Behälters,
und dessen Länge so gehalten ist, daß sein oberes Ende,durch den Deckel 34 hindurchragt,
wenn die A@blenkplatte 35 sich nahe dem Boden des Kochbehälters ig befindet. Der
hohle Träger oder das Rohr 38 hat einen Verschluß 39, der auf einer Einschnürung
-.o ruht.
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Die Ablenkplatte 35 und Hilfsplatte 36 haben einander entsprechende
Öffnungen, durch welche das untere offene Ende des Rohres 38 hindurchtritt, so daß
auf diese Weise ein Einlaß durch das Rohr 38 in den unteren Teil des Kochbehälters
geschaffen ist. An der unteren Eintrittsöffnung des Rohres 38 befindet sich eine
siebartige Platte 41, Abb. 6, die herausnehmbar durch eine Führung .I2 gehalten
wird und mittels eines Griffes 43 herausgenommen werden kann.
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Innerhalb des Rohres 38 befindet sich ein. Selbstschlußventil mit
einer Klappe 44, die mit einem Gegengewicht 4.5a versehen ist. Solange das Rohr
38 leer ist, hält das Gewicht die Klappe .Id. geschlossen und verhindert dadurch
Iden Austritt von Dampf aus dem Behälter ig. Wird eine Flüssigkeit in da., Rohr
38 hineingegossen, so überwindet diese das Gegengewicht d.5a und öffnet das Ventil
.1..1, so daß die Flüssigkeit .durch das Sieb 41 am unteren Ende des Rohres hindurchträufelt
und über :die in dem Kochbehälter befindlichen Gegenstände verteilt wird.
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Diese Beträufelungseinrichtung wird einstellbar in dem Kochbehälter
durch eine Trams platte45 gehalten, welche auf der oberenKante des Behälters ig
ruht und @daher als Deckel des Behälters dient. Diese Tragplatte .IS hat eine Öffnung
46 (Al),b.7), durch welche das Rohr 38 frei gleiten kann. Ein federnder Ring .I7
ragt durch die Öffnung .I6 hindurch und ist mit einer kreisförmigen, die Öffnung
4.6 umgebenden Winkelschiene 4.8 verbunden. Die Verbindung zwischen !dem Ring und
der Winkelschiene geschieht durch eine Befestigungsvorrichtung .I9 so, -daß der
Ring federn kann. Die Enden So des federnden Ringes sind im Winkel so abgebogen,
daß sie eine Befestigungsvorrichtung (z. B. Schraube) 51 hindurchgehen lassen, mittels
welcher die Entfernung der Enden 5o so geändert werden kann, daß der Ring .47 auf
dem Rohr 38 festsitzt oder auf demselben gleiten kann. Wirrt der federnde Ring 4.7
gelöst, so kann die Beträufelunl;seinrichtung dichter an den Boden des Kochbehälters
herangebracht oder von diesem Baden entfernt werden, so daß die Ablenkplatte 35
sich .dicht über den zu kochenden Speisen oder in weiterer Entfernung von diesen
befinden kann. Die Ablenkplatte kann somit auch verschieden hoch je nach der Menge
der Speisen eingestellt werden. Der Deckel 34 hat eine Öffnung, durch welche das
Rohr 38 hindurchtreten kann.
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Die Wirkungsweise der Einrichtung ist derart, daß das in dem Kessel
io befindliche Ileizmittel die Kochbehälter ig umgibt und
seine
Wärme an diese abgibt. Zuerst werden .dieSpeisen in dieKochbehälter hineingebracht,
und darnach wird die Beträufelungseinrichtung in richtiger Höhe in jedem Behälter
befestigt, wobei die Ablenkplatte 35 in beliebiger Höhe oberhalb der Speisen stehen
kann. Der Deckel 34 wird dann aufgelegt, und nun beginnt der Kochvorgang. Da jede
Verbindung zwischen dem Kessel und dem Innern .des Kochbehälters i9 abgeschnitten
ist, so kann der Dampf aus dem Kessel nicht in den Behälter hineintreten, und die
Speisen werden in ihrem eigenen Saft gekocht. Wenn die Säfte sich ansammeln, können
sie durch den Hahn 22 abgezapft werden, worauf sie nach Entfernung des Deckels 39
in das Rohr 38 hineingegossen werden können und der Deckel 39
wieder aufgelegt
wird. Durch das Gewicht der in das Rohr 38 hineingegossenen Saftflüssigkeit wird
das Ventil 44 geöffnet, und die Säfte werden über die Speisen verteilt. Sobald die
Säfte aus dem Rohr 38 vollständig ausgetreten sind, wird dieses durch das Ventil
44 mittels. des Gewichtes 45" geschlossen.
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Da die Kochbehälter rund ausgeführt wierden, kann das Heizmittel sich
um,diese herumbewegen, ahne an den Kanten Widerstand zu finden, wobei gleichzeitüg
eine gleichmäßige Beheizung der Kochbehälterwandung erzielt wird.
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Wenn sich Dämpfe aus Iden Speisen in .den Kochbehältern entwickeln,
steigen sie empor und treffen die konkave Ablenkplatte 35, welche die Dämpfe nach
den. kochenden Speisen hin zurückleiten wird. Dieser Kreislauf findet statt, solange
der Kochvorgang fortgesetzt wird. Das Hinwegstreichen der Dämpfe über die Ablenkplatte
35 hinweg verhindert eine Kondensatbildung auf dieser Platte. Hierbei wirkt die
Hilfsplatte 36 mit, weil Dämpfe, die etwa um .die Kanten der Ablenkplatte 35 herumstreichen,
in dem Raum zwischen der Ablenkplatte 35 und der Hilfsplatte 36 gefangen werden
und die Ablenkplatte mit erhitzen. Die Hilfsplatte 36 verhindert auch, daß Dämpfe
nach .dem oberen Teil des Kochbehälters emporsteigen, und hält diese Dämpfe in der
Nähe der kochenden Speisen fest. Nach Abnahme des Deckels 34 kann die Beträufelungsvorrichtung
und die Tragplatte 45 als ein einziges Stück äus dem Behälter herausgenorn.men werden.
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Durch Versuche läßt sich feststellen, ob während des Kochvorganges
die Platten 35 und 36 frei von Nidderschlägen sind und bei ihrer Herausnahme aus
den Kochbehältern sich in einem trockenen Zustande befinden. Die obersten Flächen
der Schraubbolzen 2o werden zweckmäßig in gleicher Höhe mit der Oberkante 15 des
Kessels angeordnet, damit sie als Auflageflächen für die Deckplattc 32 dienen.