DE370010C - Elektrische Feueralarmvorrichtung mit oertlichem Batteriebetrieb - Google Patents

Elektrische Feueralarmvorrichtung mit oertlichem Batteriebetrieb

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DE370010C
DE370010C DEG51582D DEG0051582D DE370010C DE 370010 C DE370010 C DE 370010C DE G51582 D DEG51582 D DE G51582D DE G0051582 D DEG0051582 D DE G0051582D DE 370010 C DE370010 C DE 370010C
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING OR CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B25/00Alarm systems in which the location of the alarm condition is signalled to a central station, e.g. fire or police telegraphic systems
    • G08B25/12Manually actuated calamity alarm transmitting arrangements emergency non-personal manually actuated alarm, activators, e.g. details of alarm push buttons mounted on an infrastructure

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  • Emergency Alarm Devices (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN
AM 26. FEBRUAR 1923
REiGHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- JVi 370010 KLASSE 74 c GRUPPE
(G51582 FIII/74C)
Bronislaw Gwozdz in Warschau.
Es bestehen bereits zahlreiche Feueralarmvorrichtungen, bei denen man von der-Stelle, wo das Feuer ausbricht, nach einer Zentralstelle hin auf elektrischem Wege Signale übermitteln kann, um die Feuerwehr oder andere zur Feuerlöschung berufene Organe aufmerksam zu machen. Diese elektrischen Feueralarmvorrichtungen stehen' dauernd unter Strom, d. h. sie enthalten dauernd wirkende Batterien oder andere elektrische Stromquellen, die gewöhnlich auf der Zentrale aufgestellt sind und durch deren Betätigung die Anlage in Gang gesetzt werden kann.
Diese Ausbildung hat indessen, gerade weil die Anlage dauernd unter Strom stehen muß, mancherlei Mangel. Vor allem ist die Instandhaltung der zur Speisung der ganzen. Anlage dienenden Batterie sehr kostspielige
weil diese durch geschultes Personal stets auf Kurzschlüsse bzw. hinsichtlich der erforderlichen Stromspannung untersucht werden muß, und weil mit der Zeit infolge von Veränderungen oder Störungen Ersatz dieser oder jener Teile notwendig ist. Sehr leicht kann dabei durch Defekte irgendwelcher Art die ganze Anlage unbrauchbar gemacht werden, so daß sie gerade in dem Gefahrmoment nicht ίο wirksam ist.
Die vorliegende Erfindung will gerade diesen Mangel beseitigen, und zwar dadurch, daß die Anlage dauernd ohne Strom ist und elektrischer Strom erst im Gefahrmoment erzeugt wird. Dies geschieht dadurch, daß an den verschiedenen Feuermeldestellen die Bestandteile eines galvanischen Elementes getrennt voneinander angeordnet sind und daß das Element erst dann gebildet wird und in Tätigkeit treten kann, d. h. Strom zu liefern imstande ist, wenn durch die Zerstörung eines den Elektrolyten aufnehmenden Behälters dieser Elektrolyt mit den Elektroden des galvanischen Elementes in Berührung treten kann. Dann entsteht ein Stromimpuls, der auf diese oder jene Weise zur Betätigung der Alarmvorrichtung Verwendung finden kann. Hierbei sind entsprechend der jeweils in Betracht kommenden Anlage die verschiedenartigsten Organe zur Zertrümmerung des Elektrolyt-1 ehälters anwendbar und ebenso auch die verschiedenartigsten Mittel, um mit Hilfe des Stromes eine geeignete Alarmvorrichtung in Tätigkeit zu setzen. Weitere Einzelheiten hierüber ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung in zahlreichen Ausführungsbeispielen veranschaulicht, und zwar ist:
Abb. ι die Ansicht einer Feuermeldestelle, teilweise im Schnitt,
ribb. 2 zeigt die elektrisch angeschlossene Alarmvorrichtung, ebenfalls teilweise im Schnitt,
Abb. 3 zeigt schematisch ein angeschlossenes Tableau,
Abb. 4, 5 und 6 sind Darstellungen verschiedenartiger Elementpatronen, wie sie in der Feuermeldestelle gemäß der Erfindung zur Anwendung kommen können.
Abb. 7 zeigt eine andere Feuermeldestelle, in welcher der Stromimpuls in einem Transformator auf höhere Spannung transformiert wird.
Abb. 8 zeigt in perspektivischer Darstellung eine Meldestelle, bei der die Zerstörung des Elektrolytbehälters mittels eines Handhebels vor sich geht,
Abb. 9 eine andere Anordnung für den Elektrolytbehälter und für das galvanische Element.
Abb. 10 ist eine andere Darstellung einer Feuermeldestelle, die durch einen Druckknopf zu betätigen ist.
Abb. 11 zeigt im Schnitt eine Feuermeldestelle, die durch das Schmelzen eines leicht schmelzbaren Körpers in Tätigkeit gesetzt wird.
Abb. 12 zeigt eine andere Ausführungsform einer gleichartigen Feuermeldestelle.
Abb. 13, 14 und 15 sind Einzelheiten der zuletzt dargestellten Ausführungsformen.
Der Hauptteil der Erfindung besteht aus einem, an jeder Feuermeldestelle vorgesehenen galvanischen Element in Form einer leicht auswechselbaren Patrone, dessen Teile indessen voneinander getrennt sind und dessen Dimensionen so bemessen sind, daß, ehe der Elektrolyt sich verbraucht hat bzw. das Element durch Polarisation geschwächt ist, em ausreichender Stromimpuls in die Leitung geschickt wird, um an der Ankunftsstelle eine geeignete Betätigung der Alarmvorrichtung zu veranlassen. Das erwähnte Element besteht z. B. aus einem glockenartigen Behälter i, der am Boden einen Kohlenstab 2 trägt. Der Kohlenstab wird unter Zwischenschaltung einer Isolationsschicht 3, beispielsweise durch eine Schraube 4, festgehalten. Der Behälter 1 kann beispielsweise aus Zink bestehen oder muß, wenn er aus anderem Metall hergestellt ist, mindestens an der Innenseite, an der der Kohlenelektrode gegenüberstehenden Stelle mit einer Zinkschicht bedeckt sein, wobei es zweckmäßig ist, die außerhalb des Bereichs der Kohlenelektrode liegenden inneren Wandungen des Gehäuses mit einer gegen den Elektrolyten sich indifferent verhaltenden, aus einem Nichtleiter bestehenden Schicht, beispielsweise mit einem Asphaltanstrich, zu versehen. Über den beiden Elektroden ι und 2 befindet sich in einem geschlossenen Behälter 5 der Elektrolyt. Der Behälter 5 kann aus irgendeinem, sich indifferent verhaltenden, leicht zerstörbaren Material, ζ. B. aus Glas, bestehen, in welchem die Füllöffnung verschmolzen ist, um eine Verdunstung des Inhalts zu vermeiden. Der Elektrolyt kann ebenfalls beliebige Zusammensetzung haben, und zwar zweckmäßig derart, u0 daß auch bei längerer Aufbewahrung keinerlei' Zersetzung desselben stattfindet. Von oben kann der Behälter 5 zweckmäßig durch eine dünnwandige Metallkappe 6 bedeckt sein, die auf den oberen Rand des Behälters 1 aufge- nf falzt oder sonstwie befestigt sein kann. Um Lei der Zertrümmerung des Elektrolytbehälters 5 ein Niederfallen von größeren Glassplittern oder ähnlichen Bestandteilen des Behälters in die Zwischenräume der beiden Elektroden zu verhindern, kann zweckmäßig eine Schicht 7 aus entsprechend porösem Gewebe
oder anderem Metall, ζ. Β. eine gelochte Scheibe, vorgesehen sein.
Aus der eben gegebenen Beschreibung erweist sich, daß die Bestandteile eines galvanisehen Elements getrennt voneinander, jedoch beieinanderliegend, angeordnet werden, in solcher Form, daß, wenn der Elektrolyt-1 ehälter zertrümmert wird, der darin befindliche Elektrolyt ausfließt und den Hohlraum
ίο zwischen den beiden Elektroden ι und 2 des galvanischen Elements ausfüllt, so daß daher nunmehr ein galvanisches Element gebildet wird, das zweckmäßig nur so viel Strom ent-■ wickelt und durch eine angeschlossene Lei- >5 tung weitersenden kann, um an der Ankunftsstelle eine geeignete Alarmvorrichtung zur Tätigkeit zu bringen.
Da bei dieser Ausbildung auch bei langem Nichtgebrauch der Anlage infolge des eingeschmolzenen Elektrolyten keinerlei Veränderung, Zerstörung oder Zersetzung der Teile des Elements eintreten kann, bleibt die Anlage mithin dauernd gebrauchsfähig und tritt sofort in Tätigkeit, sobald der Elektrolytbehälter zerstört wird.
Dem eben beschriebenen galvanischen Element wird zweckmäßig die Gestalt einer Patrone erteilt, wie dies in den Abb. 4, 5 und 6 in verschiedenen Ausführungsbeispielen dargestellt ist. In Abb. 4 ist angenommen, daß die Elementpatrone im wesentlichen glattwandig ist und an ihrem Platz dadurch festgehalten wird, daß der Falzrand, der durch das Auffalzen des Deckels 6 auf den oberen Rand des Zinkbehälters entsteht, zwischen geeigneten Teilen festgeklemmt wird. Es ist , aber auch möglich, diese Patrone derart auszugestalten, daß sie einstellbar ist. Abb. 5 zeigt eine solche Ausbildung, bei welcher der Zinkbehälter 1 selbst mit Schraubengewinde versehen ist, so daß er ähnlich wie eine elektrische Lampe oder Sicherung in eine geeignete Fassung eingeschraubt werden kann. In Abb. 6 ist das Schraubengewinde an einem höher liegenden Teile des Zinkbehälters 1 angeordnet. Hier wird die Kohlenelektrode von einem besonderen gelochten Zinkzylinder 8 umgeben, dessen Löcher hauptsächlich den Zweck haben, ein sicheres und schnelles Eindringen des Elektrolyten nach Zertrümmerung des Elektrolytbehälters in den wirksamen Teil zu ermöglichen, womit eine Beeinträchtigung des Elements, z. B. durch Luftblasen, Glassplitter usw. verhindert wird. Bei dieser Ausführungsform kann das Gehäuse 1 aus beliebigem Material sein, und es wird zweckmäßig an der Innenseite mit einer isolierenden Schicht versehen, die gegen den zur Anwendung kommenden Elektrolyten indifferent ist.
Man kann schließlich noch die eben beschriebene Elementpatrone evakuieren oder mit einem indifferenten Gase füllen, um auch bei lang andauerndem Nichtgebrauch eine Oxydation der Zinkschichten zu verhindern.
Die Stromableitung erfolgt in jedem Falle in der Weise, daß der eine Pol an der Außenwand des Gehäuses bzw. des Zinkbehälters 1, der andere Pol an die Schraube 4 angeschlossen wird, der isoliert vom Zinkbehälter bzw. von der Außenwand der Patrone mit der Kohleelektrode 2 in Verbindung steht.
Eine derartige Elementpatrone kann nun in verschiedenartiger Weise zu einer Feuermeldestelle ausgebildet werden. In Abb. 1 ist die Patrone zum Teil in ein kleines Gehäuse 9 eingeschlossen, in welchem die Patrone dadurch festgehalten wird, daß sie sich mit ihrem geflanschten Rande auf einen Ansatz 10 des Gehäuses stützt und durch eine Muffe 11 an ihrem Platz festgehalten wird. Dabei kommt das Elementgehäuse 1 mit dem Metallgehäuse 9 in Verbindung, so daß hier daher Stromschluß erfolgt. Die Schraube 4, die mit der Kohlenelektrode 2 in Verbindung steht, stützt sich dagegen auf eine, zweckmäßig mit einer Spitze versehene, Feder 12, die winkelförmig gestellt und an der Hinterwand des Gehäuses, jedoch isoliert von diesem, befestigt ist. Wird dann einerseits die Feder 12, anderseits ein Bügel 13, der mit dem Gehäuse stromleitend verbunden ist, an Drahtleitungen 14 und 15 angeschlossen, so wird, wenn die aus dem Gehäuse 9 vorstehende „Kappe 6 der Elementpatrone eingedrückt bzw. flachgeschlagen wird und dadurch infolge Zertrümmerung des sich darunter befindenden Elektrolytbehälters der Elektrolyt zwischen die Elektroden fließt, der Strom durch die Drahtleitungen 14 und 15 weitergeschickt.
Dieser Strom kann dann zunächst in ein Tableau gelangen, wie es schematisch in Abb. 3 dargestellt ist und in welchem durch eine bei Erregung des Tableaus niederfallende Klappe 16 die Feuermeldestelle bezeichnet wird, die durch Zertrümmerung des Elektrolytbehälters betätigt worden ist. In dem gewählten Beispiel würde durch Beeinflussung der in Abb. 1 dargestellten Meldestelle und durch die Drahtleitungen 14 und 15 das Tableau 16 in Tätigkeit gesetzt werden.
Anschließend an die Beeinflussung des Tableaus 16 gelangt dann der Strom nach einer Alarmstelle, die in Abb. 2 beispielsweise dargestellt ist. Hier geht der Strom durch einen Elektromagneten 17 und veranlaßt dessen Erregung. Durch den erregten Elektromagneten wird ein unter Federwirkung stehender Riegel 18 angezogen, der bis dahin einen Hebel 19 festgehalten hat. Dieser
Hebel ig ist um einen Drehzapfen 20 schwingbar und unterliegt der Wirkung einer Spiralfeder 21. welche das Bestreben hat, den He': el 19 um den Zapfen 20 in eine Lage zu ί ewegen, die gegenüber derjenigen in Abb. 2 um i8o° versetzt ist. Mit dem Hebel 19 verdreht sich gleichzeitig ein Exzenter 22, der, wenn eine solche Bewegung des Hebels stattfindet, einen zweiarmigen, um einen Zapfen 23 schwingbaren Hebel 24 bewegt, derart, daß st in oberer Arm nach abwärts bewegt wird, während sein unterer Arm, der bei 25 zu einem Haken ausgebildet ist, sich nach rechts (Abb. 2) bewegt. Durch diese Bewegung verläßt die Nase 25 des Hebels 24 eine Nase 26 eines Hebels 27, der unter dem Einfluß eines Gewichts 28 steht. Infolgedessen kann nunmehr der Hebel 27 unter dem Einfluß des Gewichts 28 niedersinken, und hierdurch wird der Ausflußhahn einer mit Kohlensäure, Druckluft usw gefüllten Stahlflasche 29 geöffnet, so daß das austretende, unter Druck stehende Gas eine Pfeife 30, eine Sirene oder irgendein anderes Alarmsignal, betätigen kann.
Die eben beschriebene Ausbildung der Alarmvorrichtung, insbesondere die Ausbildung des beschriebenen Hebelsystems hat den Vorteil, daß trotz relativ geringer Kraftäußerung am Elektromagneten 19 durch die gewählte Hebelübersetzung die Möglichkeit besteht, das relativ schwer zu betätigende Absperrorgan 29 zu beeinflussen. Es ist natürlich klar, daß an Stelle der Stahlflasche oder des unter Druck stehenden Gases irgendein anderes Alarmmittel und Alarmorgan zur Anwendung gebracht werden kann, beispielsweise ein durch ein Uhrwerk betätigtes Glockenläutewerk, ohne das Wesen der Erfindung zu beeinflussen.
In Abb. 7 ist eine Feuermeldestelle etwas anderer Art dargestellt. Während bei dem in Abb. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel unmittelbar der durch das gebildete galvanische Element erzeugte Strom zur Betätigung der Alarmvorrichtung Verwendung findet, soll in AI)I). 7 dieser erzeugte Strom auf höhere Spannung transformiert werden, was dann vorteilhaft ist, wenn der Strom über größere Entfernungen, z. B. auf Gütern usw., zu leiten ist. Die Elementpatrone und der Einbau derselben ist der gleiche, wie bisher beschrieben. Wird durch das Zertrümmern oder Eindrücken der Kappe 6 in der schon erwähnten Weise im Element Strom erzeugt, so fließt dieser von dem Gehäuse der Meldestelle über eine mit diesem in Verbindung stehende Kontaktspitze 33 nach einer mit einem Gewicht versehenen Feder 32 und von dieser Feder nach der primären Spule eines Transformators 34) dessen sekundäre Spule durch Drahtleitungen 35 und 15 mit einem Tableau 3f; und mit dem Elektromagneten 17 der Alarmvorrichtung in Verbindung steht. Die gewichtsbelastete Feder 32 ist am oberen Ende mit einem hakenförmigen Isolationsstück 31' versehen, welches durch das umgei ogene Ende einer Feder 34' in gespannter Lage festgehalten wird. Diese Feder 34' liegt mit einer Spitze gegen den Schraubenkopf 4 :m, welcher mit der Kohlenelektrode des Elements in Verbindung steht. λΓοη der gleichen Feder wird der Strom gleichfalls der primären Spule des Transformators 34 zugeleitet. Wird nun die Kappe 6 zertrümmert und dadurch Strom erzeugt, so wird gleichzeitig lurch den Schlag auf die El einen tpatrone diese so weit nach abwärts gedrückt, daß die Feder 34' mit ihrem aufgebogenen Ende das Jbolationsstück 31' der Feder 32 freigibt. Jetzt lüdet sich zwischen der Feder 32 und der Kontaktspitze 33 ein Unterbrecher, wo- ; ei die Stromunterbrechungen nach Maßgabe der Schwingung der gewichtsbelasteten Feder 32 erfolgen. Im Transformator wird der so 8s unterbrochene Strom auf höhere Spannung Iransformiert, so daß er daher, wie bekannt, leicht über größere Entfernungen geschickt werden kann.
Die Anordnung der Elementpatrone kann natürlich in verschiedenartiger Weise erfolgen. Während sie in Abb. 1 und 7 im Gehäuse senkrecht angeordnet ist, liegt sie bei dem in Abb. 9 dargestellten Ausführungsbeispiel schräg und ist in einem Gehäuse 37 angeordnet, das nach Art einer Wandkonsole ausgebildet ist, so daß das Element sehr leicht zugänglich und gut sichtbar ist.
Die Zertrümmerung des Elektrolytbehälters kann von Hand aus mit Hilfe eines Stockes, Steines oder irgendeines anderen festen Gegenstandes vor sich gehen. Es können aber auch besondere Hilfsmittel für diesen Zweck vorgesehen sein. So zeigt Abb. 8 einen Handhebel 38, der um zwei in der gleichen Ebene liegende Drehzapfen 39 schwingbar ist. Der untere bügelartige Teil 40 dieses Handhebels kann dabei plombiert sein, wenn dies gewünscht ist. Der obere kurze Arm 41 liegt gegenüber der Kappe 6 der Elementpatrone, so daß er daher, wenn der bügelartige Hebel 40 nach vorn gezogen wird, auf die Kappe 6 drückt und dadurch den im Innern unter der Kappe befindlichen Elektrolytbehälter zertrümmert.
In Abb. 10 ist eine andere Ausbildung dargestellt, und zwar hat hier die Vorrichtung zur Zertrümmerung des Elektrolytbehälters die Gestalt eines Druckknopfes 42, der gegebenenfalls hinter einer vorher erst zu zerschlagenden Glasplatte liegen kann. Der Druckknopf wirkt hier auf einen Hebelarm
43 eines zweiarmigen Hebels, der um Zapfen
44 schwingbar ist, und dessen unterer Arm 45 einen Hebel 46 festhält, der unter Wirkung einer gespannten Feder 47 steht und an seinem zweiten Ende zu einem Exzenter ausgebildet ist, der am oberen Arm eines Winkelhebels 49, welcher um einen Zapfen schwingbar ist, angelenkt ist. Wird daher der ohere Hebelarm 43 durch den Druckknopf-42 nach einwärts gedrückt, so bewegt sich der untere Arm nach auswärts und gibt den Hebel 46 frei, so daß dieser unter Wirkung der Feder 47 sich nach ■ aufwärts bewegen kann. Bei dieser Aufwärtsbewegung des Hebels 46 wird vermittels des Exzenters der senkrechte Arm des Winkelhebels 49 von der. Gehäusewand entfernt und der wagerechte Arm dieses Winkelhebels nach abwärts bewegt, wobei er auf den Elektrolytbehälter der Elementpatrone einwirkt, diesen zertrümmert, sor daß daher auch hier ein Stromimpuls hervorgerufen wird.
Um in diesem Falle die Elementpatrone leicht auswechseln zu können, ist sie in einer Fassung 50 angeordnet, die um einen Zapfen 51 in der wagerechten Ebene schwingbar ist und durch eine solche Schwingbewegung nach auswärts befördert werden kann, so daß Herausnahme und Ersatz der Elementpatrone ohne Schwierigkeiten möglich ist.
Bei dem in Abb. 11' dargestellten Ausführungsbeispiel wird der Elektrolytbehälter der Elementpatrone beim Zertrümmern unter dem Einfluß der beim Feuer entstehenden Hitze geschmolzen. Der ganze Apparat ist dabei derart ausgebildet, daß er beispielsweise an der Decke befestigt werden kann. 52 ist ein leicht schmelzbarer Körper, der etwa Glockenform hat und durch ein Metallnetz 53 gegen unbefugte Berührung oder Zerstörung gewahrt wird. Nach Abnahme dieses Netzes 53 kann der Schmelzkörper 52 herausgenommen bzw. ersetzt werden. Durch den haubenartigen Körper 52 geht ein Stift 54, der "in ein Gelenk 55 eingeschraubt ist, welches zwei gelenkartige Hebel 56 und 57 miteinander verbindet. Der Hebel 56 ist dabei an einem Zapfen 58 fest angeordnet, während der Hebel 57 bei 59 an dem unteren Arm eines um einen Zapfen 60 schwingenden zweiarmigen Hebels 61 angeordnet ist. Der lange Arm dieses Hebels 61 unterliegt der Wirkung einer Feder 62, und eine kurze Nase 63 desselben steht der Kappe 6 der Elementpatrone gegenüber.
Außerdem wirkt auf den Gelenkhebel 56 eine kleine Feder 64. In der Ruhelage, wie sie aus Abb. 11 hervorgeht, sind die Federn 62 und 64 gespannt. Indessen wirkt auf den haubenartigen Körper 52 nur ein sehr schwacher Druck, weil sich die Gelenkhebel 56, 57 in der Totpunktlage befinden und hierbei nur der schwache Druck der schwachen Feder 64 zu berücksichtigen ist. AVird durch die bei Feuer entstehende Hitze der Schmelzkörper 52 geschmolzen, so werden durch die - schwache Feder 64 die Gelenkhebel 56, 57 nach aufwärts bewegt, wobei, sobald die Totpunktlage überschritten ist, auch die Feder 62 durch Einwirkung auf den langen Hebelarm des zweiarmigen Hebels 61 zur Geltung kommt. Die Folge davon ist, daß der Hebel 6 z um seinen Drehpunkt 60 schwingt, und zwar unter dem Einfluß eines großen Kraftmoments, weil die Feder 62 auf den Hebel 61 wirkt.
Infolgedessen kann der kurze Daumen 63 mit recht erheblicher Gewalt auf die Kappe 6 einwirken und daher mit Sicherheit eine Zertrümmerung des Elektrolytbehälters der Elementpatrone hervorrufen.
Zum Ersatz der Elementpatrone ist diese in einer Fassung 65 angeordnet, die bügelartig avisgestaltet ist und um einen Zapfen 66 schwingt, der anderseits aber mit einer Nase
67 auf den Drehzapfen 60 des zweiarmigen Hebels 61 sich auflegen kann. Die Ausbildung kann in dieser Hinsicht indessen mannigfaltigen Abänderungen unterliegen, ohne das Wesen der Erfindung zu verändern.
Eine andere Ausbildung für durch Hitze go zu beeinflussende Feuermelder ist in Abb. 12 dargestellt. Hier kommt ein He1 el 68 ähnlich dem Handhebel 38 in Abb. 8 zur Anwendung, jedoch ist dieser Hebel einmal unter die Wirkung einer Feder 69 gestellt, und im übrigen ist er durch einen Schmelzkörper 70 (vgl. auch Abb. 13) in angezogener Lage festgehalten, derart, daß ein oberer Ansatz des Hebels
68 ähnlich dem Ansatz 41 in Abb. 8 der Kappe 6 der Elementpatrone gegenübersteht Wird nun der Schmelzkörper 70 unter dem Einfluß der bei Feuer eintretenden Hitze geschmolzen, so wird Hebel 68 frei und kann unter dem Einfluß der Feder 69 nach auswärts schwingen, so daß der obere Ansatz die Zertrümmerung des Elektrolytbehälters veranlaßt. Diese Ausbildung des Apparates ist hauptsächlich für an einer senkrechten Wand befestigte Feuermeldestellen geeignet. Eine andere Ausführungsform für gleichartige Apparate zeigt Abb. 14, wo eine Hebelanordnung ähnlich derjenigen in Abb. ro zur Anwendung kommt, jedoch ist hier der obere Hebelarm 43 nicht dem Einfluß eines Druckknopfes ausgesetzt, sondern durch einen Stab 71 mit einem haubenartigen Schmelzkörper 72 verbunden, wie er in Abb. 11 zur Anwendung gekommen ist. Eine Feder 73 hat das Bestreben, den Hebelarm 43 von der Haube 72 bzw. von der Gehäusewand abzudrücken. Wird hier die Haube 72 geschmolzen, so wird unter dem Einfluß der Feder 73 der Hebelarm 43
bewegt und veranlaßt durch die Vermittlung des He! elarmes 45 die Zertrümmerung des Elektrolvtbehälters.
Um bei Vorrichtungen der in Abb. 14 angedeuteten Art eine Auswechselung der EIenientpatrone bzw. des durch die Hitze zerstörten Schmelzkörpers J2 zu ermöglichen, ist ein besonderer Daumen 74 vorgesehen, auf «lessen Zapfen 75 ein Schlüssel 76 aufgesetzt to werden kann, der Ansätze 77 trägt, während ir. der Gehäusewand ein Schlüsselloch vorgesehen ist, das für die Ansätze y~ entsprechende Ausschnitte 78 l.esitzt, die so liegen, daß der Schlüssel 76 nur in bestiinmter Lage herausgezogen werden kann. Will man eine neue Patrone einsetzen oder den Körper 72 ersetzen, so wird durch Einführen des Schlüssels 76 der Daumen 74 in· die aus Ai 1). 14 ersichtliche Lage gebracht, wo durch Einwirkung auf eine Xase 79 der He! el 43, 45 in solche Stellung gebracht wird, daß eine ' Beeinflussung der Elementpatrone ausgeschlossen ist bzw. der obere Arm 43 der Gehäusewand genähert wird. Die Vorrichtung ist also gesperrt. Damit aber die Vorrichtung in dieser gesperrten Lage nicht verbleiben kann und ein Vergessen ausgeschlossen ist, ist der Schlüssel 76 mit den erwähnten Ansätzen yy versehen. Er kann nämlich nur dann herausgezogen werden, wenn durch Zurück- . drehen des Schlüssels und damit des Daumens , 74 in die unwirksame Lage die Ansätze yy in '■ solche Stellung kommen, daß sie durch die Ausschnitte 78 in der Gehäusewand entfernt werden können.

Claims (6)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Elektrische Feueralarmvorrichtung mit örtlichem Batteriebetrieb, dadurch I
    4a gekennzeichnet, daß bei der zweckmäßig als Patrone (1) ausgebildeten Örtsbatterie der Elektrolyt von den Elektroden (12) getrennt ist, so daß, wenn nach Zerstörung eines den Elektrolyten aufnehmenden Behälters (5) dieser ausfließen und die Elektroden berühren kann, ein Strom entsteht, der eine Alarmvorrichtung in Tätigkeit setzt.
  2. 2. Elektrische Feueralarmvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der von den Elektroden (12) getrennte Elektrolyt sich in einem zugeschmolzenen Gefäß (5, z. B. aus Glas) befindet, um jegliche Verdunstung des Elektrolyten zu vermeiden.
  3. 3. Elektrische Feueralarmvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile des Elements sich in einem evakuierten oder aber mit einem indifferenten Gase gefüllten Raum befinden, um eine Oxydation oder sonstige Veränderung der Teile zu verhindern.
  4. 4. Elektrische Feueralarmvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, bei welcher der Ortsstrom von einem elektrischen Unterbrecher und Transformator in einen Strom höherer Spannung umgewandelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Zertrümmerung des Elektrolvtbehälters (5) die leicht auswechselbare Element- 7(1 patrone (1, 6) gleichzeitig eine achsiale Verstellung erfährt und hierbei die Verriegelung einer als Unterbrecher (32, 33) wirkenden gewichtsbelasteten Feder (32) löst, so daß durch diese jetzt freigewordene, schwingende Feder (32) der Strom unterbrochen wird und im Transformator (34) wirksam werden kann.
  5. 5. Elektrische Feueralarmvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zertrümmerung des den Elektrolyten enthaltenden Behälters (5) unter der Einwirkung eines Hebelsystems (f". f>3) geschieht; das unter Verwendung eines leicht schmelzbaren Materials (52) in an sich bekannter Weise in gespannter [-age so lange erhalten wird, bis nach dem Schmelzen des Materials das Hebelsystem durch zwei gespannte Federn (64, ϋ2ΐ verstellt wird und hierbei die Zertrümme- g0 rung des Elektrolvtbehälters (5) bewirken kann.
  6. 6. Elektrische Feueralarmvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Hebelsystem (43, 45) unter Vermittlung eines Schlüssels (76), der mit besonderen Xasen (jj) versehen ist, durch Daumen (74) und Xase (79) außer Wirkung gebracht werden kann, so daß die Elementpatrone (6) bzw. der Schmelzkörper (72) herausgenommen bzw. ersetzt werden kann, wobei die Abnahme des Schlüssels infolge der Ansätze (yy) nur dann möglich ist, wenn der Daumen (74) in die unwirksame Lage gebracht worden ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DEG51582D 1920-07-28 1920-07-28 Elektrische Feueralarmvorrichtung mit oertlichem Batteriebetrieb Expired DE370010C (de)

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